Funkmikro-Set, 470 o. 823 MHz? Sirius Quad o. t.bone free solo twin

LordB

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Hallo, seit 2018/2021 nutze ich inzwischen zwei LD Systems MEI 100 G2* für das InEar Monitoring.

Was mich stört, ist, dass es immer wieder zu leichten Knacksen und auch kurzen Momenten mit Rauschen kommt, selbst wenn man nur 3 m vom Sender entfernt steht.
Ist das auf die 823 MHz zurückzuführen?

Nun möchte ich gerne noch eine günstige Mikrofonanlage hinzu kaufen, um vor allen Dingen mit Headset Mikrofonen zu arbeiten. Mit einem Headset fällt es mir viel leichter beim Keyboardspielen zu singen, als mit einem feststehenden Mikrofon. Auch meine Gesangs-Partnerin fühlt sich mit einem Headset sicherlich wohler.
Funk macht in sofern Sinn, damit man auch mal Richtung Publikum marschieren kann.

Aufgrund des Hobby Charakters und knappen Budgets bleiben für mich eigentlich nur zwei Systeme über: Thomann* Sirius quad oder Thomann* t.bone free solo twin.
Ersteres ist natürlich klasse, weil man vier Funklinien bekommt und flexibel bei der Anschaffung von Taschen- und Handsendern ist.
Manchmal spielen wir auch zu dritt und dann ist ein weiteres Headset ist sicher gern gesehen.

Aber: es besteht für mich Qual der Wahl ob 430 oder 823 MHz. Bei den t.bone free solo twin ist die Auswahl noch größer …

Aufgrund der Erfahrung mit meinen InEars im 823 bin ich geneigt zum 430 MHz System zu greifen…

Mir wäre eine begründete Entscheidung lieber, als Bauchgefühl. Wozu würde man hoer raten und warum?

Danke für eure Beiträge schon einmal.
 

Ganz ehrlich: Ich würde euch zu einer Kabellösung raten.
 
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  • #3
Die habe ich aktuell, vom IEM abgesehen. Mich würde dennoch bitte interessieren, ob 430 470 oder 823 die bessere Wahl ist und warum?
 
Zuletzt bearbeitet:

beim Keyboardspielen
Richtung Publikum marschieren
Knappes Budget und durchs Publikum marschieren (weitere Entfernungen) schließen sich für zuverlässige Verbindungen aus.

Ist das auf die 823 MHz zurückzuführen?
Eher auf die Qualität des Systems. Gute Funkstrecken kosten einfach.

Wenn Funk, würde ich in eurem Fall auf jeden Fall auf was digitales setzen.
 
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Theoretisch hat ein 400–600 MHz-System etwas bessere Reichweiten-/Durchdringungseigenschaften.
 
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Ersteres ist natürlich klasse, weil man vier Funklinien bekommt und flexibel bei der Anschaffung von Taschen- und Handsendern ist.
Diese Möglichkeit hat man eigentlich bei fast jedem erhältlichen System.

Tatsächlich hängt die Zuverlässigkeit der Funkverbindung nicht nur von der Trägerfrequenz ab, sondern auch von der Qualität der kompletten Funkstrecke. Das Sirius Set ist so verlockend billig, dass ich ihm nicht über den Weg trauen würde. Auf den Produktfotos bei Thomann* sieht man außerdem, dass die Taster schief sitzen. So ein klappriges Teil würde ich allenfalls im Partykeller einsetzen, wo’s nicht drauf ankommt, wenn das Signal mal aussetzt.

Wie hoch ist das Budget insgesamt für die beiden Funkstrecken mit Headsets?
 
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  • #8
Wie hoch ist das Budget insgesamt für die beiden Funkstrecken mit Headsets?
450-500€
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Eher auf die Qualität des Systems. Gute Funkstrecken kosten einfach.

Wenn Funk, würde ich in eurem Fall auf jeden Fall auf was digitales setzen.
Ich nutze mein genanntes IEM jetzt seit ende 2018, sodass es bisher also seinen Dienst getan hat. An und wann sind knacksen und Rauschen unschön, aber zuverlässig war es! ich kann verstehen, dass billige Funkstrecken eben viele Kompromisse mitbringt. Möchte aber auch klarstellen, dass ich damit jetzt nicht bodenlos unzufrieden war.
 
