Aber auch hier gilt: 10db beim gain produziert das selbe Feedback wie 10db am Fader.
Ja sicher doch, das steht doch gar nicht zur Diskussion. Wenn ich auf einem WING Compact den Fader im Bereich 0 dB um fünf Millimeter verändere, dann sind das so grob 2 dB Pegeländerungen. Mache ich das im Bereich -60 dB dann ergibt das 10 dB Pegeländerung. Und das ist dann schon ein Unterschied. Man kann da im unteren Pegelbereich mit dem Fader einfach nicht mehr feinfühlig arbeiten. Daher ist es immer besser, wenn man den Fader in der oberen Hälfte des Regelbereiches hat. Beim WING mit seinen 11 cm langen Fader ist die -10 dB Marke genau in der Mitte des Weges, also oben von -10 bis +10 dB darunter von -∞ bis -10.
Und genau dieser Unterschied der Auswirkungen einer Faderbewegung bringt die Leute dazu, dass sie meinen dass es besser ist weniger Gain aber dafür weiter oben im Regelbereich des Faders.
Darin liegt der Unterschied in der Praxis. aber 10 dB Änderung sind 10 dB Änderung, egal wo man die Änderung vornimmt.
frage: wenn das gain niedrig eingestellt ist.....könnte es sein, daß ein mikro ein leises signal nicht aufnehmen kann, weil es unterhalb einer schwelle bleibt.
Eine Signalquelle, also auch ein Mikro wird einen bestimmten Pegel liefern, egal ob dahinter der Preamp mit viel oder wenig Verstärkung (Gain) betrieben wird. Liefert das Mikro einen geringen Pegel, dann ist das halt so, dafür hat man ja den Gain am Pult. Um den Pegel, der von der Quelle geliefert wird auf einen Wert zu bringen, der im Mischpult gut zu verarbeiten ist. Und dann sollte man auch darauf achten, dass alle Signale, egal ob sie ursprünglich einen niedrigen oder hohen Pegel liefern, nach dem Gain am Pult so ziemlich im selben Arbeitsfenster, was den Pegel betrifft, sind.