[Gitarre] Squier Vintage Modified Jazzmaster 2012

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Ben zen Berg
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Jazzmaster.jpg
Ich habe soo laaaaaange auf diese Gitarre gewartet, denn ich habe lange nach einem Jazzmaster im mittleren Preissegment gesucht. Ich liebe den Jazzmaster-Sound, kenne aber auch die Problem-Zonen dieser Gitarre. Außerhalb der Fender-Gruppe gibt es eigentlich keinen Jazzmaster. Von der Form her schon, doch die Pick Up-Bestückung... Wenn überhaupt, dann werden P-90er drauf geschraubt.

jazzcaster1.jpg

Nur Alden hatte mit dem Jazzcaster diesen Type fast geklont, irgendwie haben diese Teile aber nie den Weg nach Europa (oder zu mir) gefunden. Was mich aber nicht hart trifft, denn ich habe eine Alden Galactica mit der gleichen Bridge/Trem-Kombi - da klingelt es im Vergleich zum Original noch viel, viel stärker.

Und bei Fender/Squier?

Squier hatte ja schon einen VM-JM im Programm. Soundtechnisch fand ich diese Gitarre auch sehr ansprechend. Die Hardtail Bridge gehört für mich aber eher zu den hässlicheren ihrer Gattung und das Strat-Jack-Slot empfinde ich auch als störend.

Die Squier J.Mascis Jazzmaster - von den Zutaten eigentlich genau auf den Punkt. Aber dieses ranzige Weiß mit dem 'Gold Anodized Aluminium'-Pickguard ... Ich schreib' lieber nicht, woran mich das erinnert.

Das krasse Gegenteil: der Fender Modern Player Jazzmaster HH BK. Optisch perfekt - nur die falschen PU's.
Aus der gleichen Serie hatte ich die Marauder in die engere Wahl genommen, die etwas gedrungene Form und das Strat-Trem haben aber immer wieder Zweifel hervorgerufen. Der Trembucker ist schon interessant, aber das Jazzmaster-Bridge-PU würde ich doch sehr vermissen. Deswegen habe ich auch nie wirklich über den Blacktop Jazzmaster nachgedacht.
Die weiteren Fender-Modelle gehören nicht mehr zur Mitelklasse, Classic Player (zwischen 900 und 1.000 €) und American Vintage (um die 2.000 €) sind mir deutlich zu teuer.

Und dann - im Herbst 2012 - war plötzlich diese Gitarre da! Ein Jazzmaster, American Vintage '65 like, für 300 € !!!! Und in diesem verblichenem Surf Green (was Squier Sonic Blue nennt). Es gab kein entkommen. Der Google/YouTube-Check feuerte meine Euphorie noch an. Überall, wo man auf diese Gitarre traf, war helle Aufregung und ein breites Grinsen. Was besseres als die drei neu vorgestellten VM-Typen (Jaguar/Jazzmaster/Mustang) soll seit Jahren in diesem Segment nicht mehr auf den Markt gekommen sein. Ich musste und habe mir diese Gitarre noch im Dezember 2012 bestellt.

jazzmaster-family.jpg
Die Fender/Squier Jazzmaster-Family von links nach recht in der Reihenfolge, wie sie oben genannt werden.

Sie wurde kurz vor Weihnachten geliefert. Ausgepackt und... Wow, heute komm ich zu spät ins Büro! Verarbeitung: Sehr wertig, nimmt man die Lupe, findet man nur eine minimal ausgefressene Kante an der Unterseite der Halstasche. Teurere Gitarren haben öfters größere Macken. Mir ist ein bisschen zu viel Lack auf dem Hals, auch wurde dieser nicht aus tripple-A-Holz gefertigt. Das Griffbrett ist sehr dünn, so dass die Markierungen genau auf die Rosewood/Ahorn-Fuge gesetzt wurden... Doch für den Preis passt's schon. Die gekapselten Mechaniken sind nett anzusehende No-Name-Vintage-Tuner, die ihren Job ordentlich machen. Die Saitenlage war gut eingestellt, in Punkto Intonation musste nur die G-Seite minimal nachjustiert werden. Ran an den Amp, Rhythm Circuit rein und yep... das will ich hören! Jazzmaster pur, wie aus dem Lehrbuch!

Super-heißer Bridge Pick Up

Switch to Lead Circuit and Urgh!!!!!!!!!! Beim ersten mal tut's immer weh - Daran musste ich mich erst gewöhnen. Es war für mich einfach nur schrill. Ich wurde im Web schon vorgewarnt, also, Bridge-PU runterschrauben... brachte auch nicht sooo viel. Zuerst habe ich den Lead Circuit per Tone-Knop immer unter vier gekühlt. Dann wurde auch wieder genau das, was ich hören wollte, geliefert.

