Fragen zur Vokal aufnahme mit Studio Mikrofon

von 4feetsmaller, 09.01.07.

  1. 4feetsmaller

    4feetsmaller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 09.01.07   #1
    Hi und Hallo !

    Die Suchfunktion geht leider nicht und deshalb schreib ich mal ein neues Thema. Ich habe ein paar fragen zur Vokal Aufnahme über ein Studio Mikro.

    1. Warum sieht man heufig das Studio Mikrofon über Kopf hängen ? Hat das einen bestimmten Grund oder soll das einfach nur gut aussehen ?
    2. Wenn man von der Lautstärker sehr unterschiedlich singt, kommt es doch schnell zum übersteuern. Wie regelt man dies ? Limiter oder bei lauten Signalen einfach etwas zurück treten ?
    3. Welche Entfernungen sollte man zum Mikro einhalten ? Hab mal was von 10-15 cm gehört. Ist das so richtig ?
    Vielen Dank für eure Mühe. :great:

    Auf bald und bye.
     
  2. Puncher

    Puncher Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 09.01.07   #2
    Dadurch geht die Hitze, die von der Röhre erzeugt wird, nicht zur Membran, sondern einfach nach oben weg. Ist aber glaube ich eigentlich mit modernen Mikros nicht wirklich nötig.

    Das zweite :) Mit der Distanz arbeiten, hochwertiges Mikro (was auch leise Sachen gut aufnimmt) und evtl. unterschiedliche Passagen in unterschiedlichen Durchgängen aufnehmen.

    Schau mal hier unter Vocals: Studio Miking 101 | Sweetwater.com Da wird das schön gezeigt.
     
  3. scheissPi-ber[]

    scheissPi-ber[] Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.07   #3
    1. weiss ich selber auch nicht... vielleicht hängt es mit den studio-galgenstative zusammen :confused: naja wenns jemand weiss, würde micht auch wunder nehmen (einen klanglichen vorteil kann ich jetzt im moment (ev. bis mich jemand aufklährt) nicht sehen)
    2. Wenn ein/e sänger/in das kann, würde ich sicher ein wenig mit der entfernung des miks spielen. Lauter -> weiter weg und umgekehrt :p
      Limiter oder vorgeschalteter kompressor können sicher helfen (ein schneller peaklimiter is v.a. bei digitalen aufnahmen oft nützlich, da nichts verziehen wird.
      naja ich schaue eigentlich auch schon beim einpegeln, dass es nicht peakt...unr regle die lautstärke bei bedarf auch mal per automatisation nach.
    3. Ich denke dass 10-15cm sicher gut ist ev. fast schon ein bisschen nah... bei einem druckgradientenkapseln hat man, je näher man geht, mehr nahbesprechungseffekt, dass kann die stimme etwas voller erscheinen lassen (ist geschmacks und stielrichtungssache). es gibt ja auch möglichkeiten das mik ein wenig über mundhöhe zu plazieren oder es ein wenig abzudrehen... ich denke hier sind die möglichkeiten offen...erlaubt ist was gefällt...

    edit: oha...da hat schon wer eine begründung zu den aufgehängten miks abgegeben :)
     
  4. underground

    underground Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.07   #4
    1) Das Hängen kann mehrere Gründe haben. Ob Esoterik oder nicht...muss man selber wissen:

    Der Hauptgrund liegt natürlich an der Röhre, wie Puncher schon erwähnt hat. (sicher keine Einbildung ^^)

    a) Der Luftstrom kann unter dem Mikro weg und somit ungehindert austreten. Dadurch gibt es eine klarere Intonation (und somit mehr Druck und Klarheit). Somit werden auch die Zischlaute/Poplaute (nö, kein gestöhne :p) reduziert (im Idealfall kann man auf einen De-esser verzichten) --> Dafür sollte man das Mikro auch leicht nach hinten neigen, damit der Luftstrom besser austreten kann

    b) Da das Mikrofon von oben hängt, richtet sich der Sänger mehr auf und hat somit nen "freien" Brustkorb. Somit kann man offener singen, als wenn das Mik eher unten ist und man sich nach unten krümmt (was auch nach eigener Erfahrung bei Vocal Recording sehr, sehr schnell passiert - vorallem mit Sänger ohne Studio-Erfahrung!)

    eben - ist eher ansichtsache, finde ich: das wären jedoch meine logischen Gründe (habe irgendwo (weiss nicht mehr wo) auch mal etwas darüber gelesen. irgend ein magazin oder so.

    2) Limiter kann meiner Meinung nach nicht schaden. aber ich würde geschicktes und vorsichtiges auspegeln vorziehen...

