Fingerstellung beim Akkord abwandeln?

von GittiKleinlich, 11.03.08.

  1. GittiKleinlich

    GittiKleinlich Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.08   #1
    Hallo erstmal,

    ich habe als Anfänger unheimlich Probleme mit A-Dur auf einer E-Gitarre. Nicht etwa, weil ich nicht bereit bin, zu üben, sondern schlicht deshalb, weil meine Finger zu dick (oder lieber mollig? :-) ) sind; sie passen einfach nicht alle drei in den Bund, egal, wie sehr ich den Winkel variiere.

    Andererseits klappt das aber wunderbar, wenn ich mit dem Mittelfinger G und H greife, Zeigefinger wie gehabt auf D. Hat auch den Vorteil, daß ich generell näher am Bundstäbchen drücke, also auch beim stärkerem Anschlag noch einen sauberen Ton bekomme (in der Standard-Variante ist da gar nicht dran zu denken). Der Tausch von Zeige- und Mittelfinger (gezeigt auf justinguitar.com) hat's leider auch nicht gebracht.

    Daher meine Frage: pragmatisch vorgehen oder durchbeißen (wobei ich momentan nicht wüßte, wie letzteres zu machen wäre; slim fast für die Greiferchen etwa?).

    Mit bestem Dank im Voraus

    lg
     
  2. hyperthreader

    hyperthreader Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.08   #2
    Also ich denke es geht auf jeden fall auch normal, bei mir wars am anfang das selbe.Und ich denke, dadurch dass du das A normal übst, übst du nicht nur das A, sondern allgemein das richtige treffen der saiten und gefühl in den fingern. Es ist vielleicht etwas frustrierend, aber du lernst mehr dabei als wenn du das abgewandelte A das gut geht immer spielst... Wenn das abgewandelte, dann betracht es wirklich nur als Zwischenlösung weil du vllt ein lied spielen willst. Es gibt andere Akkorde wo du nicht glaubst dass da die Finger alle draufpassen, und wenn du dich durchs A gebissen hast, hasts bei den anderen auch leichter.
     
  3. Vincent-Vega

    Vincent-Vega Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.08   #3
    Das Problem hatte ich anfangs auch, und ich war mir 100% sicher dass es bei mir nicht klappen würde. nie. Sind halt zu dick. Geht aber prima. Jetzt. Hier ein paar Tips :
    1) Du darfst ruhig mit einem Finger auch andere Saiten als die die Du treffen wolltest druecken, wenn diese Saiten trotzdem noch frei schwingen und von einem anderen Finger in einer höhreren oder gleichen Position gehalten werden.
    2) Du darfst auch Finger quer legen und damit 1,2 oder 3 Fingerspitzen ersetzen. ich kenne viele die beim A einfach den Zeigefinger quer legen, ne Art Mini Barree. Ich bekomm das nicht gut hin, aber probiers mal.
    3) Du kannst die 3 Finger beim A-dur durchaus staffeln, sprich die können - müssen aber nicht parallel zu den Bünden liegen, Du kannst sie leicht hintereinander versetzen und sich (wenn man von der Brücke zum Sattel hochschaut) seitlich überlappen lassen.
    4) Du kannst die Finger auch etwas winkelig auf den Bund setzen (wie erklär ich das jetzt) also den Mittelfinger senkrecht und die beiden anderen in nem spitzen Winkel leicht seitlich (Scheisse zu erklären, echt)

    Zusammenfassung : Probier mit den Fingern rum, und lös Dich von der Idee dass es bei Dir so oder so aussehen muss (wie Du es vielleicht woanders gesehen hast oder Dir gedacht hast). Wenns klingt wars gut. Vielleicht trotzdem mal ne Session mit jemandem einlegen der sich mit sowas auskennt, sonst eignest Du Dir vielleicht doch was falsches an und wirst es später schwer wieder los.
     
  4. gremlin17

    gremlin17 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.08   #4
    Also mein Gitarrenlehrer greift das A genauso, wie du es beschreibst. Aber wie meine Vorredner würd ich dir auch empfehlen, es erstmal nach "der alten Schule" zu lernen, gerade weil du dadurch auch einfach ein Gefühl für das richtige Saitentreffen bekommst. Beim Lernen geht es einem wirklich sehr oft so, dass man denk: "Das geht doch niemals" und auf einmal klappt es dann doch. Das kann auch ein sehr motivierendes Gefühl sein. Also: dranbleiben! :great:
     
  5. averan

    averan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.08   #5
    Naja...es gibt mehr Leute mit diesem Problem als man meinen sollte. Bei mir ist es übrigens genauso, die Fingerchen wollen partout nich alle in den Bund passen. Das ist auch keine Frage der Übung, es ist schlichtweg physikalich nicht möglich. Das gleiche Prob habe ich auch auf meiner Halbakustik.