Nun habe ich diese Gitarre schon ein 3/4 Jahr und habe mich doch schnell an diesen super-heißen Bridge Pick Up gewöhnt. Eigentlich spiele ich nur über gemodelte Amps via Tonelab ST. In der Fender/Vox Ecke schraube ich beim Bridge-PU öfters noch den Tone-Pot runter, in der Marshall-Umgebung ist das überhaupt nicht nötig. Und Mesa/Boogie? Oh, du schmutziges kleines Ding - Break - Es ist definitiv der höhenreichste Tonabnehmer in meinem Park. Das der Body aus Linde und nicht aus Erle oder gar aus Esche ist, ist bei diesem PU viel leicht sehr dienlich.

Der Jazzmaster ist kein Sustain-Monster mit sehr perkussivem Klang. Wenn man die Saiten reißt, poppt es mega-geil. Pauschal würde ich jeden Metaller an dieser Axt vorbei winken und auch der Solist wird auf den hohen Saiten schmerzlich das Sustain vermissen. Das Teil ist was für Rhythmiker - egal was sie spielen, wenn's nur kein Metall ist.
Oder?? Viel leicht fehlt mir hier auch nur der Zugang - Im tdpri.com-Forum habe ich gelesen dass das Bridge-PU 11,39 Kilo wiegen soll - was dann ja doch wieder die härtere Fraktion aufhorchen lässt.

Der (Jammer-)Haken an der Gitarre

Aber! Der Jazzmaster hat eine üble Schattenseite: Die Bridge/Trem-Kombi. Der Jammerhaken sorgt sehr schnell für Verstimmung. Bei leichtem Schimmering mit nur in Saitenrichtung gedrücktem Hebel hält sich die Verstimmung noch ein wenig in Grenzen. Zieht man den Haken aber in die andere Richtung, kann man direkt mit dem Spielen aufhören und die Gitarre erst einmal wieder richtig stimmen. Leider verliert das Tremolo dabei auch die stabile Lage und es muss mehrfach nachgestimmt werden, bis sich das System wieder richtig ausbalanciert hat.

Diesen Konstruktionsmangel kann man umgehen, in dem man den Whammy-Hebel einfach ignoriert, was beim gefürchteten Jazzmaster-Bridge-Buzz aber nicht gelingen wird. Denn die über die Brücke zum Tremolo geführten Saiten schwingen bei jedem Anschlag mit. Auf dem Abstand von fast 13 cm wird eine deutlich hörbare Schwingung erzeugt. Rein mathematisch müssten es die Töne G#,C#,F#,B,D# und G# sein, also schon was sehr Schräges.
Wie erkläre ich den Effekt am besten? Stellt euch einen kleinen Teufel vor, der eine Axt mit 30 Bünden hat. Und bei jedem Ton, den Ihr auf dem Jazzmaster spielt, schlägt das Teufelchen zeitgleich die selbe Saite im 28. Bund an. Ja, egal welcher der möglichen 21 Töne auf der B-Saite gespielt wird, das dreigestrichene dis ist immer dabei.

Bad Vibes

Vom Hals-PU werden diese Schwingungen fast gar nicht aufgenommen. Bei dem Clean gespielten Bridge-PU sind die 'bad vibes' auch kaum zu hören. Doch sobald man am Gain-Regler dreht...
Ungemuted wird einfach nur eine kleine Disharmonie mit eigestreut, die den Sound etwas dreckiger macht. Sobald jedoch die Saiten gemuted werden ertönt ein kreischender Nachhall von den ausschwingenden Seiten zwischen Bridge und Tremolo. Wenn man nicht nur 'Palm muted' sondern auch mit der Greifhand dämpft, tritt ein weiterer, sehr negativer Effekt auf: Die Saiten werden durch das Nachschwingen oberhalb der Brücke wieder reanimiert, das führt zu lauten Flageolett-Tönen, gerade im dritten, fünften, siebten und zwölften Bund. Mit einer Dämmung zwischen Bridge und Tremolo kann man die meisten Nebengeräusche killen - leider lassen sich die Flageolett-Töne davon nicht beeindrucken.

Ich kannte das Brücken-Problem und hab' mir den Jazzmaster trotzdem bestellt. Und ich liebe diese Gitarre, diese 'olle Schrulle', die auf etepetete macht und dann doch ganz dreckig von hinten um die Ecke kommt. Ich möchte sie nicht mehr missen, aber ich würde niemals mehr als 400 € für diese Konstruktion ausgeben.


