Frequenzbereich eines Cabinets

von AdrWgl, 28.03.07.

  1. AdrWgl

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    Erstellt: 28.03.07   #1
    Hallo Zusammen,

    ich habe ein kleines Anliegen an Euch. Eins vorweg, ich spiele normalerweise nicht Gitarre sondern komme eher aus der Tastenabteilung. Ich möchte mir zwecks Verstärkung dennoch einen Amp und ein Cabinet aus der Gitarrenecke zulegen.

    Allerdings fällt es mir recht schwer einen Frequenzbereich zu definieren in dem die Cabinets sinnvoll einzusetzen sind.

    Normalerweise spiele ich in einem Frequenzbereich bei dem der tiefste Ton bei ca 40Hz und der höchste bei ca. 6kHz liegt. Ich könnte mir durchaus vorstellen das ich hier in der Gitarrenabteilung falsch bin und eher im Bassbereich suchen sollte. Vielleicht könnt ihr mir da etwas helfen.

    Was hat denn so ein gängiges 4x12er Cabinet für einen Frequenzbereich den es abdecken kann?

    Gruss Andre
     
  2. RfC

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    Erstellt: 28.03.07   #2
    Hm, also ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das jetzt richtig verstanden habe. :confused:
    Willst du mit einem Gitarrenamp dein Keyboard verstärken oder eine Gitarre?

    Falls du das Keyboard drüber laufen lassen willst --> vergiss es. Die Amps und auch die Boxen färben den Sound sehr stark. Von einem neutralen Klang sind die (gewollt) sehr weit weg. Für ein keyboard ist das also nix. Da würde ich eher im PA-Bereich schauen.

    Zum Frequenzgang: hier sieht man den Frequenzgang eines üblichen Gitarrenspeakers (Vintage30):
    Celestion | Guitar Loudspeakers

    Und falls du eine Gitarre verstärken willst, ist der Frequenzgang ja recht unerheblich, schließlich sind die Amps und Boxen ja dazu da, Gitarren zu verstärken. :o
    Sorry, aber das ergibt irgendwie beides keinen rechten Sinn für mich...

    Gruß
    Chris
     
  3. AdrWgl

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    Erstellt: 28.03.07   #3
    Hi Chris,

    also ich will tatsächlich ein Keyboard genauer gesagt eine Hammond Orgel über den Gitarren Amp laufen lassen. Der andere Frequenzgang würde ich hierfür in Kauf nehmen bei Jon Lord klang es damals ja auch nicht schlecht. Die Original Cabinets die früher für die Orgel gebaut wurden sind einem Gitarrenamp gar nicht so unähnlich. Lediglich auf einen cleanen Sound wurde dort mehr wert gelegt. Eine PA box samt Leistungsendstufe klingt super scheisse. Anderst kann ich es gar nicht ausdrücken. Darum die Idee einmal ein Gitarrenamp zu versuchen.

    Gruss
     
  4. Direwolf

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    Erstellt: 28.03.07   #4
    Also ne Gitarrenbox verbiegt den Frequenzgang schon ziemlich drastisch. Vor allem ist nach oben bei ca. 8 kHz Schluss. Dies ist vor allem bei verzerrten Sounds immens wichtig. Das PRoblem beim Keyboard ist hierbei, dass viele Obertöne beschnitten werden. Aber wenn dir der Sound gefällt. Probieren geht über studieren.
    Was für ne PA Box hast du denn ausprobiert? Wenns darüber scheiße klingt liegts evtl ja auch am Instrument.
    cu Direwolf
     
  5. RfC

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    Erstellt: 28.03.07   #5
    Ahh, ok. Mit ner Hammond-Orgel ist das tatsächlich wohl was anderes. Allerdings hab ich da jetzt keine konkrete Erfahrungen mit. Unser Keyboarder hat da teilweise nen Leslie benutzt, hat das aber eingestellt, weil das Ding sau schwer war ;) .

    Das Problem ist bei den Gitarrenboxen einfach, dass die sehr (!) unterschiedlich klingen. Man kann da kaum eine Empfehlung für den Gitarrenbereich abgeben, geschweige denn für ein anderes Instrument. Da wirst du ums ausprobieren wirklich nicht herumkommen.
    So vom Gefühl her würde ich wohl zuerst mal auf Fender-Cabinets zugehen, möglichst mit offener Rückwand. Wenn die nicht mit der Hammond klingen, glaube ich kaum, dass andere Gitarrenspeaker geeigneter wären.
    Aber wie gesagt: ohne Gewähr :o .
     
