[Gitarre] Gibson Les Paul LPJ (2013)

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Big J
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Wie kams dazu:

So ihr lieben nun isses endlich Passiert. Nach 11 Jahren hab ich meine Erste Les Paul von Gibson.

Wie sich einige vlt erinnern hab ich permanent nach den besten Kopien für wenig Geld gesucht. War mit einigen sogar ziemlich zufrieden(Besonders der Epi LP Tribute und der Dean Soltero Standard). Nun musste ich vor ner weile im zuge meines Studiums alle! Gitarren verkaufen. Ich sag euch das bricht einem das Herz. Aber gut eisern Gespart und ein Budget von ca 600€ Zusammengekriegt.

Aber was kaufen? viel recherchiert und es auf 3 Kanidaten eingeschränkt: Dean Soltero,PRS SE und Gibson Tribute/Studio/LPJ.
Und zum ersten mal habe ich einen großen Gebrauchtgitarren-Laden in der Stadt(Rare Guitars Münster)..also bin ich da heute hin!

Fakten und Erster Eindruck:
  • Hersteller: Gibson
  • Herstellungsland: USA
  • Body: Mahagoni mit Ahorndecke
  • Hals: Ahorn mit Palisandergriffbrett
  • Halsform: 50s Round Neck Profil
  • Bünde: 22 Medium Jumbo Bünde
  • Mensur: 628 mm
  • Farbe: Rubbed Vintage Burst, Nitrolack
  • Pickups: 490R (Hals) Alnico II, 498T (Steg) Alnico V
  • Hardware: vernickelte Tun-o-Matic Bridge mit Stop Tailpiece, schwarze Speed Knobs
  • Besonderheiten: Gigbag
Also an der Theke erstmal n Kaffee bestellt und das Sortiment schonmal beäugt. Dann in den Anspielraum mit der bekannten Größe der Dean Soltero,die ich halt schonmal hatte. Wollte die quasi als Grundlage nehmen. und um mit ner bekannten Gitarre den Amp einzuspielen^^(N alter ENGL). Soweit so gut gefiel mir wie immer..war halt vertraut. Gut dann also weiter erst eine Hondo LP die zwar einen netten Klang hatte aber in einem entzetzlichen zustand war. Dann ne PRS SE Mikael Akerfeldt, echt nett war zu dem Zeitpunkt meine Favoritin.

Dann den zweiten Kaffe bestellt und den netten Herrn hinter der Theke gefragt wo denn die Gibsons wären. Er hat mit dann netterweise die LPJ die einzige im Budget gebracht.
Erster Gedanke: Wow die is ja viel Heißer als auf den Produktfotos. Die Holzmaßerung zusammen mit dem Roten Finish ergibt schon sowas Cherryburst Artiges.. sieht hammer aus!.
Dann am Amp.. ok Clean schön akustisch und viel output(klar bei den PUs). Also mal die Zerre an... Ihr hättet mein Gesicht sehn müssen.. so belämmert hab ich glaub ich noch nie ausgesehn :D Ich war schockiert über die Mischung aus Mahagoni Wumms und definierter Saitentrennung. Hab direkt mal die Dean Soltero gegengespielt die noch da rumstand... Verdammt die klingt nach "Lärm" da geht in der Zerre alles unter. Bei der LPJ hört man jede Saite. Also hab ich nich lang nachgedacht und hab sie mitgenommen!

Zustand/Verarbeitung:

Die gute ist ja gebraucht aber dafür ist sie in Top Zustand.. ein paar minikratzer hier und da sonst nix!.
Verarbeitungstechnisch kann ich mich nicht beschweren. Saitenlage Top, Bünde sind gut und Oktavrein is auch alles. Die Tuner gehn butterweich.

Test zuhause:

Also daheim angekommen direkt ran an den Amp(Laney IRT 60).
Es bestätigt sich Clean ist alles sehr klar,warm und fast akustisch. Und bei Zerre ist kein halten mehr. Sie schreit,Sie brüllt sie Kreischt.. aber alles kontrolliert..ohne auch nur eine Note zu vermatschen.
Ich bin nach wie vor platt von der Mischung aus dem Mahagoni Druck und der Definiertheit.

