Gitarrenelektronik stecken statt löten

von ibanez fan, 25.03.17.

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  1. ibanez fan

    ibanez fan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.17   #1
    Gitarrenelektronik stecken statt löten ist nichts neues. Bei emg gibt es ja das schon länger. Nun habe ich mir ein neues emg set in meine ltd gebraten und hatte probleme, da ich den toggleswitch nicht ordentlich gelötet bekam.

    Man hat bei diesen emg sets eine klinkenbuchse dabei die an den kontakten mit klemmen angeschlossen wird also hab ich mich gefragt ob es solche klemmen auch seperat erhältlich gibt um bei meinem switch auch nicht löten zu müssen.

    Scheinbar sind diese in modellbaushops oder in kfz werkstätten zu bekommen, wurde mir gesagt. Es gibt sie wohl auch in vielen verschiedenen größen also werde ich mal sehn ob ich was passendes für die kontakte am switch bekomme und probiere es aus.

    Warum ich das hier schreibe?

    Ich dachte es könnte sich als guter tipp herausstellen, da man so evtl den einbau vieler gitarrenelektroniken vereinfachen kann, die noch nicht vom hersteller als stecksystem konzipiert sind, weil man aufs löten, was ja immer eine zimliche frickelei ist, verzichten kann.

    Ich werde auf jeden fall schreiben ob der anschluss des toggle switch mit den klemmen geklappt hat ;)

    Lg marcel
     
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  2. Bass Fan

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    Erstellt: 25.03.17   #2
    Das kann ich so nicht nachvollziehen, ich halte Löten für einfach und zuverlässig.
     
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  3. netstalker

    netstalker HCA Funk- und Netzwerktechnik HCA

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    Erstellt: 25.03.17   #3
    Löten ist keine Frickelei sondern eine erlernbare Fertigkeit - da ist Texten auf einem Smartphone mehr "Frickelei" :engel:
    Ein anständiger Lötkolben kostet einen Bruchteil des Preises eines neuen Smartphones oder für die Raucher: mit dem Preis für 10 Schachteln Kippen kriegt man auch einen....:evil:
     
  4. shadok

    shadok Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.17   #4
    Hm, wenn die Platine in meiner LP Studio schlapp machen täte, dann käme auch 'n klassisches Wiring rein. Mit Molex-Steckern o.ä. würde ich mich da nicht abgeben.
    Lötstation, anständiges Lot & Flußmittel bzw. Lötfett - ab geht die DIY-Party:D
     
  5. adola

    adola Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.17   #5
    Hm, ich fänd ´gut funktionierende´ Klemmverbindungen gar nicht so abwegig. Solche Verbindungen können ebenso haltbar, wie Lötstellen sein. Noch dazu würde es weniger Schwankungen in der Verbindungsgüte geben.

    Ich möchte das Engagement von @ibanez fan deshalb hier nicht abwürgen. Bitte berichte, was du so für Verbindungen findest.

    Und ich muss für mich gestehen, dass ich wohl nie ein guter Löter werde. Trotz guter Lötstation und den nötigen Kenntnissen wirds bei mir nie gut... Vll. fehlt mir die innere Ruhe dafür!? Sicher gibt es noch viele andere solche Trottel wie mich :D

    Dennoch ist klar, dass in der Audiotechnik im weitesten Sinne nie ganz auf Löten verzichtet werden kann. Das +/- zu können ist für Mukker Pflicht.

    LG

    Nachtrag:
    @netstalker Mit Schwankungen in der Verbindungsgüte war hier kein Profi- oder industrielles Löten gemeint, sondern Frlickeleien von Gelegenheitsamateuren...
     
  6. netstalker

    netstalker HCA Funk- und Netzwerktechnik HCA

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    Erstellt: 25.03.17   #6
    nö - eine Lötstelle ist eine "feste Verbindung" im Gegensatz zu Klemmen/Steckverbindern.
    Sorry wenn ich hier 'reingrätsche: Lötfett oder extra Flussmittel GEHT GAR NICHT! Flussmittel und Lötfette gehören an die Dachrinne - nicht an Elektronik.
    Für das Löten an Elektronischen Bauteilen IMMER Elektroniklot mit Flusssmittelseele benutzen - das Zeug ist nur einen Bruchteil so Aggressiv wie Lötfett o.Ä. - das sind richtige säurehaltigen Ätzlösungen.....
     
