Floortom Mikrofonierung

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dabei habe ich soviel aufwand betrieben, damit die gitarre ein low end hat.
Pech gehabt. - Nee - war ein Scherz. Aber im Ernst:
Die Instrumente dürfen sich nicht gegenseitig die Frequenzen verhageln. Wenn Du auf Lowend bei der E-Guit. setzt, würde ich trotzdem den unteren Bereich etwas kappen. Vielleicht mal mit einem Lowcut (weich, nur -6dB) bei vlt. 200 Hz nach oben anfangen. Aus dem Bauch geschätzt...

Das Foto von Eurem Proberaum hatte ich schonmal in einem anderen Post gesehen. Und da liegt die Krux Nr. 1:

Die Verstärker blasen von hinten in die Drummikros.

Da würde ich eher mal schauen, ob Ihr Euch nicht im Kreis aufbauen könnt. Gibt es hier im Board einige interessante Beiträge, war glaube ich in "Band & Proben".

Krux Nr. 2:
Die Tom-Mikros hängen für meinen Geschmack etwas zu steil auf dem Schlagfell. Öffne mal den Winkel minimal, so daß auch etwas mehr Attack vom Stockanschlag mit draufkommt.

Krux Nr. 3:

Die Overheadmikros könnten bei Eurem Stil durchaus ca. 20 - 30 cm tiefer gehängt werden. Einfach mal probieren.

Und da kommen wir zu Krux Nr. 4:

Wenn Ihr bei den OHs ein AB-Verfahren wählt, müssen die Mikros senkrecht nach unten zeigen. Das Mikro über der Snare/HH scheint nach aussen gebogen zu sein.
Und: Beide Mikrokapseln müssen denselben Abstand zur Snare haben. Da gibt es den alten Kordeltrick: Kordel in der Mitte der Snare z.B. mit Gaffa festkleben, und dann ein Ende zum rechten OH ziehen. Mikro ausrichten. Dann das Ende vom rechten OH-Mikro zum anderen OH-Mikro ziehen und den Mikroständer inkl. Entfernung gleich ausrichten.

Die Gesetze meiner "weichgespülten" Musik gelten nämlich auch für Grunge, Metal usw. Das ist Physik, die kannst Du nicht überlisten.
Kommt dann halt nur noch auf das Kloppverhalten vom Drummer an! :D

Edith: Wie wird die Bassdrum abgenommen? Ich sehe auf dem Foto kein Stativ vor der BD. Habt Ihr ein Grenzflächenmikro in der BD?
Zur Dämpfung der BD habe ich folgende Erfahrung gemacht: Nylondecken drin sind kaxxe, Papierknüddel auch (hat man in den 70igern gemacht für Jazz).
Was ich für nahezu alle Genres als Einstieg gut finde: Ein Daunenkissen 80x80 / 80x40 cm. Um mehr Attack reinzubekommen, hat man früher (wahrscheinlich auch heute noch), ein, zwei Ziegelsteine oben draufgelegt.
Viel Spaß beim Experimetieren! :great:
 
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das hier ist der gitarren EQ und der gitarrensound ab ca. 1min:
1646687532022.png


und das der basssound:
1646687590038.png


das foto ist schon etwas älter.
mittlerweile stehen die mikros in richtung der fell-mitte und die overheads sind x-förmig angeordnet. alles tipps aus dem forum :)
20211223_164955.jpg

das foto ist etwas neuer, aktuell hängen die overheads etwas tiefer. die einstellung auf dem bild war zu hoch gewählt.

bei den schlagzeug aufnahmen sind die amps nicht in betrieb, damit keine störsounds die drums beeinflussen.
für den live betrieb sind auf allen mikros gates eingerichtet.
 
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Mag ja sein, trotzdem sind in den tiefen Mitten sich viele am bekriegen...Ich will den den Song ja nicht schlechtreden, trotzdem muss man sich auch mal Gedanken um das Arrangement machen.
Die Antworten von @DarkStar679 legen nahe, dass genau das auch passiert (ist).

Du hast ein sehr gutes „Gegenbeispiel“ mit einem ebenfalls sehr dominanten Bass gebracht.
Ich will selbiges ebenfalls nicht schlecht reden (weil Geschmacksache), aber es ist zufällig genau die Art von Mix, bei der ich entweder abschalte oder die Flucht ergreife... :D
Es hat null Charakter, alles ist statistisch perfekt verteilt.