Also nur 250 € je Strecke inkl. Headset? IMHO nicht mit Qualitätsanspruch realisierbar, zumindest nicht als Neuware.
 
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  • #10
Die Kollegen haben es ja schon gesagt: es ist weniger ein Thema der Frequenzen als eines der Technik. Meine guten alten BLX von Shure* haben auch im 800er Frequenzbereich keinerlei Probleme mit Knacksern und Aussetzer.
Bei 250€ incl. Mic seh ich aber auch schwarz, was die Zuverlässigkeit angeht.
 
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  • #11
ich hatte eine ziemlich ausführliche Antwort geschrieben. Leider verloren gegangen. Erst mal danke für eure Nachrichten.
Leider scheint es aktuell massive Probleme mit dem Internet zu geben. Ich konnte die Seite jetzt eine ganze Weile nicht erreichen.
Viele andere sind aber auch nicht mehr erreichbar. Ich schau morgen wieder rein.
 
  • #12
Das scheint ein Problem mit den DNS Server (gewesen) zu sein. Seiten mit der Endung .de waren nicht erreichbar, die mit .com und .org schon.
Jetzt komme ich wieder dran, aber aus einem anderen Netz.

Edit: ich hatte wohl richtig vermutet
 
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  • #13
Um mal auf die knackser/rauschen einzugehen.
hat eher nur marginal mit dem träger zu tun. das liegt hauptsächlich bei der analogen strecke am compandersystem, wenn es aufrauscht.
knackser... naja, nach gewisser zeit knicken die filterstufen ein, wenn da billige kondensatoren verbaut sind. da haut die flankensteilheit in den trenn- und mischstufen ab, was sich dann auf die trennschärfe auswirkt die bei diesen budgetanlagen eh schon gruselig ist.

man stelle sich das wie ein fischernetz vor. der (neue) empfänger hat noch ein feines netz mit ohne löcher. mit der zeit kommen da löcher rein und damit haut der eingefangene fisch durch löcher wieder ab. am ende nix fischi im netz.

grundsätzlich 470 - 690 MHz. es gibt für die LTE mittenlücke absolut keine sinnreiche argumente.
in diesem frequenzband ist man deutlich betriebssicherer unterwegs, sofern die schaltbandbreite der kiste bei 24 MHz und höher liegt. aktuelle kisten starten oftmals bei 48 MHz und mehr.

Bei der Budgetfunke kommen also gleich mehrere Faktoren zusammen, welche deutliche warnsignale senden: schaltbandbreite, filterstufen, pll, abstimmung des compander.
die anlage hat zwar eine schaltbandbreite von 56 MHz anscheinend doch wer weiß wie gut die trennschärfe ist. falls das wirklich funktioniert ist der nächste kritische punkt der compander und eben auch die qualität der bauteile an sich was die lebensdauer primär ausmacht.
es gilt: you get what you pay.

dann welches headset?
habt ihr schon welche?
wenn man hier auf budget geht, dann befindet man sich erst recht im qualitätskeller. wollt ihr das eurem publikum wirklich antun?

kompromiss: gebrauchtware. such nach einer gebrauchten EW100 - 500 oder SLX. achte dabei unbedingt auf das frequenzband. bei den gebrauchten liegen die oftmals in "verbotenen" bereichen.
 
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  • #14
Erstmal: Danke für eure Ausführungen. Ich habe vor ein paar Jahren bei Thomann* bereits digitale Übertrager im 5,8GHz Bereich gekauft.
Hatte ich vollkommen vergessen, weil beiseite gelegt und dann lange nicht gebraucht.
Die hatten sehr gut funktioniert, trotz günstigen Preises. https://www.thomann.de/de/fun_generation_wireless_plug_play.htm*

Dann kamen aber VoicePlay Live mit den dazugehörigen TC Helicon Mikros und für die Funktion des „Knopfes“ am Mikrofon waren dann wieder Kabel angesagt. Daher sind die Übertrager erst mal in den Koffer gewandert.