  6. Timmey_the_P

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    Erstellt: 28.03.07   #6
    Was auf jeden Fall problematisch wird ist dein Bassbereich: 40 Hertz sind für Gitarrenlautsprecher ab einem bestimmten (ziemlich niedrigen) Pegel tödlich, da die Speaker für diesen Tiefgang einfach nicht konstruiert sind. Normalerweise spielt eine Gitarre erst ab 80 Hertz aufwärts, bei den Metallern (die z.T. deswegen auch übergroße Boxen mit mehr Volumen spielen) noch ein paar Hertz tiefer... doch die 40 Hertz kriegen selbst viele Bass Cabinets nicht einwandfrei hin, ohne das Risiko, die Speaker zu schädigen. Wenn du allerdings untenrum nicht so viel "Wumms" brauchst wie ein Bass (um den Bass in 'ner Band zu ersetzen beispielsweise) würde ich einfach raten einen Hochpassfilter zu verwenden, um alles unter 100 Hertz oder so abzudämpfen, das schont die Speaker.

    Wie schon gesagt geht ein Gitarrenspeaker nicht sehr hoch, sagen wir mal 5-6 kHz können noch vernünftig dargestellt werden (bei 8 oder 10-Zoll Speakern vielleicht noch 1-2 KHz mehr), wäre also mit Keys ein ziemlich eigenwilliger Sound, der rauskommen kann.

    Tipp: Habe mal gehört es soll einige Keyboarder geben die gerne über den Roland Jazz Chorus spielen (solange es nicht um Zerrsounds geht denke ich mal), habe ich aber noch nie gehört. Probiers vielleicht mal aus, wenn du dazu die Gelegenheit hast.
     
  7. AdrWgl

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    Erstellt: 28.03.07   #7
    Hi Direwolf, das ist eigentlich gerade wurst. Ich müsste dann per EQ den Sound verbiegen damit ich etwas habe, was sauber auf der PA klingt. Ist dabei unerheblich ob HK, JBL oder sonst etwas. Ein Original Hammond Cabinet setzt beispielsweise ausschliesslich 12" Jensen Speaker ein.

    Das sehe ich auch so, werde ich auch tun. Meine Frage über den Frequenzgang hat folgenden Hintergrund: Ich war mir über den Tatsächlichen Frequenzbereich eines GitarrenAmps nicht sicher ob ich damit den Tonumfang von meinem Instrument auch tatsächlich wieder geben kann.

    Vielen Dank für den Link, dieser hat mir schon sehr geholfen!

    Gruss
     
  8. AdrWgl

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    Erstellt: 28.03.07   #8
    Bei dem Original kommen 10Stück 12" zum einsatz. Hier macht es auch die Masse. Ich bin mir dessen schon bewusst, dass dies im kleinen Rahmen nur sehr schwer sauber darzustellen ist. Aber danke für den Tip!

    Es handelt sich hierbei um ein elektromagnetisches Instrument mit fest vorgegebener Tonhöhe. Man kann quasi sagen alles über 6kHz sind nur noch Störgeräusche von Schaltkontakten usw. Das würde dann ja passen.

    Ja bei Fender Rhodes Piano Playern ist dieser ganz beliebt. Evenso der Fender Twin R.

    Gruss
     
  9. RAUTI

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    Erstellt: 28.03.07   #9
    Ich selbst komme aus einer anderen Ecke, nämlich Bass. Aber hier hat der Kollege völlig Recht. Keyboards über Gitarrenspeaker sind insbesondere im Tiefbass eine Katastrophe. Es hilft auch nicht, viele Lautsprecher zu nehmen, um das Problem zu lösen!

    Angenommen, ein Gitarrenlautsprecher könnte mit 100W belastet werden, sofern man ihn innerhalb seiner Spezifikationen betreibt (nämlich ohne echten Bass). Dann ergibt sich eine Oktave unter seinem tiefsten regulären Einsatzpunkt schon ein dramatischer Einbruch, vielleicht sind es bei 40Hz noch 20 oder 25W. Auf Grund des miserablen Wirkungsgrads bei diesem Frequenzbereich ist der Schalldruck außerdem auch noch geradezu lächerlich. Abhilfe schafft hier (scheinbar) der Griff zum Bassboost - mit dem Ergebnis, dass der Speaker zu viel Hub macht und zerstört wird.

    Es mag richtig sein - und das wird ja extrem oft diskutiert - dass früher jeder Gitarrist über Bassamps spielen konnte, jeder Keyboarder über Gitarrenamps. Aber zur gleichen Zeit sahen auch alle Autos ungefähr so aus, wie die Pickups in der Fernsehserie "Die Waltons". Heute ist die Spezialisierung fortgeschrittener, d.h. Lautsprecher sind für ihre Einsatzbereiche optimiert, aber dafür auch nicht mehr so universell einsetzbar.

    Wenn Dir der Sound von PA-Boxen nicht gefällt, dann versuch´s doch mal mit Boxen, die auf E-Bass zugeschnitten sind. Diese klingen weitaus linearer als Gitarrenboxen, verrecken bei Tiefbass aber auch nicht gleich!
     
