Gesangstraining-Buch für Fortgeschrittene (@Patrick Beyer)

von *Guitar-Guru*, 09.10.03.

  1. *Guitar-Guru*

    *Guitar-Guru* Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.03   #1
    Hallo Patrick,
    Da du scheinbar recht bewandert bist was Gesang u.Ä. angeht hab ich mir gedacht ich frag dich mal! Die Sache ist die, ich spiel in einer Band und wir haben einen Sänger, dessen Stimme zwar recht kraftvoll und sonst auf recht gut ist ABER ein kein besonders großes Stimmvolumen hat...
    d.h. wir müssen unsere Lieder nach seinen Fähigkeiten auswählen. Also wollte ich mal Fragen ob du irgendein gutes Buch zum Training der Stimme/vergrößerung des Stimmvolumens empfeheln kannst???
    Wär das buch hier was?

    http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3802403509/qid=1065699389/sr=2-1/ref=sr_2_11_1/028-7852864-5903725

    Danke schonmal!

    Falls jemand anders einen guten Tipp hat, bitte raus damit! Freue mich über jeden Vorschlag!!

    Gruß Guru
     
  2. Patrick Beyer

    Patrick Beyer Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 10.10.03   #2
    Hallo,

    also was meinst du denn mit Volumen? Das ist son schwammiger Begriff, wenn ich nicht weiß wie weit du mit den Fachtermina vertraut bist und so kann es schnell zu Missverständnissen kommen. Geht es also um Resonanz oder um Lautstärke oder um Tonumfang oder alle drei zusammen? ;-)

    Das Buch ist grundsätzlich nicht schlecht - je nach dem wie weit euer Sänger ist könnte es aber auch zu "klein" sein, denn Bücher sind meistens etwas für Anfänger zum reinschnuppern oder als Nachschlagewerk oder eben richtig was für Profis, das dann viel voraussetzt.
    Daher fällt es mir schwer ein Buch in diesem speziellen Fall zu empfehlen, denn persönliche und individuelle Betreuung ist da denke ich eher angebracht.

    Ansonsten: Grundsätzlich mit dem ganzen Körper singen, und auf die Muskulatur im Körper achten, so dass keine Töne abgekappt werden, denn der ganze Körper ist das Instrument.
    Dann sollte man mit Stütze arbeiten (sollte euer sänger aber ohnehin tun) und nicht zu vergessen die richtige Körperhaltung (habe ich ja grad schon gesagt) aber auch die Gesichtsmuskulatur nicht verkrampfen aber auch nicht schwabbeln lassen. Weite im Klangraum schaffen.

    Leider ist das jetzt recht oberflächlich und pauschal, aber das ist nun leider nicht anders möglich aus der Ferne, da ich euren Sänger ja nicht höre oder sehe.

    Wenn du konkreter formulieren kannst wo das Problem liegt, dann kann ich vielleicht etwas konkreter helfen.
     
  3. *Guitar-Guru*

    *Guitar-Guru* Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.03   #3
    Also mit Volumen meine ich den Tonumfang. Es ist so, dass er alle lieder in seiner Tonlage gut hinkriegt aber kann nur schwer tief singen und leider auch nicht besonders hoch und das soll sich halt ändern...Ich versuch die nächsten Tage, wenn unser 'Problemkind' wiedermal bei mir ist, ne kleine Aufnahme machen und dir dann die Audiofile zu schicken!
    Was müsstest du denn hören und genaueres sagen zu können? Einen kraftvollen Refrain, einen ruhigen Vers, oder was ist dir lieber?

    Gruß Guru
     
  4. Matkra

    Matkra Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.03   #4
    ich bin zwar nicht Patrick,aber antworte trotzdem mal...
    Ich denke,am besten wäre beides.
    Schlecht wäre was,wo er nur schreit oder so.

    Matkra
     
  5. Patrick Beyer

    Patrick Beyer Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 15.10.03   #5
    Ja, wenn du den Tonumfang meinst, dann sag dass doch auch einfach. ;-)

    Also diese Frage kommt eigentlich immer, meistens noch anders zugespitzter formuliert "Wie singe ich hoch?". Ich kann dazu nur sagen: gute und sinnvolle Übungen zu machen und die am besten durch einen Gesangslehrer kontrollieren zu lassen. Einfach nur rumsingen bringt nicht besonders viel. Zwar Übung und einen dadruch bedingten erhöhung des Tonumfangs, denn die stimme wird einfach mehr genutzt. Aber richtige Fortschritte gibts eben nur mit speziell darauf abgestimmten Übungen.

    Er sollte also darauf hin arbeiten, seine hohen Töne zu erweitern, denn wenn er nach oben hin singen kann, dann kann er das auch nach unten. Denn das Problem entsteht eben durch den Cut bedingt durch den ungewollten Einsatz des Kehlkopfes.

