Gitarrist möchte singen

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AndreasEsterl
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Hallo Leute!

Ich wollte euch mal nach eurer Meinung fragen.

Ich bin Gitarrist und spiele schon seit vielen Jahren Gitarre in unterschiedlichsten Bands, Projekten usw. Ich war immer der Leadgitarrist und verfüge über Live- und Studioerfahrung.

In den Bands habe ich auch immer mitgesungen…und da möchte ich jetzt ansetzen.

Ich war eigentlich immer der Backgroundsänger und denke gerade darüber nach, stimmlich etwas „mehr“ zu machen…also quasi Sologesang.

Dazu muss ich sagen, dass ich zwar bei den Chorsätzen in den Bands problemlos die zweite oder dritte Stimme singen konnte…jedoch hat es nie für den Sologesang gereicht.

Abe bitte nicht falsch verstehen…ich habe da jetzt keine falschen Hoffnungen, dass ich wirklich DER Meistersänger werde oder wie auch immer. Mein Ziel ist es einfach ein paar Songs zu singen, bei denen ich mich selbst auf der Gitarre begleite.

Da ich im Moment kein Budget für Gesangsunterricht habe, bleibt mit im Moment nur das Selbststudium (sprich Workshops in Zeitschriften, im Internet, Videoworkshops etc.).

Da ich auch nicht vorhabe, mich zu blamieren *g* würde ich die ganze Sache gerne „richtig“ angehen…sofern es überhaupt Sinn hat.

Wie würdet ihr die Sache angehen, wenn ihr nur bedingt Gesangserfahrung habt? War vielleicht jemand schon in einer ähnlichen Situation?

Ich würde mich über Feedback sehr freuen.

Liebe Grüße!
Andi
 
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Wie würdet ihr die Sache angehen, wenn ihr nur bedingt Gesangserfahrung habt? War vielleicht jemand schon in einer ähnlichen Situation?

Ich würde einfach singen. Da du ja kein unbeschriebenes Blatt bist und du bereits Zweitstimmen gesungen hast, bist du in einer guten Ausgangsposition.

Um es anderes zu sagen: als Paul McCartney, John Lennon, Bob Dylan oder Mick Jagger anfangen haben zu singen, hatten sie auch keine Ahnung. Und alle hatten keinen Unterricht.

Da ich im Moment kein Budget für Gesangsunterricht habe, bleibt mit im Moment nur das Selbststudium (sprich Workshops in Zeitschriften, im Internet, Videoworkshops etc.).

Ich würde auf diesen ganzen Workshop-Kram erstmal verzichten und einfach loslegen. Du hast selbst gesagt, du willst erstmal nur ein paar Songs zur Gitarre singen. Da kann nicht so viel schiefgehen. Dazu braucht man kein Studium.

Und wenn du ein paar Songs aufgenommen hast, kannst du sie ja mal im Hörproben-Sub posten.
 
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Hey, vielen Dank für deine Antwort!

Na ja, ich denke mir, da ich gesangstechnisch nie was gemacht habe, wäre es da nicht schon sinnvoll, mir ein paar grundlegende Techniken raufzuschaffen?

Ja ich will einige Songs zur Gitarre singen...aber ich möchte damit auch auftreten und da sollte dann schon eine gewisse Professionalität vorhanden sein.
 
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Das ist deine Entscheidung, die du treffen musst. Wenn du der Ansicht bist, das zu brauchen, dann mach es so. Allerdings frage ich mich dann, warum du erst fragen musst.

Ich habe ein paar Namen genannnt von Leute, die alle aufgetreten sind.. Ich könnte die Liste um viele Namen erweitern. zB Janis Joplin. Sind die unprofessionell, weil sie von Gesangstechnik keine oder wenig Ahnung hatten?

Ich selbst halte nur bedingt was davon, sich durch Tutorials und Online-Videos Gesangstechnik draufzuschaffen, da es dort eben keine Qualitätssicherung gibt.

Daher: entweder richtig mit Gesangsunterricht oder als richtiger Autodidakt nach dem eigenen Gefühl. Wenn du selbst anderer Ansicht bist - mach es anders.:nix:
 
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Ähm ja, ich kann auch nur sagen: Mach doch einfach :nix: Man muss nicht Gesang studieren, Gesangsphysiologe, etc. werden, um ein Sänger zu sein.

Ansonsten: Warum soll dein jetziger Stand nicht für Sologesang reichen? Was reicht denn an deinem Gesang nicht für Lead? Wenn du wirklich gut Background singen kannst, dann bist du wohl intonationssicher, Timingfest und hast auch einen großen Stimmumfang. Oder war das Backgroundsingen eher was in Richtung leise parallel zum Leadsänger was dazulümmeln?

Was ich damit auch sagen will ist, dass es kein allgemeingültiges Ausbildungsprogramm für Sängersein gibt. Es ist sehr stark davon abhängig, was du mitbringst und wo du hin willst.
Du darfst auch eine Hörprobe hochladen. Dann können wir dir eher sagen, woran du arbeiten könntest.
 