    Ich spiele das A deshalb entweder mit dem Mini-Barre oder ich nehme Mittel- Ring- und kleinen Finger, dann passt es bei mir.

    @ Threadersteller: spiele so wie es bei Dir am besten passt und geht. Meckern wird eh immer jemand, egal wie Du nun greifst. Da würde ich mich aber ehrlich gesagt keinen Deut drum scheren, wichtig ist dass die Akkorde sauber klingen und Du damit klarkommst.
     
  6. TCMI_Seb

    TCMI_Seb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.08   #6
    da hab ihr aber echt dicke Finger.... :D
    wenn ich das will, passen bei mir auch 4e rein :screwy::rolleyes: ... ok, ich hab dünne finger. ;)

    Da kann man jetzt schlecht was raten. Ich denke, dass die 3-Fingerhaltung die bessere ist, zumal du daraus auch andere Griffe umgreifen kannst. Oder auch wird es ja dann bei "so dicken" Fingern schwer zb D-Dur zu greifen, doer? :confused:
     
  7. averan

    averan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.08   #7
    In der Tat, D-Dur ist auch etwas knifflig. Vor allem wenn man dann auf der e-Saite variiert. Da muss man höllisch aufpassen das man die Saite nicht automatisch dämpft. Geht aber immer noch leichter als der A Dur, bzw es geht immerhin überhaupt erst mal :rolleyes:
     
  8. stratomat

    stratomat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.08   #8
    Ich hatte meine erste Gitarrenstunde mit 8 Jahren. Da hatte ich mit dem A-Dur keine Probleme, ihn auf die
    traditionelle Weise zu greifen.
    Nach einer langen Pause ohne Gitarre habe ich wieder angefangen und kam sofort zu dem Schluß, das
    das mit meinen Fingern niemals klappen wird.
    Ich habe daraufhin sofort den kleinen Barree mit dem Zeigefinger versucht und dabei bin ich geblieben.

    Wenn man am Anfang damit Problem mit dem Zeigerfinger bekommt (Schmerzen), dann würde ich
    mit einem anderen Finger nachhelfen.
    Nach einer Übergangsphase klappt es dann meist auch nur mit dem Zeigerfinger.

    Bezüglich der traditionellen Griffweise beim A-Dur möchte ich nur anmerken, daß ich KEINEN kenne,
    der ihn auf diese Weise spielt, sondern ALLE die ich gesehen habe, spielen ihn mit dem Zeigefinger-Barree.
    Es ist eine andere Sache, wenn die Barree-Griffweise immer Probleme/Schmerzen erzeugt.
    Das kann z.B. für Westerngitarren zutreffen, denn da braucht man oft mehr Druck auf den Saiten,
    wenn sie sich nicht so leicht bespielen lassen wie eine E-Gitarre.
    Wenn das der Fall ist, dann ist eben die klassische Weise angesagt.

    Ich finde, daß der traditionelle A-Dur Griff didaktisch keinen Vorteil hat, da ich auch keinen kenne, der
    den b-Dur Griff mit Zeigefingerbarree am 1. Bund und mit den restlichen 3 Fingern am 3. Bund spielt.
    Wie gesagt, das kann bei Westerngitarren anders sein, aber ich kenne fast nur E-Gitarristen.

    Mir ist es nicht ersichtlich, welchen Vorteil es bringen soll, sich längere Zeit mit einer (selten verwendeten) Griffweise zu quälen,
    wenn es einfach nicht klappt.
    Zumal bei A-Dur die (nicht gegriffene) A-Saite mitklingen soll. Da wird's einfach eng, den Akkord jedesmal
    in einem Lied sauber zu erwischen.

    Da meine Zeit pro Tag begrenzt ist, quäle ich mich lieber mit anderen Akkorden. :-)

    Was den D-Dur angeht, da hatte ich irgendwie noch nie Probleme, komisch...
     
