Low Budget Mikrofon für "Studio" Aufnahme

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Rausgelost
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Hallo zusammen,

wir besitzen derzeit ein Shure SM57. Ursprünglich wollten wir damit alles (einzeln) in unserem "Studio" abnehmen, d.h. Gitarre, Bass, Gesang usw. Der Grund dafür war, dass das Mikro in unserem preislichen Rahmen (bis 130,- €) lag und wir damit wie gesagt alles abnehmen wollten, und wir so wieder etwas Kosten eingespart hätten.

Jetzt haben wir allerdings die Möglichkeit bekommen die Instrumente direkt, via einem Interface, abzunehmen und somit muss nun nur mehr der Gesang via Mikrofon abgenommen werden. Aus diesem Grund steht jetzt die Frage im Raum, ob man das SM57 nicht einfach zurückschicken und dafür ein für Gesang geeignetes Großmembran Mikrofon holen soll, denn das SM57 ist ja eigentlich eher für Instrumente gedacht. Nichts desto trotz haben wir den Gesang bereits mit dem Shure SM57 getestet. - Das klingt für unsere Ohren zumindest derzeit wirklich gut und deshalb keimt nun die Frage auf, macht der Umstieg den in dieser Preisklasse überhaupt Sinn?

Theoretische Kandidaten für ein Großmembran wären bei uns derzeit (wie gesagt, falls sich der Umstieg denn überhaupt lohnen sollte), z.B.:
- Behringer B1
- Shure PG27
- AKG Perception 120

Falls jemand andere Vorschläge hat sind diese selbstverständlich auch sehr Willkommen. :)

Grüße
Rausgelost
 
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Hallo und willkommen im Studiobereich.

Ich das gerade für die ersten Aufnahmen das Sure SM57 auch für Gesangsaufnahmen Ergebnisse erzielen kann, die gar nicht so schlecht klingen. Ihr könnt euch ja vielleicht einfach mal ein Kondensatormikrofon kaufen und es gegen das SM57 testen.
Wenn ihr euch dazu entscheidet ein Großmembran unter 100 Euro zu kaufen, dann bitte dieses hier:

Welches Interface benutzt ihr denn?? Bedenkt bitte, das ein Kondensatormikrofon in der Regel +48V Phantompower benötigt um überhaupt einen geeigneten Ausgangspegel zu liefern.
 
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Rausgelost
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Vielen Dank für eure Beiträge soweit.

Das AT2020 ist natürlich wunderbar in unserem preislichen Rahmen. Kann man den mit Sicherheit sagen, dass hier Gesangstechnisch bessere Ergebnisse erzielt werden können als mit dem Shure? Derzeit denke ich auch, dass wir wohl nicht drum rum kommen einen direkten Vergleich beider Geräte zu machen und abschließend selbst zu entscheiden ...

Bedenkt bitte, das ein Kondensatormikrofon in der Regel +48V Phantompower benötigt um überhaupt einen geeigneten Ausgangspegel zu liefern.

Wir benutzen derzeit das Line 6 Port UX2 Interface, welches 48V Phantomspeisung für den Mikrofoneingang besitzt.
 
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Nun, ich versuche das mit der "Sicherheit" mal ein wenig zu erklären.

Für eine gute Gesangsaufnahme braucht es weit aus mehr als nur das die richtige Mikrofonbauweise. Hier mal abgesehen vom Mikrofon vor allem die Faktoren Raumakustik und Preamp eine große Rolle. Auch den richtigen Abstand zum Mikrofon zu finden bedarf einfach ein wenig Erfahrung. Es ist nun mal nicht so, das man sich einen No-Brainer in die Ecke des Wohnzimmers stellen kann um gute Aufnahmen zu erreichen. Da gehört eben mehr dazu.
Ob in eurem Fall das AT2020 die richtige Lösung ist, könnt ihr wohl nur selbst herausfinden.

Nur mal so eine Frage, wenn es sich nur noch um die Gesangsaufnahmen handelt, wieso geht ihr nicht für 1-2 Stunden in ein Studio und nehmt den Gesang dort auf? Das kostet euch mit Sicherheit meist nicht mehr als die knapp 100 Euro für ein weiteres Mikrofon. Vielleicht könnt ihr dort ja auch gleich noch euren Song Mixen lassen.

lg Viktor
 
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Mit Sicherheit kann das keiner sagen, das geht nur mit eigenen Tests.
Das PG27 hat deutliche Betonungen des Hochmitten wie Höhenbereichs ähnl. dem teureren SM27, was mir persönlich wegen den zu starken Anhebungen nicht gefiel.
Allerdings kommt es entscheidend auf die Stimme und des persönlichen Geschmackes an.
Tiefe, "breiige" und undefinierte Stimmen können mit dem PG27 und SM27 sehr gut zu recht kommen.
Oder wenn man hauchige Stimmen hat.
Das AT2020 ist hier deutlich angenehmer, auch das AT2020 hat eine Anhebung in den Höhen, wie fast alle Kondensatormikros, aber diese ist geschmackvoller, ein wirklich gutes Einstiegsmikro was mit vielem zu recht kommt.
Teste beide, und probiere das Ergebnis auch im MIx aus, und achte auf T-/S-/Sch-/Laute, diese sollten weitgehend natürlich klingen.
EQen und Komprimieren kommt dann auch noch dazu, und dann sollte das Ergebnis passen.
 