Du befindest dich damit durchaus in guter (sehr prominenter) Gesellschaft: mein (zu) oft bemühtes Standardbeispiel ist der Soundtrack von „Standing in the Shadows of Motown“.
Dort wurden Soul Klassiker von aktuellen top Acts mit aktueller Spitzentechnik neu eingespielt und live dargeboten. Budget ohne Ende, Könner am Werk... hat trotzdem nichts genutzt.
Berechenbare Langeweile, no soul, no funk... aber man hätte die Bestandteile des jeweiligen Drumkits blind mitzählen können, so präzise und artikuliert war der Mix.
Schlecht für einen, der bloss Musik hören und den groove geniessen will. ;)
(ich weiss, dass ich mit dieser Sichtweise zu einer Minderheit gehöre...)
 
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......, dass genau das auch passiert (ist).
ich sage mal so, wir erzeugen eine wall of sound.
wenn wir spielen wackelt der raum, obwohl wir nicht sonderlich laut sind.

mein bassist meint, das erste mal in seiner 40 jährigen bassist tätigkeit, daß er so einen klang hat.
er spielt noch in einer metal band. dort ist er klanglich überhaupt nicht zufrieden. fitzelige gitarren, dürrer bass, punchige drums.

wenn ich auf meine 18" trommel haue, bin ich kurz vor einer errektion, weil das so tief und machtvoll klingt.

und die besucher unserer kleinen proberaumkonzerte sind alle hingerissen davon, wie das zwerchfell massiert wird.
deshalb meine einschätzung - der weg mag dem üblichen tongebaren widersprechen, scheint aber trotzdem beim zuhörer positiv anzukommen.
 
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Bei mir hat‘s gut funktioniert, obwohl ich keine spezielle Affinität zu der Richtung habe.
Einfach eine überzeugende Wirkung. :cool:
Eben das Gesamt-Ding ... die Reaktion des Publikums kann ich nachvollziehen.
 
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....die Reaktion des Publikums kann ich nachvollziehen.
wir konnten deutlich beobachten, wie denen beim ersten akkorden die kinnlade runterfiel....und nach dem konzert...."wann und wo tretet ihr auf....das muß ich unbedingt auf einer bühne hören"
 
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Das motiviert sicher... löst aber natürlich nicht das „Aufnahme-Problem“ ;)
Ich finde den Ansatz passend, sich am live-Sound zu orientieren (wie du bereits erwähnt hast).
Was ja nicht ausschliesst, dass man sich mit Detailfragen der Mikrofonierung befasst.
Aber es muss nicht technisch perfekt sein, wenn beim Hörer eine Wirkung entsteht.
Entscheidend für meinen positiven Eindruck war vor allem, dass es „Charakter“ hat, nicht komplett vorhersehbar strukturiert ist und ein spezielles Sound-Erlebnis entsteht.
 
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Livebetrieb mit Publikum und Recording/Mixing sind halt immer noch zwei verschiedene Welten. Und gerade im Livebetrieb kommt es auf die Räumlichkeiten an, wie die Frequenzen wirken. Ich habe da schon von Braunkack bis Gold alles mitgemacht. Und es kommt auch auf den Beschaller und die PA-Anlage an.

Anders herum:
Mit unserer Band haben wir mal einen SAE-Studenten in Köln bei einer seiner Arbeiten unterstützt (war in 2020). Live-Aufnahme bzw. Overdubbing am SAE-Institute mit Top-Räumen, Mikros usw. mit 2 Songs aus unserem Repertoire. Er sollte Mixing lernen.
Um auf das eigentliche Thema zu kommen: Die Toms hat der Student mit seinem Assi grauseligst abmikrofoniert bezogen auf unseren Musikstil.
Und die hatten die Sennheiser MD421 für die Toms am Start - nach wie vor eine Referenz. Aber Abstand, Winkel usw. waren eher Kirmesbuden-Niveau.
Ich selber nutze die kleinere Serie E604, die dem Sound der MD421 angeblich recht nahe kommt, für das große Tom das E904.

Was einen rohen Sound anbelangt, bitte schön: Ich habe auch die alten Platten von Whitesnake und Co. gehört. Ich kann nicht nur Pop & Co.

Gerne kann ich per PM oder Mail eine noch geweichspülertere Auflage (mit Toms, die ich heute eher um -2 bis -3dB mischen würde) nachliefern: Grace Jones - Slave to the rhythm. Da habe ich Phasenschweinereien glaube ich nochmal besser in den Griff bekommen. Der Produzent Trevor Horn war nicht umsonst damals einer der gefragtesten. Und an dem Sound habe ich dann auch versucht, mich als Greenhorn entlang zu hangeln.

Insofern schadet es nicht, sich für sein Genre vergleichbare Songs rauszusuchen und munter drauflos zuprobieren.
 
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wie geschrieben...das hier wäre mein referenztrack



band: sleep, album dopesmoker
Beitrag automatisch zusammengefügt:

hier ist die gitarre auf drop C-gestimmt....klingt etwas anders:
 
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Gehe ins Bett, habe es nur über Handy gehört. Auf den Toms ist wesentlich mehr Attack. Insofern bitte mal die Tommikros etwas mehr zum Schlagzentrum ausrichten.
 