Und - There is one more thing... Nein eigentlich drei:
1.) Die Medium Jumbo Frets sind schon ganz schön hoch. Dafür wurden sie an meiner Gitarre nicht flach genug abgewinkelt. Irgendwie bleibt man beim schnellen Umgreifen manchmal an den Bünden hängen. Es ist nichts Schlimmes, die Bündchen sind sauber verarbeitet, man verletzt sich nicht. Es ist auch nicht so als würde man gegen einen Türpfosten rennen - Es stört halt nur ein wenig beim Spielen.

2.) Nach nur drei Wochen hatte das Toggle Switch einen Wackler, was bei diesem Modell wohl öfter vorkommt.

3.) Nach ca. einem halben Jahr fing der Volume-Pot an zu kratzen.
Wir sprechen hier nicht von der untersten Schiene der Budget-Gitarren und hier sollten diese drei Punkte in der Produktion behoben werden.

Fazit

Wer den Jazzmaster mag, dem kann ich diese Gitarre nur bestens empfehlen. Es ist ein echter Jazzmaster, mit allen bekannten Vor- und Nachteilen. Das Brücken-Brummen schmerzt bei 300 € nicht wirklich, wenn man doch so schön schmuddelig spielen oder seinem Drummer äußerst perkussiv die Tränen in die Augen spülen kann.

Oh, ja... wie es sich anhört:



 
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hi,
du musst kein riesen Tuch unter die Saiten an der Bridge stopfen (wie im Video bei 1.44), gegen das Mitklingen und Nachsurren. Es reicht auch, an jede Saite in dem Bereich ein kleines Stück Tesafilm zu kleben (einmal rum und Klebeflächen zusammen.). Unsichtbar.

Schönes Review aber :)
 
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Hi Ben zen Berg!

Ein starkes Review! Es scheint, als bekomme man für sein Geld richtig viel geboten - natürlich nur wenn man auf solche Gitarren steht. Die Gitarre scheint gut zu klingen, sich gut bespielen und einstellen zu lassen. Die Verarbeitung scheint auch zu stimmen. Was die Verarbeitung angeht, kann man meiner Erfahrung auch sehr viel mehr bezahlen und auch nichts Besseres oder sogar Schlechteres erhalten.
Wäre ich nicht "gesättigt" was Gitarrenkäufe angeht, so würde sofort zuschlagen und mir auch so ein Teil holen.

Have fun!
Jaguarista
 
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Ich habe seit Oktober die VM Mustang, mit identischer Bridge, die ich aber sehr schnell gegen eine original Fender Bridge getauscht habe.
Wie kommst Du auf Dauer mit der Bridge zurecht?
Leider empfand ich, die ansonsten formidable Gitarre, durch sie fast schon unspielbar.
Ständig verstimmten sich die Saiten, auch wenn sie schon gut eingespielt waren und bei stärkeren Anschlägen kamen mir die Madenschrauben
entgegen.
Die Bridge war auch nicht durch Wachsen, Umwickeln, Löten oder sonstige Tricks zu beruhigen.
Habe mir dann bei Ebay USA für knapp 30€ eine original Mustang Bridge bestellt und das Problem war gelöst. Jetzt habe ich eine super Gitarre.
Die Fender Mustang Bridge passt auch auf Deine Jazzmaster. Viele kaufen sie sich, aus oben genannten Gründen.
Man kann es nur empfehlen.
 
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Wenn ich das Tremolo nicht anfasse, ist meine Gitarre sehr stimmstabil. Nur tremolieren geht gar nicht, damit verliere ich sofort die Stabilität in der Stimmung. Bis das System dann wieder eine stabile Haltung gefunden hat, vergehen mindestens zehn Minuten mit drei vier Nachstimmungen.
Ich bin Rhythmiker, kein Solist und spiele sehr viel Barré-Akkorde. Natürlich spiele ich auch oft Singlenote-Themen, aber immer eher in der Rhythmussektion mit nur kurzen Ausflügen in die Solo-Ecke - selten länger als zwei oder vier Takes. Mein Hauptjagdgebiet liegt zwischen dem fünften und zwölften Bund - oberhalb des 17. ist bei mir eigentlich unberührte Natur. Diese Spielweise hat dazu geführt, dass ich erst einmal auf alle Gitarren einen 0.09er Satz von Ernie Ball aufziehe. Selbst mit diesen dünnen Saiten habe ich keine Probleme mit der Brücke. (Oder viel leicht gerade deswegen???)
Die dünnen Saiten haben natürlich auch dazu geführt, dass ich sehr dünne Plects benutze, welche die Gefahren auf der Brücke wiederum reduzieren. Aber ich spiele auch oft nur mit den Fingern und zerre und reiße dann schon ordentlich an den Saiten - sie bleiben auf den Reitern...
Ich hatte überlegt, ob ich mir die Mustang-Bridge pauschal direkt mitbestelle. Die fehlende Möglichkeit zur Einstellung der Seitenhöhe hat mich aber erst einmal davon abgehalten. Der Abstand zwischen Saite und Bundstab ist bei meinem Jazzmaster von Werk ab mit 1,4 mm im zwölften Bund sehr komfortabel, da wollte ich keine neue Baustelle eröffnen.

