Gitarre, Brummen nur in eigenem Zimmer - Fehler im Hausnetz?

von Julian1609, 02.04.16.

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  1. Julian1609

    Julian1609 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.16   #1
    Moin moin und hallo,

    Ich hoffe ich bin hier in der richtigen Abteilung vom Forum für so kram.

    Undzwar habe ich folgendes Problem. In letzter Zeit habe ich an meinen Gitarren rumgelötet und egal was ich gemacht habe und wie oft ich stellen neu gelötet und anschließend mit dem Multimeter nachgemessen habe (Ich halte dabei z.B. 1 Messer an den Pickup und 1 Messer an die Buchse, Wert ist bei allen Gitarren 0,00-0,02 ist doch richtig so oder ?) Hat jede Gitarre in irgendeiner Weise gebrummt, manche weniger manche mehr... Natürlich auf einem Ton konstant, teilweise (nicht immer) selbst meine LTD mit aktiven Humbuckern an der ich nix verändert habe.

    Da wollte ich schon den Lötkolben für immer im Schrank vergammeln lassen und wollte die erste Gitarre in den Gitarrenladen zur "Reperatur" bringen und hatte die 100€ schon bereit, da sollte ich eine meiner passiven Gitarren mal an einen Verstärker anschließen und schwupps.... kein Brummen, garnix.

    Finde ich natürlich sehr komisch also wieder nachhause und tada, immernoch Brumm Brumm, sowohl an meinem Audio Interface (Scarlett 2i4) sowie an meinem Amp (Laney IRT Studio)... Nunja scheint wohl irgendwas an der Stromversorgung in meinem Zimmer nicht zu stimmen oder ? Und was kann ich dagegen tun?

    Ebenfalls ein Phänomen in meinem Zimmer.

    Ich spiele Gitarre über mein Interface oder meinen Amp oder benutze mein Mikrofon, sobald ich mit irgendeinem Körperteil von mir, meinen Heizungskörper an der silbernen Stelle berühre (siehe Bild) bekomme ich nen relativ starken Stromschlag der sogar schon dafür gesorgt hat dass ich mein Shure SM58 gegen die Wand geworfen habe vor schreck...

    IMG_0095.JPG + IMG_0094.JPG = Stromschlag

    ist das normal und evtl. ein weiteres Indiz für einen Fehler in der Stromversorgung ?

    Hoffe ihr könnt mir helfen... Gruß Julian
     
  2. bagotrix

    bagotrix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 02.04.16   #2
    Hi,

    ganz klar, Ihr habt ein massives Problem mit dem Netz im Haus. Das muss dringend ein Elektriker überprüfen, denn anscheinend stimmt was mit der Erdung nicht.

    Das ist LEBENSGEFÄHRLICH!

    Und das ganz besonders für E-Gitarristen, die ja prinzipiell über die Saiten an der Masse hängen. Wenn die keine richtige mehr ist, sondern Potential führt, gibts den Brumm. Die Störungen können eben nicht mehr richtig abfließen. Du musst Dir das so vorstellen, dass die Verbindung zur Erde einen zu hohen Widerstand hat, was genauso wirkt, als hätte deine Saitenerdung eine kalte Lötstelle.

    Schlimm genug, aber vor allem kann dann auch richtiger 230 V-Fehlerstrom nicht mehr über die Masse abfließen, sondern landet in Dir. Wenns erstmal bitzelt oder gar richtig bei Dir einschlägt (wie Du berichtest), solltest Du so lange nur noch über einen Batterieamp spielen, bis die Ursache festgestellt und eliminiert ist. Da gibts kein Sparen und kein Zögern. Abgesehen davon: wenn Du zur Miete wohnst, muss sich darum selbstverständlich der vermieter kümmern, den musst Du also unverzüglich infomrieren.

    Der reine Check des Hausnetzes wird von Elektrikern der Innung oft sogar kostenlos angeboten. Klar, die versprechen sich natürlich einen Folgeauftrag, aber wie gesagt, hier ist Gefahr im Verzug.

    Gruß, bagotrix
     
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  3. Gast 2356

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    Erstellt: 02.04.16   #3
    Da ist irgendetwas an der Verkabelung faul,
    dringend alles checken lassen.
    Mit Wechselspannung ist nicht zu spassen.
     
  4. Ace-Cafe

    Ace-Cafe Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.16   #4
    Und guck mal was auf deinem Fi steht im Zählerkasten.... Wir hatten damals noch ein 1000ma drin.... :evil: den hat der Elektriker jetzt in der Vitrine :tongue:
     
  5. Julian1609

    Julian1609 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.16   #5
    Hmm okay alles klar sowas hatte ich schon befürchtet..

    Dieses Jahr wurden bei uns soweit ich weiß die Leitungen in unserem Wohnblock neu gemacht und da ist dann vll iwas kaputt. Ich werde aufjedenfall mal meinen Eltern das schildern.

    Auf meinem Zählerkasten sind derzeit 63A vorhanden wenne das meinst ^^
     
  6. SB

    SB Licht | Ton | Elektro Moderator HFU

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    Erstellt: 02.04.16   #6
    Hi Julian,

    hier ist auf alle Fälle Gefahr im Verzug. In einer intakten Installation darf es zwischen dem Schutzkontakt einer Steckdose und der Heizungsanlage keinen Potentialunterschied geben. Beides muss zwingend mit dem Hauptpotentialausgleich verbunden sein.

    Sollte tatsächlich die Elektroinstallation saniert worden sein, hat man es mit den abschließenden Messungen gemäß VDE 0100-610 wohl "nicht ganz so genau genommen"...

