Geige vom Dachboden

von orange132, 27.06.16.

  1. orange132

    orange132 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.16   #1
    Hallo Zusammen,
    ich habe eine Geige auf dem Dachboden gefunden die mal von meinem Vater auf dem Flohmarkt gekauft wurde.
    Könnt ihr mir etwas zu ihr sagen?
     

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  2. Stollenfiddler

    Stollenfiddler Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 28.06.16   #2
    Hier ist @fiddle gefragt. War schon ein Weilchen nicht mehr online. Verdienter Urlaub? Welttournee? Sommerdepression? Echtes Leben statt MB???
     
  3. robbert

    robbert HCA-Geige HCA

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    Erstellt: 28.06.16   #3
    Ich habe eine Vermutung, behalte diese aber für mich.
    Mir sind schon viele Geigen gezeigt worden, die ich einschätzen sollte. Meine Standartantwort ist eigentlich immer der Verweis auf den Geigenbauer.
    Ich möchte nicht schuld sein, dass ein evtl. gutes Instrument im Kamin landet, wenn ich mich irren sollte.

    Ein Geigenbauer kann auch einschätzen, welche Arbeiten und damit verbundenen finanziellen Aufwendungen notwendig sind, um die Spielfähigkeit herzustellen.
     
  4. orange132

    orange132 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.16   #4
    Hallo Zusammen,

    ich bin dem Instrument gegenüber völlig erwartungslos. Mir geht es einfach darum eine grobe Einschätzung zu haben.

    Eine Meinung habe ich schon von Corilon violins bekommen.

    "Guten Tag,
    fuer diese einfachen Manufakturinstrumente zahlen wir angesichts des Aufarbeitungsaufwandes maximal wenige Hundert Euro (nach Sichtung).
    Freundliche Gruesse
    Dr Roeben
    Corilon violins"

    Ich gehe nicht davon aus, dass das Instrument etwas besonderes ist. Wer würde sonst sein Instrument in einem derartigen Zustand belassen und auf dem Flohmarkt verkaufen.

    Egal ob wertvoll oder nicht. Sie sollte gespielt werden. Ich denke in jedem Fall wird sich irgendeiner für die Geige interessieren.

    Daher bin ich für jede Äußerungen und Kommentare zur Geige dankbar. In jedem Fall nehme ich sie nochmal mit zum Geigenbauer. Die Geige landet auch nicht im Kamin ;)
     
  5. fiddle

    fiddle Thomann-Streicher-Service HCA

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    Erstellt: 28.06.16   #5
    Hiho,

    jep, das ist ne Manufakturgeige.
    Der Zettel mit "J. B. Vuillaume" ist falsch.
    Für mich sieht die Geige schwach nach Mirecourt aus den 60er - 70er Jahren aus.
    Hmm.. die Randarbeit.. passt nicht ganz..

    Es gibt deutlich schlechter gebaute Manufakturgeigen, als diese (vor allem aus Mirecourt).
    Die hat was.. - die Lack-Abnutzungen sind, aus meiner Sicht, bereits ab Produktion so angelegt worden.
    Das macht man nicht bei einer einfachen Massen-Serie - das ist schon gehobenere Ausführung.

    Ich bin mir nicht sicher, was die Asiaten in diesem Zeitraum bereits drauf hatten.
    Jedenfalls gibt es heute einige Manufakturen (Shanghai, Taiwan), die hervorragende Instrumente
    im Antik-Stil bauen können und das ist richtig gute Basis. (ich habe gerade selber so eine in Arbeit..)

    Das wäre jedenfalls auch noch n möglicher Ursprung.

    Diese Geige sollte sich ein Fachmann aus der Nähe anschauen, denn Fotos können nicht alles zeigen.
    Auch meine vorsichtige Schätzung: 150 - 250 Euro ist möglich.

    Sehr alt kann sie nicht sein.
    Die Wirbel sind original, sie hat keine erkennbaren Risse, der/die Hals-Lack-Übergänge hat kaum Abnutzungen..
    Das ist für mich n Jungtimer, aber irgendwo interessant (solange der Lack kein 2K-Lack ist..).

    Mehr kann ich leider dazu nicht berichten. Ist natürlich alles subjektiv. :D

    cheers, fiddle
     
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  6. orange132

    orange132 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.16   #6
    Hi Fiddle,

    danke für die Info. Werde die Geige mal zum Geigenbauer bringen. Mal gucken was die Geige braucht damit sie wieder klingen kann. Vielleicht findet sich dann ja jemand der sie spielen kann.

    Was sagst Du/Ihr zu den Bögen? Kann man die reparieren? Oder macht ein neuer Bogen mehr Sinn?
     
  7. suamor

    suamor Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 29.06.16   #7
    Ein Bogen/Geigenbauer (evtl. auch ein gute Geiger) könnte die (bzw. einen der) Bögen mal in die Hand nehmen und anschauen, letztendlich mußt Du aber in eine Bogenbehaarung investieren (am billigsten, wenn Du es selbst machst, dann fallen nur Bogenhaare als Kosten an, Anleitung irgendwo hier im Streicherforum).

    Eine professionelle Bogenbehaarung kostet etwa halb so viel wie ein Carbonbogen für Einsteiger.
     
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  8. fiddle

    fiddle Thomann-Streicher-Service HCA

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    Erstellt: 29.06.16   #8
    ..würde ich gerne noch nachträglich am Datum korrigieren: 50er - 60er Jahre, denn danach war ja Schluß mit Manufaktur. :o

    Die Bögen sehen nicht danach aus, als wäre das was Besonderes - die sind wahrscheinlich auch älter, als die Geige.
    Ich sage mal: Wiederinstandsetzung lohn sich nicht, denn für neue Haare+Wickel+Daumenleder
    kommst du bereits auf 120 - 140 Euro (für einen!) und dafür bekommt man heute schon einen brauchbaren neuen Bogen.


    cheers, fiddle
     
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