Habt ihrs drauf?

ginod
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Zugegeben eine etwas provokante Überschrift.

Mir sind nur ein paar Gedanken gekommen, wieder mal das leidige Thema was einen guten Gitarristen eigentlich ausmacht.

Gehen wir mal davon aus ihr habts technisch gesehen und auch vom nötigen Feeling her voll drauf. Ihr seit wirklich gute Gitarristen und könnt die irrsinnigsten Sachen spielen und auch so, dass es sich echt gut anhört und nicht nur Speedgefrickel ist.

Jeder Gitarrist strebt sowas wie oben genannt an, man möchte Virtuos sein, Feeling haben und einfach toll spielen können. Man übt und übt und übt und dann kommen so Situationen mit denen man nicht gerechnet hat. Situationen auf die man sich überhaupt nicht vorbereitet hat und man kommt sich auf einmal gar nicht mehr so toll vor, weil man vielleicht etwas übersehen hat. Oder einfach unglückliche Situationen, welche man aber im Vorraus hätte verhindern können.

Ich komme mal auf den Punkt.

Hier geht es nicht nur um das große Bizz, es kann schon die kleine privat Band sein.

Für die eigenen Bandkollegen sind eventuelle andere Fähigkeiten viel wichtiger als das heimisch lang geübte riesen Solo.

Vor kurzem erst stand ich vor der Herrausforderung, dass meine Freundin die singt, einen Song singen wollte, ich aber überhaupt kein Internet für Tabs in der Nähe hatte oder ähnliches. Das heisst ich musste versucen in ca. 5 Minuten mit die Harmonien rauszuhören von einer CD. Diesen Fall kann man in jede andere Situation übertragen.

Somit die erste Frage, kann ich Harmonien wenn es hart auf hart kommt schnell mal heraushören? Für eine Sängerin ist es eventuell viel wichtiger, dass man sie schnell mal begleiten kann als Virtuosität.

2. Frage , die Sängerin hat hat eine Melodie im Kopf und möchte schnell mal eine passende Begleitung. Wie komme ich schnell an das Ziel?

Weiterhin wichtige Dinge, die wie ich finde einen professionellen Gitarristen ausmachen. Wie gut kann ich eigentlich mit meinem Equipment umgehen? Kommen bei mir ständig unerwünschte Nebeneffekte? Brauch ich ewig um mein Equipment start klar zu kriegen. Ist der Liveton den ich produziere eigentlich immer top?

Wie schnell kann ich mir anhand von einem vorgelegten Zettel etwas drauf schaffen? Kann ich mal schnell vom Blatt her perfekt jemanden begleiten? Bin ich auch nicht vergesslich und vergesse Bandinterne Absprachen, Abfolgen etc.

Natürlich ist auch das Spieltechnische können wichtig, schließlich kann die Herrausorderung auch mal sein, "Spiel mal in richtig geiles wildes Improvisiertes Solo!". Aber ich wollte mal eine kleine Anregung geben auf kleinere Dinge auf anderen Ebenen, die manchmal zu größeren Problemen werden.

Kennt ihr ähnliche Fragen, die man sich vielleicht mal stellen sollte? Sachen die ihr vielleicht besser hättet wissen sollen, aber ihr seit reingetappt?

Gerade etwas erfahrenere Musiker könnten hier mal ein paar Interessante Fragen an sich selbst posten.

Gruß,

ginod
 
Eigenschaft
 
ok ich finde zwar jetzt das das Thema wo higneschoben wurde, wo es nicht hingehört. Aber ich hoffe es posten trotzdem ein paar Interessenten. Die Frage ging eignetlich an Gitarristen
 
Auch wenn ich schon eine ganze Weile mit mir kämpfe, ob ich den Threadtitel aussagekräftig genug finde (weil er ja eigentlich nichts mit dem Thema zu tun hat - magst Du mir nicht vllt. nen neuen Titel schicken?), finde ich auch, dass das Thema hier eigentlich besser aufgehoben ist - gerade feedback von anderen Musikern kann da ja weiterhelfen...

Z.B. mir als Bassist fällt auf, dass sich ein Gittarist auch mal fragen sollten "wie timingfest bin ich?" bzw "wie genau lieg ich auf drums und bass?".
 
ja man sieht ja sowieso den Thread in beiden bereichen. Wie wäre es denn mit "sich auf spezielle Situationen vorbereiten" oder "Fragen zum selber stellen" . Ich weiß selber nicht wie man am besten den Thread in ein paar Worten beschreibt.

