Fretless E-Bass

von drunkensailor, 05.03.16.

  1. drunkensailor

    drunkensailor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.16   #1
    Hallo Freunde,

    nach längerer Abstinenz, melde ich mich mal mit einer Frage bezüglich Fretless Bässen zurück. Ich würde mir nämlich gerne einen kaufen allerdings ist mein Gitarrist der Ansicht dass ich dafür nicht genau genug spielen könne. Die Streitfrage bezieht sich hierbei darauf, ob man, wie er glaubt, bei einem Fretless Bass exakt-, bzw. knapp neben der Markierung des Bundstäbchens (sofern vorhanden) greifen muss oder wie bei einem normalen Bass das ganze Spektrum zwischen den beiden (nicht vorhandenen) Bundstäben nutzen kann?

    Für mich klingt das was er sagt zwar plausibel aber ich kann mir andererseits nicht vorstellen dass man so millimetergenau spielen können muss.

    Gibt's hier ein paar Fretless-Experten, die uns auf die Sprünge helfen können?

    Grüße
     
  2. Vindsvalr

    Vindsvalr Moderator Bass - Ex-Shadowsoul Moderator HFU

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    Erstellt: 05.03.16   #2
    Klar kannst du das ganze Spektrum nutzen... wenn du orientalische Musik oder noch abgefahreneres mit Viertel- und Dritteltönen spielen willst. :p
    In den tiefen Lagen ist es noch einigermaßen verschmerzbar, wenn man die Position nicht perfekt trifft, je höher du auf dem Griffbrett gehst, um so unsauberer wird der Ton, wenn du z.B. immer 'nen Millimeter daneben liegst.
     
  3. AndreasKA

    AndreasKA Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.16   #3
    Hi,

    dein Gitarrist hat schon recht. Der Ton beim Fretlessbass wird ebenso an der gleichen Stelle gebildet wie auf einem bundierten Bass, da wo quasi die Saitenlänge verkürzt wird. ;)
    Allerdings hast Du schon "wenige Millimeter spiel", aber wirklich nur ganz wenig. Ist alles Übungssache und mit der Zeit weißt Du wo Du hintreffen musst. Egal ob mit oder ohne Bundmarkierungen.

    Gruß
    Andreas
     
  4. captain0492

    captain0492 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.16   #4
    Ausserdem haben viel Fretless-Baesse dots seitlich am Hals, die helfen gewaltig. Hab sogar mal einen gesehen, wo die Bünde quasi eingelegt oder gebeizt waren. Also bloss nicht bange machen lassen...
     
  5. d'Averc

    d'Averc Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 05.03.16   #5
    experte nicht. aber verschieben kann ich gut ;)

    die crux beim fl ist, dass man "töne spielen kann, die es nicht gibt". im normalfall isses dann :ugly:. aber manchmal interessant ...

    ich hab meinen fretless so eingestellt, dass ich knapp vor/auf den bundlinien greifen müsste und dann den ton durch "´reinkippeln" treffe. so ich auf die linien gucken würde.

    das ist schon millimeter"arbeit". allerdings ist eine perfekte intonation aufgrund der temperierten stimmung schon beim bundierten instrument nicht möglich. von greiffehlern ganz zu schweigen ;)
     
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    Erstellt: 06.03.16   #6
    Man muss schon ordentlich präzise greifen, an meinem WW FL helfen mir die seitlichen Markierungen gewaltig. Man lernt rasch, im Greif/Anschlagvorgang die Fingerkuppe korrigierend zu verschieben, das geht in Sekundenbruchteilen, der singende Ton des FL hilft sehr dabei, dies zu überdecken. Also, auf jeden Fall anfangen, FL zu spielen!
     
  7. lowfreqMM5

    lowfreqMM5 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.16   #7
    Auf dem 'Bund', das ist ja auch die Stelle, die beim bundierten Bass die Saitenlänge und damit die Tonhöhe bestimmt. Alles andere klingt im Bandkontext verstimmt.
    --- Beiträge zusammengefasst, 07.03.16 ---
    Doch, die gibt's, sonst würdest Du sie nicht hören können.;):confused::D
    Die indische Musik arbeitet mit Achtel-Ton-Intervallen, weil dies die feinste Intervallauflösung ist, die unser Ohr noch unterscheiden kann!
     
