Gehörschutz bei Auftritten?

  • Ersteller DonFlippo
  • Erstellt am
Ich weiß nicht genau ob man es so begründen kann, aber mir wurde es mal im Musikgeschäft beim Kauf meiner Kopfhörer so erklärt:
Die hellen Töne sind ja bekanntlich schlimmer für das menschliche Gehör und damals meinte der Verkäufer, dass sich die Gehörschutzanbieter daran orientieren. Soll heißen, dass die eh schädlicheren Frequenzen stärker gefiltert werden als z.B. die Bässe.
Weiß nicht inwiefern da wirklich was dran ist, aber es klingt in meinen Ohren logisch ;)
Ja das stimmt. Das menschliche Ohr ist eigentlich vor allem für Sprache "geeicht". Die spielt sich frequenzmässig so ca. zwischen 200Hz und knapp 5 khz ab. Darunter und darüber reagiert das Gehör viel unempfindlicher. Vor allem im Bassbereich. Das Vermögen hohe Töne zu hören nimmt auch mit dem Alter ab.
 
Das Problem bei diesem Vorgehen ist, das dadurch der Höreindruck verändert wird.
Als Musiker (egal ob Drums oder Gitarre oder was) neigt man dann dazu die Sounds entsprechend höhenlastig einzustellen, bzw zu Stimmen.
So kanns Dir passieren das die Snare zu hoch gestimmt wird und Du die BEcken härter anschlägst, weil sie subjektiv nicht so gut durchkommen.

Deswegen ist das Ziel der Hersteller (im teuren Segment) möglichst linear abzusenken.
 
- Gehörschutz: immer! (auch wenns langsam litaneiartig wirkt :) )
- zu den Alpine: ich nutze die seit 8? Jahren und bin nach wie vor zufrieden. Dass die nicht ganz linear dämpfen stimmt zwar, aber daran habe ich mich "gewöhnt", wohl auch deswegen, weil allein die immer wieder krass unterschiedliche Raumakustik wesentlich größere Unterschiede für den Höreindruck macht und mir das bisschen mangelnde Linearität dann gar nicht mehr auffällt ;), vielmehr habe ich mich quasi unabhängig von allen akustischen Einflüssen auf mein Set eingestellt. (Vielleicht prügel ich live auch mal bisschen mehr, aber das dann eher aus ekstatischen Gründen :D)
 
auch wenns schon viele gesagt haben, man kanns ja nicht oft genug sagen....IMMER gehörschutz tragen auch beim proben oder einfachen üben
 
wenn ich dass hier alles so lese, bin ich froh, dass mir in meinen anfängen am schlagzeug (mit 4) das spielen mit gehörschutz von anfang an so eingetrichtert wurde, dass es für mich gar nicht anders in frage kam. daran hat sich auch nichts geändert und wird sich nichts ändern. ich benutze auch die alpine stöpsel und habe null probleme damit. selbst wenn sie die hohen frequenzen wirklich mehr filtern, was ich subjektiv nicht 100% bestätigen kann und will, stört es mich nicht, denn der sound von meinem schlagzeug und allgemein auch der sound bei bandproben gefällt mir so, wie er ist. ich war bisher nur solo und einmal im trio live am schlagzeug (3 6-7jährige drummer gleichzeitig :rock: :great: ) und auch da hatte ich immer ohrstöpsel drin. bei mallet oder percussion sachen trage ich keine.
ach und mir fällt gerade eine ausnahme ein: meine schulband. da spiele ich aber ausschließlich mit rods und der rest ist auch nicht so laut, dass es auf die ohren gehen würde. und selbst wenn ich bei einem auftritt mal mit holzsticks spiele, dann spiele ich lautstärkemäßig sehr zurückhaltend. es soll ja kein schlagzeug solo werden und das ist auch problemlos für die ohren.
aber sonst IMMER! ich würde das auch gar nicht lang aushalten, glaube ich....
 

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