Fingersätze für pentatonische Skalen

von jumapari, 25.05.16.

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  1. jumapari

    jumapari Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.05.16   #1
    Hallo zusammen,

    die Fingersätze für die 12 Dur- und Molltonleitern sind allseits bekannt. Was ich aber nirgends finden kann sind Fingersätze für die Pentatonischen 5 Ton Skalen (Grundton, Sekunde, Terz, Quinte und Sexte).

    Die Kreutztonleitern sind ja recht einfach (123 12 123, etc), aber bei den Tonleitern von Bb bis Des Dur finde ich es schon schwieriger, sich einen überzeugenden Fingersatz zurecht zu legen.

    Kann mir da jemand bitte weiterhelfen?

    Gibt es doch irgendwo solch eine Tabelle?

    Danke!!!
     
  2. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 26.05.16   #2
    Schwieriges Thema. Pentatonische Läufe braucht man selten.

    Art Tatum hat es so gemacht:


    Ein anderes hilfreiches Video ist hier:


    Viel wichtiger ist meines Erachtens, daß man lernt in Lagen zu spielen.

    Beispiel: Am-Pentatonik:
    Daumen aufs a, dann vier Töne aufwärts spielen (a c d e).
    Danach Daumen aufs c, vier Töne aufwärts spielen (c d e g).
    Danach Daumen aufs d, vier Töne aufwärts spielen (d e g a).
    usw.

    Abwärts dasselbe Spiel mit dem kleinen Finger.

    Beim Improvisieren dann auch in entferntere Lagen wechseln und nicht immer den Daumen oder kleinen Finger zuerst nehmen in der neuen Lage.

    Viele Grüße,
    McCoy
     
  3. jumapari

    jumapari Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.05.16   #3
    Dankeschön, lieber McCoy!

    Darf ich da eine Frage anschließen?! Ich beschäftige mich gerade mit den Jazz und Blues Büchern von Tim Richards, die sich auch mit pentatonischen Skalen fürs improvisieren auseinandersetzen. Und natürlich auch mit den ganzen anderen Skalen.

    Eine pentatonische Skala ist doch aber eigentlich nix anderes, als eine normale Tonleiter (oder ein Mode) ohne die beiden kritschen Töne 4 und 7, die man ohnehin meist nur als Durchgangstöne verwenden sollte (sehr einfach gesprochen). Das klimpern mit einer Pentatonischen Skala ist für einen fortgeschrittenen Anfänger sehr nett, da es plötzlich keine oder viel weniger schiefen Töne mehr zu geben schein.

    Macht es nicht aber mehr Sinn, von Beginn an die "richtigen" Skalen zu lernen, und eben auch zu lernen, wann und wo man die 4 und 7 einsetzt? Bei Cmaj7 kann man das C ja auch nicht so prominent verwenden, weil es sich mit dem H reibt (womit ich nur sagen will, dass man die Pentatonik auch nicht immer und überall und ohne nachzudenken verwenden kann).

    Wenn dem so sein sollte, braucht jemand wie ich ja im Grunde gar keine pentatonischen Fingersätze zu lernen oder zumindest allzuviel Gehirnschmalz darauf zu verwenden.
     
  4. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 26.05.16   #4
    Die Pentatoniken ergeben eine bestimmte Klangfarbe, die man gegenüber den normalemn Tonleitern gezielt einsetzemn kann. Man kann auch Pentatoniken spielen, die nicht auf den Grundton der Tonart oder des gerade gespielten Akkords beruhen.

    Versuche mal z.B. über eine II V I in C-Dur (Dm7 G7 Cmaj7) folgende Pentatoniken zu spielen:

    Dm7: E-Moll-Pentatonik
    G7: Bb-Moll-Pentatonik
    Cmaj7: B-Moll-Pentatonik (dt. H-Moll)

    (Dazu solltest Du in der linken Hand Voicings spielen, die nur aus Grundton, Terz und Septim bestehen.)

    Um so etwas improvisierend hinzukriegen, muß man die Pentatoniken gut kennen. Bei mir funktioniert das ungefähr so: Die Es-Moll-Pentonik hat man unmittelbar visuell vor sich, da sie komplett aus den schwarzen Tasten besteht. Alle anderen Pentatoniken habe ich genauso visuell präsent, d.h. ich "sehe" mental auf der Tastatur die Töne, die zu jeder Pentatonik gehören, so, wie bei einer Bontempi-Leuchttasten-Tischhupe die Tasten aufleuchten, die gerade gespielt werden sollen. :D Hiöfreich ist z.B., sich die Intervakkstruktir der Pentatoniken zu merken:

    Bei Moll: b3 GT GT b3 GT (b3= kl. Terz, GT= Ganzton)
    Bei Dur: GT GT b3 GT b3

    Ich würde mir die Pentatoniken improvisierend erschließen, dann ergeben sich brauchbare Fingersätze mehr oder weniger von selbst. Hilfreich ist es dabei, in den oben erwähnten Lagen zu improvisieren. Dabei ufpassen, wie man z.B. durch Übersetzen eines Fingers in eine neue Lage kommt.

    Außer den bekannten Pentatoniken gibt es auch noch ein paar andere: Versuche z.B. mal über einen Ebmai7 Akkord die Tonleiter d es g a bb zu spielen.
    Schön kling auch: d es f a bb oder c d es g a.

    Viele Grüße,
    McCoy
     
  5. CUDO II

    CUDO II Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.05.16   #5
    Das ist aber nicht sehr günstig. Du hast dann ja den Daumenuntersatz immer beim Kleinterzsprung. So muss der Daumen einen ziemlich weiten Weg gehen.

    Am besten ist es, bezüglich des Fingersatzes, immer vom 5. Modus der Dur-Pentatonik auszugehen. Also für die C Pentatonik wäre das: a c d e g.
    Dafür nimmst Du in der Rechten 12 123.
    Dieser Fingersatz gilt für C, F, Bb, Eb, Db, Gb, D und G Dur-Pentatonik im 5. Modus.

    Für Ab und B (=H) nimmst Du 123 12.
    Für E und A 2 123 1

    Der zweite Finger in der Zweier-Gruppe wird auch oft durch den Dritten ersetzt.
     
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