BuzzStop.jpg

Ich denke darüber nach, den BuzzStop anzutesten. Viel leicht hat ja hier on Board jemand Erfahrung mit diesem Teil? Ich befürchte, dass es den super-perkussiven Sound stark relativiert... Nach meinem physikalischen Verständnis findet zwischen Bridge und Tremolo eine Gegenbewegung statt, die auf der einen Seite das Ausschwingen, auf der anderen Seite aber auch die Attackwerte der Saiten deutlich verkürzt. Dieser direkte, ultra-drahtige Sound geht jedenfalls mit einer Dämmung zwischen Bridge und Tremolo sofort verloren.
Eigentlich wünsche ich mir eine optionale Möglichkeit zur Dämmung zwischen Bridge und Tremolo ähnlich wie ein Dämmpedal am Klavier. Oder wie das Sonuus Buznur, nur halt hinter der Brücke und deutlich schicker.
 
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Probiere anstatt Buzz-Stop am besten erstmal dickere Saiten. Ich habe auf meine Mustang 11er draufgezogen, das hat die ursprüngliche Bridge etwas "beruhigt", allerdings hat die Mustang ja auch eine kürzere Mensur als die Jazzmaster und dünne Saiten wirken an ihr sehr labberig.
Nichtsdestotrotz sollte auch bei der Jazzmaster die Bridge sich mit dickeren Saiten angenehmer verhalten.
An den beiden Posts kannst Du übrigens die Saitenhöhre bei der original Mustang Bridge auch verstellen, wie bei einer Tune-O-Matic halt. Nur die Einstellung der einzelnen Saiten wird schwierig.
 
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Erstmal: danke für das Review. :)

Ich habe auf meiner JM immer 11-52 gespielt, und entweder hat meine dieses Buzzing nicht gehabt, oder ich habs einfach nicht wahrgenommen. :redface:
Ebenso war meine recht stimmstabil, auch wenn ich surfig mit viel Hebel unterwegs war. Ich hatte eine 2002 (?) MIJ. Allerdings hatte ich tote Bünde.

Das blöde ist, ich vermisse sie irgendwie immer mehr. Die Squier kommt mir da gerade recht. Vor allem in "sonic blue". Da fängt mein Basserherz doch wieder zu sabbern an - gut, dass es keinen matching Headstock gibt, sonst würde ich schon länger pleite sein. ;)
 
Ben zen Berg
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Hm, wenn mich ein Bassist nach einer Gitarre fragen würde, ich würde im nur einen Jazzmaster empfehlen... :) Damit kann man einem Bassisten schon gut in die Quere komman.
Wenn ich mir den JM in Deiner Amp History anschaue, dann hat er auf dem ersten Photo ein BuzzStop auf dem dritten nicht mehr, dafür aber einen Bridge-Humbucker... war Buzzing da wirklich nie ein Thema??? Oder war's das BuzzStop? Vorher - Nachher... kannst Du dich daran noch erinnern?
 
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Ui, das ist ewig her. Den Buzzstop hatte ich afaik nur als optischen Schmankerl drauf und war quasi ein Saitenstraffer, der kam parallel zu dem PAF (was gelinde gesagt der größte Fehler auf einer JM ist). PAF ist schön, aber passt nicht zur JM Charakteristik.
Ich hatte btw. auch die Mustang-Bridge drauf. Später kam dann noch ein anderes Pickguard. :rolleyes:
 
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Tolles Review!
Bin ja sonst selten in der E-Gitarren Ecke, weil ich derzeit eher andere Musik mache.

Nachklingende Saiten bedämpfe ich gerne mit einem kleinen Lederstreifen. Da hatte ich mal verschiedene Reste im Bastelladen gekauft. Kleine Streifen, eventuell im Saitenabstand geschlitzt und drunter geschoben helfen. Das mache ich sowohl bei der Kopfplatte als auch bei längeren freien Saiten (Mandoline, Jazz-Gitarre) am Steg so. Da die Lederreste unterschiedliche Farben haben, suche ich mir unauffällige aus, die keinen schlimmen Kontrast mit dem Hintergrund bilden.
Eine andere Alternative: 2 Filzstreifen, die von oben und unten die Saiten bedämpfen. Irgendwo habe ich das sogar als Zubehör gesehen mit kleinen Schräubchen, die die beiden Streifen zusammenhalten. Ca. 1 cm breit und wirkt auch sehr gut, ohne die Optik zu verschandeln. oder man besorgt sich selbstklebenden Filz und klebt 2 gleich breite Streifen mit der Kleberschicht zu den Saiten zusammen. Hält bis zum nächsten Saitenwechsel ;)
Gruß
Christoph
 
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Schönes Review, sehr "blumig" und lebendig geschrieben, klasse.

