Also auf mich wirkt diese Lasergeschichte erstmal sehr merkwürdig. Soweit ich weiß (und ich habe auch schon einen Hörsturz hinter mir und mein Vater lebt schon ewig mit Tinnitus) wird ein Ohrgeräusch durch eine Durchblutungsstörung im Ohr verursacht. Die Ursachen können dabei vielfältig sein: Stress, Knalltrauma, Bluthochdruck, usw. Es gibt bestimmte Medikamente, die das Blut verdünnen. Ich habe bspw. damals Tebonin genommen. Aber das war nur über einen kurzen Zeitraum und ich habe es natürlich von meinem Arzt verschrieben bekommen. Da würde ich dann beim HNO nachfragen, ob du überhaupt Medikamente brauchst.
Tinnitus ist inzwischen leider fast schon eine Volkskrankheit geworden, obwohl es nicht sein müsste. Ich kann dir nur raten: Wenn du in die Disco oder ein Rockkonzert gehst oder auf eine Party, wo es sehr laut ist - nimm dir Ohrstöpsel mit. Gibt es aus Schaumstoff recht kostengünstig in der Apotheke. Sieht vielleicht nicht cool aus, bringt aber was und man hört die Musik immer noch laut genug. In der Uni Hannover wurde vor einiger Zeit bei der Bibliothek am Conti eine Etage obendrauf gebaut - da gab es die Ohrstöpsel für umsonst, damit man wenigstens irgendwie in der Bibliothek arbeiten konnte.

Und wenn du Musik über Ohrstöpsel hörst: Unbedingt auf die Lautstärke achten! Manche Mp3-Player haben sogar eine Funktion, die dir sagt, ob du zu laut hörst.
Gönn deinen Ohren immer wieder mal Ruhe. Mein Vater hört viel Klassische Musik und ich habe immer wieder das Gefühl, dass es da bestimmte Musik gibt, die die Frequenz seines Tinnitus überlagern. Er schläft auch immer gern bei der Formel 1 ein.

Teste doch mal aus, ob es auch für dich solche Musik/ Geräusche gibt.
Auf jeden Fall ist damit nicht zu spaßen (was viele leider oft vergessen und dann mit 30 ein Hörgerät brauchen) und es ist gut, wenn du zum Arzt gehst.
Zum Singen wĂĽrde ich sagen: Probier es einfach aus! Es kann natĂĽrlich sein, dass dich der andere Ton irritiert, aber auch damit kann man lernen umzugehen. Generell wĂĽrde ich nicht von vornherein sagen, dass du deswegen einen Nachteil anderen gegenĂĽber hast.
PS: Ich finde es übrigens super, wenn Erzieher/innen Gesangsunterricht nehmen. Ich hatte auch schon einige als Gesangsschülerinnen. Einer der wichtigsten Punkte m.M.n. ist, dass du mit den Kindern viel höher singen musst, als es für dich vielleicht bequem ist. Die Kinder sind ja viel kleiner und haben daher viel kürzere Stimmbänder. Und die Gesamtlänge der Stimmbänder hat ganz entscheidenden Einfluss darauf, wie tief jemand singen kann. Sind die Stimmbänder sehr kurz wie bei kleinen Kinder, kann die Stimme also nicht besonders tief.
Aber das nur so nebenbei.