Fazit:

So nun hatte ich also den ersten Abend mit meiner ersten Gibson. Ich muss zugeben meine Weltanschauung ist heute den Bach runtergegangen. Ich war Felsenfest davon überzeugt das der unterschied zwischen einer guten Kopie und dem Original nicht so groß sein kann.(Ich mein ich hatte ja schon die Epi Tribute wo Gibson PUs drinstecken)

Meine Fresse hab ich mich geirrt. :D Ich habe keine Ahnung wie Gibson das macht.
Gegen die Paula fühlen sich alle Kopien die ich bisher hatte im nachhinein wie "Spielzeug" an...

Alle hatten ihre stärken und schwächen.. aber nur die Gibson kriegt diese Mischung aus Holzigem,Klarem Cleansound... Harten,Tiefen aber doch Klaren Gain Sounds hin.

Ich war bisher in keinster weiße Markenversessen. Im Gegenteil.

Nennt es Mythos... Magie.. Vodoo keine Ahnung... mich hats erwischt.

Erste Fotos sind dabei falls ihr das möchtet mach ich morgen bei Tageslicht noch n paar.

Danke fürs Lesen!
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Soulagent79
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Meine Fresse hab ich mich geirrt. :D Ich habe keine Ahnung wie Gibson das macht.
Gegen die Paula fühlen sich alle Kopien die ich bisher hatte im nachhinein wie "Spielzeug" an...

Ganz genau. Die hochgezüchtetste Epi kann es mit der günstigsten Gibson nicht aufnehmen.
Woran es liegt? Ich vermute am Material.
An diesen Gitarren merkst Du, warum echtes Klangholz teuer und begehrt ist und dass man eine Gitarre niemals nur nach dem optischen Eindruck kaufen sollte.
 
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G
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Viel Spaß mit der LPJ!
Mir sagen die Modelle aus verschiedenen Gründen nicht wirklich zu, ehrlich gesagt. Aber jedem das Seine! :great: :)

Schön, dass du so begeistert bist!
 
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Herzlichen Glückwunsch, eine sehr schöne Gitarre. Viel Spass mit dem Teil!
 
winterd
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@Big J: Herzlichen Glückwunsch zur Gitarre. Hab die selbe (auch von der Farbe her).

LPJ - Kopie.jpg


Als ich sie gekauft habe, habe ich gleich ein Pickguard montieren lassen -> gehört für mich einfach zu einer Les Paul dazu. Die originalen 498T/490R Pickups wurden gegen Suhr Doug Aldrich-Pickups ausgetauscht weil mir der Klang nicht mehr gefiel. Allerdings habe ich mittlerweile herausgefunden das dass Problem nicht die PU´s waren sondern mein "damaliger" Amp (den ich immer noch habe aber zur Zeit kaum spiele -> ENGL E530). Deswegen wollte ich die PU´s von ihren Plastikkappen befreien und in meine Epi Les Paul (in der zur Zeit ein Gibson 500T und ein 496R verbaut sind) einbauen. Ist aber gar nicht so einfach da die "Füße", in denen die Gewinde zur Höhenverstellung sind, an den Kappen sind und nicht am PU selbst, d.h. entweder findet man sich damit ab das man die Kappe dran lässt oder man besorgt sich einen passenden Unterboden mit "Füßen" für den PU (Ich werde wahrscheinlich die 2. Methode wählen).

20150222_002520.jpg


Sagt mal: Gibt es eigentlich noch jemanden dessen LPJ auch über den "Les Paul-Model"-Schriftzug verfügt?

LPJ-Kopfplatte.jpg



Fazit:
So nun hatte ich also den ersten Abend mit meiner ersten Gibson. Ich muss zugeben meine Weltanschauung ist heute den Bach runtergegangen. Ich war Felsenfest davon überzeugt das der unterschied zwischen einer guten Kopie und dem Original nicht so groß sein kann.(Ich mein ich hatte ja schon die Epi Tribute wo Gibson PUs drinstecken)

Sowas nennt man Honeymoon-Phase. :D
Also meine Epi kann vom Sound her schon ziemlich mit der LPJ mithalten. Das einzige was mich an der Epi etwas stört ist der dicke und fett lackierte Hals.

