Geigen-Beginner

von spike22, 04.12.06.

  1. spike22

    spike22 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.12.06   #1
    Ich habe mich irgendwie in elektrische Streichisntrumente verliebt seit nem live konzert.
    Ich spiele nun seit nem Jahr gitarre, finde ic hab für mich ejtzt schon einiges erreicht, es macht mir heidenspaß, speile täglich mind. ne stunde im moment.
    Naja jetzt habe ich überlegt, mir ne E-geige zu akufen, bei thoman gibt es ja günstige (oder eher gesagt billige) um die 120 euro. Meine gitarre hat nicht mehr geksotet und ich hab die erfahrung gemacht, das sowas für den anfang auch einfach reicht.

    Nur jetzt will ich wissen, ist das eine gute idee mit der e-geige? ich bin durch die gitarre ja nicht gnaz fremd, aber schaffe ich es überhaupt einen ton daraus zu quälen und werde ich anch ein apr wochen/monaten mit wem zusammen was spielen können? So eifnach tabs kriege ich ja nicht aus dem internet.

    Ich will keien großen arien spielen, einfach ein par neue töne in unsere ba...:D band nenn ich das nicht...zu bringen.
    ich weis jetzt nicht ob ihr versteht was ich meine?

    naja vielen dank im voraus
     
  2. Vali

    Vali Vocalmotz Moderator HFU

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    Erstellt: 04.12.06   #2
    Erst mal Herzlichen Glückwunsch für deine exzellente Wahl. Die Geige ist eine der schönsten Instrumente, sowohl vom Aussehen her, als auch vom Klang. Ich kenn kein anderes Instrument außer Gesang, dass sich so herrlich mit der Seele des Spielers verbindet.

    Ok, genug geschmalzt, aber trotzdem super Wahl! Hier mal ein paar Threads wo Anfängerfragen geklärt werden:

    https://www.musiker-board.de/vb/streichinstrumente/173153-moechte-gerne-geige-lernen.html
    https://www.musiker-board.de/vb/streichinstrumente/159752-ich-will-geige-lernen-anfaengerfragen.html
    https://www.musiker-board.de/vb/str...ge-leichter-spielen-als-akustische-geige.html

    Nimm bloß keine Harley Benton Geige, die sind pfui! Iiih! Bäh! Nur rausgeworfenes Geld.
    Letzter Beitrag in folgendem Thread sagt alles:
    https://www.musiker-board.de/vb/str...ioline-hbv400bk-jemand-erfahrungen-damit.html
    Wenn du es wirklich ernst meinst mit dem Geigespielen, empfehle ich dir lieber etwas tiefer in den Geldbeutel zu greifen und dafür ein gutes Instrument (zumindest Mittelklasse) zu kaufen. Solche Billiggeigen (vor allem elektrische Billigquietschen) sind meistens extrem schlecht verarbeitet, klingen mies und sind von der Bespielbarkeit her eine Qual (ungünstige Saitenlagen, schlechte Wirbel, bei E-Geigen oft hohes Gewicht, Schwabbelbogen, steinhartes Kolofonium).
    Wir haben hier auch einen ganz tollen https://www.musiker-board.de/vb/streichinstrumente/157039-e-geigen-review-thread.html
    Einfach immer wieder mal reinschauen. Ansonsten immer die Instrumente antesten/antesten lassen, um zu schauen ob sie dir gefallen und gut damit zurecht kommst. Geigen sind leider nicht sehr preisgünstig, deswegen rate ich von einem "blinden" Kauf auf gut Glück ausm Internet ab.

    Wenn du noch irgendwelche Fragen hast, dann immer her damit.
     
  3. spike22

    spike22 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.06   #3
    https://www.thomann.de/de/stentor_sr_150044_e_violine_4_4.htm

    ist die da schon besser...das aussehen gefällt mir da nur garnicht...naja geige ist jetzt in den hintergrund gerückt,..schade =(
    werde aber trotzdem nächste woche im laden fragen, geigenbauer (heist das so) gibts hier bestimmt nicht

    könnte man einen e-gitarren amp für die geige nutzen?
     
