Geigenbogen als "Effekt" für die E-Gitarre

von Dylon, 29.09.20.

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  1. Dylon

    Dylon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.20   #1
    Hallo zusammen, zufällig einen Geigenbogen und Kolophonium gesehen und gekauft. Mit verschiedenen Effekten habe ich dann auf der E-Gitarre rumprobiert. Hat Spass gemacht. J. Page mal im Video beobachtet, konnte aber nicht erkennen ob er alles im Barree spielt, um alle Saiten zu drücken und Akkorde spielen zu können? Welche Saiten eignen sich am besten zum Beispuel. Nun, vielleicht hat schon mal einer von euch auch experimentiert. Kolophonium musste ich von den Saiten entfernen, denn da klang das Spielen mit dem "Plättchen" sehr komisch und hart. Okay, na mal sehen, ob ich hier richtig bin. Vielleicht hat noch einer mal probiert.
    Grüsse Dylon
     
  2. Palm Muter

    Palm Muter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.20   #2
    Hi

    Ohne irgendeine Praktische Erfahrung zu haben, aber es gibt ja E-Cellos, die so in etwa die selbe Mensur wie Gitarren haben und deren Saiten ja auch elektrisch abnehmbar sind.
    https://www.thomann.de/de/daddario_ns510_electric_cello_strings.htm

    Müsstest entsprechend schauen, wie es da z.B. mit E-Violinensaiten für die höheren Saiten aussieht - aber so gundsätzlich müsst es eigentlich funktionieren. Ggf. allerdings musst du die gesamte Gitarre dafür einstellen (Saitenspannung ist vermutlich etwas jen- oder diesseits von dem, was gut ist).
    Allerdings, dir ist schon klar, warum Streichinstrumente die Saiten nicht "in line" auf einer höhe sind sondern vom Querschnitt her eher ein flaches Trapez bilden? Bei der Gitarre ist es unmöglich, eine Einzelsaite, so es nicht die oberste oder unterste ist anzuspielen - aber für Akkorde stell ichs mir eigentlich ganz interessant vor. Ohne Lautstärkenpedal nach dem anklingen "nachdrücken" können ist auf der Gitarre ja sonst unmöglich.

    Grüße
     
  3. Brocke

    Brocke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.20   #3
    Ohne irgend eine Ahnung von Streichinstrumenten zu haben...

    Aber die Brücke einer Stratocaster z.B. kann man schon so einstellen, das die einzelnen Saiten Trapezförmig liegen.

    Viel Spaß beim Experimentieren.
    Gruß
    Jörg
     
  4. gustavz

    gustavz Registrierter Benutzer

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  5. Palm Muter

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    Erstellt: 29.09.20   #5
    @Brocke , in geringen Umfang ja, aber so, dass man 6 Saiten wirklich gezielt anspielen kann halte ich für eher fraglich.

    Aber das ist dann ja auch quasi erst das übernächste Problem, der TO sucht ja quasi noch das "Grundsetup". Dieses dann auf bestmögliche Bespielbarkeit zu trimmen ist dann erst der nächste Schritt, so er dieses Experiment dann als "weiterführungswürdig" empfindet^^

    Grüße
     
  6. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.20   #6
    Wenn man eine Gitarre speziell für das Spiel mit dem Bogen optimieren möchte, würde ich flatwounds empfehlen.
     
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  7. Honeyspiders

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    Erstellt: 29.09.20   #7
    Ja, ich verwende auch des öfteren mal nen Cello-Bogen. Allerdings muß ich gleich dazu sagen, dass das was J. Page damit machte, mir so gar nicht zusagt.
    Ich verwende ihn eher für Ambient Sachen. Auf meinem Youtube Kanal befinden sich drei Stücke wo er zum Einsatz kommt. Link ist in meiner Signatur
    :great: Vollste Zustimmung!
    Hab vor einiger Zeit ein Review dazu geschrieben mit näheren Informationen, auch zu der Anwendung von Flatwounds:
    https://www.musiker-board.de/threads/zubehoer-gewa-cello-bow.671743/
    Im Review ist auch noch ein Soundcloud File in dem man richtig gut hört wie ich ihn verwende.
     
