Frage an Leslie-Besitzer

geldo
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Moin,

Ich habe eine Frage zum Thema Leslie (122). Seit letztem Jahr besitze ich eine M2 (Baujahr 53), welche derzeit über ein H&K Tubeman 1 und einen solton super-twin läuft. Das ganze klingt schon ziemlich gut wie ich finde. Irgendwann solls dann mal ne a100/c3/b3 werden. Ein leslie 122 würde ich mir nach ausreichendem sparen schon vorher zulegen und an die m2 anschließen. Ich habe auch schon ein leslie 8010 kit, womit das klappen sollte. Ich kenn mich allerdings mit den original leslies noch nicht ganz so gut aus. Die Fragen wären: Bekommt das 122er den Strom über das 6-pol kabel oder hat es eine separate Stromversorgung? Käme der strom über das lesliekabel, wäre die Frage ob man sich um die spannung sorgen muss. Meine m2 ist ein ami-Modell mit vorgeschaltetem trafo. Wenn strom übers kabel ginge wären das ja 110v. Bräuchte man dann ein 110v leslie? :confused:

Danke und Gruß
Christian
 
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Hallo Christian,

ein Leslie 122 (und auch alle anderen 6- und 9-Pol Leslies) bekommt die Netzspannung über das Lesliekabel.

Eine Möglichkeit wäre ein 110V/60Hz Leslie.

Hat Deine amerikanische M2 denn nur nen Trafo (220 auf 110V) oder auch nen Frequenzwandler (von 50 auf 60Hz)?

Wenn sie keinen Frequenzwandler hat, klingt sie hier in Deutschland zu tief.

Wenn sie einen Frequenzwandler hat, gibt es nochmal 2 Fälle:

1. Wenn gesamte Orgel über Trafo und Frequenzwandler läuft, würde auch das Leslie aus der Orgel mit 110V/60Hz versorgt. Allerdings müsste man überprüfen, ob der Frequenzwandler leistungsmäßig für die zustätzliche Belastung durch das Leslie ausgelegt ist.

2. Wenn nur der "run motor" der M2 an nem Frequenzwandler (50 auf 60Hz) hängt, hat man wieder 2 Möglichkeiten:
a) Man müsste dafür sorgen, dass das Leslie mit dieser gewandelten Frequenz versorgt wird (sonst würde es mit 50 statt 60Hz betrieben und zu langsam drehen). Dabei wäre darauf zu achten, ob der Frequenzwandler von der Leistung her ausreichend ist.
b) Man versorgt das Leslie mit 110v/50Hz und lebt mit der zu langsamen Drehgeschwindigkeit oder gleicht dieses durch entsprechend größere Riemenscheiben aus. (gibt's z.B. hier, keine Ahnung, ob die in Deutschland jemand anbietet).

-----

Bei einem europäischen 230V/50Hz Leslie müsstest Du für eine separate Stromversorung des Leslies sorgen. Ich bin allerdings nicht firm genug in der Materie, um sagen zu können,ob Du dann evtl. Probleme mit dem Leslie Kit bekommst, da kann dir vielleicht jemand anders helfen - Don Leslie?

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Auf jeden Fall solltest Du Dir die Sache gut überlegen, wenn Du Dir irgendwann eine A100/C3/B3 anschaffen willst, da Du dann möglicherweise wieder vor einem 110V/60Hz vs. 230V/50Hz Problem steht.

Viele Grüße Martin
 
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...hmm...sehr interessant. Ich dachte erst ich hätte Gespenster gesehen, aber die Problematik gibt es wohl wirklich. Was ich sagen kann: Ich habe einen Frequenzwandler in die orgel eingebaut (von Keyboardpartner). Der hängt lediglich vor dem run-Motor. Wenn ich das jetzt richtig verstehe kann ich ein 110v leslie anschließen und dann mit pulley-konvertern die Geschwindigkeit anpassen!? Leuchtet ein! Was mir nicht einleuchtet: sind nicht alle hammonds 110v Modelle? Ich meine, werden nicht auch die europäischen modelle mit Trafo und Frequenzwandler auf 110v/50hz gebracht? falls nicht: wenn ich mir ein us-leslie kaufen würde müsste ich also auch bei einer a100/c3/b3 eine us-variante kaufen?!

Gruß Christian
 
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Hallo Christian,

Du weißt wenigstens schonmal, wovon Du redest, das ist gut! :)

Ja, Du kannst ein 110V Leslie an die 110V der Orgel (ohne den Frequenzwandler des run motors einzubeziehen) anschließen und die Geschwindigkeit mit pulley convertern anpassen. Bestimmt gibt es auch wen in Deutschland, der welche dreht, so dass Du nicht extra in den USA bestellen musst (Vielleicht kennste ja auch nen Dreher, der Dir welche dreht. Die müssen ja nur 20% mehr Durchmesser haben).

Nein, die Spannung wird für europäische Hammonds und Leslies nicht auf 110V transformiert - darum steht auf den Amps dann auch 230V Version (oder auch 230V/50Hz bei Leslies).

Es wäre für Dich natürlich praktisch, wenn Hammond und Leslie für die gleiche Spannung ausgelegt sind.

Ich denke, es ist wahrscheinlicher, dass Du später mal eine europäische A100/B3/C3 findest. Daher würde ich mich nach nem 230V Leslie umsehen und dem ne externe Spannungsversorgung verpassen, falls es, wie vorhin schon erwähnt, dabei nicht zu einem Problem mit dem Leslie Kit kommen kann. Vielleicht äußert sich dazu noch jemand.

Viele Grüße Martin
 
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Aha. Okay....erstmal vielen Dank für die Antworten. Mal sehen ob noch jemand was zum thema Leslie-kit in diesem Zusammenhang sagen kann. Wenn man die Stromversorgung von extern basteln kann müsste man wahrscheinlich die stromführenden pins am leslie-kabel abklemmen. Aber wie gesagt....bin da kein experte und deshalb für jeden Hinweis dankbar.

Gruß Christian
 
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Hallo Christian,

wenn man dem Leslie eine externe Stromversorgung verpasst, wäre es am einfachsten, im Leslie Kit die pins 3 und 4 eben nicht mit der Netzspannung zu beschalten also unangeschlossen zu belassen.

Meine Bedenken habe ich wegen der an pin 5 zum Leslie Kit zurückgeführten Spannung "B+ supply" geäußert. Ich bin einfach nicht tief genug in der Materie, um beurteilen zu können, ob es da bei einer 110V Hammond und einem 230V Leslie zu Problemen kommen könnte.

http://mosweb.federalproductions.com/knowledgebase/leslie-pinout-data/

Viele Grüße Martin
 

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