  10. Klartext

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    Erstellt: 28.03.07   #10
    ich finde mann sllte hier auch mal auf die Speaker eingehen, es gibt ja Speaker die sehr "Modern" klingen und sehr viel weniger den Sound färben als es zbs die erwähnten V30 tuhen !

    Seventy80 zbsp, haben Tiefen und Höhen so viel braucht kein Gittarist.
    Klar n Gehäuse färbt den Sound auch ordentlich, aber als ich noch Synthies hatte,
    hab ich die auch über diese Speaker gespielt und die gerade wegen der Offenheit geliebt !
    Jetzt spiele ich nurnoch Gitarre, vermisse szwar beine Drumboxen, Synthies und Sampler aber der Tag hat halt nur 24 Stunden :D

    ich hätte hier noch 4 Stck Seventy80 von Celestion, fast neu (aussehen tuhen sie wie nagelneu) kannste haben für n Appel und n Ei ! (PN mich mal an)

    zum Gitarrespielen bin ich auf Eminence gewechselt, da ich inzwischen nen schwer mittigen Sound denn einen mit HiFi anleihen bevorzuge, die Seventy80 sind halt wirklich SEHR Klangneutral was Gitarrenspeaker angeht.
    Die 7080 sind übrigends den Classic Lead nachempfunden, nur die packen mehr weg, sprich 4 Speaker verkraften 320W und 640W Peak (spitzen) !!! das sollte mehr als ausreichen udn Classic Leads wurden in den 60´s/70´s ja gerne benutzt für Electronische "Orgeln" und heute noch von Hammond, Moog usw Freaks die es classisch mögen.

    Robi
     
  11. Timmey_the_P

    Timmey_the_P Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.07   #11
    Um auf deine Anfangsfrage ganz konkret einzugehen:

    NEIN, ein GÄNGIGES Gitarrencab, dass den Frequenzgang einigermaßen zufriedenstellend wiedergibt, gibt es nicht. Entweder man konstruiert eine "Sonderlösung" (Box mit großem Volumen und relativ breitbandig spielenden Speaker), oder man sucht einen Kompromiss in gängigen Bassboxen zu finden (ich denke eine 2x10 oder 4x10, evtl. mit [abschaltbarem] Horn könnte sowohl den Bassbereich als auch die Höhen recht adäquat darstellen).
     
  12. Klartext

    Klartext Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.07   #12
    DOCH :D
    da kannst du "NEIN" schreien so viel du willst,
    ne Menge Leute spielen so über Gitarrenboxen sammt Amp
    und danach wurde auch gefragt.

    ob dir das nun gefällt oder nciht, fakt ist, ich selbst (und ich kann nur für mich sprechen)
    hatte so gute ergebnisse erziehlt, ob nun für Drum`n`Bass geschichten oder anderes,
    diese art Färbung (solange es nicht zu stark wird, durch Box und extrem Färbende Speaker like V30 usw) kann SEHR brauchbare ergebnisse liefern. Und sowas gefällt nicht nur mir, ne Menge Leute spielen sogar auch "moderne" Sachen über Gitarrenequiptment (House, Garage, DnB, Jungle, Dub, so Zeugs halt und es wird sogar auch ab und zu mit Ampeigenen Verzerrern gearbeitet :eek: ) Wer kein Gitarrenequiptment hat, schiebt siene Sounds auch mal durch Plugins die den Sound anschliessend färben...

    ein striktes "NEIN" gibt es in der Equiptmentwahl bei Musik nicht, denn das Missbrauchen (zweckentfremden) vorhandenen Equiptments hat schon zu vielen Neuerungen geführt.
    es ist musik, kein logisches Mathematikstudium, wo alles mit Ja und Nein beantwortet werden kann, musik ist (oder sollte es sein) Individuell (was ja von individuum kommt)...


    egal ob nun meine Speaker dafür genommen weden oder andere, weil mir isses wurscht, sie fressen mir ja net den Kühlschrank leer, können also ruhig noch ne weile hier herumlungern, mit Gitarrenamp und Box kann man viel reissen wenn man net sterielen 90´s Techno machen will und das willst du wohl kaum mit deinem Equiptment ;-)




    Robi
     
  13. Stifflers_mom

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    Erstellt: 28.03.07   #13
    wurde zwar schon genannt, aber nochmal:
    Ich würde mal nen ROLAND JAZZCHORUS ausprobieren!

    Der Keymensch einer Lokalen Coverband bei uns spielt auch immer über so ein teil. Der ist auch in den Höhen nicht so muffig wie die meisten anderen Gitarrenamps.
    Wenn du wirklich bis 40 Hz runterspielst, wird der die zwar auch nicht mehr bringen... aber du kannst ja z.b. zweigleisig fahren und dir noch ne bassbox, sub oder sonstwas besorgen. Oder zumindest nen Hochpass vor den amp klemmen
     
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