Ich bin schon seit einigen Jahren absoluter Jazzmaster - Fan. Hatte auch schon einige ganz verschiedene im Besitz/Gebrauch. So unterschiedlich die jeweilige Herkunft, das jeweilige Alter und der jeweilige Preis auch waren, einen verlässlichen Rückschluss auf den Sound und die gefühlte (Spiel-) Qualität konnte man einfach nicht ziehen. Das teuerste Modell, was ich eine Zeit lang spielte, war eine Elvis Costello Jazzmaster.
So schön ich dieses Teil auch fand, es gelang mir nicht, mich in sie zu verlieben. Und ich wollte sie wirklich lieben.
Sound- und spieltechnisch wurden wir einfach keine Partner.

Bei der Squier vintage modified - muss ich im Nachhinein zugeben - hat mich zunächst einmal wirklich nur der Preis angefixt.
Bei näherer Betrachtung verschiedener Modelle im Store war ich verblüfft, wie gut die Teile verarbeitet sind. Besonders schön fand ich Farbe, Beschaffenheit, Breite und Bespielbarkeit des Halses.
Und eine sonic blue wollte ich doch irgendwie schon immer mal.
Also irgendeinen Vox geschnappt und gespielt. Wow, wow, wow!
Richtig schöner Jazzmaster - Sound. Sehr vintage, so wie ich es mag. Ok, die Höhen am Bridge - PU waren anfangs schon etwas bissig. Aber dazu darf man ja den Tonepoti bemühen. Und das hilft.

Unterm Strich habe ich mir dann die weiße mit dem Tortoise - Pickguard genommen. Die sonic blue (die eigentlich eher an ein surf green erinnert) hatte optisch bei mir am Ende keine Chance gegen die weiße.

Nach einigen Tagen Spielen gab es eigentlich nur 2 Modifikationen, die ich für nötig hielte: Austausch der Brücke gegen eine Mustang-Bridge und natürlich ordentliche 11er Saiten.
Jetzt passt alles.
Probleme mit Verstimmung habe ich absolut keine und das Trem ist bei mir quasi im Dauereinsatz.
Ein Jazzmaster - Trem kann man schon ordentlich rocken, aber man muss dafür ein Gefühl entwickeln, wie weit man es treiben kann und welche Grenzen man nicht überschreiten sollte. Das ist aber normal und war noch bei keiner Jazzmaster anders.
Am Squier - Trem stört mich nur, dass der Arm ein wenig zu kurz ist und dass es reltiv tief sitzt, so dass der Tremolierbereich für mein Gefühl zu knapp ist. Ich denke, da kann man was modifizieren oder alternativ ein originales Fender Trem einbauen.

Das ist auch ein riesiger Pluspunkt in meinen Augen, bei dem doch moderaten Preis der Gitarre brauch man keinerlei Berührungsangst zu haben, wenn man denn doch mal etwas modifizieren will.
Kurzum: Ich liebe diese Gitarre.

Nachtrag: Die nach- und mitklingenden Saiten hinter der Bridge sind ja irgendwo auch ein Charaktermerkmal der Jazzmaster. Ich würde sie nicht dämpfen. Auch schon aus dem Grund, dass eine normale Jazzmaster nicht so wirklich eine Gitarre für viel Gain ist. Ihre Stärke liegt im cleaneren Bereich und da stören mich die leise mitschimmernden Saiten hinter der Bridge nicht, ganz im Gegenteil.

- - - Aktualisiert - - -

Ich denke darüber nach, den BuzzStop anzutesten. Viel leicht hat ja hier on Board jemand Erfahrung mit diesem Teil? Ich befürchte, dass es den super-perkussiven Sound stark relativiert...

Das befürchte ich ebenfalls. Würde ich ganz klar nicht tun.
Nach meiner Erfahrung ist die einzige 100%ige Lösung eine mastery - Bridge. Ob man natürlich eine 300€ Gitarre mit einer 180€ - Bridge nachrüstet, steht auf einem anderen Blatt.

Teste doch erst mal die Mustang-Bridge. Die passt genau. Dass du nicht jede Saitehöhe einzeln nachjustieren kannst, ist nicht das Problem. Das kannst du über die Höhe der gesamten Bridge gut ausgleichen.

Dieser direkte, ultra-drahtige Sound geht jedenfalls mit einer Dämmung zwischen Bridge und Tremolo sofort verloren.
Ganz genau. Nicht machen.
 
