"Führungsfinger" ?

von anta, 13.12.04.

  1. anta

    anta Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.12.04   #1
    Selbst auf die Gefahr hin aufgrund der Blödheit meiner Frage gevierteilt zu werden - da ich schon eine ganze Weile am suchen bin, allerdings noch keine gescheite Antworte gefunden habe, gebe ich die Frage mal weiter.

    Ich steh nun nicht mehr ganz am Anfang meiner "Musikerlaufbahn", mache das ganze allerdings autodidaktisch (also ohne jeglichen Unterricht :)).
    Es geht mir um das greifen von Akkorden: Kann man im allgemeinen sagen, dass es sowas wie einen "starken Führungsfinger" gibt, der sich zuerst auf die betreffende Saite senkt, worauf die restlichen Finger folgen? Oder sollten sich alle finger gleichzeitig ans Werk machen? Gibt es grundsätzliche Regeln die man auf jedenfall beachten soll um sich seinen Stil nicht zu versauen oder gar die Hand auf Dauer zu schädigen.
    Ich hab bei mir z.B. gemerkt, dass mein Ringerfinger bei Greifen von Akkorden quasi "den Ton angibt", mir ist allerdings nun auch aufgefallen, dass wenn ich meinen Mittelfinger "führen" lasse, bestimmte Akkorde ein wenig relaxter von der Hand gehen.
    Auch hab ich gemerkt, dass ich Barréegriffe im Prinzip von unten nach oben greif - also angefangen mit Kleinem- und Ringefinger bis dann zuletzt der Zeigefinger die "Barriere" bildet. Sollte man das umgekehrt machen?

    Fragen über Fragen :) über ein wenig Hilfstellung würde ich mich echt freuen.
    Ich hoffe mal auf zahlreiche Antworten und bedanke mich im Vorraus für diese :)

    MfG
    anta
     
  2. Lupus

    Lupus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.04   #2
    denke nicht, das es da eine regel gibt. ich könnt jetzt gar nicht sagen wie ichs mache, aber ich glaube da sind schon minimale differenzen zwischen den einzelnen fingern, zumindest bei manchen griffen.
    aber solang der griff zur rechten zeit (sprich im timing, wenn du dan anschlägst) steht, sits eigentlich wurscht.
    machs so, wies dir am leichtesten fällt. hauptsache das timing stimmt und du kannst den akkord als ganzes spielen, also nicht, daß man bei spielen hört wie sich der akkord erst aufbaut.

    vielleicht ändert sich das ja auch mit der zeit, wenn du schneller wirst. du stehst ja, wie du sagst, noch am anfang.
    beobachte am besten mal ne zeit lang wies läuft, wies dir leichter fällt und ob was gar nicht klappt, mit deiner methode.

    gruß,
    lupus
     
  3. TelosNox

    TelosNox Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.04   #3
    Was du machst ist völlig normal, das hab ich auch am Anfang gemacht, weil man dann eine Orientierung hat. Das mache ich bei Akkorden, die ich noch nicht so drin habe auch jetzt noch (nach 1 Jahr spielzeit). Bei Akkorden die absolut schon drin sind, da kommen alle Finger gleichzeitig aufs Griffbrett bzw. mir fällt da nicht auf, ob da einer früher kommt oder nicht, das ist für mich nicht wichtig in dem moment.
    Es gibt aber auch Stellen, an denne hat man wirklich solch einen "Führungsfinger". Nimm mal einen Akkordwechsel von Am zu C (jeweils offen). Da wird auch nur der eine Finger umgesetzt, der rest bleibt liegen und bildet da dann auch so ne art Orientierungspunkt. Noch deutlicher wird es wenn man z.b. Sweet home alabama spielt, da hat man den Finger auf der h-Saite fest liegen und wechselt nur die anderen Positionen. Es gibt immer wieder solche Akkordwechsel, wo man einfach einen Finger hat, der schon da ist, oder vorrausgeht und da sollte man das auch ausnutzen. Aber es ist normalerweise nicht so, daß ein bestimmter Finger immer den Anfang macht.
     
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