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mir fällt gerade auf, wenn ich die drum audiospuren der beiden songs vergleiche, bei "extern" sind die peaks der trommelschläge deutlich höher.
könnte es sein, daß ich entweder zu leise bei dem doom song gespielt habe, oder aus irgendeinem grund, das gain runter gedreht hatte???

kann der gain unterschied den klangunterschied ausmachen?
 
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ich sage mal so, wir erzeugen eine wall of sound.
er spielt noch in einer metal band. dort ist er klanglich überhaupt nicht zufrieden. fitzelige gitarren, dürrer bass, punchige drums.
Die Frage ist, wer die Wall of Sound macht. Der Bassist allein?
Was sagt denn der Drummer dazu, dass seine Kick dadurch dünn klingt? :D

Wollt ihr gemeinsam fett klingen, brauchen alle Instrumente Platz im Mix.

Wall of Sound hmmm das bedeutet für mich eigentlich dass man das gesamte Frequenzband ausnutzt, verdichtet und Ausreisser kontrolliert. Das geht nicht wenn bei 80Hz Kick UND Bass dominieren und benachbarte Frequenzen unter gehen. Das ist dann mehr ein Turm als eine Wand.
 
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kann der gain unterschied den klangunterschied ausmachen?
Das macht er mit Sicherheit, weil das Frequenzempfinden des Gehörs bekanntlich lautstärke-abhängig ist.
Ich nutze statt gain lieber „impact“, dh die effektiv wirksame Lautstärke indem entweder die betreffende Spur (oder ein Submix) durch einen speziellen Limiter läuft.
(mit moderaten Einstellungen, bereits im Mix, nicht erst beim Master out zwecks maximum loudness)
In meinem Fall SAW Studio Levelizer, funktional identisch sind FabFilter Pro-L2 und Anwidasoft L1V.

Alle 3 sind auf extrem verzerrungsarmes Stauchen von peaks ausgelegt, viel simpler als Kompressoren mit make-up gain und Zeiten. Bis auf den og psycho-akustischen Effekt ist das Ergebnis absolut neutral, aber eben mit mehr impact als reines Pegelschieben.
Oft bereits als zweiten Schritt nach dem manuellen Bereinigen der Rohspur, dh ich nutze die ge-renderte Spur anstelle des Originals.
 
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ich drücke es anders aus. ich meinte nicht die reaktion des gehörs, sondern, wenn das gain zu niedrig ist, kann möglicherweise das mikrofon den trommelklang nicht vollständig abbilden? und das hat auswirkungen auf die weiterverarbeitung des klangs in der DAW?
das würde erklären, weshalb das schlagzeug im song "extern" und "Cavity of Doom" so unterschiedlich klingen, obwohl ich an den mikros nichts geändert habe?
 
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Das Mikrofon arbeitet immer gleich, aber Vorverstärker und Wandler haben einen Einfluss.
Dh es ist uU mehr Rauschen im Signal und ein möglicher „sweet spot“ des Preamps wird nicht erreicht. Hängt von den Geräten ab...
 
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ich hab jetzt die gains etwas angehoben. geht besser und klingt besser.

wir haben seit heute einen neuen drummer....himmel geht das vorwärts.
 
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ich hab mal noch experimentiert mit mixing....wäre das okay? habe darauf geachtet, daß die gains entsprechend sind.
 
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Der Song ist ganz cool. Zur Performance: Die Drums sind relativ scheisse. Ein guter Drummer würde das niemals so spielen. Vor allen Dingen die Breaks kommen doch mehr als holzig.
Zum Sound: Wenn du die Drums und den Bass so fett haben willst, braucht die Gitarre mehr Raum. Ich würde die Gitarre doppeln und dann schön nach rechts und links legen. Und dann muss man mal weiter schauen
 
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ich trommel ja erst seit ein paar monaten. besser kann ich es nicht. :nix:
dabei hatte ich mich echt gefreut, daß ich bis zum break nicht aus dem takt gekommen bin und es einigermaßen mit dem klick rund läuft.
naja, weiter üben muß ich wohl.

jedenfalls habe ich, deinem rat folgend, die rythmus gitarren nach außen geschoben, die solo gitarre mittig gelassen.
 
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Sorry, wollte dir nicht zu nah treten und du musst dich gar nicht rechtfertigen. Mir war gar nicht klar, dass du die Drums selber spielst. Dafür ist es natürlich ok. Zum Sound: Ich meinte, 2 Gitarren aufzunehmen und die weit auseinander zu legen
Sorry! Hab jetzt erst gesehen, in welchem Sub du hier bist
 
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