Gerade mal wieder rausgekramt. Aber leider haben die keine Option Phantomspannung zu liefern. Sind nur für dynamische Mikros gedacht. Da jetzt nochmal einen Batterie-Adapter zwischen hauen ist mir dann auch zu viel.

Ich denke, ich persönlich bleibe für mich beim Kabel und meine (neue) Sängerin kann sich überlegen, ob Sie den digitalen Adapter ohne Knöpfchen drücken nutzen will oder nicht.

Und wir gucken dann mal nach dynamischen Headset Mikros. Z.B Shure WH20XLR. Ggf. dann mal in einen aktualisierten digitalen Übertrager. Bei den nun 5 Jahre alten Fun Generation werden die Akkus sicher nichts mehr taugen.

Denke mal, das ist am schlauesten. Danke euch allen.
 
Grund: Ergänzung
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  • #15
Theoretisch hat ein 400–600 MHz-System etwas bessere Reichweiten-/Durchdringungseigenschaften.
... und praktisch ist der Bereich bei weitem nicht so überlaufen wie die 823 bis 832 MHz und 863 bis 865 MHz. Wenn Ihr also mal auf Festivals oder mit anderen Bands spielen solltet oder irgendwo in der Nähe anderer Musiker, würde ich unbedingt zu A-, B- oder C-Band raten (oder AB, das liegt ja da auch).

Ich habe hier grade eine Funke t.bone free solo "auf der Werkbank" und bin sehr wenig angetan - es hat einen sehr hoch eingestellten Squelch, den man laut dem Thomann-Support auch nicht verändern kann. Außerdem höre ich in der Funkübertragung mit verschiedenen Headsets und auch als Bass- oder Gitarrenfunk da immer so etwas Raues im Mitteltonbereich. Beim Headset ist das mitgelieferte Mikro obendrein wirklicher Mist, also nicht mittelmäßig wie der Rest der Funke sondern übel. Bleibt die Sirus. Von denen habe ich eine Art von DI-Box für BlueTooth und USB, und die finde ich ziemlich gut.

Außerdem im günstigen Preisbereich angesiedelt ist ein System von Phenyx Pro, PTU-71, von dem ich zwei Doppelsets habe.
Gibt es auch mit Handhelds: https://phenyxpro.com/products/ptu-71 - oder gemischt

Der Klang ist okay, wenn man die Bässe absenkt und das Headset passend platziert (leichter bei Männern als bei Frauen, wo das Mikro wegen dem meist kleineren Kopf gerne mal "wandert"), die Reichweite sehr groß, die Feedbackresistenz erstaunlich hoch. Dafür sind die Taschensender eher billig aus Plastik gemacht, der Rest des Sets wirkt höherwertiger, auch die Handhelds. Gibt es auch am großen Fluss zu kaufen, ich habe meine direkt aus den USA geordert, dort gibt es auch Zubehör wie ein Rack-Einbaukit, mit dem man die Antennen im Rack nach vorne legen kann. Hier mein Review:
 
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  • #16
@mix4munich Danke. Die phenyx hab ich mal in irgendeinem YouTube Review gesehen. Da ist immer nur schwer zu erkennen, ob es arg sponsored ist oder nicht.

Danke Dir jedenfalls.

Es gibt bei amazon von phenyx auch vierer Sets. In allen Ausführungen von 2x oder 4x Headset / Handmikrofon.
Lustigerweise ist es preiswerter 2x das System mit 1x Headset und 1x Handmikrofon zu kaufen, als das 4er Pendant davon.

Ich probiere mal das Set mit 1x Headset und 1x Handmikrofon aus und berichte euch, ob es sich lohnt. Mit unter 145€ zu verlockend. (Und das ist schon die „bessere“ Serie. Darunter gibt es noch die PTU-52 Serie)
 
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  • #17
Bei den Headsets war ungefähr dies hier meine EQ-Kurve für weibliche Sprecher - sonst war es zuviel Bass.