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Diese Spielweise hat dazu geführt, dass ich erst einmal auf alle Gitarren einen 0.09er Satz von Ernie Ball aufziehe. Selbst mit diesen dünnen Saiten habe ich keine Probleme mit der Brücke.

Ich würde schon sagen, Deine Hauptkritikpunkte hängen damit zusammen.

Stimmstabilität: Durch Tremolo-Einsatz bewegt sich die Brücke mit den Saiten und soll eigentlich danach in ihre Ausgangsposition zurückkehren. Das tut sie umso besser, je größer der Andruck durch die Saiten ist - das erreicht man durch stärkere Saiten oder eben den Buzz Stop. Wobei stärkere Saiten der Mittelweg ist, wenn Du das Eigenleben nicht ganz abtöten willst.

Alternative ist, die Bewegung der Bridge einzuschränken, zB mit Textilklebeband, das man um die Beinchen wickelt. Dann rutscht die Saite natürlich über die Bridge - und das sollte man ihr dann möglichst erleichtern, zB indem man die Brücke regelmäßig mit Graphitlösung schmiert.

Auch das Saitenklingeln nimmt mit stärkeren Saiten ab. Ich nehme es eigentlich nur wahr, wenn ich die Gitarre trocken spiele ...

Wenn das mit Deiner Technik kollidiert, lohnt sich vielleicht doch ein Brückentausch. Da die Squier einen flachen Radius hat, kannst Du mal eine Tune-o-Matic mit Rollen probieren, zB von Schaller.

Hast Du schon mal probiert, mit der mittleren Schraube auf der Tremoloplatte den Federzug zu erhöhen? Das kann auch durchaus was bringen, weil man dann doch intuitiv nicht so extreme Tremolobewegungen macht und das System insgesamt stabiler wird ... bei den Fender-Trems geht das jedenfalls. Bei der Squier glaube ich auch, die Schraube dafür zu erkennen.
 
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Vielen Dank für die Tips. Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich eigentlich nie ein Tremolo benutze. Den Effekt finde ich schon sehr gut, von der Ergonomie mag ich die Teile einfach nicht. Ich benutze lieber ein Whammy-Pedal.
Ich werde aber mal 'nen 0.11-Satz Saiten aufziehen - damit werde ich wohl doch ein wenig mehr Sustain erhalten.

Wenn das mit Deiner Technik kollidiert, lohnt sich vielleicht doch ein Brückentausch. Da die Squier einen flachen Radius hat, kannst Du mal eine Tune-o-Matic mit Rollen probieren, zB von Schaller.

Der Abstand zwischen D/G-Saite und Pickguard misst bei meinem Jazzmaster 10,5 mm... gibt es denn so tief liegende Tune-o-Matics? Selbst die Mustang-Bridge ist laut Specs mit 11 mm höher. Warmoth hat übrigens eine Modified Mustang Bridge im Programm, bei der auch die Saiten Tune-o-Matic-like eingestellt werden können.

Hast Du schon mal probiert, mit der mittleren Schraube auf der Tremoloplatte den Federzug zu erhöhen? Das kann auch durchaus was bringen, weil man dann doch intuitiv nicht so extreme Tremolobewegungen macht und das System insgesamt stabiler wird ... bei den Fender-Trems geht das jedenfalls. Bei der Squier glaube ich auch, die Schraube dafür zu erkennen.

Ja, mit dieser Schraube kann man das Trem einstellen. Man soll mit der Schraube das Trem sogar blockieren können. Beim Saitenwechsel wird das Pickguard entfernt um Potis und Toggle Switch auszutauschen. Dann wird auch mal das Trem abgeschraubt und inspiziert.
 
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Die Warmoth Brücke ist ja im Prinzip nur eine Jazzmatser-Brücke in gut (ist sie wirklich), aber kein anderer Ansatz. Ist halt stabiler, schwerer, tighter gefertigt. Definitiv ein Upgrade, keine Frage. Und sie erlaubt die Anpassung auf den 9,5 Zoll Radius, was bei der mustang Bridge nicht geht.

