fragen zu akkorden

von GMS, 02.10.06.

  1. GMS

    GMS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.10.06   #1
    also ich beschäftige mich gerade mit akkorden und hab ein paar fragen


    es gibt ja nun mehrere Möglichkeiten einen Akkord zu greifen.
    ich dachte mir das so, dass ich zu einem akkord z.b A Moll ein paar Möglichkeiten asuwendig lerne und diesen Griff dann verschiebe...je nachdem welchen Moll Akkord ich haben will.

    ist das klug? oder wie macht ihr das?

    Jetzt stellt sich die Frage welche sind denn die "wichtigsten" Greifmöglichkeiten eines Moll Akkords?
     
  2. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 02.10.06   #2
    Ja, das ist klug.

    Merk Dir zunächst optisch einige verschiebbare Grundmuster

    E-typ

    x-------
    x---------
    x---------
    ----x-------
    ----x-------
    x-----------


    A-Typ

    x-------
    --x---------
    -----x---------
    -----x-------
    x-------
    -----------

    Fett = Grundton. Die kannst Du nun

    1. beliebig verschieben. Voraussetzung ist, dass Du die Töne auf den E-Saiten und der A-Saite bis zum 12. Bund kennst und möglichst auch auf der G. Dannweißt Du anhand des Grundtons der Greiftypen sofort, welchen Akkord Du spielst.

    2. beliebig ausdünnen. Vollakkorde werden gerade bei E-Gitarre meist nicht gespielt. Faustregel: Je verrzerrter, desto weniger Töne.

    sieh Dir z.B. den E-Typ an, beispielweise am 5. Bund gespielt (was dann a-Moll ist). Da sind auf die Schnelle schon mal fünf gut klingende "Voicings*" machbar:


    5--------5------5---------
    5--------5---5--5----------
    5--------5---5----------
    7-----7------7----------------
    7--7--7-----------------------
    5--5--5---------(5)------------------

    grobe Anwendungsbeispiele (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

    Nr. 1 ist Lagerfeuerakkord, vollklingend und nur clean verwendbar

    Nr 2 und 3: Powerchords, gut für Rock.

    Nr. 4 und 5: Rock, Pop, Ska, Reggae, Funk, Jazz, Ballade.

    Feste Regeln gib es nicht. Kommt letztlich immer drauf an ob man alleine spielt, oder mit Bassist, welche Stilrichtung und wie es für den eigeen Geschmack klingen soll.

    Beim A-Typ sieht das natürlich genau so aus. Nehmen wir tabzahlenmäßig die D-Moll-Lage:

    5------5---------------------
    6------6--6----------------------
    7---7--7--7--7-------------------
    7-7-7-----7--7------------------
    5-5-5--------------------------
    ------------------------------


    Der Gag dabei ist, dass man nicht unglaublich viel lernen muss. Denn alle Varianten sind ja immer nur Ausschnitte des Vollakords.


    * Voicing = Lage und Zusammenstellung von mindestens 2 Tönen enes zu spielenden Akkords. In den obigen Beispielen werden diese einfach optisch dem "Vollakkord" entnommen.
     
  3. GMS

    GMS Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.10.06   #3
    ich sehe das so das dein a typ ein moll typ ist....

    und je nachdem wo ich mit dem grundton(der ja dann immer auf der g saite liegt) bin, dessen moll akkord ist das....



    und dazu z.B noch diesen moll typ(grundton auf der d saite)


    hier a moll
    5---------------------------
    5------------------------------
    5----------------------------
    5-7--------------------------
    5-7--------------------------
    5-----------------------------



    hier b/h moll

    7---------------------------
    7------------------------------
    7----------------------------
    7-9--------------------------
    7-9--------------------------
    7-----------------------------


    oder ist das quatsch?
     
  4. kleinershredder

    kleinershredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.10.06   #4
    Es wäre auch vielleicht klug zu lernen aus welchen Tönen man einen Akkord bildet, so dass man sich alle akkorde beliebig bilden kann.
     
  5. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 05.10.06   #5
    Bzw. empfehle ich gerne diese WEB-Site hier:
    Guitar Chords

    Da kannst Du die Akkorde angeben und Dir verschieden Weisen anzeigen lassen, sie zu greifen. Du kannst auch angeben, welche Saiten Du wo greifst und Dir dann den Akkord anzeigen lassen. Skalen sind auch mit drauf.