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Mir persönlich gefallen alle genannten Kondensatormikrofone weniger, weil sie alle diese grätzigen 'China-Höhen' haben.
Im Mix hebe ich lieber zu schwache Höhen an, als diese Widerlichkeit wegzufiltern...
Generell finde ich im Midrange- und unteren Preissegment bei gleichen Kosten dynamische Mikros die bessere Wahl - welches Kondensator-Gesangsmikro kann gegen ein gleich teures Beyer M-88 oder ein Shure SM7b anstinken? Bzw. was bekommt man für das Geld?
Hier sind wir aber wohl eher in einer 'almost-no-budget'-Situation. Und da würde ICH sagen: Entweder ihr behaltet das '57, das Ding ist bewährt und wertstabil.
Oder ihr hört euch, ohne Vorurteile, mal das lächerlich billige Behringer C-1 an. Damit wurde ich vor einiger Zeit bei einem Blindvergleich böse reingelegt, weil es unspektakulär neutral ist. Das hat nur im Vergleich einen niedrigeren Ausgangspegel, und sicher KEINEN Wiederverkaufswert.
 
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wenn der Gesang über das SM57 derzeit als 'klingt für uns wirklich gut' beschrieben wird, dann ist das imho ein klares Kriterium gegen Billigheimer GMKs. Es wird (höchstwahrscheinlich) flach, blechern und ohne Leidenschaft klingen... steril eben.
Das Shure ist zwar irgendwie ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen, aber vokaltechnisch eher one-trick-pony.
Nur... den einen Trick beherrscht es wirklich :D
Wobei nichts dagegen spricht, auch mal ein anderes dynamisches zu probieren

cheers, Tom
 
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Ich glaube, wir heben die Bemerkung von Tom nochmals deutlich hervor: Wenn es für euch 'wirklich gut' klingt, warum wollt ihr dann das Mikro tauschen?

(Nebenbei: Ich habe eine persönliche schwere Abneigung gegen das 'instant bandpass' SM57, das meiner Meinung nach alles irgendwie, aber nichts so richtig kann, aber das spielt hier überhaupt keine Rolle, weil das bestimmt psychologische Gründe hat:rolleyes: - so wie der Drang vieler, unbedingt ein GMK besitzen zu müssen 'wie die Profis', auch wenn es nur Optik und Null Sound bietet)
 
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Das AT2020 ist weit entfernt von gehypten billigen Höhen.
 
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Das AT2020 ist weit entfernt von gehypten billigen Höhen.
Ich hoffe, dass wir hier jetzt nicht den gefühlt 88-millionsten sinnlosen Geartalk-Flamewar starten...dafür gibt es doch Gearslutz!?!
 
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Nö muss man nicht, nur muss man Deine Aussage auch mal deutlich gerade rücken.
 
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Und auch hier kann man nur sagen,..bleibt freundlich und fachlich Leute!!
 
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Beim Preis vom M 88 TG oder SM7 geht schon ein Bluebird oder MK4. Das sind dann schon sehr brauchbare Einsteigergroßmembrankondensatoren!
 
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Ich möchte mich für die zahlreichen Beiträge bedanken.

Wir haben uns jetzt besprochen und werden wohl vorerst beim SM57 bleiben. Wie hier einige schon erwähnt haben, haben wir am Ende auch den Entschluss gefasst "für uns hört es sich gut an ... bleiben wir doch vorerst bei diesem Modell". Wir werden, sobald die geldlichen Mittel wieder etwas flüssiger sind, uns evtl. nochmals in der Großmembran Sparte umsehen und dabei dann aber direkt mind. eine Preisklasse höher suchen. Ich denke ab da werden dann die Unterschiede definitiv spür- und hörbar werden, auch für Laien ;)

@really no one: Das mit der Studioabnahme des Gesangs ist keine schlechte Idee, jedoch müssen wir hier für eine Aufnahme mind. soviel hinlegen wieviel wir derzeit für ein Mic zur Verfügung haben. Außerdem möchten wir ein wenig experimentieren und dadurch auch ein weniger dahinter steigen wie das Ganze funktioniert und was es so für Möglichkeiten gibt (mit unserer Hardware versteht sich).

Grüße
Rausgelost
 
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Jetzt geben wir alles hier, und Du bleibst beim SM57!

Nur Spass :D

Durchaus eine gute Betrachtungsweise, solange man zufrieden ist und bleibt ;)
 
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@really no one: Das mit der Studioabnahme des Gesangs ist keine schlechte Idee, jedoch müssen wir hier für eine Aufnahme mind. soviel hinlegen wieviel wir derzeit für ein Mic zur Verfügung haben. Außerdem möchten wir ein wenig experimentieren und dadurch auch ein weniger dahinter steigen wie das Ganze funktioniert und was es so für Möglichkeiten gibt (mit unserer Hardware versteht sich).

Grüße
Rausgelost


Kann ich verstehen.

lg
 
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Keine Ahnung ob Ihr noch ein neues Mic sucht, aber das Shure SM 58 ist eher auf Vocal abgestimmt als das 57.
vielleicht wäre das eine Überlegung, ohne zuviel zu verändern.
 
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Afaik unterscheiden sich die beiden wirklich nut durch den Korb... Da wird nicht viel Unterschied zu hören sein, würde ich sagen.

Ausserdem denke/hoffe ich, dass der TE nach 4 Monaten etwas gefunden hat, das seinen Bedürfnissen entspricht ;).

Cheers,

Jascha

Unterwegs geschrieben, Rechtschreibung exklusive.
 
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