halsweh, tonumfang, kopfstimme

von bananenrepublik, 22.10.07.

  1. bananenrepublik

    bananenrepublik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.10.07   #1
    Hallo,

    Ich habe mehrere Fragen:
    A) Ich hab seit etwa nem Monat nicht mehr gesungen, vorher hatte ich ein paar Stunden gesangsunterricht, die mir gefühlsmäßig auch einiges gebracht haben. Ich hab mir zusätzlich zum Unterricht noch das Buch "Vocal Basics" gekauft und arbeite damit. Die Grundlagen (Atmung, Stütze) kriege ich halbwegs hin (wenns manchmal nicht klappt hör ich wieder auf zu signen). Wenn ich jetzt allerdings wieder singe (nach diesen 1 1/2 monaten pause), tut meine Stimme sofort leicht weh bzw. fühlt sich etwas angestrengt an (schon nach 2 Minuten). Wenn ich trotzdem (leise) weitersinge bleibt ein etwas raues Gefühl im Hals...
    ist es normal, dass meine stimme nach dieser pause jetzt so schnell weh tut?

    B) mit meiner bruststimme komme ich vom A (2te Saite) bis zum E (höchste Saite der Gitarre, weiss nicht das wievielgestrichene E das ist ;-)) ich würde meinen tonumfang mit der bruststimme aber gern noch erweitern. welche übungen gibt es dazu?

    C) ich habe keine probleme damit in der kopfstimme zu singen, ich komme recht leicht "hoch" und auch der übergang geht, allerdings klingt meine kopfstimme total piepsig und überhaupt nicht wie gesang, wie kann ich denn daran arbeiten?

    D) in meiner band singe ich häufig zweite stimmen etc. gibt es einen trick, wie man sich die zweite stimme raushören kann? (hab mal verschiedene audiofilter versucht, ist aber nicht so das wahre)

    E) was mach ich wenn ich ein lied habe (z.b. "incubus - drive") wo fast alle töne in meinem stimmumfang liegen, ausser einer (chorus auf "what_ever_")?? gibts da nen trick wie ich da vllt. noch halbwegs erträglich drankomme, bzw. ist es ok, diesen einen dann zu drücken? manchmal hauche ich dann ein bisschen, aber das hört sich nicht so doll an....

    lg, banana

    ps: hab die forensuche benutzt und auch schon in den verschiedenen unterforen und FAQs gelesen...
     
  2. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

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    Erstellt: 22.10.07   #2
    Hallo!

    Gerade als relativer Anfänger - das bist Du meiner Einschätzung nach doch noch - verlernt man solche Sachen wie Stütze auch sehr schnell wieder wenn man nicht konsequent übt und kontrolliert wird.

    Der Tonumfang der Bruststimme ist schon nicht schlecht. Dir da ein Patentrezept an Gesangsübungen zu nennen geht kaum.
    Versuch vielleicht mal leise Dreiklänge zu summen, sowohl nach unten als auch nach oben.

    Ja. Aber das ist ein so weites Feld dass wir Dir da auch kein Patentrezept bieten können. Volumen in der Kopfstimme kommt einfach daher, dass vieles zusammenpasst.
    Du darfst nicht drücken, musst den Tönen im Mund/Rachenraum Platz geben um sie klingen zu lassen, musst die Töne mit wenig Luft in die Maske fokussieren.
    (...vielleicht kann/mag Kollege Lucilius hier erklären, was er macht, wenn er sein schönes "ouuuuuh" in die Höhe zieht.)

    Üben, üben, üben. Auch Chorerfahrung hilft da immens weiter.

    In dem Moment in dem Du einen Ton drücken kannst, ist er da. Das heisst, dass Du ihn eigentlich singen kannst. Die Frage ist hier eben, wie Du lernst, das technisch anzugehen.

    Da Du schon mal ein paar Gesangsstunden genommen hast bist Du der Idee ja nicht ganz abgeneigt... vielleicht solltest Du Dich noch mal coachen lassen und diese Fragen jemandem stellen, der Dich sieht während Du übst.
     
  3. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 22.10.07   #3
    Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen. Auch wenn ich sechs Monate nicht gesungen ahbe.... dann klingen hohe Töne zwar nicht und es fehlt jeder Ausdruck, aber weh tut nix.... denke, da ist was faul bei dir und Du presst oder drückst.