    Viel Spaß - ach ja: Du bist übrigens auf dem richtigen Weg. Du wirst ganz bestimmte Muster immer wieder antreffen. Und wenn Du Dich dann ein bißchen mit der Theorie (siehe kleinschredder) beschäftigst, wirst Du die dahinterstehenden Zusammenhänge begreifen.

    x-Riff
     
  6. snoopie

    snoopie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.06   #6
    Nee. Genau so ist das Prinzip (m.E. ist es aber einfacher den Grundton auf der E-Saite anstatt auf der D-Saite zu anzugeben).
     
  7. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 05.10.06   #7
    Ich denke, es ist sinnvoll, die jeweilige Saite mit dem Grundton zu nehmen:

    Bei E (Dur/Moll) wäre das die E-Saite.
    Bei A (Dur/Moll) ist das die A-Saite.
    Siehe Hans_3 > Verschieben als Barreegriff und dann immer schauen, welcher Ton auf der E- bzw. A-Saite ist.

    Zusätzlich kann man noch angeben (wird aber seltener gespielt, meines Wissens):
    C (Dur):
    0
    1
    0
    2
    3
    x

    Oder D (Dur)
    2
    3
    2
    0
    x
    x
    Bzw. D-Moll
    1
    3
    2
    0
    x
    x

    Bei C wäre wieder die A-Saite die Grundtonangebenden, bei D die D-Saite.

    Wenn Du die alle als Barree greifen kannst (also Typ E, Typ A, Typ C und Typ D), dann hast Du ziemlich viele Varianten von Akkorden in allen möglichen Lagen und mit unterschiedlichen Klängen.
    Das ist beim Umgreifen ja auch nicht schädlich, unterschiedliche Varianten eines Akkordes am Start zu haben: da kann man sich einige unnötige Griffbrett-Akrobatiken ersparen.

    x-Riff
     
  8. GMS

    GMS Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.06   #8
    5 varianten pro akkord sollten doch reichen oder?
     
  9. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 19.10.06   #9
    Ach - das kommt immer auf die Musik an.

    Für Rock reichen locker drei, bei metal reichen powerchords (ja - ich weiß: unzulässige Verallgemeinerung ...) bei Jazz kommste damit allerdings nie und nimmer hin.

    Guck Dir aber auf jeden Fall auch ein paar typische Abwandlungen an, wie z.B. G7, dm7 und sowas. Gerade beim Picking können die sehr effektvoll sein.

    Aber das kannst Du Dir wirklich alles nach und nach aneignen.
    Wenn Du einmal diese Kiste mit den Barree-Akkorden drauf hast, lernst Du die verschiedenen Abwandlungen anhand eines Akkords und verschiebst dann einfach.

    x-Riff
     
  10. GMS

    GMS Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.10.06   #10
    Ich habe mir jetzt bei Dur Akkorden folgende Griffe zurecht gelegt:


    Variation 1
    A GUITAR CHORDS


    Variation 2
    A GUITAR CHORDS

    Variation 3
    A GUITAR CHORDS

    Variation 4
    A GUITAR CHORDS

    Variation 5
    A GUITAR CHORDS


    Jetzt brauch ich diese Griffe doch nur noch dem Grundton hin verschieben und ich habe 5 Variationen einen Dur Akkord zu greifen.
    Plus vielleicht einen in der ersten Bünden mit leer Saiten.


    Sind diese Variationen die gängisten?
     
  11. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 21.10.06   #11
    Also der gängigste ist natürlich der:
    A GUITAR CHORDS

    Aber klar, den kennst Du.

    Also die ersten beiden von Dir genannten sind die gängigsten.
    Die anderen auf der Latte zu haben, macht aber auch Sinn.
    Je nachdem, welche Akkorde Du davor oder danach spielst, kannst Du Dir das Umgreifen eben erheblich erleichtern, wenn Du diese 5 Grundvarianten kennst.

    Und: genau, wie Du geschrieben hast: 2 Töne tiefer liegt dann jeweils das G, zwei Töne höher (also jeweils die Grundtöne und dann den ganzen Chord verschieben) liegt H.

    Und so weiter und so fort.

    x-Riff
     
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