Grundwissen für Amp-Abnahme im Bandraum

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Ahoi .. da unser Sänger & Basser gestern verhindert war, wollten wir die Zeit mal nutzen und eine Schmutzspur für unseren neuen Song aufnehmen, damit der Schlagzeuger für die nächste Aufnahme-Session gleich mal was an der Hand hat ..

Dann der erste Frust -.- Haben recht lange nicht mehr aufgenommen und vorallem nicht mit meinem ganzen neuen Equip .. seit den ersten Gehversuchen wurde quasi ALLES erneuert :p

Zum Equip
Peavey 6534+
Orange PPC212
ESP LTD EC 256 + SH6 Set

Pedalboard
vor dem Input: TU3 - Maxon OD808
im Loop: MXR 10Band EQ - ISP decimator - MXR Carbon Copy

Mikro: Shure SM57

Settings kann ich nur grob sagen
Lead
Gain ~6
Bass ~6,3
Mid ~ 5
Treble ~6,8
Res ~ 8 + Pres. ~ 7,5 (oder sowas in der Art ^^)

Rythm (bright + crunch aktiv)

Gain ~9
Bass ~7
Mid ~5,6
Treble ~7,5
Res ~ 9 + Pres ~ 8,5 (oder so)


Delay war von Anfang an aus .. mit der Zeit hatten wir dann auch mal EQ + TS aus ..
Aber am Ende im Rythm und TS mit 3,5 bei Gain?! aufgenommen ..
und klang immer noch irgendwie kacke und "matschig / bass wummernd"

Auch mit dem Mikro haben wir gespielt .. und auch mal die beiden Speaker gewechselt ..

Wir haben im Bandraum leider nur kleine Boxen am Rechner, die also zum Testhören wirklich nicht so geil sind .. (auf die Idee mit der Aktiv-Box der Gesangsanlage bin ich erst heute morgen gekommn :p Wird also noch versucht!)

Die Gitarren-Box selber steht in der Ecke im Raum (recht klein ~12-13 m²) aber seitlich und nur mit max. 1 Spitze an die Wand gelehnt ..

Auf das Mischpult selber habe ich nicht geguckt .. hat unser Drummer gemacht .. war gestern auch so schon unübersichtlich und nervig genug, weil wir ja eigentlich proben wollten und die Spielerei mit der Schmutzspur nur gemacht wurde, damit wir keine sinnlose Anfahrt hatten ^^

Jedoch wollten wir zeitnah noch mal paar Songs für eine "DIY-Demo" machen, weil wir langsam das Set durchspielen wollten und uns mal umsehen wollten wegen kleineren ersten Gigs .. und dann ist so ein Abend wie gestern schon scheiße frustrierend -.-


Also Delay aus: weiß ich .. in der Regel weniger Gain für Aufnahmen .. hab ich auch schon gehört .. aber was heißt hier weniger?

Dachte ja immer, dass es irgendwie möglich sein muss seinen "Proberaum" bzw. "Bühnensound" irgendwie abnehmen zu können ..
immerhin zaubert man sich den Sound doch, wie man den gerne haben will zu den Proben:er_what:


Files habe ich leider keine für Sound Beispiele .. sind alle auf dem Rechner im Proberaum ..

Und wenn man bedenkt, dass die 6505er Serie so oft als Referenz-Amp für Aufnahmen genannt wird und auch die PPC212 immer wieder für ihren geilen Sound bei Studio-Aufnahmen steht fühlt man sich schon irgendwie bescheuert ;) :(

Bin für jegliche Tipps dankbar, die einem Helfen bei den nächsten Aufnahmen bessere Ergebnisse zu erzielen! :)
 
Zelo01

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Hi:hat:

Ich empfehle dir Reamping wo es geht. Du nimmst erstmal nur das trockene DI Signal auf. Wenn alles im Kasten ist, schickst du dieses Signal nochmal raus auf den Verstärker, und kannst experimentieren. Verschiedene Mikrofone/Positionen/Einstellungen in Ruhe vergleichen, und Änderungen vornehmen wie du willst...
 