    Sorry: aber Dein Buch, Dein Gesangsunterricht und die FAQ/Workshop/Suchfunktion sollten Dir diese Frage eigentlich beantwortet haben.
    Wahrscheinlich singst Du nicht in der Kopfstimme, sondern im FAlsett. Die soll eigentlich piepsig klingen. Eine trainiertes Falsett kann mehr Vorlumen und Sicherheit bekommen. Aber der piepsige Grundcharakter ist eigentlich das Merkmal eines Falsetts.
    Auch das wurde schon mehrfach diskutiert. Einen "Trick" gint es wohl nicht. Versuch, Dich beim Hören nur auf die zweite Stimme zu konzentrieren - am besten mit Kopfhörer. Versuch, sie für Dich so zu hören, als sei die zweite eigentlich die Leadstimme. Das braucht einiges Training, die erste Stimme beim Hören "auszublenden", klappt aber mit der Zeit. Ein bißchen Theorie hilft auch. Denn die zweiten Stimme folgen meist harmonischen Grundregeln.

    Das ist etwas die gleiche Frage wie B).... Aber abgeshen davon kann man jeden Ton, den man gedrückt singen kann, auch ohne drücken erreichen... Ansonsten: siehe Antwort zu B)

    ... sorry. ich meine es nicht böse: aber ehrlich klingen Deine Fragen nicht so richtig danach, als hättest Du schon Gesangsunterricht gehabt, ein Buch und die FAQ etc gelesen


    ....
     
  4. moniaqua

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    Erstellt: 22.10.07   #4
    Hi Banaba,

    welcome "on board" ;)

    Sollte eigentlich nicht, da stimmt dann was an der Technik nicht. Entweder der Stimmsitz oder doch halt die Stuetze.
    Lass mich raten - Du bist ein Maedel? :) Ok, a bis e' koennte vielleicht Sopran sein, dann wuerde ich eher erwarten, dass oben noch was ausbaubar ist.
    Extra Uebungen zum Erweitern hmm, vielleicht faellt da den Lehrerinnen hier was ein, ich wuesst nix. Das ergibt sich im Unterricht von alleine.
    Auch das ergibt sich mit Uebung und im Gesangsunterricht - wenn die Technik stimmt, kommt der Rest schon.
    Trick weniger, wissen halt. Entweder, man hoert es so oder man lernt Harmielehre und/oder geht in den Chor, das uebt grad im Harmonien hoeren ungemein.
    Also, wenn ich Toene druecke, dann sind sie zu tief, dann werd ich bestimmt nicht hoeher :) Aber wenn Du ihn erreichst, haste ihn im Umfang mit drin => arbeiten nach FAQ bzw doch wieder Unterricht nehmen. Druecken find ich nicht gut. Wenn meine Kristallkugel (die virtuelle) stimmt, sollten bei Dir noch ein paar Toenchen ueber dem e' drin sein; wenn Deine Stimme mal sauber ausgearbeitet ist, koennte es sein, dass Du ueber das "laeppische" e' dann nur noch lachst (gegeben, dass Du tatsaechlich Sopran seist)


    Edit - Antipasti, Ice, ich bin neugierig - wieso kommt ihr auf maennlich?
     
  5. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 22.10.07   #5
    Hab mir da nicht so vielei Gedanken darüber gemacht....

    Aber mal sehen:

    Normal sagt man 1ste Saite= hohe E-Saite... ich denke aber, hier wurde anders rum gezählt. 1ste Saite=tiefe E-Saite

    Andersum gesehen, also von der h-Saite aus (zweite von "unten") käme es mir arg hoch vor als ersten Ton. Das schaffen nicht mal Eunuchen.

    Das A der Gitarre von der zweiten Saite, also die leere A-Saite. ist doch eher baritonesk...liegt nur ein paar Töne über meinem tiefsten.

    Hinzu kam das Beispiel "Incubus" - haben die nicht einen Mann als Sänger?

    Das ungewünscht piepsige Falett klingt für mich auch nach einem "Männerproblem" :)
     
  6. moniaqua

    moniaqua Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 22.10.07   #6
    Ja, ist bei der Gitarre so
    Iiiiaeiea. Klar, ich hatte dran gedacht, wie das Teil notiert wird, nicht, wie es klingt. Ich wuerd fuer mich auch sagen, ich komm vom E der ersten Seite bis zum c bis d auf der oberen e-Seite :) Und gar nicht dran denken, dass die ne Oktave tiefer klingt...