IMG_3512.webp


Da muss man also normalerweise ziemlich absenken. In den meisten Videos, die ich dazu gesehen habe, hat jemand aus den US of A diese Mikros für die Band in einer Kirche eingesetzt, und die halten die Handhelds fast alle etwas weiter weg. Klar, die brauchen ja auch keinen besonders hohen Pegel, und darum setzt dort der Nahbesprechungseffekt auch eher nicht ein. So wie ich diese Handhelds (und die Headsets) einsetze, ist der Nahbesprechungseffekt durchaus ein Thema.
 
Grund: Typo
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  • #18
@mix4munich , einfach wow! Das Paket vom amazon war vorhin passend zur Probe da. (Krass, oder?)

Also im Ernst, wie schafft man es für einen solch kleinen Geldbetrag so gut funktionierende Hardware herzustellen?
Danke für deinen super Tipp damit.
Ich habe es nur schnell angeschlossen, die Geräte waren bereits gekoppelt. Kurz eingepegelt und losgelegt.

Meine Sängerin hat das Handmikrofon bekommen und ich habe mit dem Headset geübt. Soo viel angenehmer am Keyboard!
Beim Headset muss man allerdings sehr genau auf die Kabelverlegung aufpassen und das Mikrofon sehr genau ausrichten, um keine Atemgeräusche oder anderes Störgeräusche zu produzieren. Das hat uns die Probe lang etwas begleitet, am Ende habe ich aber eine Position gefunden.

Die Verbindung war vollkommen störungsfrei!

Das Handmike ist für die wenigen Taler erstaunlich gut. Plosivlaute sind ein Thema und es betont meiner Ansicht nach etwas zu sehr die Zischlaute.
Ersteres habe ich mit einem Schaumstoff-Poppfilter/Windschutz easy in den Griff bekommen. Zweiteres werde ich mir dann mit EQ und De-Esser bearbeiten.
So werde ich es dann auch mit dem Headmike machen.

Wirklich erstaunlich, für wie wenig Geld man da brauchbare Ware bekommen hat.

Wenn du jetzt einen solchen Sparfuchs-Tipp noch für mich für mein Monitoring hast, damit ich meine alten LD Systeme in Rente schicken kann, bitte gerne her damit. 😊

Mal an alle Mitlesenden gefragt, die IEM benutzen: Verwendet Ihr Mono oder Stereo (Systeme)?

Ich habe bei dem LD MEI 100 G2 von Anfang an Stereo genutzt ohne das weiter zu hinterfragen.
Wirkt sich Stereo sehr auf die Sende/Empfangsleistung aus?

Könnte ggf. eine bessere Antenne als die mitgelieferte noch Verbesserungspotential mitbringen?

Vielleicht kann ich ja noch etwas optimieren, aber ich fürchte, ich hab damals einfach den Fehler gemacht die Geräte im 823/863 MHz Band zu kaufen.
 
Grund: Typo
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  • #19
@LordB - danke und gern geschehen. Die Herstellerfirma ist dahinter her, dass die Anwender ihr Zeug mögen, und dann kann man das als Tipp schonmal weitergeben :) Freut mich, dass es für Euch gut klingt.

Mit IEM kenne ich mich leider nicht aus, da ich selbst das nicht tragen kann - ich werde geradezu wahnsinnig, wenn bei mir was im Ohr drückt, und die Bands, mit denen ich arbeite, nutzen entweder Shure (überwiegend das alte PSM 900) oder Sennheiser (IEM G3 - keine Ahnung, ob jemand, den ich kenne, das G4 nutzt), also alles nicht sooo günstig. Aber was ich im Forum so gelesen habe, ist, dass das alte LD Systems MEI 100 einfach mehr rauscht als das MEI 1000. Evtl. sind die auch über die verschiedenen Generationen immer besser geworden. Das Sennheiser IEM XSW ist wohl auch nicht ganz verkehrt, meine ich gelesen zu haben, aber keines davon kenne ich aus eigener Erfahrung.
 
  • #20
ich fürchte, ich hab damals einfach den Fehler gemacht die Geräte im 823/863 MHz Band zu kaufen
Nochmal: Ja, der Bereich 470-698 MHz hat viele Vorteile aber dennoch dürfte der Hund in dem Fall eher in der Qualität der Geräte begraben liegen.
 
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