Ich meinte diese: https://www.thomann.de/de/schaller_stmc_steg.htm Mit dem runden Radius meiner japanischen Jazzmaster hat mir diese Brücke nicht so gefallen, aber wie gesagt, mit einem 9,5' Radius müsste es deutlich besser sein. Die Vorteile: Mehr Sustain durch breitere Auflage und mehr Masse (in die JM-Einschlaghülsen gesteckt, liegt sie auf den Rändelschrauben - damit ist auch die Höhe verstellbar). Der Saitenabstand kann optimal eingestellt werden (klappt bei der mustang Brücke nicht immer). Und durch die Rollen arbeitet das Trem stimmstabiler. Braucht man alles nicht unbedingt, aber je nach Spielgeld ist es ist einen Versuch wert :)

Wüsste nicht, wie man das Tremolo mit der Schraube arretieren können sollte. Man kann die Feder damit straffer einstellen, aber mehr nicht. WIe straff es geht, hängt davon ab wie hart die Feder ist. Ab davon gibt es aber auch keinen Grund, ein JM-Trem komplett stillzulegen. Wenn man den Hebel einfach zuhause lässt, ist das doch völlig ausreichend ... dann fungiert das Tremolo ja nur noch als Saitenaufhängung. Anders als bei der Strat kann man da kaum mit dem Handballen oder einem Bending für Bewegung sorgen.
 
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Mein Jazzmaster brauchte dringend eine Überarbeitung. Das Toggle Switch hat den Dienst quittiert. Ich habe noch einmal versucht, es zu reparieren, aber das verwendete Material ist kein Federstahl oder viel zu dünn. Das Zurechtbiegen funktionierte nur für ein paar Schaltungen, dann war es wieder ausgeleiert und oftmals ohne Kontakt. Leider führten Ab- und Wiederaufbau der Brücke zum gefürchteten Rasseln. Ich konnte das Rasseln nur über die Saitenlage bändigen, auf den super komfortablen 1,4 mm musste ich 2 mm zugeben, bis das Rasseln ein Ende hatte. Ganz übel war jedoch, das die ganze Konstruktion jetzt noch mehr Sustain schluckte. Ich hatte sogar plötzlich einen Dead Spot!

2014-05-24-09.02.33.jpg 2014-05-24-09.03.jpg

Da auch der Vulume Poti kratzte, hatte ich mich für eine Total OP entschlossen:

2x ALLPARTS CTS 1 MEGA OHM POTI
GÖLDO TOGGLE SWITCH EL02C
SCHALLER STMC STEG
ALLPARTS TREMOLO BUZZ STOP

wurden bestellt. Und dazu noch ein 11er roundwound Satz Saiten. Das hat natürlich zu dramatischen Veränderungen geführt – leider nicht nur zum guten und manches werde ich wohl zurück bauen.
Im original Jazzmaster Wiring wird für Volume ein 1 mΩ linearer und für Tone ein 1 mΩ logarithmischer Poti verbaut. Thomann hat leider nur linearer 1 mΩ Potis und das kommt beim Tone Poti gar nicht gut. Während der Volumen Poti gleichmäßig über den gesamten Weg regelt verhält sich der lineare Poti beim Tone so bescheiden wie erwartet – lange passiert nichts und dann kommt der Absturz... Viel schlimmer ist aber, das die Mega Ohm Potis den Sound auch mega schrill machen – da wurden vorher wohl Teile mit nur 250 kΩ verbaut. Die alten Kappen passen auch nicht wirklich auf die CTS-Achsen - das alte Meter/Zoll-Problem.
Der Buzz Stop macht eigentlich einen guten Job, leider aber auch nicht 100-prozentig. Die Lautstärke des Nachklingens wird deutlich reduziert, jedoch hat es jetzt eine viel höhere Frequenz. Bei Single Notes auf den Basssaiten fällt es dann schon wieder negativ auf...
Die dicken Saiten und die neue Bridge bringen einen volleren Ton mit mehr Sustain, von beidem wird eine ordentliche Schüppe nachgelegt. So richtig passen will die neue Bridge aber auch nicht. Ich würde es eher als Murks bezeichnen. Hier werden Einsteckhülsen in Einsteckhülsen geschoben – und die müssen auch noch mit Tape umwickelt werden, damit sie in den vorhandenen Jazzmaster-Hülsen nicht hin und her schlackern. Die Jazzmaster Bridge hat zwar 1 mm mehr Spiel, sie hat aber Madenschrauben, welche sich im Bohrloch der Hülse zentrieren. Die JM-Bridge ist so konstruiert, dass die Brücker beim Tremolieren mitwandert, damit die Saiten nicht über die Reiter gezogen werden.
Tremolieren geht mit der neuen Bridge noch weniger, die Verstimmung ist noch krasser und es dauert noch viel länger, bis sich das System wieder in einer stabilen Lage befindet. Auch nach dem Aufziehen neuer Saiten hat es ein gefühltes Jahrhundert gedauert, bis die Gitarre stimmstabil war.

Hmm, irgendwie war es der zeitgleiche Griff ins Klo mit zwei Händen...
 
