[Gitarre] PRS SE DGT Gold Top

  • Ersteller Sir Adrian Fish
  • Erstellt am
So. War dann zwischenzeitlich schon wieder übel, denn irgendwie scheinen die das mit dem Sattel ab Werk nicht hinzubekommen. Anfänglich sah es gut aus, aber anscheinend ist das Material des Werkssattels so schlecht, dass da andauernd irgendwas passiert. Bei mir war es eine klemmende G-Saite und eine leicht "zingende" (kann ich nicht besser beschreiben, so'ne doofe hohe Resonanz) D-Saite.
Habe also zu den PRS Locking Tunern noch einen Graphtech Sattel bestellt, und zwar das Modell "Graph Tech PT 6643 00 Black TUSQ XL Slotted 1 11/16"". Der passt tatsächlich genau und ist gekerbt, man muss nur vorsichtig die Unterseite in die richtige Höhe schleifen (ich werde beim nächsten Saitenwechsel noch ein bisschen mehr wegnehmen, ist aber auch jetzt schon gut).

Die PRS Locking Tuner gefallen mir an sich sehr gut, sind aber einfach zu teuer - und vor allem ist es einfach ganz mies, dass man die nicht gleich drauf hat oder ab Werk als Extra ordern kann. Die originalen Tuner werde ich vermutlich bestenfalls verschenken können, schlimmstenfalls landen die im Müll. Kann ich gar nicht drauf.
Das wirklich schlechte Gigbag hatte ich ja bereits erwähnt. MMn fast schon peinlich, die Tüte.

Wie dem auch sei, ich bin jetzt zufrieden (tatsächlich sogar sehr), denke aber, dass das meine einzige PRS bleiben wird. Die USA Modelle sind mir viel zu teuer (ich brauche auch den ganzen optischen Schnickschnack genau gar nicht) und bei den indonesischen scheint man mittlerweile ja zumindest streckenweise auf Qualitätskontrolle zu pfeifen. Aber die hier darf natürlich bleiben und wird auch extrem viel Einsatzzeit bekommen.

DGT_done.jpeg
 
Ganz im Ernst? So langsam habe ich echt 'ne gewaltige Krawatte. Wenn ein Wort anscheinend *ganz* klein geschrieben wird, dann ist es "Qualitätskontrolle" im Hause PRS.
Ich habe soeben 2 E1-Saiten direkt hintereinander verloren - und zwar an den Tuner. Die Kanten des Lochs sind zumindest auf einer Seite (was erklärt, warum das beim letzten Saitensatz nicht passiert ist, da habe ich anscheinend von der anderen Seite aus durchgefädelt) unfassbar scharf und genau gar nicht entgratet. Die Kante ist so scharf, als würde sie zu einem Seitenschneider gehören.
Ich habe in den letzten Jahrzehnten etliche Gitarren mit Locking Tunern ausgestattet. Ein solches Problem hatte ich noch nicht ein einziges Mal! Ich hab' eben auch einfach mal an einem anderen Satz geguckt - Kanten ganz prima entgratet, beinahe schon verrundet.
So, nun kann man zur Not natürlich noch annehmen, dass ich einfach mit meinen PRS Teilen (Gitarren eingeschlossen) Montagsmodell-Pech hatte. Aber mitnichten. Wenn man in die Kommentarspalten der Tuner beim T. schaut, haben das einfach viele Leute so erlebt. Da habe ich vorher natürlich nicht geguckt, weil man bei Tunern an sich nicht so viel falsch machen kann. Sollte man meinen. Aber PRS bekommt es trotzdem hin.

Noch schlimmer ist, dass ich jetzt nicht weiß, was ich machen soll. Ich habe schlicht und ergreifend keinen Dremel, geschweige denn eine passende Schleifspitze, um den Kram zu entgraten. Und mit Schleifpapier geht das nicht gescheit.
Am liebsten würde ich den Murks sofort zurückschicken, aber dann stehe ich mit dem Problem da, dass andere Locking Tuner wieder zu kurze Schäfte haben.

Totaler Wahnsinn, echt. Von einer Firma dieses Kalibers erwarte ich einfach viel, viel mehr.
 
Interessante Haltung von PRS in Sachen „bringt eh nix, braucht der Kunde nicht“.