  9. Axel S.

    Axel S. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.08   #9
    Ich spiel den A so:
    Zeigefinger auf D und G, Mittelfinger auf H-Saite. Dann hat man den Ring und kleinen Finger frei für weitere "Schweinereien" (A6, A7, usw)

    Im Barrée (also zb D im 5.Bund) greif ich mit dem Zeigefinger alle 6 Saiten und mit dem Ring die D-, G- und H-Saite. Der Mittelfinger wird lässig abgespreizt (Wie das der gute alte Eric Clapton auch macht :-))
     
  10. TCMI_Seb

    TCMI_Seb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.08   #10
    hehe... ja wir Gitarristen neigen dazu, das Publikum ständig zu beleidigen ! :D

    :great:
     
  11. GittiKleinlich

    GittiKleinlich Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.08   #11
    Zuerst einmal vielen Dank für das zahlreiche Feedback! (ist nicht überall so, von daher glaube ich, endlich die richtige Community erwischt zu haben)

    Ich habe mir gerade mal richtig meine Finger sehr genau betrachtet und festgestellt, daß unter Mittel-, Ring- und kleinem Finger - genau gegenüber dem Fingernagel - eine kleine Kuppe übersteht. Genau die ist es, die oft die jeweils darunterliegende Saite abdämpft.

    Ganz böse ist das bei der auch von euch angesprochenen D-Dur: da muß ich den "Landeplatz" für den Mittelfinger schon millimetergenau(!) treffen, um weder G noch hohes E zu dämpfen, und das klappt auch nur, wenn ich keine der beiden mal etwas fester anspiele.

    Nun habe ich aber in den letzten Tagen oft gelesen, daß sich die Finger nach ein paar Wochen/Monaten Üben verändern. Gibt's da 'ne Chance, daß sich meine Finger ihrer Aufgabe anpassen, speziell im Hinblick auf ihre Form?

    lg
     
  12. Stoner

    Stoner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.08   #12
    Nach 4 Wochen werden deine Finger um ca 60% länger sein und rund 20% dünner.

    Nein, Quatsch:D
    Also es bildet sich etwas Hornhaut, was das drücken auf die Saiten doch erheblich erleichtert. Außerdem sind dann die Muskeln in den fingern etwaskräftiger, die man normalerweise seltener benutzt, das heißt, dass das Greifen von Akkorden viel schneller und sicherer wird.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Form merklich angepasst wird, jedenfalls wars bei mir nicht so.
     
  13. Vincent-Vega

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    Erstellt: 13.03.08   #13
    Es kommt noch n Effekt dazu den man als Anfänger anfangs nicht draufhat, der sich aber mit der Zeit von selbst einstellt :
    Wenn Du mit nem Finger versehendlich eine Saite seitlich dämpfst, dann schlägt ein Anfänger den Akkord durch und es klingt mau. Mit der Zeit spürt man das an der Seite des Fingers ganz automatisch, und dreht ihn instinktiv weg. Das ist so wie beim Autofahren : Anfangs ruckelt man in jede Kurve rein und muss ständig das Lenkrad korrigieren, später macht mans im Schlaf und die kleinen Korrekturen fallen einem selbst nicht mehr auf.

    Ach - und : Thema Fingernägel : Ich kann Akkorde nicht sauber spielen wenn ich deutlich mehr als nen Millimeter weisses an der Fingerspitze habe. Wenn Du evtl das nochmal testen magst....Denn wenn man die Fingerkuppe senkrecht setzen will, geht halt nicht mit Nägeln, und dann kippt man automatisch zur Seite und die Auflagefläche der Fingerspitze wird viel grösser.
     
  14. Keith92

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    Erstellt: 21.03.08   #14
    greif das a dur barre. schlag dann aber nicht die e saite an
     
  15. Koebes

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    Erstellt: 21.03.08   #15
    Ich greife A Dur entweder als kleinen Barre oder 1. Finger G-, 2.Finger H-, 3. Finger E-Saite. Dabei ist der erste Finger am weitesten hinten, der 3. Finger am weitesten vorne, sodass alle drei Finger diagonal stehen. Die Diagonale ist dabei so kurz wie möglich. Direkt nebeneinander passen die drei Finger nicht, das ist normal. Wobei meine Finger sehr dünn sind, was wahrscheinlich vom Rauchen, lange aufbleiben und den hohen Lautstärken meiner Band kommt.

    Und: Drück nicht so fest drauf. Nur soviel Druck wie unbedingt nötig.
     
  16. Freak94

    Freak94 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.03.08   #16
    Ich habe auch meine Probleme mit A-Dur, habe aber auch heute angefangen zu lernen^^ Aber, wie alle sagen, gewöhnt man sich dran und i-wann klappts schon^^ Ich werds wohl auch ma barre versuchen.
     
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