  8. Denisunterwegs

    Denisunterwegs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.16   #8
    Hi @drunkensailor

    Prinzipiell musst du schon sehr genau spielen, da hat dein Gitarrist schon recht. Das lernst du vor allem aber dadurch, dass du übst. Und zwar auf dem Fretless Bass! Dass du das noch nicht kannst, ist also kein Grund dafür, dir keinen Fretless Bass zu kaufen. Ganz im Gegenteil!

    Wenn du dich für das Thema interessierst, kann ich dir die Lehrmaterialien von Ralf Gauck empfehlen. Er ist sbsolute spitze auf dem Gebiet und hat ein paar sehr gute Sachen zu dem Thema veröffentlicht. Schau doch mal hier rein: http://ralfgauck.blogspot.de/p/lehrwerke.html

    Hoffe das hilft dir weiter.

    Schöne Grüße,
    Denis
     
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  9. drunkensailor

    drunkensailor Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.16   #9
    Ich gehe von einem Bass aus, der Strichmarkierungen hat. Das ich ein "G" greifen muss, wenn ich ein "G" spielen will, ist schon klar. Die Frage ist, ob ich, um das "G" spielen zu können, exakt einen einzigen Punkt in diesem Bereich spielen muss, oder, wie bei einem normalen Bass, den gesamten Bereich des Tones nutzen kann. Mein Klampfer meint, man müsse genau auf der Markierung des "Bundstäbchens" greifen.
     
  10. Denisunterwegs

    Denisunterwegs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.16   #10
    Um präzise sein, musst du ganz genau den eindimensionalen Punkt exakt auf dem Strich treffen. Stell dir vor, dass du mit den Fingern die Bünde ersetzen musst. Also musst du immer genau da drücken, wo sonst eiiigentlich das Bundstäbchen wäre.
     
  11. lowfreqMM5

    lowfreqMM5 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.16   #11
    Das ist der Trugschluss:
    Nicht Dein Finger bestimmt die Tonhöhe beim Bundbass, sondern der Auflagepunkt der Saite auf dem Bundstäbchen...und das ist IMMER exakt an derselben Stelle!
    Und genau diese Position GENAU AUF DER LINIE musst Du beim Fretless mit Linien greifen, damit der Ton stimmt. Denn da wäre auch das Bundstäbchen!
     
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  12. drunkensailor

    drunkensailor Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.16   #12
    Dann bin ich wohl im Unrecht gewesen. Schon wieder 'ne Flasche Schnaps verloren :D

    Trotz allem würde mich interessieren, für welche Stilistiken/Techniken sich ein Fretless eignet bzw. überhaupt nicht eignet?
     
  13. Vindsvalr

    Vindsvalr Moderator Bass - Ex-Shadowsoul Moderator HFU

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    Erstellt: 07.03.16   #13
    Für jede bzw. keine. :p
    Fretless-Spieler gibts in jeder Musikrichtung, von Jazz bis Death Metal.
     
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  14. Harry

    Harry Moderator PA Moderator HCA

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    Erstellt: 07.03.16   #14
    Sehe ich auch so. Er klingt halt einfach "anders" - aber eigentlich gibt es kaum eine Einschränkung ausser: der typische Slapsound geht nicht mit dem Fretless.
    Du kannst zwar auch slappen damit - aber das klingt eher "gewöhnungsbedürftig".
     
  15. Vindsvalr

    Vindsvalr Moderator Bass - Ex-Shadowsoul Moderator HFU

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    Erstellt: 07.03.16   #15
    Jein. Es gibt diese "Slap Bars" oder wie sie heißen, ist hier vor Jahren mal im Forum ein Bass mit gepostet worden. Das ist im Prinzip ein Metallklotz, der am Ende des Griffbretts montiert wird und dann für den metallischen Attack beim Slappen sorgt.
     
  16. Harry

    Harry Moderator PA Moderator HCA

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    Erstellt: 07.03.16   #16
    Na ja, eher eine Krücke - wenn ich Funk spiele und Slaptechnik mache nehm ich einfach keinen Fretless - oder?
     
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  17. drunkensailor

    drunkensailor Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.16   #17
    Na da bedanke ich mich schon mal für die reichlichen-, und vor allem hilfreichen Antworten :)
     
  18. Vindsvalr

    Vindsvalr Moderator Bass - Ex-Shadowsoul Moderator HFU

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    Erstellt: 07.03.16   #18
    @Harry - Ist halt 'ne Kompromisslösung, so hat man dann eben beide Soundwelten in einem Instrument. Ob man das braucht muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich wollts nur erwähnt haben. :D
     
  19. Harry

    Harry Moderator PA Moderator HCA

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