Hi Netdrop,
Was hier im Forum diskutiert wird sind zwei Konzepte des Bühnensounds, die durchaus beide ihre Relevanz haben.
1. Da sind die einen, die sich einen guten, leistungsstarken Verstärker auf die Bühne stellen um sich selbst zu hören und ihren Kollegen in der Band den Basssound zu geben. Muss ja jeder jeden irgendwie hören (oder sagen wir jeder fast jeden). Vorteil dabei: der Monitor wird entlastet und muss nicht noch das Basssignal tragen, neben dem Gesang, ggf, den Gitarren, der Kick Drum, machmal der snare und ggf. noch Bläsern, Keys etc.
Ein Problem an diesem Setup ist, es kann sehr laut werden, wenn falsch eingesetzt. Gründe dafür sind falsch aufgestellte Verstärker auf der Bühne (da gibts hier im Forum super Workshops zu!!) oder schlicht und einfach zu laute amps. Jetzt muss man hier auch unterscheiden, aber in der Regel sollte es so sein, dass der Bassamp nicht die leute vor der Bühne beschallt. Dafür gibt es die PA (von einigen Ausnahmen mal abgesehen). Der Tontechniker möchte nun idR ein möglichst unbearbeitetes Signal haben, was sich auch machen lässt, da die meisten Amps einen DI Out haben.
2. Es gibt Leute die möchten Ultra Flexibel sein und sich im falle von größeren Gigs nicht immer auf neues Equipment einschießen. Dazu kann man wie oben beschrieben den Amp umgehen und mit einem geeigneten Preamp direkt ins Pult gehen und sich selbst dann über einen (eigenen) Monitor auf der Bühne hören. Vorteil: Der Mischer bekommt ein sauberes Signal, du musst weniger schleppen und die Lautstärke auf der Bühne ist auch geringer. Dafür muss aber auch jeder einen Monitor haben! Besonders der Drummer, welcher den Bass hören sollte.
Zu dir: Wenn du dir für Auftritte einen HA3500 und eine gute 4x10er holen willst bist du super aufgestellt. Das ist sozusagen der amtliche Standard. Den Amp kann man super auf die Gegebenheiten des Raumes sinstellen. Der 10-Band EQ kann für dich zwei Funktionen ausführen. Entweder deinen Sound den du dem Mischer auch geben willst (hier als Kontraproduktiv diskutiert) oder du Stellst dir damit einen super Bühnensound ein (nicht zu laut, prägnant, gut zu orten und zu hören). Der Bühnensound darf ruhig vom Sound vor der Bühne abweichen, denn es geht in diesem Fall darum dass du dich gut hörst. Das Publikum muss damit nicht unbedingt behelligt werden. Fazit, taugt was! Man muss es halt richtig einsetzen. Je nach Situation (große Bühne, Open Air, Kneipengig, etc.)
Alle Klarheiten beseitigt
MfG Raven