  8. Dylon

    Dylon Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.20   #8
    Na super, danke für die Infos, am WE werde ich testen. Auch werde ich mir eine Gitarre "dafür" zu recht basteln. Nun, ich habe mir nen Geigenbogen gekauft für 23.- € . Mal sehen ...wie die Qualität des Fidelbogens sich auf die soeziellen Saiten auswirken, bzw. auf die Tonabnehmer der E Gitarre. Bis zum "nach dem WE", Grüsse Dylon
     
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  9. Adson

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    Erstellt: 30.09.20   #9
    Ich habe das auch mal ausprobiert (habe vor langer Zeit mal Geigenunterricht genossen), habe es dann aber aufgegeben und mir stattdessen einen E-Bow gekauft.
    Damit kann man sehr schöne Streicher-Effekte auf der Gitarre erzeugen UND man kann problemlos auf jeder ganz normalen Gitarre auch jede einzelne Saite spielen.
     
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  10. Honeyspiders

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    Erstellt: 30.09.20   #10
    Zum Thema E-Bow zitiere ich mich aus meinem Cello Bogen Review Thread mal kurz selbst:
     
  11. Dylon

    Dylon Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.20   #11
    Danke an euch, klasse! Habe eben auch "Honeyspiders" ausführlichen Bericht gelesen, tolle Richtlinien, stellt sich mir nur noch die Frage, ..welchen Gitarrentyp nehme ich!?
    Ich habe ja einige verschiedene E Gitarren und diverse Akustikgitarren, aber jede ist im "Prinzip, auf speziellen Sound eingestellt und auf die Effektgeräte.
    So habe ich mich jetzt entschlossen, speziel dafür, eine E Gitarre zu kaufen. Stratocaster, Telecaster oder zum Beispiel von Epiphone Spezial SG Model, ich weiß es nicht!! Ich würde mich freuen noch den Ratschlag oder Info zu bekommen. Einen Cello-Bogen gibt`s auch neu.
    Die Richtung, wo der Sound hingehen soll, weiß ich nicht, da lasse ich mich überraschen. Auch will oder werde ich nicht eine super billige Gitarre kaufen,
    das habe ich schon hinter mir, da kauft man "zwei mal"!
    Nochmals riesen Dank,
    Grüße Dylon
     
  12. escarbian

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    Erstellt: 30.09.20   #12
    Für den Cellobogen nutze ich aufgrund der zu bevorzugenden Flatwound Saiten und vor allem wegen des Kolophoniums, welches sich an Decke und Saiten anlagert (klebt) eine eigene Gitarre.
    Von der Form her eignet sich mMn am ehesten eine LP-artige Gitarre wegen der ausgeprägten Taille, die eine bessere Bewegungsfreiheit für den Bogen erlaubt.
    Bei mir ist es derzeit die PRS SE One. Eine solide verarbeitete und gut klingende Gitarre mit einem Pick-Up, nicht zu schwer, nicht zu teuer.

    den E-Bow verwende ich aufgrund seiner unkomplizierten Handhabung auch sehr gerne;
    aber wie @Honeyspiders schon schrieb, sind E-Bow und Cellobogen im Klang und in der Klangformung schon zwei recht verschiedene Dinge.
    Ich nutze auch beides, muss aber mit dem Bogen noch mehr Erfahrung sammeln und Übung bekommen.
     
  13. wary

    wary Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.20   #13
    Violinbogen? Echte Musiker verwenden dafür die Violine, aber natürlich korrekt gestimmt.