    Hier gibt es nur eine Antwort: Eine kompetente Elektrofirma hinzuziehen, die die Niederohmigkeit des Schutzleiters bis zur Haupterdungsschiene und die Einbeziehung fremder leitfähiger Teile wie z.B. Heizungs- und Wasserrohre in den Potentialausgleich überprüft. Hierbei auch mal die FI-Schalter prüfen lassen...

    Wenn es sich um eine Mietwohnung handelt, ist dies Sache des Vermieters. Der hat das dann bitte schnellstens zu veranlassen, denn damit ist wie gesagt absolut nicht zu spaßen. Das kann auch noch andere Wohnungen betreffen.

    Wäre nicht das erste mal, dass einer an der Waschmaschine kleben bleibt, weil ein Potentialunterschied zwischen Absperrhahn und Gerätegehäuse herrscht und der RCD - so überhaupt vorhanden - bereits im letzten Jahrtausend seinen Dienst quittiert hat. Solche Fälle sind nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern passieren leider immer noch viel zu oft in der realen Welt...
     
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  7. Tonsortierer

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    Erstellt: 04.04.16   #7
    Voll zustimm. Stefan hat alles wichtige gesagt. Eigentlich sollte ein messprotokoll vorhanden sein und wenn rauskommt das die wirklich Mist gebaut haben (gehen wir davon aus) kann das durchaus auch mal zum Ruin der Firma führen.

    Ich sage es auch nochmal: hol dir ne Elektro Fachkraft. Die hat einen instalationstester und der erkennt die Fehler.

    Davon ab, meine strat mit Single coil brummt auch, wenn ich die Seiten berühre, etwas mehr. Meine strat mit Humbucker brummt nicht. Selbes kabel, Selber amp (Eigenbau).

    In deinem Fall ist was schweres faul, ansonsten sind Single coil extrem anfällig gegen Handys, Funkgeräte etc. Wenn du die seiten berührst, wirkst du wie eine Antenne. Ohne Witz, so ein Phänomen hatte ich letztens bei Einem Kunden.
    Das nur der groben Vollständigkeit halber.
     
  8. Gast 2356

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    Erstellt: 05.04.16   #8
    Nö, man ist die Erde.
     
  9. Tonsortierer

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    Erstellt: 05.04.16   #9
    Ja, die seiten liegen auf der Masse/Erde. Trotzdem induzierst du eine spannung, die das brummen unter umständen verstärken. Und mein Verstärker ist in Ordnung.
     
  10. bagotrix

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    Erstellt: 05.04.16   #10
    Unausrottbar, aber elektrotechnisch falsch. Die Erde ist die Erde, so banal das klingt.

    Sie definiert ja auch das Nullpotential. Deshalb muss die Elektroinstallation in jedem Haus einen direkten Anschluss an die Erde haben, mit dem nicht nur die Schutzleiter der Steckdosen, sondern zB auch die Wasserleitungen und die Heizungsanlage verbunden sind. Bei mobilen elektrischen Anlagen ist die Erdung nichts anderes als ein Spieß, der in die nackte Erde getrieben wird. Beim Bau von neuen Häusern wird vor allen anderen Maßnahmen zuerst mal ein Fundamenterder eingebaut, der unterhalb der Feuchtigkeitsisolierung liegen muss. Hier landet letztlich auch das Brummen und sonstiger elektrischer Schmodder.

    Der Trick ist, den unerwünschten Strömen (ob sicherheltsrelevant oder nur störend) einen "bequemeren" Weg zum Abfließen zu geben als den Signalweg bzw. den menschlichen Körper (aua!). Strom nimmt immer den Weg des geringsten Widerstandes. Wäre man selber die Erde, wäre das gar nicht gut. Dann würden ja nicht nur Störströme von ein paar Millivolt bei einem landen, sondern bei jedem Defekt auch der komplette Netzstrom.

    Der Körper ist vielmehr eine Antenne, wie der Tonsortierer ganz richtig schreibt. Und die fängt Sachen ein, die man nicht hören will. Solange Du nicht mit nackten Füßen auf dem Erdboden stehst (oder die Saiten berührst), bist Du nicht geerdet. Die Saiten sind dagegen über etliche Zwischenstationen letztlich mit dem Erdreich verbunden, sie erden also den Gitarristen, nicht umgekehrt. Deshalb werden die Störungen auch hörbar lauter, wenn man sich einer aufgedrehten Gitarre nähert, bevor sie beim Berühren von Saiten oder Bridge schlagartig leiser werden.

    Gruß, bagotrix
     
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  11. Gast 2356

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    Erstellt: 05.04.16   #11
    Macht irgendwie Sinn.

    Mit Ground-Lift-Schaltern kann man auch sehr viel Unfug anstellen,
    ebenso mit amerikanischen Netzteilen.
     
  12. Tonsortierer

    Tonsortierer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.16   #12
    Ich hatte den Fall, dass eine autoantenne kaum noch Signal gab, alles probiert. Mein Kollege hat die sele, also den Leiter der Antenne berührt und der Empfang war Glas klar. Er war die Antenne.

    Die Pickups fangen auch die magnetischen Wellen von Trafos ein. Deshalb sind die Trafos und Übertrager im amp geschirmt. Oder sollten sie zumindest. Single coils sind da anfälliger als humbucker.

    Aber in diesem Fall ist da was ganz anderes verkehrt. Spekulation bringt nicht viel. Hat der TE schon Infos zum Stand der Dinge? Würde mich interessieren.
     
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