Erste Fotos sind dabei falls ihr das möchtet mach ich morgen bei Tageslicht noch n paar.
Bilder? Aber immer doch. :D
 
Pekri59
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Auch von mir herzliche Gratulation. Dein Review war sehr kurzweilig zu lesen und deine Begeisterung hat mir natürlich sehr gut gefallen:great::):claphands:
 
6L6
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Stimmt, man kann förmlich die Flitterwochen aus den Zeilen herauslesen :D.
Herzlichen Glückwunsch zur neuen Paula. Viel Freude hast du ja schon damit.
 
Monkeyland
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Freut mich, dass du eine gut verarbeitete Gibson LPJ erwischt hast. Ich hatte auch die Gibson LPJ 2013 und eine Gibson Tribute 70 mit zwei Mini-Humbuckern. Bei beiden Gitarren passte das Griffbrett nicht auf den Hals. Ein Freund von mir hatte die Gibson SGJ 2013 und berichtete von demselben Problem mit dem Griffbrett. Ich hatte bisher an die 40 Gitarren in allen Preisbereichen und mein Ausflug in die Gibson Welt ist mit den beiden Gitarren dann leider beendet. Die LPJs und SGJs sind die günstigste Varianten von Gibson und für den Preis von 500-600 Euro kann man schon verlangen, dass Griffbretter auf den Hals passen und nicht überstehen.
 
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drul
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Hallöchen.

Zu den immer wieder in div. Threads angeführten Qualitätsmängeln der div. ich nenne es mal "Günstig-Serien" von Gibson ist meine Sicht die, dass ich eine größere Serienstreuung, aus der ich mir nach Möglichkeit das für mich passende und meinen Qualitätsansprüchen genügende Instrument heraussuche, lieber ist als eine gleichbleibend schlechte(re) Qualität ;-).

Ich bin vor ca. 2 Jahren direkt von einer Epi '56 Goldtop (SD P90 Pickups) auf eine gebrauchte 2001er 50's Tribute Studio Goldtop (Humbucker) gewechselt.

Der Unterschied war gewaltig. Alleine die unverstärkten Eigenschaften unterschieden sich extrem. Hier (Epi) schwingende Saiten, da (Gibson) schwingender Klangkörper aus Holz und Saiten. Die Epi wirkte dagegen wie man so schön bildhaft sagt "tot". Dass dann auch noch die Optik und Haptik (mm-dicker high gloss Kleister auf er Epi - gut das gibt's bei manchen Gibsons auch, keine Ahnung wie die klingen). Ich habe bewusst versuch die optischen und haptischen Eindrücke auszublenden, trotzdem machte die Epi keinen Stich.

Verstärkt hat sich der Eindruck dann - ja genau - verstärkt. Die Gibson wesentlich druckvoller, obertonreicher und offener klingend. Es kam sofort das Gefühl auf nach dem jeder sucht, wenn die Gitarre so viel Spaß macht, dass man sie nicht mehr aus der Hand legen will. Unterschiede der grundsätzlichen Charakteristiken P90-Humbucker blende ich mal aus; mir sind diese ganz gut bekannt.

Meine 50's Tribute hatte übrigens keine auffälligen Verarbeitungsmängel.

Man kennt ja das YouTube Video in dem der Olli von Session Epi mit Gibson vergleicht und ich war auf jeden Fall der Fraktion zugehörig, die das als reichlich übertrieben dargestellte Verkaufsmasche gesehen haben. Nachdem ich selbst meine beiden Gitarren vergleichen konnte war ich dann auf der anderen Seite.

@Big J: Frage, ist die LPJ nicht sackschwer? das fiel mir zumindest immer auf wenn ich beim T welche in die Hand genommen habe (ich wohne in der Nähe und bin => öfter dort)

Grüße
drul
 
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