geschlossenes Upright Piano mikrofonieren

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Hat hier jemand einen heißen Tipp für die Positionen? Konkret geht es darum, irgendwas ins Wohnzimmerklavier zu stecken, was da immer drin bleibt,damit mein Sohn sich niederschwellig aufnehmen kann. Es ist keine klangliche Perfektion nötig. Aber das Ding soll zu bleiben. Mikros stehen zur Verfügung, wahlweise Kleinmemban Nieren, Hypernieren Magnet Clips, Nierenlavaliers, Kugellavaliers.
 
Ich würde die Kugeln nehmen, weil die keinen Nahbesprechungseffekt haben, was bei geschlossener Klappe des Upright bestimmt von Vorteil ist.
 
Ja. Wenn die Mikros rein sollen würde ich auch zur Kugel tendieren.
 
Weil ich erst kürzlich Smartphone-Aufnahmen direkt am Objekt hörte:
  • schauerlichst
  • deren Mikros sind nicht (N I C H T) für 100 dB oder mehr ausgelegt (und das wäre im Inneren leise)
  • Membran knallt mechanisch an Begrenzungen, Klang daher fürchterlichst
Also: schauen, was die guten Stücke klaglos verarbeiten können. Zur Orientierung: Ca, 130 dB ist das, was beim Düsenjet hinten herauskommt. Und ca. 90 dB am Ohr eines mittellauten Klavierspielers ist optimistisch normal.
 
Ich habe so etwas noch nie ausprobiert. Aber wie wäre es damit, das Mikrofon hinter dem Klavier, mit ein bisschen Abstand zum Resonanzboden zu platzieren? Auf annähernd, aber nicht genau halber Höhe. Ich würde erwarten, dass da weniger mechanische Geräusche vorhanden sind. Ob das aber mit 1 oder 2 Abnahmestellen einen ausgewogenen Eindruck über alle Tonhöhen ergibt, kann ich nicht sagen.

Die nächste Stelle, die ich ausprobieren würde, wäre der offene Schlitz unterhalb der Tastatur - da könnte es aber einiges an Rumpeln geben (v.a. von Tastenanschlägen, Knien hoffentlich seltener).
 
Hi,

Steht das Klavier an einer Wand und wie gross ist der Raum ?
Davon hängt so ziemlich alles ab... Für Hifi Aufnahmen.

Aber egal, die einfachste Variante: Stelle ein Mikro hinter dem Köpfchen des aktiven Spielenden auf, leicht nach unten geneigt - und es wird so den Klang einfangen, den der Spielende selbst hört.

Gruss, Pete.
 
Hi,

Ergänzung: Falls nicht nur Aufnahmen als "emory for Kids " gemacht werden sondern auch später auf Anlage in Stereo anhörbar sein sollen

Ein Mikro hinter dem Spielenden auf leicht nach unten rechts und ein weiteres auch leicht nach unten links am Körper des Spielenden vorbei ausrichten.
Abstand zum Player ca 50 cm bis 1 M hinter der Person. In einem kleinen Raum durchaus näher mit den Mikros. ( Mikros mir Nieren Charakteristik )

Alternative:
Ein Mikro schaut von links über die Schulter und das zweite blickt unter der Tastatur auf die rechte Seite des Pianos. ( Falls möglich die untere Öffnung entfernen ) Nimmt die Hohen Saiten mit und fängt die Pedal Geräusche mit ) ( Ebenfalls Nieren Mikros. )


AAAABER: Wenn der/die Spielende nicht daran gewöhnt ist aufgenommen zu werden oder Live zu spielen: Dann sind Hemmungen das grösste Problem.
Lass Mikro Stative und Kabelage einfach einige Tage rumliegen - und nimm dann unauffällig auf. Viel Glück und Erfolg!

Falls das Klavier frei im Raum steht und mehrkanalige Aufnahmen möglich sind:

An der Rückseite auf halber Klavier Höhe ein drittes Mikro als Stütze dazu fahren. Das kann Niere oder Kugel sein, ist je nach Aufnahmeraum fast egal...


Gruss, Pete.
 
Mein Liebling, wenn es schnell, unauffällig und arm an Fehlerquellen* gehen soll: Grenzfläche unten rein legen. Hängt natürlich vom Klavier ab, wie viel mechanische Geräusche da drauf kommen. Praktiziere ich zwar eher live und nicht bei Klassik, aber einen Versuch ist es wert.