Oh da habe ich wohl was falsch gemacht das sollte eigentlich als Pm raus ^^

Aber du hast recht es ist natürlich auch sehr hilfreich mal von anderen Isntrumentalisten zu hören, was sie so von einem Gitarristen erwarten
 
Was soll man da antworten - üben, lernen und irgendwann kann man's eben. Viel mehr ist da nicht, man muss Erfahrungen sammeln.

Je besser Dein Gehör und Deine Fertigkeiten, umso einfacher kannst du einen Song raushören. Je mehr Songs Du raushörst, umso schneller und einfacher wird es mit der Zeit und umso trainierter Dein Gehör. Dasselbe gilt für Improvisationen, wobei es da auch jede Menge Bücher und Tips gibt, vor allem aus dem Jazz-Bereich. Gute Theoriekenntnisse sind natürlich auch von Vorteil.
 
Kennt ihr ähnliche Fragen, die man sich vielleicht mal stellen sollte? Sachen die ihr vielleicht besser hättet wissen sollen, aber ihr seit reingetappt?

Es spielt vielleicht auch eine Rolle, was mir als Gitarrist vorschwebt, denn da spielen Qualitäten eine Rolle, die weit weg vom Instrument anzusiedeln sind. Als Studiogitarrist zählt die Flexibilität, die Virtuosität und die von dir beschriebene Routine.

Als Livegitarrist spielen dann aber auch Punkte wie Auftreten, Ausstrahlung oder Stressresistenz eine Rolle.

Als Bandleader oder Kreativ-Gitarrist braucht man musikalisches Talent und logischerweise musikalische Kreativität, hier zählt das Songwriting mehr als das können an der Gitarre.

Ob man "gut" ist oder nicht, entscheidet definitiv die von angesprochene Routine und das Grundverständnis von Musik. Ein Gitarrist, der ohne Tabs nicht spielen kann oder einfache Popstücke nach Tonart begleiten kann, ist kein guter Gitarrist. Raushören von Gitarrenstimmen würde ich auch als Kriterium sehen.
 
Was soll man da antworten - üben, lernen und irgendwann kann man's eben. Viel mehr ist da nicht, man muss Erfahrungen sammeln.

Je besser Dein Gehör und Deine Fertigkeiten, umso einfacher kannst du einen Song raushören. Je mehr Songs Du raushörst, umso schneller und einfacher wird es mit der Zeit und umso trainierter Dein Gehör. Dasselbe gilt für Improvisationen, wobei es da auch jede Menge Bücher und Tips gibt, vor allem aus dem Jazz-Bereich. Gute Theoriekenntnisse sind natürlich auch von Vorteil.

Es geht bei diesem Thread nicht um mich. Es geht darum ein bisschen Tipps eventuell zusammeln oder Denkanstösse, an was ein Gitarrist noch alles denken sollte. Andere Dinge eben die von einem Gitarristen außer seiner Fertigkeiten am Instrument noch verlangt werden oder einfach Dinge, an die man nicht denkt, wenn man nur zu Hause sitzt.

Es ging hier nicht um mich, ich selber konnte innerhalb von 5 Minuten die Harmonien raushören. Mit meinem Equipment treten auch manchmal ein paar Problemchen auf, leigt wohl auch daran, dass ich noch nciht genug GEld hatte mir mein perfektes Equipment zusammenzukaufen .

Die Frage könnte auch sein, was erwartet ihr von einem guten Gitarristen?

Ich kann mir z.B. gut vorstellen, dass viele die Zuhause ihr Instrument jeden Tag spielen, komplett übersehen, dass vielleicht auch die oben genannten Fähigkeiten es wert sind trainiert zu werden.

z.B. ERfahrungsberichte wären auch sehr interessant oder Storys . Z.b. " Die Band A wollte mich als Live Musiker und ich sollte spontan einen XY Rhythmus auf der gitarre spielen, doch wusste gar nicht was sie meinen". Ok vielleicht schlechtes Beispiel, aber nunja ...
 
Gutes Thema, wie ich finde! Die Leute sollten sich viel öfter damit beschäftigen sich selbst zu reflektieren, egal ob beim Gitarre spielen oder bei irgendwelchen anderen Handlungen. Es passiert ja wirklich auch oft, dass sich Musiker/ Menschen selbst völlig überschätzen. Ich glaube, ich gehöre eindeutig dazu. Wobei es mir um Songs geht und um Gefühl transportieren und nicht darum, so schnell, wie möglich das Griffbrett hoch und runter zu metern...