    3) kommt auf das Mikro draufan...würde einfach ausprobieren. Ich persönlich finde die 10 cm zu wenig...n bisschen mehr...aber das kommt natürlich auf den gewünschten sound, und auf das Mik, natürlich auch auf den Sänger darauf an. Mir wurde auch schon von einer gespreizten Handlänge (verständlich? ^^) erzählt.

    So das wärs - Kritik natürlich immer erwünscht (will natürlich dazulernen ;-) )

    greeeetz
     
  5. scheissPi-ber[]

    scheissPi-ber[] Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.07   #5
    das mit der röhre und dem aufrichten des sängers, wie das mit der ästetik(esoterik?? :D) ist mir jetzt klaar. Auch logisch :rolleyes:

    aber wieso geht di luft beim aufgehängten mik besser unten weg als dass sie beim von unten heraufgerichtetem mik nicht auch so gut oben weg kann. (Es sei denn natürlich mann will das mikrophon höher als mundhöhe platzieren (was eigentlich dann voraussetzt, dass man es von oben herab richtet).
    Oder ist es so, dass man beim singen eher herabbläst.
    Das "nach-hinte-kippen" kenne ich...das funktioniert :D

    Nimmt mich nur wunder, damit ich, wenn mal jemand fragt, eine korrekte antwort liefern kann... :rock:

    werde es wohl nächstens mal ausprobieren müssen...
     
  6. Astronautenkost

    Astronautenkost HCA Mikrofone HCA

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    Erstellt: 10.01.07   #6
    Das mit dem gehängten Mikro hat halt auch noch den Vorteil, dass man darunter Platz für ein Notenpult hat etc.

    Bei den Aufnahmen ist ein guter Limiter von Vorteil, allerding kann es reichen, wenn man genug Headroom läßt und mit 24 anstatt 16 Bit aufnimmt.
     
  7. 4feetsmaller

    4feetsmaller Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 10.01.07   #7
    Vielen Dank an alle User !

    Das hat erst mal meinen Wissensdurst gestillt. Falls noch Fragen sind, weiß ich ja wo ich euch finde.

    Bye und eine schöne Woche noch. :great:
     
  8. lysergsäurediethylamidfuchs

    lysergsäurediethylamidfuchs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.07   #8
    hi
    jetzt ahbe ich aber noch eine frage:
    das mikro wird doch einfach in die spinne geprestt, oder? ich habe mich bisher nicht getraut, dass mikro nach unten hängen zulassen, es erschien mir nicht wirklich sicher.
    zum thema: warum nicht einfach den pegel auf die lautesten passagen ausrichte, später kommt dann doch sowieso noch ein kompressor/expander drauf, oder?
    gruß, introvert
     
  9. morry

    morry Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 10.01.07   #9
    Noch ein Tipp:
    Viele Sänger fühlen sich mit Mikro in der Hand oder am Mikroständer sicherer, wollen "was zum festhalten" haben. Daraufhin hab ich bei unseren letzten aufnahmen einfach einen ständer und ein SM58 für den sänger bereitgestellt, er hat in dieses mikro hineingesungen, konnte sich dran festhalten. Das eigentliche Recordingmikro war ein Stück (ca. 20cm) hinter dem SM58 aufgestellt, sodass der Sänger das Gefähl hat, er sänge ins SM58, wurde aber vom Studiomic aufgenommen.

    Viele Grüße
    Moritz
     
  10. Astronautenkost

    Astronautenkost HCA Mikrofone HCA

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    Erstellt: 10.01.07   #10
    Es geht darum, genug Headroom zu haben, ohne die Wandler zu übersteuern.
     
  11. underground

    underground Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.07   #11
    das mit dem luft unten durch, liegt eigentlich eher daran, dass man das mikro LEICHT nach hinten neigen kann (empfehle ich!). wenn dieses zeichen (schrägstrich) : " / " das mikro wäre, und der sänger von rechts singt, geht der luftzug ja eher unten durch. nicht? . Da der Sänger vom Unten nach Oben ins Mikro singt, richtet er sich auf..

    verständlich geschrieben? habe einen 8h tag und 3 h probe hinter mir? ^^

    achjaaaa, es kommt auf den konsonanten drauf an, wohin der luftstrom geht...kannst ja mal ausprobieren, indem du die hand vor den mund hälst...und dann z.b. schaust, wo bei einem "p" die luft hingeht....

