Erfahrungen von Rauswürfen

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mpeg3
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Ich habe diesen Thread eröffnet, um Erfahrungen über Rauswürfe auszutauschen.

Bei uns ist die Situation leider komplett eskaliert. Kurz zur Vorgeschichte: Die Band besteht seit fast 2 Jahren. Drummer, zwei Gitarristen (u.a. ich), Bassist und Sängerin waren die erste komplette Besetzung. Da es mit der Sängerin nicht gut gelaufen ist sie dezent aus der Band gegangen (einfach selber nichtmehr gekommen). Daraufhin ging der zweite Gitarrist, da er auch nebenbei ein zweites Projekt laufen hatte.
Im Anschluss holte ich einen zweiten Gitarristen und einen neuen Bassisten in die Band. Unser ehemaliger Bassist ist mittlerweile auf Vocals umgesattelt.
Vor vielleicht zwei Monaten fing es an, dass der Sänger immer weniger Lust auf den zweiten Gitarristen hatte, da wir am erfolgreichsten mit Hardrock-Songs waren, der zweite Gitarrist jedoch musikalisch auf einer anderen Schiene war. Dadurch kamen die Proben immer mehr zum Stillstand und wurden anstrengend, da sehr, sehr selten ein musikalischer Konsens gefunden wurde. Also berieten Drummer, Sänger und ich uns letzte Woche über die aktuelle Situation. Die Band hat nurnoch wenige Monate, da wir danach zum Studium wegziehen. Produktivität war also ein wichtiges Ziel. Heraus kam, dass wir dem anderen Gitarristen einen Austritt nahelegen. Sonst wäre der Sänger gegangen und mit ihm der Bass und Bassverstäker (Bassist spielt mit dem Equipment des Sängers). Den Bassisten haben wir darüber aufgeklärt. Er war kein großer Fan der Idee, trägt sie aber mit.
Nun haben wir gestern ein außerordentliches Treffen angesetzt. Wir diskutierten etwa eine Stunde über die Situation, bis ich endlich gesagt habe, was die anderen nicht gesagt haben: Wir legen dir einen Austritt aus der Band nahe. Wir finden es selber scheiße, wie das gelaufen ist und wollen nicht, dass das als persönliches zwischen uns steht.
Dazu muss erwähnt werden, dass wir schon vor der Band befreundet waren, also nicht durch die Musik zusammenkamen.
In Folge hat der Gitarrist seinen Verstärker gepackt und ist ohne Wort aus dem Raum gegangen. "Scheiße gelaufen", meinten die Übrigen. Danach erreichte uns eine längere Mail und vier kurze Mails. Dazu bekam ich 4 SMS und der Bassist und Drummer jeweils eine. Der Inhalt ist peinlich, deshalb will ich ihn nicht zitieren. Bewegt sich aber auf dem Niveau von "Ihr seid Hurensöhne" (an alle) bis "du bist eine missgeburt" (SMS). Das ging relativ schnell los (etwa 20 Minuten nach Verlassen des Proberaums), ging bis 23 Uhr abends und Heute ging es weiter.

Ich finde die Sache etwas... surreal. Haben wir uns falsch verhalten, hätten wir ihn nicht eine Stunde etwas vormachen sollen? Wir finden selber, dass das Wie nicht richtig sauber gelaufen ist. Der Bassist könne es "gut machen", indem er selber austrete. Wie gesagt waren wir davor alle auch persönlich befreundet. Wir haben und werden darauf nicht reagieren, haben wir ausgemacht. Im Moment habe ich aber Schiss, dass die ganze Band daran zerbricht.
Irgendwie musste ich mir das mal von der Seele schreiben. Darauf gibt es wohl leider kein Patentrezept.
 
Eigenschaft
 
Bei euch (der verbleibenden Band) kann ich keinen Fehler entdecken. Der entlassene Gitarrist kann wohl einfach nicht damit umgehen.
Allerdings solltest wenigstens du selbst an ihn herantreten und ihm klarmachen, was euch zu dieser Entscheidung gebracht hat.
Und gegebenenfalls solltest du ihn um Entschuldigung bitten.
 