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Ennerweh
Tut mir leid, das zu hören. Ich habe mit den "Schlacker"-Brücken auch nicht die beste Erfahrung gemacht. So viel Tape, dass das Ding fest sitzt, war bei mir in diesem Fall die Lösung.
Möglicherweise musst du auch mal deine Federkraft am Trem richtig einstellen. So wie du es beschreibst, könnte auch dort grundsätzlich der Wurm drin sein. Logarithmische Tone-Potis bekommst du auf jeden Fall bei Rockinger, ich habe damit nur gute Erfahrungen gemacht. Müsste noch mal schauen, aber ich meine, ich hatte mir einen 500kOhm CTS bestellt. Läuft super und lässt sich sehr wertig bedienen, also mit einem gewissen leichten Widerstand.
Buzz-Stop halte ich nach wie vor für unnötig, zumindestens bei meiner selbstgebauten Jazzmaster habe ich kein Problem, was ich mit so einer Krücke beseitigen müsste.
 
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Es hat zwar 3 Monate keiner mehr geschrieben, aber ich muss euch mitteilen, dass ich die JM jetzt auch in Sonic Blue besitze. :)

Kurzeindruck nach 4h: tolle Verarbeitung. Lack astrein, Halstasche keine Fransen. Lack am Hals hinten....hmmmm....gut gemacht, aber ich bin eher der matt-Fan.
Manche Bünde schauen ein wenig aus der unteren Seite raus. Sonst ist der Hals gut. Keine Deadspots. Die Werkssaiten sind ganz okay....neeee....spielbar, aber mehr nicht. Nehme an, es sind die Billo-Saiten von Fender.
Stimmstabilität: Sahne! Auch mit harten Dive-Bombs am Tremolo hin und her, hält.

Negative Seite: die Pickups sind das Schlimmste, was mir bei Squier bisher untergekommen ist. Ich kenne die einer CV Tele, einer CV Stat, einer VM Strat und einer Bullet Strat (!). Allesamt klingen besser. Der am Steg klingt wie ein altes Radio (platt) und der am Hals wie eine Badewanne. Ich hatte auf meiner Fender MIJ JM zuletzt (2-3 Jahre lang) Barfuss P90 eingebaut - die hatte er damals für mich entwickelt, waurm also nicht ein zweites Mal. Ein himmelweiter Unterschied - zumindest in meiner Erinnerung. Die werden wohl wieder kommen. Auch wenn die zusammen fast die Hälfte der gesamten Gitarre kosten. Vom Schwingverhalten habe ich trotz des gefühlt dicken Lacks keine Bedenken, dass es eine sinnlose Investition ist.

Achja, die Bridge. Da wird wohl wieder eine Mustang daherkommen. Schon beim ersten anschrummeln flogen die Saiten fröhlich zwischen den Ritzen hin und her. :weird:

Generell fühlt sich die JM nicht genau wie meine MIJ an, aber doch sehr sehr ähnlich. Wenn ich die PUs einbauen lasse, lass ich auch gleich alles auf meine Saitendicke 11-52 einstellen, inkl Bünde abrichten. Ich meine der 14te Bund ist etwas zu hoch und schnarrt leicht.

Seid ihr bei den Potis zu einem Ergebnis gekommen?
 
Ben zen Berg
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Volume: lineal 1 MΩ, Tone: 250 kΩ logaritmisch. Das Switch musst Du unbedingt austauschen, das ist das schlechteste an der Gitarre.
Ich werde auch die Schaller Bridge und das BuzzStop wieder entfernen. Beides macht den Klang zwar viel fetter, aber das holt die Gitarre komplett aus der Jazzmaster-Ecke raus.
Ich werde mir die Blacktop Jazzmaster Bridge (P/N 0081239001) holen. Da kann jede Saite individuell in der Höhe justiert werden.

6206.jpg

Ich werde mir wohl auch einen anderen Hals dafür holen. Irgendwie habe ich das Gefühl, das Teil ist foliert. Schau dir diese Naht am Sattel an und dieses Plastik-Gefühl...
Mit den PUs hatte ich anfänglich auch arge Schwierigkeiten, weil die schon recht heiß sind. Spiel mal ein wenig an deinen Amp-Einstellungen rum und schraub deinen Amp mal in eine Richtung, wie Du es normalerweise nicht machen würdest... Da kommt da plötzlich was.
 
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Ich habe meiner Jazzmaster jetzt die Fender Vintage PUs und die Graph Tech Saddles und eine Kur beim Gitarrenbauer gegönnt (Hals wurde ent-lackt und Bünde abgerichtet und entgratet). Jetzt ist sie gefühlt mit meiner Fender MIJ Jazzmaster ebenbürtig. Definitive Empfehlung. :great:

Alles in allem hat sie mich ca. 500 Euro gekostet. Ich denke, für das Gebotene echt klasse.

Ich weiß nur noch nicht, ob der Lindenbody der Squier oder der Erlebody der Fender mir besser schmeckt.
 

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