Gebe bald Unterricht, brauche gute Übungen

von daenni, 22.02.08.

  1. daenni

    daenni Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.08   #1
    Heho,

    nächsten Mittwoch soll ich zum ersten Mal Gitarrenunterricht geben und jetzt versuche ich schonmal einige Übungen herauszusuchen.
    Ich habe das Gitarrespielen von unserem Gitarristen gelernt, und das eigentlich nur in der Praxis. Mit Noten hatte ich da eher weniger zu tun.

    Was ich jetzt bräuchte wären einige Übungen für RICHTIGE Anfänger. Zwar habe ich unter den oberen Threads welche gefunden, aber da werden eigentlich nur die Techniken erklärt, was am Anfang schon etwas zu viel sein könnte. Ich will die eine Stunde Unterricht nicht mit EINER Übung ausfüllen. :D

    Zur Nebeninformation: Meine Schülerin ist 15 und ihr Musikgeschmack bewegt sich in Richtung Foo Fighters, Nirvana, Beatsteaks usw. (genau wie meiner ;) ).

    Danke schonmal für eure Vorschläge. :)
     
  2. dave1

    dave1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.08   #2
    öhm... bring ihr doch erstmal die offenen grund-akkorde bei

    und dann... powerchords...
    mehr braucht sie für die musikrichtungen doch ned? xD
     
  3. jussy

    jussy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.08   #3
    petrucci-übung (1234)
    du könntest ihr ein simples lied beibringen
    wie z.b.:

    -teenage dirtbag
    -hardest button to button
    -seven nation army
    -vielleicht summer von den beatsteaks zumindest den großteil des songs

    wichtig ist, das du ihr wenigstens die grundakkorde und schlagrythmen beibringst. aber das muss nicht alles in die erste stunde geschoben werden.

    ich denke mal, wenn sie die petrucci übung, und vll noch die "spinne", keine ahnung ob die übung nen andren namen hat, draufhat, kannst du ja das erste pentatonikpattern mit ihr einüben (nicht in der ersten stunde :D ) und darauf halt verschiedene bewegungen einstudieren.


    greetz jussy



    falls du nicht weißt wie die spinne geht :D :


    --------------------------2-4-1-3--------------------------
    ---------------------1-3-----------2-4---------------------
    ----------------2-4--------------------1-3------------------
    -----------1-3------------------------------2-4------------
    ------2-4----------------------------------------1-3------
    -1-3--------------------------------------------------2-4--
     
  4. stam

    stam Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.08   #4
    Ich weiß nicht wie gut du selber spielst und wie sauber das alles ist, aber du solltest du dir überlegen ob du den Unterricht nicht lieber an einem Gitarren-Buch orientierst.
    Suche einfach hier im Board mal nach Anfängerbüchern. Dann bekommt deine Schülerin schonmal einen Grundstock an Technik und das wird sich auf dauer zu 100% rentieren. Desweiteren kann sie das Buch mitnehmen und zuhause weiterüben.

    @jussy:
    bis sowas wie die "Petrucci Übung" dran ist, sollte sie schon alle Grundakkorde (Dur-Moll) draufhaben und schon recht sauber Barré spielen können. Und bis das soweit ist.....

    Bevor du ihr Skalen und Pentatoniken und ich weiß nichtt was eintrichterst, solltest du ihr erstmal eine saubere Basis schaffen.
    Dazu zähle ich sauberes Picking in seinen verschiedenen Formen und Festigkeit der Akkorde.

    Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.

    Gruß

    stam
     
  5. jussy

    jussy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.08   #5
    ööhm,


    @ stam,

    Du könntest recht haben, es wäre ein andrer unterrichtsweg, jedenfalls aus meiner sicht.
    ich würde es allein aus motivationsgründen vorziehen, einem jungen schüler ein paar für ihn interessante sachen beizubringen... für ne rock-orientierte schülerin sind pentatoniks nach ner zeit einfach tierisch spaßig ^^.

    Außerdem habe ich in meinem post auch erwähnt, das die grundakkorde und schlagrythmen vorhanden sein sollten . :D

    Der wunsch nach barré's und ähnlichem der kommt von ganz allein :D das is anscheinend oft so...
    Vll wollen sich alle nachwuchsgitarristen erstmal austoben :D

    greetz jussy

    EDIT : das mit dem lehrbuch halte ich fürne gute idee, vorallem in sachen in sachen akkorden, schlagrythmen, und ersten songs is das immer ne stütze, solltest du schwierigkeiten bekommen deiner schülerin zu erklären, was sie beachten muss, oft stehn da hilfreiche tipps drin, z.b. über die richtige haltung eines pleks, oder optimaler wechsel zwischen 2 akkorden.
     