Also ich denke eher, dass es die restliche Band zusammen schweißt :D ... so blöd das auch klingt aber anscheinend ziehen ja alle anderen an einem Strang und insofern wird der Rest wohl weiter machen.
Die Frage die sich stellen wird und weswegen ich eher befürchte, dass es auseinander bricht ist, dass ihr, soweit ich das verstanden habe, jetzt einen Bassisten habt der keinen Bass und keinen Verstärker hat, oder? Ausserdem wird es euch sowieso wenn überhaupt dann nur bis Sommer geben ... Habt ihr irgendwelche Auftritte bis dahin in Aussicht?

Wenn ihr keine Auftritte habt bis Sommer, und auch euer Bassist keine Möglichkeit hat an einen anderen Bass zu kommen und an einen Bass Verstärker, dann muss ich ehrlich sagen, dass ich nicht glaube, dass es noch wirklich weiter läuft.
Sollte ich das ales richtig verstanden haben, dann habt ihr jetzt nur 3 Möglichkeiten:
1. Ihr besetzt wieder um und kommt ohne Bassisten aus (da ja niemand dieses Instrument zur Verfügung hat)
2. Euer jetziger Bassist besorgt sich einen Bass und einen Verstärker
3. ihr holt euch wieder einen anderen Musiker dazu

Sofern ihr keine Auftritte in Planung habt und das ganze sowieso mit Sommer beendet wird fällt Punkt 3 weg, denn ich denke nicht, dass sich irgend jemand anders da noch ein klinken würde.
Zu Punkt 2:
1. Verstehe ich nicht wie jemand ein Instrument spielen kann, dass er nichtmal selber besitzt.
2. Wenn der Bassist nicht vor hat weiterhin irgendwo Bass zu spielen und sich wirklich ernsthaft mit dem Instrument auseinander zu setzen, dann wird er sich sicher keinen Bass kaufen, und somit fällt dieser Punkt auch flach.

Generell muss ich sagen, dass ich es immer schade finde, wenn jemand nicht dazu passt, oder sich nicht integrieren kann, oder aus einer Band raus muss! Ich verstehe auch, dass er etwas angepissst ist wegen der Sache, da er anscheinend doch irgendwie an der Band gehangen ist, allerdings sind die Aktionen die er da setzt echt schwachsinnig und ich würde auch weiterhin nicht darauf reagieren. Ob es gut war oder nicht ihm das so hin zu sagen weiß ich nicht, da einfach zu wenig Hintergründe bekannt sind, außerdem kann man hier nur mutmaßen wie es ihm gesagt wurde und das ist sicher auch immer ein entscheidender Faktor.
 
@PisauraXTX: Auf den ehemaligen Gitarristen werde ich sicher nicht zugehen. Wir haben ihm gestern lang und breit erklärt, warum es nicht läuft. Als Folge bzw. Vorschlage habe ich danach vorgebracht, dass es am Besten wäre, wenn er geht. Mittlerweile habe ich von ihm sieben(!) SMS bekommen, die letzte vor zwei Stunden. Die anderen haben nur jeweils eine bekommen. :ugly:

@churchi: Du hast das falsch verstanden. Der Sänger wäre gegangen, wenn keine Lösung für den zweiten Gitarristen gefunden wäre. Da unser Sänger ehemals Bassist bei uns war, steht sein Equipment noch im Proberaum. Damals habe ich einen Freund guter Musik (welcher davor garkeine Musik gemacht hat) angehauen ob er Bock hätte Bass zu spielen und zu lernen. Das Wunderbare ist aber, dass unser jetztiger Bassist mittlerweile auch echt auf einem guten Level ist.
Auftritte haben wir leider keine. Das oberste Ziel sind aber Aufnahmen zu Stande zu bekommen, damit wir alle etwas in der Hand haben, wenn wir in fünf oder zehn Jahren an die Band zurückdenken. Die Aufnahmen hätte es aber mit Sicherheit nicht gegeben, wenn wir uns in Proben nurnoch weiter gezofft hätten.
 