  4. spike22

    spike22 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.06   #4
    ne geige hat ja keine bünde, wenn ich jetzt noten spielen will und nciht einfach improvisieren, woher weis ich wohin ich greifen muss? muss ich mir die position für die finger merken? o_0 also nen eingebautes lineal hab ich net im finger und ich weis ja nichtmal ob der ton den ich gerade spiele auch wirklich der ist ders sein soll?
     
  5. dkoschuch

    dkoschuch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.06   #5
    Da hilft ein chromatisches Stimmgerät, welches die Töne und die Abweichungen anzeigt.
     
  6. Vali

    Vali Vocalmotz Moderator HFU

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    Erstellt: 06.12.06   #6
    Also, einen E-Gitarren Amp kannst du zum Üben benutzen. Für Bandproben und Auftritte sollte die Geige aber besser an der PA hängen. Würde sich viel besser anhören als übern Amp, da Gitarre und Geige nun mal ganz andere Frequenzen abdecken.
    Die Geige, die du da verlinkt hast, ist eine halbakustische Geige. Ich glaube aber, dass du lieber eine richtige elektrische hättest. Leider kann ich dir jetzt keinen Kauftipp in entsprechender Preisklasse nennen, aber die im Reviewthread vorgestellten Geigen scheinen gar nicht so schlecht zu sein. Aufpassen muss man speziell bei elektrischen Geigen zusätzlich, dass das Design auch ein Spielen mit Schulterstütze ermöglicht oder einen alternativen Halterungsmechanismus hat (wie z.B. die Viper). Es gibt eine Menge Geigen, die zwar ein sehr modernes, verrücktes Design haben, sich aber mehr zum an die Wand hängen eignen. Es gibt übrigens auch Geigen mit Bünden für Geiger die auf Akkorde fliegen und einen stechenden, harten Ton haben wollen. Dann steht ein Bund aus Platzgründen auf dem Griffbrett auch noch für mehrere Töne (Ganzton + Halbton). Für Anfänger sind die auch nicht so geeignet, weil man dazu neigt sich auf die Bünde zu konzentrieren und deshalb das Intonieren nicht richtig lernt.
    Du hast zwar kein Lineal in deinen Fingern, aber etwas das man Propriozeption nennt. Das Gefühl für die Stellung deiner Finger kann man sich antrainieren. Später musst du noch nicht mal aktiv dran denken. Wie Autofahren halt.
    Wenn man aber selbst nach dem 20sten Mal nicht die Position für den dritten Finger findet, kann man ja kurzfristig die Stelle mit Tesafilm markieren bis der Finger auch mit geschlossenen Auge die Stelle finden kann. So schwer ist intonieren aber nun auch wieder nicht, da die Töne so eng nebeneinander liegen, dass man die locker finden sollte.
    Kontrollieren kann man den Ton über das eigene Gehör (ich denk du weißt wie sich zumindest eine Tonleiter anhört) und den leeren Saiten (abzählen, 3ter Finger auf d-Saite ist einfach drei Töne höher, also g. Diesen Ton kannst du auch über die tiefere g-Saite überprüfen. Ist der zu hoch, hast du wahrscheinlich ein gis gegriffen, dann mit dem Finger ein Stückchen runterrutschen).
    Irgendwann kann man sogar mit geschlossenen Augen und im Dunkeln spielen (ich spiel ja bei Gigs auf der Bühne immer im Dunkeln. Irgendwie mögen mich die Lichttechniker nicht. Stattdessen beleuchten sie lieber die Bassanlage bis sie vor Hitze glüht :D ). Also nur nicht verzagen, ist alles nur eine Frage der Übung. Ich weiß jetzt nicht wie lange du schon Gitarre spielst, aber ich denke du guckst inzwischen auch nicht mehr permanent aufs Griffbrett. Wenn du mir jetzt eine E-Gitarre in die Hand drücken würdest, müsste ich auch erst mal üben bis ich überhaupt was drauf spielen kann ;)
     