  6. NOMORE

    NOMORE Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.08   #6
    Ich persönlich finde es nicht sehr gut wenn ein Anfänger einem Anfänger Unterricht gibt ! Ich hoffe du machst das kostenfrei !

    lg,NOMORE
     
  7. ElRodeo

    ElRodeo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.08   #7
    Für Beginner kann es schnell demotivierend sein wenn man tagelang stumpf Akkorde übt (spreche da aus eigener Erfahrung). Akkorde/Griffe in einen simplen Song oder eine nette Melodie verpacken und das Lernen macht dann einfach mehr Spaß als nur abwechselnd verschiedene Griffe zu pauken.

    Greets, ElRodeo
     
  8. daenni

    daenni Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.08   #8
    At NOMORE: Vielleicht bin ich noch kein zweiter Jimi Hendrix^^, aber als Anfänger würde ich mich selbst auch nicht einstufen, da ich Gitarrist in einer Rock/abilly-Band bin und wir auch Auftritte haben. ;)
    ----
    Das mit dem Buch ist wirklich eine gute Idee. Vorher glaube ich aber ich zeige ihr einfach mal die Sachen, die ich zumindest als erstes gespielt hab (Pipeline von den Ventures z.B. ist ne gute Picking-Übung). Danach vielleicht noch 2, 3 Grundakkorde und Powerchords.

    Was ich umbedingt vermeiden will ist, dass wir die ganze Stunde lang nur eine oder zwei Übungen stumpf abklappern. :D
     
  9. kickitout

    kickitout Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.08   #9
    Moin zusammen,

    Wenn Du sagst, dass Du RICHTIGE Anfängerübungen brauchst, dann hat Deine Schülerin offenbar noch keinerlei Gitarren-Vorkenntnisse, richtig??
    Dann ist das Thema des "nichtüberforderns" ein ganz ganz wichtiger Punkt. Nichts ist demotivierender als vor einer riesen Aufgabe zu stehen ohne auch nur die leiseste Idee zu haben, wie man die bewältigen soll.
    Beispiel: Für uns wäre ein "Boulevard of broken dreams" in der Playalong Version wahrscheinlich innerhalb von sehr kurzer Zeit zu machen (incl Text draufhelfen). Für jemanden, der sich schon bei Em die Finger bricht ist das eine fast unlösbare Aufgabe. Und das erzeugt schnell Frust..

    Ich würde in der allerersten Stunde zunächst mal abchecken, was die Schülerin erwartet, wie schnell sie etwas aufgreifen kann, wie es mit der allgemeinen Fingerfertigkeit und Motivation steht usw.
    Und bei ganz blutigen Anfängern ist man glaub ich sogar mit einem Adur und Downstrokes an der Überforderungsschwelle, weil so Dinge wie Anschlagen, Handhaltung, Takt halten etc noch gar nicht parat sind.
    Versuch Dich an Deinen ersten Kontakt mit dem Instrument zurückzuerinnern, erinner Dich, was Du spielen können wolltest und woran es zu Anfang gescheitert ist.

    Hoffe, ich hab jetzt nicht für noch mehr Verwirrung gesorgt..:eek:

    Rock on
     
  10. Scatterbrain

    Scatterbrain Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.08   #10
    Darf ich fragen, wie lange du schon spielst?
    Ist wirklich nicht böse gemeint, aber in meinen Augen solltest du dir überlegen, ob du wirklich (schon) Gitarrenunterricht geben solltest.
    Weder deine spieltechnischen Fähigkeiten (vom Kumpel beigebracht, kein Notenlesen) noch deine didaktischen Fähigkeiten (mehrere Übungen in der ersten Stunde... *kopfschüttel*) scheinen dafür zu sprechen, sorry.

    Überleg dir doch mal, wie dein allererster Kontakt mir dem Instrument war.
    Okay, vielleicht war ich auch nur unglaublich untalentiert, aber ich habe am Anfang allein zwei Wochen gebraucht, um E Dur und a Moll sauber zu greifen und langsam zwischen ihnen zu wechseln. An saubere Strokes, geschweigedenn einzelnes Picking war da noch gar nicht zu denken.
    Und da machst du dir allen Ernstes Gedanken für mehrere Übungen in der ersten Stunde?!
    Die erste Stunde wird doch schon damit draufgehen, dass ihr euch das Instrument an sich mal genauer anschaut, du ihr die Technik/Hardware zeigst und beibringst, wie man eine Gitarre überhaupt richtig hält, Sitzposition, etc...

    Falls du das Ganze aber trotzdem durchziehen willst, lass sie ein Anfängerlehrbuch kaufen (bsp. sogar den guten alten Bursch) und geht Ding das gemeinsam Stück für Stück durch. Dann kannst du didaktisch nicht all zu viel falsch machen, und das allein wird euch schon 3-6 Monate beschäftigen, sofern du es wirklich sauber und ausführlich machst.

    Andernfalls solltest du sie wirklich lieber an einen Profi verweisen.