Ist doch alles gut.
Solche Trennungen laufen nie sauber ab und sind eigentlich immer für alle Beteiligten SEHR unangenehm.
Bin selber schon aus zwei Bands "rausgeflogen" und habe schon mehrere Leute abgelehnt oder aus Bands "entfernt".
Wenn es so gelaufen ist, wie Du schilderst, habt ihr euer Bestes gegeben und der Gitarrist ist nicht in der Lage, damit umzugehen. Punkt.
Seine Reaktion zeugt von einer ziemlich ausgeprägten Unreife und sollte euch eventuell bezüglich der "Freundschaft" zu denken geben.
 
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Ich mach mal den Advocatus Diaboli...
Ich kann den Gitarristen der "gegangen wurde" irgendwie schon verstehen. Ich meine, ihr wart lt. Deiner Aussage "befreundet" und trotzdem hast Du quasi hinter seinem Rücken mit den anderen Bandmitgliedern den Rausschmiss beschlossen und ihm dann eine Stunde lang ein Theater (im Sinne von Diskussion über eine Sache die eigentlich schon von Beginn an feststand) vorgespielt. Und wenn dann als (so wie es auf mich wirkt) einer der (Haupt-?)gründe, warum er gehen muss angeführt wird, dass sonst der Sänger geht, was schlecht ist, weil er den Bassamp stellt, dann würde ich mich gleich doppelt veräppelt fühlen (hätte er nen Bassamp daheim gehabt, hätte er dann bleiben dürfen und der Sänger hätte gehen müssen?).
Außerdem finde ich so eine Eskalation und einen Rauswurf kurz vor dem eh schon feststehenden Ende der Band doch auch etwas seltsam und zumindest "unfein" - da hätte man doch die paar Monate noch durchhalten, noch ein nettes Abschiedskonzert spielen und sich dann im Guten trennen können - vor allem wenn man auch privat "befreundet" ist.
Das rechtfertigt sicher nicht irgendwelche Mails und SMS mit Beleidigungen, aber den Frust und den Ärger kann ich eben doch ein Stück weit nachvollziehen und sehe da auch nicht "keinen Fehler" bei der Band sondern zumindest ein gewisses Maß an Rücksichtslosigkeit... Auf solche Freunde könnte ich auch verzichten.
 
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Zu der Idee mit den Aufnahmen: Studioaufnahmen werden eine Band zerstören wenn sie nicht vorher gut funktioniert! Die Zeit im Studio ist extrem anstrengend und kostet viel Geld, was für einiges an Konfliktpotential sorgt ... Jede Band die schon mal im Studio war kann dir erzählen, dass es geil war, aber auch, dass es eine Belastungsprobe für die Band ist.
Ausnahme ist vielleicht, wenn ihr einfach so selber mit dem PC aufnehmen wollt, weil das kostet nicht wesentlich viel, ausser Zeit ... Hier is dann nur die Frage ob wirklich ALLE das acuh wollen, denn wenn einer da nciht dainter steht wird er sich daheim wohl weniger hin setzen und mit Metronom genau seine Parts üben bis zur Vergasung, und wenn er das nciht tut, dann wird er bei der Aufnahme 10x so lange brauchen wie alle anderen, und das verzögert das Projekt und sorgt ebenfalls für Frust.
 
Sehr guter Beitrag, Xytras, das gleiche hab ich mich eben auch schon gefragt. Wieso der ganze Stress wenn ihr euch in einem halben Jahr eh trennt? Ihr hättet die Freundschaft aufrechterhalten, so habt ihr jetzt bald eine getrennte Band UND eine getrennte Freundschaft.

Die Art der Reaktion des Gitarristen ist vielleicht etwas unreif, aber grundsätzlich nachvollziehbar.
 