Peace.
 
Ich kann jetzt zwar "nur" als Schlagzeuger was sagen, aber das wichtigste ist Musik zu machen. Klingt irgendwie bescheuert, aber oft wird vor lauter technischem Rumgefrickel der eigentliche Sinn aus den Augen verloren, nämlich Songs zu spielen.
Der Weltklassedrummer Greg Bisonette sagte mal so schön: "Be a musical drummer!" (das gibt wohl für Bassisten, Gitarristen, Keyboader, etc. wohl genaus).

Lieber mal einfacher und weniger spielen, als ein abgefrickeltes Solo.
Ich finde es ist besser wenn die Leute tanzen, auch wenn der Song und er Groove ganz einfach ist, als ein technisch einwandfreies Solo, dass nur ein paar handvoll Musiker im Saal kapieren.

Sicher, gewisse technische Fertigkeiten braucht man, aber das ist eben nicht alles.
Kleine Geschichte dazu:
Vor Jahren suchten wir einen Ersatzdrummer, weil ich zeitlich etwas angebunden war, und wir einige Gigs zu spielen hatten.
Da war einer, der spielte mich technisch in Grund und Boden, wir haben ihn aber nicht genommen, weil er Timingprobleme hatte und keinen Blues spielen konnte, da er kein Feeling hatte. Er konnte zwar Tomläufe spielen, dass einem schwindlig wurde, brachte aber keinen Song timemässig auf die Reihe.
 
Ich finde, wirklich tightes Spiel mit der Band wird ist die bei Gitarristen am haeufigsten unterschaetzte Tugend. Nichts klingt schlimmer, als ein Gitarrist der "seiner" Band immer paar ms vorraus ist oder hinterherhinkt. Dies gilt natuerlich auch fuer alle anderen Bandmitglieder, aber vor allem Gitarristen achten haeufig ueberhaupt nicht auf Rhytmus, Groove usw. und schreddern ihre Powerakkorde, oder ihre Soli runter. Mag sein dass ich da aufgrund meines pers. Musikgeschmackes anders eingestellt bin, aber ewig lange Soli nerven live einfach.

Besonders schlimm finde ich es auch, wenn ein Gitarrist sich das ganze Konzert ueber wie ein Kartoffelsack auf der Buehne praesentiert und nur auf das Griffbrett starrt. EIn bischen Bewegung hat noch niemanden geschadet ;)

Also auch besonnes Auftreten gehoert (imo) zu einem guten Gitarristen..

Und dass man selbstaendig und ohne Hilfe durch das Internet oder irgendwelche Tabs Harmonien und auch ganze Spuren heraushoeren kann, gehoert fuer mich einfach dazu. Ich finde es schlimm, wie unselbstaendig viele Gitarristen speziell sind, ein Lied nachspielen wolle, da den Tab nich finden, und es lieber sein lassen, weil sie unfaehig sind, sich das herunterzuhoeren.. Also ich finde das ist essenziell und kann der Band nur zugute kommen ;)
 
Lieber mal einfacher und weniger spielen, als ein abgefrickeltes Solo.
Ich finde es ist besser wenn die Leute tanzen, auch wenn der Song und er Groove ganz einfach ist, als ein technisch einwandfreies Solo, dass nur ein paar handvoll Musiker im Saal kapieren.

Gute Musik kann ja auch einfach gestrickt sein :)
Es gibt sicherlich so einige Musiker die mich gnadenlos an die Wand spielen würden (sei es nun an der Percussion, am Keyboard oder an der Gitarre).
Ich bin ja kein reiner Gitarrist... Sondern ich spiele halt mehr oder weniger gut verschiedene Instrumente.

Ich würde ja gern mal ein Album aufnehmen, bei dem ich die Drums, Gitarren Bässe, Keyboards alle selber einspiele und auch noch dazu singe :great:
Aber das wäre ja ne Heidenarbeit :eek:
Und vor allem bräuchte ich dazu so einiges an Equipment.

Viele setzen vielleicht auch extrem schnelles spielen mit dem Begriff "guter Musiker" gleich.
Aber Schnelligkeit ist ja auch nicht alles.
 
Gesunde Selbsteinschätzung finde ich das Wichtigste. Wir haben mal mit einer Band zusammengespielt, die hat mit ganz einfachen Songs ordentlich Alarm gemacht, die war witzig, die Leute haben getanzt - getrübt wurde das alles, weil der technisch limitierte Gitarrist unbedingt Soli spielen wollte, die dann einfach grauslich klangen. Schuster, bleib bei Deinen Leisten!
 
