Ganzes Album in gleicher Tonart?

Ich behaupte, genau dieser Anzahl Menschen ist das unbewusst nicht egal. Denn verschieden Tonarten transportieren auch unterschiedliche Klangfarben. Oftmals sind damit sogar bestimmte Bilder verbunden. Man vergleiche nur mal die Tonartenwahl in den Werken Mozarts.

Man beachte bitte auch das historische Gefälle, welches bei diesem anachronistischen Vergleich offenkundig ist. Zu Mozarts Zeiten machte es wirklich noch einen hörbaren Unterschied welche Tonart man verwendete, denn die gleichschwebende Stimmung setzte sich erst im 19. Jhd. endgültig durch.
Heutzutage allerdings - sofern man kein absolutes Gehör hat - kann man Tonarten nur noch schwer voneinander Unterscheiden.
Und ein musikalischer Laie interessiert sich auch nicht für Tonarten, sondern möchte, um bei dem Threadbeispiel zu bleiben, einfach richtig brutale Riffs hören. Und wenn wir ganz ehrlich sind macht eine Tonart noch längst kein Stück Musik aus. Die Akkordchanges, der Rhythmus, die Melodien etc. sind doch entscheidender.

Eigentliche Antwort für den TE: Ja - kannste machen, stört sicherlich niemanden.
 
Jippie ... alte Threads!

eine Banale sache ist glaube noch garnicht gefallen ... nämlich die Lage der Melodie. Wäre die Tonart egal, dann müssten wie für Sänger(innen) nicht immer alles hin und her transponieren. Eine eher tief gesetzte melodie wird vom Charakter anders klingen als eine hoch gesetzte. Ein zuhörer wird beim Hören spüren ob die Melodie in seinem eigenen Stimmbereich liegt.

Anderes Schalgwort sind die sogenannten Low-Interval-Limits. Manche Intervalle klingen mulmig und matschig wenn sie zu tief gesetzt sind. In tiefen Lagen gehen irgendwann nurnoch Quinten und Oktaven. Also hat die Tonart des Stückes auch auswirkungen auf die gewählten Voicings. Einen Bach-Choral eine Quinte tiefer transponieren wäre Fatal.

Der Hauptgrund dafür die Tonart über ein Album oder während eines Konzert-Sets zu wechseln ist, dass man eine andere Klangfarbe hat ... genauso wie Modulationen innerhalb eines Stückes große Wirkung haben.
 
Anders als die Tonart sind Tempi und Rhythmen hier halt das abwechslungsreiche Element..

Ich hoffe, daß dieses Statement ironisch gemeint war ....

Ich hab´s mir aus Interesse gerade angetan, mir alle Songs dieser Produktion auf I-Tunes AN-zuspielen. Gut, über Musikgeschmack kann man, soll man aber nicht, streiten. Aber DAS für rhythmisch abwechslungsreich zu halten, finde ich ... irgendetwas zwischen "wagemutig" und "aus Unkenntnis entsprungen".

Aber wenn´s Dir so gefällt (was ja offensichtlich der Fall ist), soll mir das natürlich genauso recht sein ...

In Frieden,
Thomas
 
Mir ist wurst, ob die Songs eines Albums in unterschiedlichen Tonarten aufgenommen sind. Das kann gern alles die gleiche Tonart sein. Will man ein abwechslungsreiches Album aufnehmen, variiere man Rhythmen, Tempi, Arrangements und Sounds. Will man ein hypnotisches Album aufnehmen, halte man diese einander ähnlich. :)

Alex
 
ciao Portme


Generell soll man kreativ auf dem Instrument sein. Das bedingt auch verschiedene Tonarten zu wählen. Aber nicht so: Fm, Cm, G#m, sondern auch mal: E-Lydisch (ja, als Tonika!!), B-Dorisch usw zu wählen. Das Instrument soll sinnvoll eingesetzt werden.

Viele Bands mit tieferen Tunings oder 7 saitigen Instrumenten benutzen ihre tiefsten Töne zum Selbstzweck. Sprich: 7-Saiter in B = Songs sind in Bm (B-Aeolisch = Tonika).

Und das ist der Tod der Kreativität!
Willst du das wirklich?


Schüpfheim ist gar nicht so weit entfernt. :)



Liebi Grüess
Ultronium 80k
 
Wir laufen hier Gefahr Tonart und Akkord zu verwechseln. Eine Tonart ist ein System, in dem unterschiedliche Akkorde vorkommen können, aber ein Akkord allein macht noch lange keine Tonart.
 
Hallo LordAbstellhaken


Inwiefern laufen wir Gefahr Akkorde und Tonart zu verwechseln?
 
Eine Tonart ist ein System aus Akkorden. Der Akkord B-Dur in der Tonart F-Dur steht immer noch in der Tonart F-Dur. Die Dominante in C-Dur ist G7 und nicht C7. Ein Akkord ist was anderes als eine ganze Tonart und das hast du ein wenig schwammig formuliert. Auch ist E-lydisch keine Tonart, sondern entweder ein Modus, oder eine Skala.
 

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