Hauptgrund war nicht, dass sonst der Sänger geht, sondern dass wir musikalisch nichts mehr auf die Reihe bekommen. Mit den Sachen, die wir bis jetzt haben, war der Gitarrist schließlich auch nicht zufrieden.
Die Geschichte ist oben auch stark verkürzt geschildert wurden. So kam es in letzter Zeit immer öfter vor, dass musikalische Differenzen auf die persönliche Ebene geschoben wurden. Wenn es negative Kritik von Musikvorschlägen gab, ging das auch oft mit (harmlosen) Beleidigungen wie z.B. "Idiot" weiter.
Ich weiß nicht, ich finde eine Band sollte Musik machen um Musik zu machen und nicht um einfach nur in einer Band zu sein. Das Gefühl zusammen in einer Band zu sein ist zwar cool, aber dafür braucht man ja auch nicht jede Woche Zeit opfern und Stress mit den Nachbarn kassieren, wenn es nur darum geht zusammen zu sein. Ein Abschiedskonzert wäre natürlich das Schönste gewesen, aber man kann ja auch nicht auftreten, wenn man nach jeder Probe genauso viel/wenig hat wie vor der Probe.

Den Vorwurf des vorhergegangen Theaters kann ich verstehen, das fande ich selber nicht toll. Ich habe mir erhofft, dass wir in der Zeit schaffen klarzustellen, warum die Situation so scheiße ist, wie sie ist. Einfach zum Schluss der nächsten Probe "Du bist raus." zu sagen hätte ich noch schlechter gefunden.

Oder wie habt ihr solche Situationen bis jetzt erlebt? Mir fällt nicht ein wie man einen Rauswurf so schmerzlos wie möglich anstellen kann.
 
Also je mehr ich da lese desto mehr gewinne ich an Gewissheit, dass es mit eurer Band sowieso nicht länger als bis Sommer gegangen wäre. Anscheinend hat sich da weit mehr aufgestaut als wir hier erfahren und dass das irgendwann mal so endet ist für mich klar ...
So wie sich das alles anhört habt ihr etliche Besetzungswechsel hinter euch, habt Leute in der Band die ein Instrument spielen, dass sie nicht mal besitzen, habt keine Auftritte und setzt euch jede Woche zum Proben zusammen um irgend eine Aufnahme zu machen, damit ihr euch an die "guten" Zeiten als Band erinnern könnt ... Das sind schon mal genug Gründe wieso es bei euch nicht läuft wie es soll, und da ist der Grund wieso ihr den Gitarristen raus geworfen habt noch nicht mal aufgelistet. :confused:

Zu dem: "Wie jemanden raus werfen":
Am Besten ein Treffen machen ohne Instrumente, bei jemandem zu Hause im Wohnzimmer oder in eurer Lieblingsbar oder was acuh immer, und dann von Anfang an direkt Klartext reden aber versuchen es sachlich zu bringen und nicht persönlich zu werden. Auf jeden Fall auch die Meinung von ALLEN aus der Band anhören und sich nicht ins Wort fallen sondern wirklich jeden ausreden lassen. Dann gemeinsam einen Schlussstrich ziehen. Auf jeden Fall sollte man es vermeiden, dass es so ausschaut als wäre die restliche Band eh schon zusammen gesessen und hätte schon lange eine Entscheidung getroffen ohne den Betroffenen.
 
Auf jeden Fall sollte man es vermeiden, dass es so ausschaut als wäre die restliche Band eh schon zusammen gesessen und hätte schon lange eine Entscheidung getroffen ohne den Betroffenen.

Yepp! Allerdings nicht ganz einfach einzuhalten - da sich so eine Sache ja meistens irgendwie entwickelt und ich mir kaum vorstellen kann, dass einer ohne mit weiteren Bandmitgliedern zu reden, den Vorschlag bringt einen anderen rauszuschmeissen...

Normalerweise wurde da sowieso vorher geredet - schon nur um die Sache zu sondieren..
 
Vor dem Hintergrund der anstehenden kompletten Bandauflösung kapiere ich das Theater auch nicht. Was - bitte schön - soll denn der Rauswurf und eine evtl. Neufindung eines Musikers noch bewirken, wenn Ihr im Sommer eh Schluss macht? Daher stellt sich mir in Eurem Fall nicht die Frage nach dem "Wie", sondern nach dem "Warum". Die Mail und SMS Bomben sind kindisch und lächerlich, zeugen nur von sittlicher Unreife, aber was Ihr da abgezogen habt, ist auch nicht allzuweit davon entfernt. Die Band ist tot - mausetot! Geht ein Bier trinken und kündigt den Proberaum, mehr werdet Ihr nicht mehr auf die Reihe kriegen.
 