    (Spinal Tap)
     
  14. escarbian

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    Erstellt: 30.09.20   #14
    Man kann auch noch ganz andere Werkzeuge zur Tonerzeugung nutzen. ;)
    Wie hier zum Beispiel Andy Othling mit einem "wrench", auf deutsch Rollgabelschlüssel. :D


     
  15. soundmunich

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    Erstellt: 30.09.20   #15
    Das ist ja altes kalter Kaffee:



    Etwas anderes als Finger und Plektrum (auch Finger-Picks) zum Triggern der Gitarrensaiten herzunehmen, erfordert grundsätzlich eine andere Spieltechnik. D.h., dass man nicht einfach das, was man sonst mit den Fingern picken würde, nun mit einem Bogen zum Klingen bringt. Durch das "Streichen" einer Gitarre wird daraus ein völlig anderes Instrument. Das sollte meiner Meinung nach den Überlegungen der Umsetzung zu aller erst zugrunde gelegt werden.

    Letztlich kann man ein Ziel vor Augen haben und die Umsetzung suchen, was evtl. zur Nutzung eines Bogens zum Streichen der Gitarrensaiten führt,
    oder man experimentiert mit einem Bogen zum Streichen der Gitarrensaiten herum und schaut, was rauskommt und wie/ob man das nutzen kann/möchte.
     
  16. GvF-Fan #812

    GvF-Fan #812 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.20   #16
    Ich mache das schon länger auf einem alten Cello-Bogen.
    Bewährt hat sich das vor allem auf meiner Halbakustischen.
    Wenn man zum Ballspiel mit einem Loops macht kann man mit einem Bogen und einer Halbakustik super Cello-ähnliche-Bassspuren aufnehmen.


    Ich nutze meisten ganz normale E-Gitarren-Saiten (10er).


    Jimmy Page hat im Prinzip mit dem Bogen nur Show gemacht. Mit viel Distortion und Wah-Wah auf die Saiten draufhauen. Oder gibt es Studioaufnahmen von ihm mit Bogen?!
     
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  17. Burkhard Ihme

    Burkhard Ihme Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.10.20   #17
    Allerdings ist der Hals einer Geige oder eines Cellos ja auch gebogen und nicht flach wie bei einer Gitarre. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, wie man auf einer Gitarre mit der unterschiedlichen Saitenlage, die bei einem runden Steg entsteht und sich in den oberen Bünden ja extrem verstärkt, gescheit spielen kann. Wobei dazukommt, daß es einen Unterschied macht, ob man auf diese Weise vier oder sechs Saiten für den Bogen einzeln spielbar macht.
     
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  18. Dylon

    Dylon Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.10.20   #18
    Page hin oder her, es ist für jeden erst einmal ein Experiment, der anfängt! ich habe für mir erst einmal einen neuen C.- bogen gekauft, der um 10 cm länger ist, als mein Spontankauf. Gitarrenstellung ( höher oder tiefer), spielten hier eine wesentliche Rolle. Entspannt Spielen zu können, ist ja bedingt durch eine entspannte Körperhaltung! Der Bogen ist jetzt ca. 10 cm länger und wesentlich angenehmer.
    Das geilste an der ganzen Sache ist aber, dass aus der Idee... oder nur mal probieren, eine neue Inspiration für mich entstanden ist. Mit all meinen Amps und "Tretmienen", gibt es neue Töne.
    Nächste Woche gibt`s ne neue Gitarre nur für das "Bogenspiel", die neuen Saiten und der neue Bogen. Mein POD Line 6 geht dann in die "Vollaktion", na mal sehen. "Gut Ding braucht Weile", akustisch für mich momentan eine neue Welt!
    Danke an euch bis hier hin, neue Fragen gibt es bestimmt noch,
    Grüße Dylon
     
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  19. Brocke

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    Erstellt: 02.10.20   #19
    keep on rocking :rock:
     
  20. HIFI-KILLER

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    Erstellt: 04.10.20   #20
    ich kenn das von einer Thailändischen Rockband, der spielte mit seinem Bogen Vollakkorde in Barregriff, das klingt OBERAFFENGEIL
     
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