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Olli G

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Ohne Soundbeispiel wird es schwer zu helfen. Mal versucht, das Mikro vor dem Lautsprecher zu bewegen? Mehr zur Mitte der Membran bekommt man mehr Höhenanteil, mehr zum Rand nimmt dieser ab.
 
no regrets

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Mikro Position wurde getestet .. haben irgendwo noch zich Test-Aufnahmen mit der passenden Beschriftung um zu sehen, was der Sound macht, wenn man das Mikro umstellt .. jedoch hatten wir den ganzen Kram nicht vor Ort gestern ;)

Und die DI-Box haben wir nicht gefunden -.- In unserem kleinem Chaos-Paradies xD
Aber das wollten wir dann eh machen mit dem DI-Signal.. war jetzt nur für die Schmutzspur auch nicht so relevant, dass wir das Ding unbedingt finden mussten gestern ^^ Evtl liegt das Ding sogar beim Basser, weil er mal zu Hause mit dem iO2 mal aufnehmen wollte ;)
Das gibt uns aber auch nur den Spielraum für Tests .. aber noch kein Hinweis worauf man achten sollte ;) :p
 
Zelo01

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Die Frage ist so umfassend, das sprengt den Rahmen. Kurz zusammengefasst: Man sollte drauf achten dass es gut klingt:D

Auch wieder richtig :D

Geht mir eher um solche Grundsachen wie: Sound einstellen wie zur Probe .. oder kann man den Sound im Proberaum total vergessen, weil man eben genau diesen Sound einfach nicht einfangen kann?

Wie wird das den bei Konzerten gemacht?
Da haben die Jungs doch auch ihre Settings und passen nur etwas an die Räumlichkeiten an (bzw. drehen die Mitten hoch für die Live-Situation) und dann wird der Amp abgenommen .. und der Mischer haut da ja auch nicht einfach Grütze aus der PA dann raus ;)
 
Zelo01

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Also wenn du mit Reamping arbeitest, könnt ihr alles wie gewohnt einstellen bei der Probe. Das hat auf das DI Signal ja kein Einfluss.

Wenn du das Signal nachher nochmal raus schickst, würde ich erstmal auch nichts an den Einstellungen ändern. Einfach mal anhören, und vergleichen was die Aufnahme vom Bandraumklang unterscheidet, und dann weiter sehen. Wie Olli G. schon genannt hat, zB mit der Mikrofonposition rumspielen, oder auch geringfügige änderungen der Verstärkereinstellungen vornehmen wenn das nötig ist. Zu sehr würde ich die Einstellungen allerdings nicht ändern, wenn ihr euren gewohnten Sound einfangen wollt. Den Sound habt ihr ja bereits, und es geht nur noch darum den einzufangen. Darum eher mit der Mikrofonwahl und der Position rumspielen, bis es passt. Aber um sagen zu können was du dabei tun musst um da hin zu kommen wo du willst, müsste man die Aufnahme gehört haben...
 
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Unsere Vorgehensweise gestern (weil es halt auch nur um eine brauchbare Schmutzspur ging) war halt so ziemlich alle Einstellungen ändern .. zumindestens am Amp .. die Pedale hab ich gleich so gelassen und lieber ausgemacht .. kein Bock am Ende wieder bei 0 anzufangen für die nächsten Proben, weil wir alles verstellt haben -.-

Hoffentlich haben wir dann zeitnah die DI-Box da und ich kann mit gewohntem Sound aufnehmen .. irgendwie gewöhnt man sich ja schon dran und spielt besser und motivierter, wenn man nicht total scheiße klingt ;)

Jetzt ärger ich mich auch etwas, dass ich nicht schnell noch ein Foto gemacht habe von der Ausgangslage xD
Naja .. ladde ..

Danke schon ma!
 
mjmueller

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Das ist schon mal grundsätzlich keine gute Ausgangsposition - hoch mit dem Ding und raus aus der Ecke.

Das finde ich auch immer ziemlich fummelig, bis es richtig sitzt.

Also mehr in den Raum rein? Reicht da 1/2 Meter weg von der Wand?
Haben halt wenig Platz ;)
Und die PPC steht auf 'ner 4x12 Marshall .. also schon erhöht .. du meintest aber mit dem "hoch damit" wahrscheinlich nur, dass das Ding aus der Ecke soll, wa? ;)
 
Signalschwarz

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Ich hab jetzt nicht alle Beiträge gelesen (fiel mir etwas schwer beim ganzen Kopfschütteln), vielleicht wurde es schon geschrieben:

Raus aus der Ecke. Und am besten auch leicht erhöht (z.B. Hocker) aufstellen.

Dann erstmal Setup aufs Grundlegendste reduzieren um die Variablen zu reduzieren. Dann kann's losgehen mit dem Lernen.
 
mjmueller

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Also mehr in den Raum rein? Reicht da 1/2 Meter weg von der Wand?
Ja, halt so weit, wie es geht. Wenn die Box auf einer 4x12 steht, dann ist das okay. Aber die Ecke bleibt problematisch. Das kennst Du vermutlich auch, wenn Du die Box in eine Ecke stellst, klingt sie bassiger.
Und dann würde ich noch darüber nachdenken, wie ich den Sound einfagen will und wie es später insgesamt klingen soll.
Hast Du dazu mal ein Beispiel? Also wie Du Dir vorstellst, wie es am Ende klingen soll (grob die Richtung).
 
