gleichen amp

von alvin0204, 14.06.07.

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  1. alvin0204

    alvin0204 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.07   #1
    Hi,

    hab mal ne frage:

    in meiner band haben die zwei gitarristen einen sehr ähnlichen verstärker: fender hot rod deville 4*10 und fender blues deville 4*10 und die gitarren sind: gibson es 335 und heritage (so wie die les paul) was sagt ihr zu dieser kombination?
    wollte jetzt fragen was ihr dazu sagt. ist es ein zu ähnlicher sound der aus beiden gitarren rauskommt, oder doch unterschiedlich. habe mal gehört, dass wenn man den gleichen sound hat beides unter geht???
    das nächste problem ist natürlich die lautstärke im proberaum, dieser beiden verstärker. Um die röhren rauszuhören, aber trotzdem nicht allzulaut zu spielen, wäre es besser die Lautstärke am amp runterzudrehen, oder die an der gitarre??


    vielen dank
    alvin
     
  2. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 14.06.07   #2
    Also ich finde es schon wichtig, die Gitarren unterscheiden zu können.

    Das hängt aber nicht nur von den amps ab.
    Lead- und Rhythm-Gitarre wäre so eine klassische Aufteilung, wo eben die Begleitung z.B. clean ist, die Lead leicht verzerrt und lauter, aber auch weniger spielend.

    Also die EQs spielen ne Rollen, clean - gecrunched, Effektgeräte, die Gitarren selbst, die Wahl der Tonabnehmer, die Spielweise ...

    Da müßt Ihr Euch einfach mal Zeit nehmen und Euch ne Grundeinstellung erarbeiten.
    Die kann dann auch von song zu song variieren.

    Dazu gehört dann auch die Einstellung des Volume-Potis.

    Wichtig ist letztlich der sound, der vorne rauskommt und von vielen einzelnen Faktoren abhängt. Eine generelle Empfehlung kann ich da nicht aussprechen - das muss man wirklich mal ausprobieren.

    Eine generelle Empfehlung habe ich aber doch:
    Es gibt ein Sonderheft von soundcheck (Die 11 Gebote für live-sound, € 4,90 oder so) wo es viele konkrete Hinweise gibt, wie man einen Bandsound generell optimiert - nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Proberaum. Dabei spielen die Frequenzbereiche der unterschiedlichen Instrumente eine wichtige Rolle.

    Ich sach mal so: wenn es matscht, müssen es nicht immer die Gitarren sein ...

    x-Riff
     
  3. 68goldtop

    68goldtop HCA classic amps & guitars HCA

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    Erstellt: 14.06.07   #3
    hi alvin!
    in meiner alten band haben wir (also ich und der andere gitarrist) jahrelang den gleichen amp gespielt - das sorgte aber nicht für probleme sondern für einen sehr ausgewogenen, harmonischen band-sound - wir haben bei konzerten oft komplimente für den sound bekommen.

    wie oben gesagt, ist nicht die wahl der amps/gitarren ausschlaggebend, sondern wie/was man damit spielt.

    das lautstärkeproblem ist leider etwas schwieriger zu lösen...
    ich empfehle statt der devilles die anschaffung von deluxe-modellen ;)

    cheers - 68.
     
  4. think.funny

    think.funny Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.07   #4
    Ich hab' meinen Deville nach kurzer Zweisamkeit auch wieder in die weite Welt geschickt. Der kam einfach zu undynamisch und flach rüber. Deluxe soll viel besser sein...
     
  5. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 14.06.07   #5
    Hallo Alvin,

    schließe mich meinen Vorschreibern an.
    In sehr ähnlichen oder gar gleichen Amps sehe ich auch kein Problem.
    Probleme gibt es immer, wenn zwei Gitarristen für sich alleine oder gar gegeneinander spielen.
    Das kann sich darin äußern, dass beide immer das gleiche spielen und sich gegenseitig "zumüllen", aber auch unterschiedliche Sachen, die nicht zusammen passen. Die Kunst der Musik liegt nicht in tollen Solos, sondern darin miteinander zu spielen - sich zu ergänzen, Soundlücken gekonnt zu schließen.