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Ich versteh auch nicht, wieso ihr euch so einen Stress antut wenn das Ende doch absehbar ist?
Warum auf Produktivität pochen wen die Geschichte eh in ein paar Monaten auf Eis liegt?
Warum da noch Leute rausschmeißen? Es geht eh um nix mehr! Keine Gigs, keine Ziele...
Worum genau zofft ihr euch? Um eine Band ohne Perspektive? Mamamia...

Ich hätte da eher nen gemeinsamen Abschiedsgig organisiert und das Projekt in Frieden beerdigt. Wäre vermutlich zu einfach gewesen? :/
 
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Es geht eh um nix mehr! Keine Gigs, keine Ziele...

Wenn ich richtig gelesen haben, wollten sie doch noch ein paar Aufnahmen machen - als schöne Erinnerung. Ist das kein Ziel? Und wenn der Threadersteller sagt, es sei mit dem anderen Gitarristen nicht möglich, ist es doch völlig legitim, oder verstehe ich das falsch?
Natürlich ist es komisch, wenn kurz vor "dem Ende der Band" ein Mitglied gegangen wird, aber wenn er die Erfüllung der Wünsche der anderen Bandmitglieder unmöglich macht?

Schön ist es nie, jemanden zu sagen, es habe keinen Sinn mehr. Ich finde, dass man danach auch ruhig beleidigt sein darf. Aber solche Kindereien finde ich höchst nervig. Leider hat das selten etwas mit dem Alter oder der Pupertät zu tun, sowas habe ich schon zu oft erlebt...

In meinen Augen habt ihr keinen Fehler gemacht, dass ihr am Anfang etwas rumgedruckst habt ist natürlich doof, aber es ist noch kein "Chef/Personalführer" vom Himmel gefallen. Blöd ist es nur für dich, da du nun der Buh-Mann bist und das Meiste abbekommst. (ich will gar nicht wissen was er macht, wenn er mal von einem Mädel verlassen wird).

an eurer Stelle würde ich mich auf die Aufnahmen konzentrieren und die restliche Zeit noch genießen :)
 
Wenn ich richtig gelesen haben, wollten sie doch noch ein paar Aufnahmen machen - als schöne Erinnerung. Ist das kein Ziel? Und wenn der Threadersteller sagt, es sei mit dem anderen Gitarristen nicht möglich, ist es doch völlig legitim, oder verstehe ich das falsch?
Natürlich ist es komisch, wenn kurz vor "dem Ende der Band" ein Mitglied gegangen wird, aber wenn er die Erfüllung der Wünsche der anderen Bandmitglieder unmöglich macht?
Ganz genau.
Falls es wen interessiert: Wir haben mit dem neuen Gitarristen in knapp 2 Monaten jetzt neue zwei Songs gemacht, das ist genauso viel wie wir davor fast einem Jahr geschafft haben. Und in Nächten wie diesen, in denen auf mein Festnetztelefon von halb 2 bis halb 3 nachts(!) Telefonstreiche gemacht werden, bestätigt sich für mich nur, dass wir genau das Richtige gemacht haben.

Natürlich hätte man sich auch noch 3 Monate quälen können und gute Miene machen können, hätte aber glaube ich nur halb so viel Bock gemacht wie nochmal musikalisch die Sau rauszulassen, bevor man getrennte Lebenswege geht. :)
 