    achjaaa, zur esoterik: gewisse ideoten stellen z.b. die Guit-Box auch auf tennisbälle, da sie glauben, die guitbox tönt dadurch besser. (ich bin so ein ideot ^^). jaaa, man kann es auch übertreiben...aber solange es beruhigt ;-)

    greeetz

    edit: meine Deutschlehrerin würde mich auspeitschen - sorry wegen der schlechten sprache, bin hundemüde
     
  12. lysergsäurediethylamidfuchs

    lysergsäurediethylamidfuchs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.01.07   #12
    die wandlern übersteuern? headroom bedeutet ist doch einpegel auf einen wert mit genügend reserven für die lautesten, vorkommenden signale. warum keinen expander?
    ich weiß leider nicht, was du meinst...
    gruß, introvert
     
  13. *JEAN*

    *JEAN* Don Jean Guitars

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    Erstellt: 11.01.07   #13
    mhh steven tyler sing nackt ein ....ich versuche dies auch den sängerin klar zu machen, das dies was bringt
    desshalb hängt bei mir auch das mic von oben...damit ich besser sehen kann :D
    OK bis jetzt hatts noch niemand gemacht :(


    ein zusätzlicher ständer für das halten finde ich wichtig..ich nenn diesen dann emotionsständer....ohh man die ist jetzt auch eindeutig zweideutig zu verstehen .... ich glaube ich lass es hier weiter zu schreiben :o .....
     
  14. Exciter

    Exciter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.01.07   #14

    1. Im letzten Recording Magazin gabs eine weitere Erläuterung dazu. Wenn das Mikro vor dir hängt, nimmst du automatisch eine andere Haltung an, d.h. du drückst die Brust ein wenig raus. Das ist eine fürs Einsingen bessere Haltung, als sich über ein normal aufgestelltes Mikro zu beugen (scheinbar neigen viele Menschen unbewusst dazu). Klingt ja auch irgendwie logisch ;)
     
  15. Cobainfreund

    Cobainfreund Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.07   #15
    ich versteh nicht so ganz warum ich vom mic zurücktreten soll, wenn ich doch den aufnahmepegel runterstelle. ich bin immer so, sagen wir 15-25cm vom mic entfernt und habe es darauf auch eingestellt.

    macht das nen unterschied wenn ich den Eingangspegel am Interface höher stelle und weiter weggehe?
     
  16. Exciter

    Exciter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.07   #16
    Wie soll ich das denn verstehen? Du singst ein, es kommt eine Passge, in der du laut singst und während dem Singen der lauten Passage pegelst du neu ein? Es geht grundsätzlich darum, die Dynamik der Gesangsaufnahme ein klein wenig zu beeinflussen. Sagen wir, du pegelst das Mikro so ein, dass du beim "normalen" Gesang einen Headroom von 4-6 dB hast. Kommt jetzt ne Schreipassage oder sonstwas Lautes und du veränderst den Abstand zum Mikro nicht, läufst du Gefahr, das Signal gegen 0 dB laufen zu lassen. Singst du jedoch weiter vom Mikro weg, ist der Schrei immer noch als solcher zu erkennen, aber eben nicht mehr so laut.
     
  17. Cobainfreund

    Cobainfreund Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.07   #17
    naja sagen wir so: ich bin grundsätzlich in der gleichen Lautstärke, weil ich nicht singe sondern rappe. von daher brauch ich bie jeder Aufnahme nur einmal einpegeln und dann ist es gut....je nachdem was fürn Track es halt ist.
     
  18. 4feetsmaller

    4feetsmaller Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 23.01.07   #18
    Joh, dann ist die Sache ja klar. Beim Rap-Gesang liegt ein relativ geringer Dynamikumfang vor und ein einmaliges einpegeln reicht völlig aus.
     
  19. 4feetsmaller

    4feetsmaller Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 05.02.07   #19
    Hi und Hallo.

    Sollte man das Mikro besser nach hinten oder nach vorne neigen ? Ich habe zwar in den Beitrag von "underground" gelesen, das man das Mic nach hinten neigen sollte, aber auf der SAE Homepage sieht man dieses Bild:

    [​IMG]

    Hoffe mir kann jemand helfen...
     
  20. sepplman

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    Erstellt: 06.02.07   #20
    es gibt eine Reihe von Gründen für eine hängende Anordnung:
    (1) du fängst dir weniger Popplaute ein
    (2) der Sänger/die Sängerin nimmt intuitiv eine aufrechtere Haltung ein, was sich
    auf die Intonation auswirkt (!!!)
    (3) Ggf ist bessere Sicht auf Text-/Notenblätter gegeben als bei stehender Anordnung

    Keep on rocking
    /sepplman
     
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