    (Ich hoffe, meine Kritik hat sich jetzt nicht negativer angehört, als sie gemeint war.)
     
  11. Der Seerrrräuber

    Der Seerrrräuber Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.08   #11
    Ich gebe seit einigen Monaten E-Gitarrenunterricht (wohlgemerkt E-Gitarre in Richtung ROck, d.h. keine großartigen theoretischen Sachen) an meiner Schule und ich fang bei neulingen immer mit den offenen Grundakkorden an. Wenn die diese halbwegs sicher draufhaben (dauert meist nur 1-2 Wochen) halt einfache Lieder mit diesen (Lady in Black, Knocking on Heaven's door, ne vereinfachte Version von House of the Rising Sun usw.). Wenn diese akkorde dann wirklich ganz gut "flutschten" mach ich mit Powerchords weiter mit denen es dann wieder einige Lieder gibt. Nebenbei habich ihnen auch die "Petrucci-Übung" (für mich sind das einfach chromatische Tonleitern) gezeigt um ihre Finger etwas zu "trainieren". Dann lass ich sie für gewöhnlich Hold the Line von Toto spielen da da eben ein Powerchord-Riff und in den Strophen auch einzelnes Picking ist. Meiner Erfahrung nach geht das zu diesem Zeitpunkt (nach 3 Monaten ca.) dann ganz gut. Mit meinem einem Schützling habich jetzt nach gut 4 Monaten Barée-Akkorde angefangen und werd jetzt wieder etwas Theorie einschieben damit er lernt wo welcher Ton aufm Griffbrett liegt (viel mehr Theorie kann ich auch nicht).
     
  12. Vincent-Vega

    Vincent-Vega Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.08   #12
    Ich habe einen Lehrer der in der Lage ist, sämtliche meine Fragen zu beantworten. Ich denke, das ist ausnehmend wichtig. Es kommen über kurz oder lang Verständnisfragen, zum Thema Akkordaufbau, Harmonielehre, Takt etc etc. Wenn man nur (in Anführungszeichen) Gitarre spielen kann weil man es sich hier und dort abgeschaut hat, aber an sich nicht versteht was da los ist, sollte man nicht Lehrer sein, oder jedenfalls nicht fuer Geld. Man muss auch n Verstaendnis haben wann welche Praxisübung mit welcher Dosis Theorie verheiratet werden sollte, und vor allem : Man muss sehen wenn der Schüler etwas falsch macht, auch wenn es sich u.U. gut anhört (Fingerhaltung etc) Wer selber nicht wirklich weiss wie es richtig geht, kann es auch nicht bei anderen korrigieren. Mir waer es peinlich wenn mein Schüler mir Quellen zeigen könnte wo beschrieben steht dass ich Mist erzählt habe, oder nie gemerkt habe dass...Kurz: Ich würd meinen eigenen Kenntnisstand wirklich mal prüfen bevor ...
     
  13. stratomat

    stratomat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.02.08   #13
    Edit:
    Bin wohl über Vincent-Vega's Post etwas schnell drübergehuscht, eben merke ich, daß es mit seinem Post Überlappungen gibt. Ich hoffe, mein Post ist nicht zu redundant.
    Ende Edit.


    Für mich ist bei einem Gitarrenlehrer ganz wichtig, was er mir bieten kann, was ein Lehrbuch NICHT leisten kann.
    Und das ist ganz eindeutig die Interaktion mit dem Schlüler:

    Er muß Fehler in der Technik, Körperhaltung, einfach alles, sofort erkennen und auch korrigieren können und mir dabei Beispiele zeigen, wie man es richtig macht.
    Außerdem muß es ihm gelingen, jeden Schlüler da abzuholen wo er ist und erkennen, wo dessen
    Stärken und Schwächen sind. D.h., ihm gelingt es, jeden Schüler mit individuellem Tempo und
    Übungen zu fördern.

    Was ich persönlich überhaupt nicht leiden kann ist das Vertrösten auf das nächste Mal, so nach dem Motto:
    Da muß ich erst mal zuhause nachschauen, das machen wir dann nächstes Mal.

    Und das alles kann eben nur jemand leisten, der spielerisch ein ordentliches Repertoire hat
    und natürlich auch die entsprechenden didaktischen Fähigkeiten.
    Gerade Letzteres ist nun mal nicht jedem gegeben.
    Deswegen wäre ich auch als Lehrer selbstkritisch mir gegenüber, würde meine didaktischen Fähigkeiten
    immer wieder hinterfragen.

    Das ist nicht jedermanns Sache und wenn man sich nur Übungen aus einem Buch heraussucht
    und nicht das oben beschriebene "interaktive Plus" bietet, dann stellt sich immer die Frage,
    ob der Schüler nicht mit Büchern genauso gut darstehen würde, aber mit wesentlich niedrigeren Kosten
     
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