  7. spike22

    spike22 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.06   #7
    Leider kann ich mir keien geige leisten, weder in diesem oder im nächstne jahr (so wie ich das sehe) weil halt mein amp kaputt ist und wir noch andere sachen brauchen um einen grundstein zu legen. würde für die geige wenn auch um 300€ gehen

    jetzt zurück zum thema, ich habs nicht so mit noten, ich mein, ich geb mir mühe das auf gitarre alles zu lernem, also boten, akkorde und so. aber es liegt mir einfach nicht, habe als kind kein instrument gespielt, schule immer mal noten gelernt aber nachm monat waren sie wieder weg (habe auch oft klassen gewechselt).
    Wie dem auch sei würde ich dann wohl zu nem anfänger buch greifen, da sollte sowas ja auch behandelt werden? und mehr auf einfache improvisation setzten, da e-gitarre nach wie vor meine haupt aufgabe wäre.

    aber denkt ihr mit der methode, improvisieren also nix mit noten und dann mit ienem buch mitlernen erreicht man was?

    ich steige vielleicht auf privatunterricht um, dann könnte ich mir nen geigenlehrer leisten, das wäre ja dann optimal, aber alles eine sache der zeit weil das geld nunmal fehlt jetzt......schade :(
     
  8. Vali

    Vali Vocalmotz Moderator HFU

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    Erstellt: 07.12.06   #8
    Also für 300€ solltest du auf jeden Fall schon eine halbwegs vernünftige E-Geige (vielleicht sogar ein Set, also mit Koffer, Kolofonium, Schulterstütze) bekommen. Das Notenlernen wirst du schon packen! In jedem Lehrbuch für Anfänger muss was drüber stehen und sowie jeder Lehrer neben Spieltechniken auch Musiktheorie beibringen sollte. Klar, man wird innerhalb einer Woche sicher noch nicht schnell und richtig Notenlesen können, aber wenn man viel übt und somit oft zum Notenlesen kommt und vorallem wenn man viel Noten schreibt (was dir beim Komponieren eine große Hilfe sein wird), dann ist man auf dem guten Weg.
    Wenn du einen Lehrer gefunden hast, vorallem wenns ein Klassiker ist, dann sag ihm explizit, dass du mit der Geige auch improvisieren möchtest! Ich zum Beispiel hatte viele Jahre Unterricht gehabt und konnte nie improvisieren, weil mein Lehrer mir das eben nicht beigebracht hat. Erst ein Jahr bevor ich wegen Umzug aufgehört habe, habe ich gesagt, dass ich das gerne lernen möchte und erst dann haben wir damit angefangen. Heute kann ich langsame, balladenartige Soli improvisieren, aber wenn ich was schnelles machen möchte, dass zum Musikstil der Band passt (Prog Metal), habe ich Schwierigkeiten und muss daher vor der Probe mein Solo notieren und üben. Hätte ich früher nur was gesagt...
    Achja, wenn du mit der Band was Richtung Folkrock, Metal (also schnell und huiii *g*) machen möchtest, könntest du bezüglich der Lehrerwahl auch fragen, ob sie sowas wie Irish Fiddling unterrichten. Dann besteht die Liederauswahl auch nicht aus Concerto, Allegro, Adagio, Sonata etc., was du laut deinem ersten Post auf jeden Fall nicht spielen möchtest.
    Ansonsten wenn ihr mit den Anfängerliedern fertig seid, fragen ob ihr nicht was von Vivaldi spielen könnt. Nein, natürlich nicht Vier Jahreszeiten, das ist selbst mir nach 15 Jahren Geigen teilweise noch zu schwer, er hat auch einfachere, aber gute Sachen geschrieben. Ich sag Vivaldi und vielleicht auch Händel und Telemann, weil sein Stil sich für Rock/Metalgeige gut eignet. Es kommen oft sehr schnelle, richtig toll klingende Soloparts (die manchmal spieltechnisch gar nicht so schwierig sind, sich aber so anhören) und manchmal sogar Akkorde vor. Der Stil von den ruhigeren Stücken kann man auch gut in Rockballaden verwurschteln.

    Auf jeden Fall, wenn du demnächst dafür genug Geld und Lust hast, probiers einfach mal aus! Vielleicht kannst du für die ersten paar Stunden auch ein Instrument erst mal mieten und wenn du dir sicher bist eins kaufen.
     
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