Funde vom Hinterhofflohmarkt (Alhambra und D. Farber)

ElstertheMagpie

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Guten Tag an alle!

Ich habe heute auf meinem lokalen Hinterhofflohmarkt zwei zwar alte, aber sehr schöne (oder auf mich schön wirkende) Konzertgitarren günstig mit heim genommen.
Da ich selbst sehr wenig Ahnung von Konzertgitarren habe wurde mir ans Herz gelegt, hier könne mir sicherlich jemand etwas zu den Instrumenten sagen.
Alhambra scheint ja eine Marke zu sein, aber zu "D.Farber" konnte ich so gar nichts finden. Meint ihr, die Nut ersetzen zu lassen würde sich hier lohnen?
Ich habe vor Kurzem damit angefangen, klassisch Gitarre spielen zu lernen und würde mich total freuen, wenn ich hier ein brauchbares Instrument für mich gefunden hätte.

Freue mich über jede Hilfe und Kommentar, vielen Dank im Vorraus!


-Julian
 

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Hallo und herzlich willkommen im Musiker-Board!

Gitarren zu reparieren lohnt sich aus meiner Sicht natürlich immer.

In diesem Fall sieht es aber auf dem Foto so aus als hätte da schon mal jemand den Steg neu aufgeleimt. Wenn ich das aufgrund eines nicht besonders scharfen Fotos meine erkennen zu können, dann spricht das dafür dass da kein Fachmann am Werk war.

Ich würde das unbedingt von einem Gitarrenbauer begutachten lassen.

*
 
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Wenn die Gitarren keine wohltätige Spende waren, dann hat sich ja jemand Gedanken dazu gemacht, wie viel er/sie dafür haben will - was Du leider nicht angegeben hast. Du kannst getrost davon ausgehen, dass die Gitarren - wenn sie einem optisch gefallen - gut als Wanddeko herhalten können. Für alles andere hast Du wahrscheinlich jetzt schon zu viel ausgegeben und wären weitere Ausgaben nicht im Verhältnis zu dem damit erzeugten Wert sowohl monetär als auch zum Gitarrenspielen.
 
Guten Morgen, mit etwas handw. Geschick lässt sich ein Kunststoffsattel zunächst probehalber einsetzen, zur Anpassung unten abschleifen und dann mit kleinen Klebepunkten fixieren,
Ein KV beim Profi ist immer ein Versuch wert, aber in der Preisklasse schafft DIY volle Beziehung zum Instrument.......
 
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  • #5
Guten Morgen.
Danke für die Antworten und den Input. Ich werde sie mal zum Gitarrenbauer hier in der Nähe bringen und sehen, was der so meint.

Wenn die Gitarren keine wohltätige Spende waren, dann hat sich ja jemand Gedanken dazu gemacht, wie viel er/sie dafür haben will - was Du leider nicht angegeben hast. Du kannst getrost davon ausgehen, dass die Gitarren - wenn sie einem optisch gefallen - gut als Wanddeko herhalten können. Für alles andere hast Du wahrscheinlich jetzt schon zu viel ausgegeben und wären weitere Ausgaben nicht im Verhältnis zu dem damit erzeugten Wert sowohl monetär als auch zum Gitarrenspielen.
15 Euro. Der Zustand vom Holz und ob sich alles verzogen hat ist für mich als Laien nur schwer einschätzbar. Ist natürlich absolut möglich, dass ein Aufarbeiten den Kosten/Nutzen Faktor überschreitet wenn es am Ende mehr kosten sollte, als ein gutes neues Instrument zu kaufen.

Guten Morgen, mit etwas handw. Geschick lässt sich ein Kunststoffsattel zunächst probehalber einsetzen, zur Anpassung unten abschleifen und dann mit kleinen Klebepunkten fixieren,
Ein KV beim Profi ist immer ein Versuch wert, aber in der Preisklasse schafft DIY volle Beziehung zum Instrument.......
Ich bin nicht sonderlich begabt wenn es um solche Arbeiten geht, aber die DIY Route könnte ein schönes Projekt sein. Danke für den Vorschlag.
 
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Weiß jetzt nicht ob Elster noch im Forum mitliest, und der Thread ist zwar inzwischen gut zwei Monate alt. Aber mich würde interessieren, was der Gitarrenbauer zu den beiden Instrumenten gesagt hat.

Die pauschale Einschätzung, beide taugten wahrscheinlich nur noch als Wanddekoration und selbst 15 Euro seien womöglich zu viel gewesen, lässt sich aus den Fotos meines Erachtens nicht ableiten.

Wenn ich den violetten Stempel auf dem Zettel richtig erkenne, handelt es sich bei der Alhambra sogar um eine 8C von 1978 – also keineswegs um irgendeine namenlose Billiggitarre. Der möglicherweise schon einmal neu aufgeleimte Steg ist natürlich ein guter Grund für eine fachkundige Begutachtung, aber noch kein Beleg dafür, dass sich das Instrument nicht mehr sinnvoll herrichten lässt.

Über D. Farber konnte ich ebenfalls nichts Belastbares finden. Auch diese Gitarre sieht für mich aus der Entfernung aber nach deutlich mehr als Brennholz aus. Die feinjährige Fichtendecke allein ist zwar noch kein Qualitätsbeweis, doch insgesamt wirkt das Instrument durchaus so, als könnte sich eine nähere Untersuchung lohnen. Ein Invest in Sattel als auch die Stegeinlage sollte zumindest lohnen.

Entscheidend wären bei beiden Gitarren vor allem Halswinkel und Halsverlauf, die Saitenlage, der Zustand von Steg und Decke sowie eventuell gelöste Leisten. Wenn das alles halbwegs in Ordnung ist, könnten neue beziehungsweise angepasste Sattel- und Stegteile, frische Saiten, eine gründliche Reinigung und etwas Pflege - auch für Mechaniken und das Furz trockene Griffbrett - bereits zu einem brauchbaren Instrument führen.

Gerade für einen Anfänger ist eine angenehme Saitenlage wichtiger als ein hoher Marktwert, weiter als bis zum dritten Bund kommt er vermutlich so schnell eh nicht. Bei insgesamt 15 Euro kann man jedenfalls kaum behaupten, dass bereits der Kaufpreis offensichtlich zu hoch gewesen sei.

Was ist denn aus den beiden geworden @ElstertheMagpie ?
 
Zu der Gitarre von D. Farber kann ich sagen, dass in den 2000er Jahren diese von Musik Thomann* in Frankfurt am Main verkauft wurde.
Der Steg aus Plastik war damals zu hoch und es war gut, ihn in der Höhe zu verringern (vielleicht ist das auch ein Grund warum er an Deiner Gitarre fehlt). Die Gitarre war nicht schlecht verarbeitet, der Hals war relativ gerade.
 
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