    Den Volumenregler kann man nutzen um Rhythmus- von Solo-Arbeit zu trennen (unterschiedliche Lautstärken oder Verzerrungen). Zur generellen Lautstärkeverminderung halte ich das für wenig hilfreich.
    Drehst Du das Volumen runter, kriegt die Vorstufe weniger Input. Das Rauschen nimmt bei gleicher Lautstärke evtl. zu, vor allem beeinflusst Du damit aber den Zerrgrad im Drive Kanal.

    Falls ihr mit 40 oder 60 Watt Fender-Röhren-Power Endstufenzerrung erreicht dürfte es schwer sein den Schlagzeuger zu hören?! Bleibende Hörschäden selbstverständlich inbegriffen.
    Für normale Bands ist Endstufenzerre eine Illusion. Was ihr mit Ohrschutz im Proberaum ertragen mögt, könnt ihr bei Auftritten in mittleren Räumen nicht machen ohne das Publikum zu gefährden. Ob der Veranstalter so eine Lautstärke toleriert ist auch die Frage. Bei Endstufenzerre hättet ihr ja auch keinen Clean-Sound mehr ...
    Also spielt sich eh alles in der Vorstufe ab - und da kann man einfach den Lautstärkeregler runter drehen.

    Gruß
    Andreas
     
  6. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 14.06.07   #6
    Hi Cadfael,

    wahre Worte.

    Ergänzung zu diesem hier:
    Und Pausen lassen, Pausen lassen, Pausen lassen.
    Oft ist weniger mehr. Und Gesang über drums und Bass und danach dann die Gitarren einsteigen lassen ist effektiver als wenn zwei Gitarren den Anspruch haben, volle Möhre zu spielen, um nicht unbeschäftigt auszusehen.

    Aber ich denke, wir sind uns da eh einig.

    x-Riff
     
  7. foxytom

    foxytom Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 14.06.07   #7
    tach,

    in meiner Band haben wir Gitarristen die gleiche Gitarre (Strat), er spielt Peavey Classic, ich Fender "The Twin". SO. Er klingt nach "er", ich kling nach "ich".

    Selbst, wenn wir Verstärker tauschen, klingt er nach "er" und ich nach "ich".

    D.h. also, hätten wir außer den gleichen Gitarren auch noch identische Amps, würden wir auch unterschiedlich klingen !
    Da spielen soviele Faktoren mit, einige der wichtigen wurden bereits gesagt, ich persönlich finde Disziplin ganz wichtig, immer schön den anderen musikalisch Raum geben und Platzmachen und sich gegenseitig nicht zumatschen.
    Daneben ebenso wichtig ist das oft unterschätzte Timing.

    Volume-Regler an der Gitarre: meiner is IMMER voll auf. Egal, ob ich leise und dezent spiele und mal losgehe, das geht bei mir (fast) alles mit Anschlagtechnik. Zauberwort Dynamik.


    Blues zum Gruß
    Foxy
     
  8. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 14.06.07   #8
    Hallo x-Riff und foxy,

    wahre Worte von euch beiden!
    Es gibt ja den Satz: "Hättest Du geschwiegen, wärest Du ein Philosoph."
    Das möchte ich ergänzen durch: "Hättest Du nicht gespielt / eine Pause gelassen, wärest Du ein guter Musiker."

    Anfängern und Fortgeschrittenen empfehle ich, sich bei Youtube mal Video von "Free" reinzuziehen. Zum Beispiel "All right Now", "Mr. Big" oder "The Stealer". Obwohl Free nur Gesang, Schlagzeug, Bass, Gitarre hat, sind sie Meister im weglassen und nicht-spielen. Lücken lassen für das andere Instrument.

    "Mr. Big" hat für mich die schönsten Pausen der Musikgeschichte. Das Lied lebt von den Pausen!
    Hört mal wo Gitarre und Bass ihre Pausen machen: http://www.youtube.com/watch?v=hLo5K4PUxKI

    Im übrigen stimme ich foxy zu. Ich werde nie wie Eric Clapton klingen.
    Eric Clapton kann aber auch soviel üben wie er will - er wird nie wie ich klingen! :D

    Gruß
    Andreas
     
  9. thommyenglish

    thommyenglish Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.06.07   #9
    Dem kann ich nur zustimmen. Den anderen Räume lassen und auch mal Pausen zulassen.

    Ein Schauspieler sagte mal, nachdem er für sein brilliantes Spiel gelobt wurde, "der Text ist nicht von mir - aber die Pausen!"

    Denke mal das kann man auch auf die Musik übertragen.
     
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