Die Antwort von PRS muss man sich mal in aller Ruhe auf der Zunge zergehen lassen:

PRS’ position is that individual screw height adjustment has minimal tonal impact on this design; overall pickup height is the primary tonal control

Finde ich persönlich schwierig, der Kunde anscheinend auch.

Totaler Wahnsinn, echt. Von einer Firma dieses Kalibers erwarte ich einfach viel, viel mehr.
 
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Der europäische PRS Support hat mir übrigens geantwortet.
Man würde jede PRS DGT SE einer halbstündigen Kontrolle unterziehen, es sei also alles in Ordnung.
Äh - ja. Dass das sehr offensichtlich Quatsch ist, sollte auf der Hand liegen, wenn nämlich trotzdem absolute Gurkerei das Werk verlässt.

Abgesehen davon darf man sich aber mal auf der Zunge zergehen lassen, dass der Durchschnittslohn in Indonesien irgendwo zwischen 10k und 30k indonesischen Rupien liegt. 10k IR entsprechen ca. 50 Cent. Sprich, selbt wenn PRS die Arbeiter in der Cort-Fabrik (denn da kommen die her) mit bspw. 50k überdurchschnittlich gut bezahlen würde, bleiben unterm Strich einfach €1,25, die PRS die Qualitätskontrolle einer Gitarre wert ist.

Ich werde jetzt versuchen, eine höhere Instanz im Hause PRS zu kontaktieren und dort meine durch die zwei DGTs, die Locking Tuner und die Antwort des Supports gewonnenen Erkenntnisse präsentieren.

Nochmal kurz zu der jetzt dann ja doch bei mir gebliebenen Gitarre:
Habe dummerweise entschlossen, dem PRS-Gigbag mal für die weihnächtlich-neujährliche Familienrundreise eine Chance zu geben. Was für ein unfassbarer Schrott. Die Gitarre kommt jedes Mal komplett verstimmt da raus - was auch absolut kein Wunder ist, angesichts der abgewinkelten Kopfplatte, die dann in einem engen, wabbeligen Gigbag ohne jeglichen Hals-Support verstaut ist. Da merkt man ja fast schon beim Zuziehen des Reißverschlusses, wie das Gigbag an den Tunern rumdrückt.
Ferner zeigt der Schalter bereits erste Ungenauigkeiten, ich hatte sogar schon einen Aussetzer. Auch das war bei der ersten DGT so.

Ich komme mittlerweile wirklich sehr gut mit der DGT klar, deshalb darf die nach wie vor bleiben. Aber mein bisheriges PRS-Erlebnis ist desungeachtet vollkommen eindeutig: Maßlos überteuert und streckenweise unfassbar schrottigste Billigqualität mit nicht einmal ansatzweise ausreichender Qualitätskontrolle.
Kann gut sein, dass andere Leute da bessere Erfahrungen machen, aber ich habe jetzt 3 Produkte von denen direkt in meinen Händen gehabt und bin regelrecht entsetzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mir vor anderthalb Jahren eine PRS SE McCarty 594 zugelegt für meinen amateurhaften Einsatz im "Musikzimmer". Der Grund: Schonung meiner Gretsch Duo-Jet und meiner Gibson Les Paul Studio Gothic. Letztere hat mal einen Schaden erlitten, weil ich beim Dudeln gleichzeitig ein Fußballspiel beobachtet und bei einem Torjubel die Gitarre mit etwas Scharfkantigem aus Metall in Verbindung gebracht habe... (Pauls Repair Shop in Essen kann ich bei der Gelegenheit übrigens empfehlen.)

Die PRS SE hat damals knapp 900 Euro gekostet und spielt sich gut. Allerdings hat sich nach kurzer Zeit ein Poti mehr oder weniger verabschiedet, das senkt die Lautstärke nur noch "zufällig" ab. Und einen Unterschied zwischen "Humbucker" und "Single Coil" höre ich auch schon länger nicht mehr, die beiden Schalter sind also nutzlos. Ich hätte das Teil einschicken können, aber der Aufwand war mir zu hoch. "SE" steht wohl für "sehr eingeschränkt", die "richtigen" PRS sind mir allerdings zu teuer.
 

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