Ein guter Gitarrist (oder generell Musiker) muss vor allem Dynamik haben. Also im Gefühl haben wann er laut spielen soll und wann er mal den Mund halten muss.
Wann muss ich viel spielen, wann wenig ......

Ich spiel am liebsten mit Leuten zusammen die Band-dienlich spielen. Lieber mal kein Solo aber dafür schön in den Song eingepasst, tight und im Takt, kreativ mit der Melodie umgegangen usw.

Solche Dinge zeichnen für mich einen guten Musiker aus
 
Eine bodenständige Spieltechnik ist bei weitem kein ausreichendes Kriterium für einen guten Gitarristen. Folgende Fragen sollte man sich u.a. stellen:

- Hab' ich einen guten Ton?

- Spiele ich tight und dynamisch?

- Weiss ich was der Song braucht?

- Besitze ich genug Selbstreflektion um schlechte Ideen rigoros auszurotieren?

- Biete ich den Leuten einen Identifikationswert oder einen Showeffekt bei Livekonzerten?

- Bin ich flexibel in der Umsetzung fremder Ideen?
 
ich finde dass vorallem auch der Spaß zum guten Spielen dazugehört, keiner will ein Bandmitglied mit ZU viel Ehrgeiz. Natürlich alles im gesunden Maß, aber jeder sollte auf seine, sprichwörtlich, eigenen Finger schauen bevor er meint anderen vorschreiben zu müssen was man zu tun und zu lassen hat. Das gemeinsame Ziel der Band darf natürlich nicht neben runter kippen...

Und dann mal noch ne Frage: Was soll eigentlich "tightes" spielen sein? Hab irgendwe das Gefühl dass da nur wieder ein neuer super Englischbegriff her musste :screwy:
 
ich finde dass vorallem auch der Spaß zum guten Spielen dazugehört

Das hab' ich jetzt mal vorausgesetzt ;)

keiner will ein Bandmitglied mit ZU viel Ehrgeiz

Eine Sache des Standpunktes. Ehrgeizige Musiker erzürnen sich wahrscheinlich in selbem Maße über motivationslose Schluffis.

jeder sollte auf seine, sprichwörtlich, eigenen Finger schauen bevor er meint anderen vorschreiben zu müssen was man zu tun und zu lassen hat

Ich weiss nicht genau, an wen du das jetzt addressiert hast. Ich habe jedenfalls lediglich Anregungen zur Selbstreflektionen gegeben ... jeder kann machen und denken was er will.

Und dann mal noch ne Frage: Was soll eigentlich "tightes" spielen sein? Hab irgendwe das Gefühl dass da nur wieder ein neuer super Englischbegriff her musste :screwy:

Ist seit Jahren ein gängiger Begriff unter Musikern. Heisst soviel wie "exakt und druckvoll". Wird vor allem im Metal-Bereich erwünscht um ein klares und kraftvolles Klangbild zu erzeugen.
 
Eine Sache des Standpunktes. Ehrgeizige Musiker erzürnen sich wahrscheinlich in selbem Maße über motivationslose Schluffis.

Ja, aber genau das muss doch nicht sein, auf das Miteinander kommt es doch an! Wie in der Wirtschaft... die viel gerühmte Teamfähigkeit


Ich weiss nicht genau, an wen du das jetzt addressiert hast. Ich habe jedenfalls lediglich Anregungen zur Selbstreflektionen gegeben ... jeder kann machen und denken was er will.

Das war auf die "musikalisch Verrückten" gemünzt, einfach mal selbst hinterfragen, wie es der Thread hier ja vorschlägt. Beispiel: Einer in der Band schreibt allen anderen vor wie genau das jeweilige Instrument klingen muss und duldet keine andere Meinung. Konkret hab ich das so erlebt: der Sänger wusste alles besser und dreht solange am Mischpult und Verstärkern rum bis dem Gitarrist selbst die eigene Gitarre net mehr gefallen hat.


Ist seit Jahren ein gängiger Begriff unter Musikern. Heisst soviel wie "exakt und druckvoll". Wird vor allem im Metal-Bereich erwünscht um ein klares und kraftvolles Klangbild zu erzeugen.

Na gut wieder was gelernt.. wobei tight doch eigentlich eng heißt!? exakt und druckvoll beschreiben die Sache doch viiiel besser ;-)
 

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