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  7. Bass Fan

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    Erstellt: 25.03.17   #7
    Und bleihaltiges Lötzinn nehmen, das benetzt viel besser und hat einen niedrigeren Schmelzpunkt gegenüber Lötzinn ohne Bleianteil.
     
  8. Casualty

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    Erstellt: 25.03.17   #8
    "Was soll dieser Quatsch? Wo kämen wir denn hin? Das haben wir schon immer so gemacht!"
     
  9. netstalker

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    Erstellt: 25.03.17   #9
    Ja nu - Hauptsache kein Lötfett oder ähnlich.
    Ob mit oder ohne Blei muss jeder selber wissen; die "Bleifrei-Regelung" kam wegen industrieller Fließband-Fertigung - hier sind Bleidämpfe definitiv auf die Dauer Krebserregend. Ich denke wenn man als Raucher lötet isses eh egal:evil:, ich selbst benutze beides - es gibt auch Bleifrei mit niedrigem Schmelzpunkt.
     
  10. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 25.03.17   #10
    Die Beurteilung des Schwierigkeitsgrades bestimmter Tätigkeiten ist immer subjektiv... so wie jeder Schwimmer dem verzweifelten Nichtschwimmer versichert, daß das ganz leicht sei. Wer wie ich 40 Berufsjahre mit einer Lötstation verbracht hat, sieht löten natürlich nicht mehr als Herausforderung... in der Zeit hätte es auch ein Schimpanse gelernt. Für Neulinge oder Gelegenheitslöter ist das sicher etwas anderes und es dauert seine Zeit, bis man das Gefühl des richtigen Fließzeitpunktes, der richtigen Dimensionierung des Kolbens zum Werkstück, der erforderlichen Reinigungsmaßnahmen oder überhaupt lötbarer Materialien bekommt.
    Grundsätzlich gibt es heute sicher Verbindungstechniken, die ebenso zuverlässig sind wie Lötungen, gerade schneidende Klemmverbindungen oder wire-wrap Techniken sind da sicher ebenbürtig. Einfache Steckverbindungen, wie man sie mittlerweile auch in der Elektrotechnik zB an Lichtschaltern findet, sind aber für höhere Spannungen und Ströme entwickelt worden, eine eventuelle Korrosion an den Kontaktstellen würde da nur einen vernachlässigbaren Übergangswiderstand darstellen. Der gleiche Widerstand in der Gitarrenelektronik fließt aber bei den dortigen Spannungen im mV Bereich und entsprechend kleinen Strömen bereits als Berechnungsgröße in die Schaltung ein und kann schnell zu Klangveränderungen, Kratzgeräuschen oder Komplettversagen führen.
    Ich hab bei meiner Gibson LP auch verwundert zur Kenntnis genommen, daß da alles gesteckt ist, vielleicht sind die Klemmverbindungen ja auch besonders auf die Verhältnisse in der Gitarre ausgelegt, wer weiß. Persönlich hätte ich es auch eher gelötet, aber bis jetzt hat es noch keine Probleme bereitet...
     
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  11. ibanez fan

    ibanez fan Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.17   #11
    Also. Bin zum glück im örtlichen modellbauladen fündig geworden.
    Es sind die selben klemmen wie beim emg stecksystem, zum anschließen der buchse, nur kleiner. Nun war es lediglich arbeit von 5min. Alle drähte abisolieren , drähte in die klemme einpressen und dann die klemme auf den kontakt stecken. Hält super und es passt auch alles ins schalterfach. Die klemmen aretiern sich dadurch der kontakt dieses loch hat. Durt rasten sie ein.

    Ob man diese idee nun gut findet oder nicht bleibt einem selbst überlassen aber es hat gute vorteile.
    -das teil (schalter, poti etc.) Wird nicht "verschlissen" also die kontakte bleiben lange heile
    -es ist easy zu bewerkstelligen
    -die klemmen sind pfennigkram und man braucht keinen lötkolben und lötzinn zu kaufen
    -die verbindung ist stabil. Wahrscheinlich sogar stabiler als ein lötpunkt.

    Diese klemmen gibt es in verschiedenen größen also sollte sich für jeden kontakt die richtige größe finden lassen ;)
     
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