Hotspot

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matschig / bass wummernd
Das wundert mich nicht. Weil...
selber steht in der Ecke im Raum (recht klein ~12-13 m²)
Der Bass ist viel zu weit aufgezogen für Aufnahmen in so einem kleinen Raum. Dazu kommt wahrscheinlich noch der Nahbesprechungseffekt vom Mikro....
immerhin zaubert man sich den Sound doch, wie man den gerne haben will zu den Proben
Das ist aber nicht der Sound, wie man ihn auf Aufnahmen haben will.
PPC212 immer wieder für ihren geilen Sound bei Studio-Aufnahmen steht
Ja die PPC212 sind ordentlich straff, auch und vor allem in den Bässen. Nur bei einem 12qm Raum ist die eigentlich schon viel zu groß. Noch dazu, wenn das Teil irgendwie in der Nähe der Raumecke steht.
Ich schätze mal, dass auch dein Gain zu heftig eingestellt ist.
Schick doch mal paar Schnipsel plus Fotos, sonst ist das hier Blindflug.
Wie hörst du denn ab? Kopfhörer? Nebenraum?

Als ersten Schritt das Teil so mittig wie es nur geht aufstellen, alle Effekte + Verzerrter weg und pur Gitarre in den Amp, Bass auf 9-10 Uhr höchstens, Gain weiter runter. Das darf gefühlt ruhig etwas dünn/kratzig sein, der Raum und das Mikro ( <- eine Handbreit weg von der Kalotte, ich würde es anwinkeln, so dass das Mikro aufs Center der Kalotte zeigt, aber nicht ganz mittig ist) machen das dann wieder wett.

Ach ja, und vom Boden weg...wurde ja schon gesagt.

Ich weiß schon, warum ich am liebsten kleine Amps bzw. kleine Boxen zum Recorden nehme ;)
Eine PPC212 hatte ich auch, die habe ich immer mit dem SM7 abgenommen, mit Bass-Absenkung.
Okay, der Orange AD30 ist aber da auch etwas kultivierter :D

IMG_1046 (1).jpg



IMG_1049.jpg
 
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Settings kann ich nur grob sagen
Lead
Gain ~6
[...]
Res ~ 8 + Pres. ~ 7,5 (oder sowas in der Art ^^)

Rythm (bright + crunch aktiv)

Gain ~9
[...]
Res ~ 9 + Pres ~ 8,5 (oder so)


Zur Aufstellung in der Ecke wurde ja schon was gesagt. Wenn der Peavey so ähnlich ist wie mein 5150, dann ist Resonance schon mal ein großes Problem. Fühlt sich zwar gut an, aber mehr als 3 würde ich (beim 5150) nicht aufdrehen. Und ähnliches gilt auch fürs Gain. Gerade für Rhythmusspiel ist weniger mehr.

Das ist eine Falle, in die man als Gitarrist gerne reintappt: Man stellt ein, was für einen selbst, wenn man alleine spielt gut klingt und sich angenehm anfühlt. Das ist aber nicht das, was zwangsläufig auch auf einer Aufnahme gut klingt. Und es kommen ja noch die anderen Instrumente, vor allem der Bass dazu.

Mein Start mit dem SM57 ist immer auf die Nahtstelle zwischen Konus und Staubkappe zu zielen und von da aus dann in 1-2cm-Schritten zu experimentieren, was besser passt. Schon kleine Änderungen machen viel aus. Das bleibt einem leider nicht erspart, denn jeder Lautsprecher ist anders.

Hat der Peavey auch einen Preamp Out? Dann kann man auch den aufnehmen und nachträglich mit einer IR den Lautsprecher simulieren. (z.B. Voxengo Boogex). Klingt auch gut und erspart viel Gefummel mit dem Mikro.

Viel Glück!
 
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Bei mir ist das Mikro ähnlich gesetzt gewesen .. müssen wir wohl noch mehr experementieren .. hab auch noch 2 videos gefunden zum Abnehmen des 5150 ;)

Und mit den Settings waren wir beim "Band-Sound" eigentlich alle auch echt happy ..
Nur klang der aufgenommene Kram halt scheiße ^^ Müssen den Box-Amp-Tower mal etwas versetzen aus der Ecke und dann muss man sich halt noch in brauchbare Settings eingrooven für die Aufnahmen :)
 

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