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Wir mussten in unserer Geschichte schon 2 Bassisten "entlassen". Den ersten ziemlich zum Anfang unseres Werdegangs, weil er nach einem halben Jahr noch immer 9/8 gespielt hat, während der Rest im Stande war, korrekt zu zählen ;)
Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass ein wenig mehr Übung gut täte bzw nötig wäre, haben alle Nase lang unsere Hilfe bei Übung-Sessions angeboten, aber als dann lange nichts geschah und kein Fortschritt abzusehen war, haben wir in einer Probe mal drüber gesprochen, wie der Kollege seinen Könnens-Stand einschätzt und wurden uns recht schnell einig darüber, dass das für die Band, die sich ziemlich schnell entwickelte, leider nicht ausreicht. Soll heißen er sah ein, dass sein Rückstand uns aufhielt und hat auch ganz bereitwillig das Feld geräumt. War ein sehr schwerer Moment, denn er ist ein wirklich netter Kerl. Jetzt sieht man ihn dann und wann gut vollgetankt und fröhlich tanzend auf unseren Konzerten ;)

Den nächsten Bassisten mussten wir nach einer ganzen Zeit leider kündigen, weil er sich menschlich irgendwie entfremdet hatte. Unerwarteter beruflicher und finanzieller Erfolg schienen ihm kurzzeitig nicht bekommen zu sein - er entwickelte sich zusehends zu einem Menschen, auf den unsereins nicht mehr klar kam. Als man sich dann beinahe regelmäßig auf Auftritten menschlich beleidigen lassen musste und der letzte Streit sogar vor den Fans ausgetragen wurde, haben wir dann nach 3 Verwarnungen die Reißleine gezogen. War auch nicht leicht, der Kollege war hartnäckig und hat zum Schluss förmlich um den Platz in der Band gebettelt und sofortige Besserung gelobt. Das allerdings konnten wir nach seinen letzten drei Beteuerungen (den besagten 3 saftigen Verwarnungen) nicht so recht glauben und blieben hart und haben es nie bereut :)
Und auch dieser Mensch hat sich nach einiger Zeit wieder eingekriegt und besucht dann und wann unsere Konzerte. Mittlerweile verstehen wir uns auch wieder besser mit ihm, da er seine Wandlung durchgemacht hat.
Trotzdem haben wir ihn nicht wieder zurück in die Band geholt, unsere jetzige Bassistin macht sich sehr gut bei uns und ist sehr fleißig und überhaupt gibt es ja gar keinen Grund sie gehen zu lassen :)

Wie gesagt, das A und O ist Kommunikation. Keine persönlichen Angriffe und bei seiner Meinung bleiben. Das Gegenüber respektieren, samt seiner Fehler. Eventuelle Ausrutscher des Gesprächspartners gelassen nehmen und selbstsicher bleiben - was hat man zu verlieren? Die Differenzen akzeptieren und sich nicht darüber ärgern. Jede Entscheidung kann nur eine Weiterentwicklung sein :)
 
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Also ich will jetzt mal generell antworten:

Wenns nicht mehr klappt, klappts nicht mehr. Dass man sich dann trennen muss, ist zwar unschön, jedoch eine Notwendigkeit.

Es gibt jedoch falsche Wege das zu tun. Ich habe doch tatsächlich schon gehört, dass per Facebook "schlussgemacht" wurde!
In jedem Fall würde ich das in ruhiger Atmosphäre bei einem persönlichen Gespräch tun.
Am besten, an einem neutralen Ort, mit ALLEN Beteiligten.

Und auch vorher überlegen was man sagt, vielleicht eine Stichpunktliste irgendwo verstecken ;)
 
So wie sich der Gitarrist anstellt hatte er in einer Band sowieso nichts zu suchen. Wenn jemand musikalisch oder aus menschlichen Gründen nicht mehr zum Rest der Band passt sollte er oder sie zumindest den Anstand haben, sich wie ein Erwachsener zu benehmen. Vielleicht habt ihr es nicht allzu geschickt rübergebracht, aber Kindereien wie Telefonstreiche sind doch nur noch albern. Ich bin auch schon aus verschiedenen Bands "rausgeworfen" worden, aber das ist immer freundlich und einvernehmlich geschehen.
 
Der Thread ist vom letzten Jahr und der Threadersteller war seit August nicht mehr im Forum. Das Problem könnte sich in all der Zeit auch schon auf irgend eine Weise gelöst haben...

Banjo
 
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