Gedicht Vertonung

von take3, 25.03.16.

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  1. take3

    take3 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.16   #1
    Moin

    Ich hatte mal das Gedicht Crossing the bar von Tennyson vertont. Was haltet ihr grundsätzlich von Vertonung von Gedichten?

    Es ist vom Klavier her eher einfach gehalten, da ich eigentlich Gitarre spiele:D. Hoffe es gefällt euch trozdem. Falls das das falsche Sub ist bitte verschieben...danke. Grüsse Matze

     
  2. Christof Berlin

    Christof Berlin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.16   #2
    Sehr schön. :)

    Ich hätte es auch ohne eine textliche Vorlage gut gefunden.
     
  3. Harleyman

    Harleyman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.16   #3
    Habe den Thread-Titel gelesen, und da ist mir gleich eine alte "Jugendsünde" eingefallen:
    vor vielen, vielen Jahren, als es auf der Erde noch Dinosaurier gab :opa:, haben meine Kumpels und ich - meist in Begleitung von ein, zwei Kästen Bier - oft den Wilhelm-Busch-Sammelwälzer rausgeholt und quergelesen. Dabei haben wir uns immer tierisch abgerollt! :stars: Je blauer, desto mehr! Aber jetzt mal ehrlich, der alte Wilhelm war und ist schon ganz großes Kino!!
    Egal, irgendwann habe ich mal eine Story von ihm vertont. Und zwar eine der Episoden von "Tobias Knopp". War eigentlich relativ einfach, da er zumeist sehr einfache Metrik gebrauchte und es sich bei ihm immer schön reimt. Zur Not auch mit der Brechstange....

    So, und jetzt habe ich diese uralte Aufnahme auch tatsächlich noch gefunden und mir soeben auch nochmal angehört. OMG!
    Okay, die Aufnahme ist fast 40 Jahre alt (!!), und ich war jung und brauchte kein Geld....
    Aber es ist ´ne Gedichtvertonung!
    Voilá - mit der Bitte um Nachsicht :hail::

    https://soundcloud.com/user-808927376/a03_die-ballade-von-knopp

    Da der Text möglicherweise etwas schlecht zu verstehen ist, hier eine kleine Hörhilfe:

    Ein frohes Ereignis

    Knopp verfügt sich weiter fort
    Bis an einen andern Ort.
    Da wohnt einer, den er kannte,
    Der sich Sauerbrot benannte.

    Sauerbrot, der fröhlich lacht,
    Hat sich einen Punsch gemacht.
    »Heißa!!« – rufet Sauerbrot –
    »Heißa! meine Frau ist tot!!
    Hier in diesem Seitenzimmer
    Ruhet sie bei Kerzenschimmer.
    Heute stört sie uns nicht mehr,
    Also, Alter, setz dich her,

    Nimm das Glas und stoße an,
    Werde niemals Ehemann,
    Denn als solcher, kann man sagen,
    Muß man viel Verdruß ertragen.

    Kauf Romane und Broschüren
    Zahle Flechten und Turnüren,
    Seidenkleider, Samtjacketts,
    Zirkus- und Konzertbilletts –
    Ewig hast du Nöckerei.
    Gott sei Dank, es ist vorbei!!«

    Knarr! – da öffnet sich die Tür.
    Wehe! Wer tritt da herfür!?
    Madam Sauerbrot, die schein-
    Tot gewesen, tritt herein.
    Starr vor Schreck wird Sauerbrot,
    Und nun ist er selber tot.

    Knopp vermeidet diesen Ort
    Und begibt sich eilig fort.
     
  4. take3

    take3 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.16   #4
    @Christof Berlin ...vielen dank:)

    @Harleyman ...hahaha:great: hab sehr gelacht also nicht über die Aufnahme sondern über den Text...kannt ich gar nicht.
     
  5. toni12345

    toni12345 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 25.03.16   #5
    Ich hätte da noch nen ganz anderen Ansatz zum Thema "Gedichtvertonung" zu bieten. Als ich angefangen hab, eigene Songs zu schreiben, war der Text das größte Problem. Also hab ich einfach bei ein paar alten Dichtern gewildert, die schon über 70 Jahre tot sind und sich deshalb nicht mehr wehren können;). Es ging also weniger drum, das Gedicht in Musik umzusetzen, sondern einen coolen Text für unseren Song zu finden. Aus Shakespeare's Sonnett 147 ist z.B. das hier entstanden:

    https://soundcloud.com/the-papa-guys/dark-as-night

    Man kann natürlich darüber streiten, ob die Umsetzung dem hoch-kulturellen Anspruch der Vorlage gerecht, aber ds Lied kommt live auf jeden Fall meistens ganz gut an;)
     
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