*) Jedes vom Piano getrennt aufgestellte Mikrofon ändert seine Position, wenn die Position des Klaviers verändert wird, vorzugsweise mitten bei der Aufführung, um die Dirigentin besser zu sehen ;)
 
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Zur Präzisierung: Das Klavier steht an der Wand und steht auch sehr unsymmetrisch im Raum; der Raumanteil entfernter Anordnungen wäre daher mau. Und, viel wichtiger: Da steht mein Esstisch… Ich will uns nicht mit freifliegenden Mikros im Raum beglücken. In diesem seltenen Fall bin ich tatsächlich zu klanglichen Kompromissen bereit, damit das Ganze unauffällig ist.
Es geht nicht darum, dass ich da ordentliche Aufnahmen machen will, es geht darum, dass der Spross gerne alles mögliche in GarageBand und Ableton zusammenbaut und da kommt auch das Klavier vor. Und das auf dem Notenhalter liegende iPad mit internem Mikrofon ist halt doch etwas limitiert. Aber: Es geht nur um Skizzen.
 
Mein Liebling, wenn es schnell, unauffällig und arm an Fehlerquellen* gehen soll: Grenzfläche unten rein legen. Hängt natürlich vom Klavier ab, wie viel mechanische Geräusche da drauf kommen. Praktiziere ich zwar eher live und nicht bei Klassik, aber einen Versuch ist es wert.

*) Jedes vom Piano getrennt aufgestellte Mikrofon ändert seine Position, wenn die Position des Klaviers verändert wird, vorzugsweise mitten bei der Aufführung, um die Dirigentin besser zu sehen ;)
Grenzflächen wollte ich eben auch vorschlagen. Haben wir life beim TV immer so gemacht.
 
Auch von mir (y) für ein Grenzflächenmikro in diesem Anwendungsfall. Hier gibt es gerade eine Grenzflächen-Kugel zu einem sehr günstigen Preis: https://www.thomann.de/de/superlux_e304b.htm
Als ich das Wort "Wohnzimmerklavier" las direkt im ersten Post, war mir klar, dass mit Stativen und einer (wohl aber akustisch sinnvolleren) Aufstellung nichts zu machen ist. Den Wunsch, das Mikro im Klavier zu "versenken", kann ich als logisch nachvollziehen.

Allerdings muss es klar sein, @ohne titel, dass mit einem Mikro im Klavier der Sound deutlich kompromissbehaftet sein wird. Ich würde daher auch nur mit einem Mikro, also Mono arbeiten. Mit Stereo wird das Ergebnis nicht unbedingt besser. Als Rohmaterial für eine Weiterverarbeitung in GarageBand u.a. mag das Mono-Signal aber ausreichen.
Die Frage ist, wie und wo so eine Grenzfläche am besten angebracht wird. Da könnte ich mir vorstellen, die Grenzfläche mittig innen am unteren Sperrbrett anzukleben, z.B. mit einem stabilen Doppelklebeband. Das mag zwar bedauerlicherweise den Lack angreifen wenn man es irgendwann später wieder ablöst, aber eine bessere Lösung fällt mir ad hoc nicht ein.
Auch eine Anbringung mittig innen am oberen Sperrbrett könnte passen. Da sind wahrscheinlich mehr Geräusche der Mechanik zu hören, aber der Klang müsste etwas konturschärfer, tendenziell perkussiver sein. Müsste getestet werden.

Nachtrag:
Gerade habe ich noch gelesen, dass eine Lavalier-Kugel vorhanden ist. Hat die einen Clip und könntest du sie damit an der Oberkante des unteren Sperrbretts befestigen? Das wäre die einfachste Möglichkeit, und wenn das geht, würde ich es erstmal so testen.
Vielleicht reicht das schon. Wie gesagt ist sowieso jede Mikrofonierung im Inneren des Gehäuses seht kompromissbehaftet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe jetzt mal ein bisschen probiert: 2x Sennheiser MKE2 oben ans Brett geklebt ist eine ganz annehmbare Sache. Unten ist es deutlich undefinierter - und das Instrument mit etwas dünnen Bässen profitiert so gar nicht von einem hervorgehobenen Bassbereich…
 
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Gerade habe ich noch gelesen, dass eine Lavalier-Kugel vorhanden ist. Hat die einen Clip und könntest du sie damit an der Oberkante des unteren Sperrbretts befestigen? Das wäre die einfachste Möglichkeit, und wenn das geht, würde ich es erstmal so testen.
Vielleicht reicht das schon. Wie gesagt ist sowieso jede Mikrofonierung im Inneren des Gehäuses seht kompromissbehaftet.
Schließe mich dem an ...
 
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