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Ich kann mich da nur meinen Vorrednern anschließen. Meiner Meinung und Erfahrung nach ist der Hauptunterschied zum Backgroundsänger, dass beim Leadgesang das Rüberbringen des "feelings" ein entscheidender Faktor ist. Nur sauber die Töne zu treffen reicht da nicht. Einfach probieren und vor allem eigene Aufnahmen anhören.
 
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Also was den Backgroundgesang betrifft, so habe ich schon die zweite und dritte Stimme gesungen...damit eben die Chorsätze in der Band schön voll klingen...also nicht nur leise im Hintergrund mitsingen.

Ich denke ich hatte bis jetzt das Gefühl, dass es deswegen nicht für den Sologesang reicht, da ich es einfach nie wirklich ernsthaft versucht habe und wenn ich wirklich mal ein paar Töne solo gesungen habe, war das wohl nicht wirklich überzeugend.

Ich erwarte mir auch keine Wunder, was meine gesangliche Leistung betrifft...es geht mir einfach nur darum, zu singen und mich selbst an der Gitarre zu begleiten...da ich gerne musikalisch solo etwas machen möchte (in letzter Zeit hatte ich wohl kein Glück mit mit Sängern *g*)...ich arbeite gerade an ein paar Instrumentalstücken für Gitarre...würde jetzt aber auch gerne gesanglich etwas machen, da ich einfach nicht mehr nur für mich daheim Musik machen möchte, sondern auch gelegentlich mal wieder auftreten möchte.
 
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Versteh ich voll und ganz, ich bin auch Leadgitarrist und Leadsänger (seit Jahrzehnten..); macht einfach riesig Spaß
 
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Versteh ich voll und ganz, ich bin auch Leadgitarrist und Leadsänger (seit Jahrzehnten..); macht einfach riesig Spaß

Ja, stimmt...das mit der Leadgitarre funktioniert ja ganz gut...aber ich denke heutzutage tut man sich einfach leichter wenn man auch gesanglich was anbieten kann. :)
 
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Gut, dann halt so: Was genau würdest du an deinem Gesang ändern wollen, damit es deiner Meinung nach für Solo taugt?
 
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Das ist eine gute Frage!

Ich denke, ich würde gerne am Klang meiner Stimme arbeiten...die Töne treffen, das ist kein Problem für mich.
 
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Viele meinen ja Singen lernen im Selbststudium sei unmöglich, das glaub ich jedoch nicht. Dennoch ist es so wie mit allen, die Gefahr besteht sich Techniken falsch anzueignen. Und natürlich dauert es einfach wesentlich länger als mit einem Lehrer. Vielleicht solltest du nach einem akzeptablen Weg suchen Dir den Unterricht zu finanzieren, statt einfach sao abzuhaken "das kann ich mir eh nicht leisten". Kommt das dennoch trotz Zeitmangel nicht in Frage, bringt Dir unser Feedback vielleicht etwas wenn Du wie bereits erwähnt mal eine Probe hochlädst vielleicht unterschätzt Du Dich ja auch.

Das einzige was wir wissen ist, dass Du Singen lernen möchtest, aber das wollen wohl viele hier im Forum wenn niemand die genau Situation kennt, wird man Dir auch kein festes Feedback geben könnnen.

Was ich Dir empfehlen kann ist das englischsprachige Buch "The Rock 'n' Roll Singers Survival Manual". Zielgruppe sind vorallem Leser die keinen Unterricht nehmen können, für jene die das tun aber auch lesenswert.

Viel Erfolg wünsch ich Dir!
 
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Ich denke, ich würde gerne am Klang meiner Stimme arbeiten...die Töne treffen, das ist kein Problem für mich.

Aufnehmen, ausprobieren, anhören. Und immer darauf achten, wie sich der Hals während/nach dem Singen anfühlt, bzw, wenn Du beim Singen den Hals eng machst, darauf achten, was Dein Bauch so macht, zum Beispiel :)
 
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Wichtig im Selbststudium ist, sich regelmäßig aufzunehmen, die eigenen Unzulänglichkeiten zu erkennen und auszubessern. Während du singst wirst du die Qualität deiner Darbietung nicht objektiv beurteilen können. Außerdem ist es wichtig, beim Singen ungehemmt sein zu können. Zurückhaltung hat bei mir z.B. dazu geführt, dass ich mir kleine Tricks angeeignet hatte, mit denen ich irgendwie nicht allzu laut in die Höhe kam, was aber nicht sonderlich schön klang. Das musste dann im Gesangsunterricht später wieder abtrainiert werden.

Das mit dem fehlenden Budget für Gesangsunterricht kann ich übrigens nicht nachvollziehen. Zurzeit gehe ich zwar nur alle zwei Wochen, weil ich auch etwas knapp bei Kasse bin, aber irgendwoher kriegt man das Geld, wenn man wirklich will.
 