    Am besten wäre ne Aufnahme eines Liedes wo er hohe und tiefe Lagen singt. Also ruhig beides durch gehen, denn die Übergänge sind hier auch wichtig!
     
  6. Lenny

    Lenny Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.10.03   #6
    Ist es so, dass man wirklich nach einer Weile höher singen kann, oder nur das die Höhe, die man so schon erreichen kann, besser zum Ausdruck kommt ?
    Ich singe nämlich relativ tief bis etwas höher(sagen wir mal gaaanz grob vom Bass bis tiefer Tenor, bzw Bariton)aber würde gerne noch viel höher singen können, kennst du das Lied von Robbie Williams "I Will talk and Hollywood will listen" ? So hoch wie er da singt, das ist einfach unglaublich.
    Oder auf Frede Mercury, der hat ja Resonanz und Lautstärke sehr ausgeprägt...
     
  7. nick27

    nick27 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.03   #7
    @lenny
    die hohen parts in der strophe von "I Will talk and Hollywood will listen" singt er ja im falsett, was mit der stimmlage (bariton oder tenor) nicht soviel zu tun hat. da gehts eher darum, die töne "leicht" und "kopfig" zu nehmen, aber trotzdem gestützt, weil sonst die intonation leidet (zumindest ist das bei mir so).
    ich hab fünf jahre "klassisch" gelernt (bei einer ausgebildeten mezzosopranistin), aber im hinblick auf rock/musical/klassisch. die technik unterscheidet sich dabei nicht, die art der anwendung meiner meinung aber schon.
    allgemein kann ich aber sagen, daß ich dadurch gelernt habe,
    a. wesentlich ökonomischer zu singen (dh. nach 1 1/2 stunden rockkonzert
    nicht zwei tage heiser war)
    b. meinen tonumfang zwar nicht wesentlich erweitert aber die qualität der höhen und tiefen SEHR verbessert hab. je weniger du in hohen lagen verkrampft bist/je "richtiger" die technik, desto mehr resonanzräume kannst du im körper nutzen und das ganze wird oberton-reicher. hör dir mal operntenöre an die ein hohes b oder h singen, das kriegt so fast kein rocker oder poper hin.
    und langfristig erwischt man dann auch die killertöne (ganz oben) nicht nur mehr sporadisch, sondern sauber. detto unten.
    die technik ist aber eigentlich ja nur die basis (oder sollte es zumindest sein). natürlich soll man danach streben, besser zu werden, genausowichtig ist aber auch die entwicklung der (musikalischen)persönlichkeit. deswegen, wenn du eher in einer tieferen lage singst (bass), würde ich nicht auf krampf probieren so hoch wie rw zu singen, sondern meine eigene lage "ausbauen", also am ausdruck und der stimmlichen und sprachlichen (o-ton meiner gesangslehrerin (kanadierin) "denk´ über text!!"-))qualität arbeiten. schon auch versuchen im tonumfang zu steigen, aber wenn du wirklich von bass bis hoher bariton/tiefer tenor hast, ist das eh schon ordentlich (sonst gäbe es ja in der klassik auch nicht diese drei unterscheidungen).

    lg nick

    ps die töne, bei denen RW aufgibt, um sich ein naserl zu ziehen, hat der freddy mercury früher mit der bruststimme erst richtig angedrückt...ist aber ein rein subjektiver vergleich D
     
  8. Patrick Beyer

    Patrick Beyer Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 31.10.03   #8
    @Lenny
    Im Verlauf eines qualifizierten Gesangsunterrichts lernst du oder solltest du lernen mit deiner Stimme bestmöglich umzugehen. Dabei ist die Erweiterung deines Tonumfangs nur ein Nebenprodukt. Dennoch solltest du bei qualifizierten Unterricht deinen Stimmumfang nach oben und auch nach unten erweitern können. Egal ob du Bass singst oder Tenor oder eine Frau Alt oder oder. Du lernst eben den Kehlkopf ab einer gewissen Tonhöhe unten zulassen, was dir ermöglicht weiter in der Bruststimme zu bleiben und den glatten Übergang zur Kopfstimme geschmeidig hinzubekommen.
    Wie schnell das ganze funktioniert und in welchem Umfang hängt nicht nur vom Dozenten sondern auch von dir selbst ab und von deinen grundsätzlichen Möglichkeiten.
    Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass ich schon einen zwei Sänger bei mir hatte, die als Bass/Bariton begonnen haben und nach einiger Zeit als Tenor gegangen sind. Sowas liegt eben oft an maneldem Training und an falschen Techniken, wie sie auch leider immer noch an den Unis und FH gelehrt werden! :-(
     
  9. Lenny

    Lenny Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.03   #9
    Jo danke euch beiden. :)
    Patrick ich schick dir mal ne PM, hab da noch n paar Fragen
     
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