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Hey Leute! Vielen Dank für eure Ratschläge. Ok, das mit dem Geld stimmt irgendwie...wenn man wirklich etwas möchte, kann man auch das Geld dafür auftreiben...aber zur Zeit stecke ich mein Geld lieber in andere Dinge...wie z.B. mein Tonstudio. Ich könnte mir auch vorstellen, in absehbarer Zeit mal Gesangsunterricht zu nehmen aber ich möchte in erster Linie mal sehen, ob das bei mir überhaupt Sinn hat. In erste Linie bin ich Gitarrist...aber ich denke heutzutage hat man es etwas schwerer, wenn man nur Instrumentalmusik anbietet...deshalb möchte ich mich auch mit dem Gesang beschäftigen...das sieht eben so aus, dass ich mir Workshops im Internet oder in Fachzeitschriften ansehe und versuche es für mich umzusetzen...dann eben auch mal was aufnehmen und das jemandem vorspielen.
 
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Hallo, das Problem kenne ich etwas andersherum. Ich habe mir die Schrummel-Lagerfeuergitarre auf Westerngitarre selbst beigebracht. Nach ca. einem Jahr Akkorde greifen üben und Hornhaut aufbauen, konnte ich dann ein paar Akkorde leidlich schnell genug umgreifen, um quasi Songs zu spielen. Dann hatte ich einfach angefangen, zu den Akkorden etwas hinzu zu summen, und gemerkt, das es zu den Akkorden passt und eine Melodie ergibt. So habe ich dann meine ersten Songs geschrieben. Später hatte ich dann begonnen, Songs in meiner Stimm- oder Tonlage nach zu singen, also bekannte Songs. Wenn Du also autodidaktisch singen willst, wäre möglicherweise ein Weg, mit akustischer Gitarre bekannte einfache Songs zu spielen, und so lange herum zu transponieren, bis eine Tonart rauskommt, die zu Deiner natürlichen Stimme passt. Ich hatte es wohl so gemacht, dass ich zu Anfang ganz einfache Songs hatte, die mir aber trotzdem viel Spaß beim singen machten. Erst später kamen "anspruchvollerer" hinzu. Und jedesmal wars dann ein Erfolgserlebnis, aber nicht hart erarbeitet, sondern durch Spaß an der Musik kostenlos gewonnen. Das hat aber auch einige Jahre gedauert, aber auf dem Weg schon viel Spaß gemacht... Wenn es schnell und effizient gehen soll, ist womöglich ein versierter Gesangslehrer besser... Meine persönliche Meinung: Wenns Dir ein inneres Bedürfnis, Drang ist, selber zu singen und Deine Stimme zu hören, geht das glaub ich gut autodidaktisch. Wenn es bloß eine Technik ist, die du lernen "musst" (um es überspitzt darzustellen), geht das womöglich gut autodidaktisch mit Workshops o.ä., wenn man Selbstdisziplin mitbringt. Aber auch mit Gesangslehrer muss man ja selber üben und tun und machen und Selbstdisziplin mitbringen... Ein Gesangslehrer sollte Dich aber vor Irrwegen bewahren und Dich in die richtige Richtung lenken (sonst taugt er ja auch nichts). Mir hat mein autodidaktisches Gesangstraining immer viel Spaß gemacht und Freude bereitet, sodass ich nie die Lust daran verloren hatte. Ich hatte nie diesen Prüfungs- oder Schulstress dabei... Es ging ja um nichts, ich wollte mir bloß selber Freude mit eigenem Gesang bereiten. Bei irgendwelchen Feten oder Sessions hieß es dann, Maul auf und singen, ich kann den Song, ich kann das singen, es macht mir Spaß, vor Leuten zu singen. Deswegen möchte ich auch nochmal richtig Gesangsunterricht nehmen, um die Grundlagen zu lernen und zu festigen. Von daher möchte ich Dir bloß raten, mach einfach. Selbstzweifel hindern bloß. Mund auf und singen, wenn es Dir Spaß macht. Die Übung kommt dann von alleine. Beste Grüße
 
Vali
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Also wenn es dir wirklich nur um den Klang geht und du sonst keine "ernsten" Probleme hast wie Heiserkeit, mangelnder Stimmumfang, Intonationsschwierigkeiten oder einen inneren Drang etwas in einer Technik zu singen, die du einfach nicht beherrschst, dann würde ich an deiner Stelle einfach selber experimentieren, was für verschiedene Klänge du erzeugen kannst und einfach mit der Gitarre drauf lossingen. Ich würde erst zu kostenpflichtigen Helferleins wie GU, Workshop oder Buch, wenn ich alleine nicht mehr bzw. erschwerlich weiterkomme.

Ich bleib also dabei: Mach doch einfach und hab Spaß dabei!
Singen ist in erster Linie immer noch (zum Glück!) Kunst und weniger Sport und Wissenschaft.
 

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