    Incubus sagt mir gar nix :) Ausserdem ist es mir egal, ob das jeweilige Lied urspruenglich von Manderl oder Weiberl gesungen ist, wenn ich es singen mag

    und "hellsehedit"fuer den Post eines weiter spaeter ;): Ich schwoere, ich hab on Euch ned abgeschrieben ;) Ich waer glatt die erste gewesen, haett ich nicht zwischendurch schnell mal 20 min Kind holen muessen :D
     
  7. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 22.10.07   #7
    ... da haben wir drei alle zeitgleich fast das gleiche gepostet. TIPP: "nochmal richtig" in den Workshop gucken. IcePrinsess' Thread "Atmung/Stütze/Luftsäule" beschreibt eigentlich ganz ein paar Übungen, sofern es halt überhaupt möglich ist, SIngen über das Internet zu erlernen.
     
  8. bananenrepublik

    bananenrepublik Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.10.07   #8
    erstmal vielen dank für eure antworten!



    ich bin männlich, das hätt ich dazu schreiben sollen, ganz vergessen ;)

    das mit den dreiklängen werde ich mal versuchen, danke für den hinweis.

    Ja, ich werde auf jeden Fall wieder unterricht nehmen, sobald ich wieder die möglichkeit habe.

    nein, ich bin männlich :) laut meinem buch ist das dann bariton, richtig?

    ähm, das mit dem tonumfang war etwas umständlich erklärt, aber ihr habts ja doch verstanden. Das heisst laut ernesto von 110Hz bis 330Hz (grob)
    http://www.gitarrenlinks.de/saiten_frequenzen.htm

    ich schätze, um weiteren gesangsunterricht komme ich nicht herum, so wie sich das anhört :)
    soll ich denn jetz gar nicht mehr singen bis zum unterricht?



    achso dann hab ich noch ne ganz andere frage:
    angenommen ich habe ein lied, bei dem ich weiss, dass der sänger/die sängerin an einer stelle ein hohes E singt (330Hz). angenommen ich gehe mit einem audio-analyse programm hin und entferne die bereiche 310-350Hz. Wieso höre ich den Ton dann immer noch?
    ich versuchs noch etwas zu formulieren: in wievielen lagen schwingt ein ton? wisst ihr was ich meine?
     
  9. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

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    Erstellt: 22.10.07   #9
    Anytime!

    Das mit dem Bariton ist nicht *nur* eine Definition über den Tonraum, den man singen kann, aber es könnte hinkommen. Weisst Du, Timbre spielt da auch eine Rolle.

    Interpoliert ;) dampfi möge mich hauen, aber unter anderem habe ich aus der Gitarre geschlussfolgert, dass wir's wohl mit einem männlichen Wesen zu tun haben.

    Es ist halt die gleiche Leier wie immer: Ohne Lehrer geht es auch, aber mit geht es wesentlich schneller. Ohne Lehrer stoßen viele an Grenzen, der Lehrer kann einen über diese Grenzen hinausbringen.

    Quatsch. Du sollst natürlich singen. Allerdings musst Du eben wieder einen Gang zurückschalten, Dich wieder mehr auf das, was Du tust konzentrieren. Dich vor allem darauf konzentrieren, dass es nie weh tun darf.

    Du beziehst Dich auf Obertöne. Dazu hat holyman in irgendeinem Thread hier was geschrieben.... Es sind - je tiefer der Grundon ist - um so mehr.
    Einfach einen "Tonbereich" aus dem Song zu killen macht also kein Playback.
    Was Du machen kannst ist, dass Du entweder nach einem der hier schon öfters erwähnten Karaoke-Plugins für z. B. Winamp suchst, oder dass Du Dir Karaoke-Tracks ohne Stimme besorgst.
     
  10. der onk

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    Erstellt: 22.10.07   #10
    Tja... der Mensch ist keine Orgel! :D
    Oder andersrum gesagt: Der gesungene Ton ist keine einfache Sinusschwingung sondern besteht aus einer Reihe von Harmonischen. Diese bestimmen auch, ob sich ein Ton mit derselben Grundfrequenz als "a", "o" oder "e" anhört. Menschleins Gehör kann zudem auch bei fehlender Grundschwingung anhand der Obertonreihe die Grundfrequenz errechnen. Deshalb hörst Du bei Deiner Filterung immer noch die Gesangsstimme oder z.B. den E-Bass über kleine Lautsprecher von Handy, Autoradio etc...


    der onk mit Gruß
     
  11. bananenrepublik

    bananenrepublik Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.10.07   #11
    hehe, dankeschön :)

    ja, das winamp-plugin hab ich auch.

    ok, dann versuche ich mich wieder etwas mehr auf die grundlagen zu konzentrieren, so dass es nicht weh tut :-)

    vielen dank für eure hilfe, vllt. stell ich ja demnächst mal eine gesangsprobe rein, wenn ich irgendeine aufnahmemöglichkeit habe...
     
  12. moniaqua

    moniaqua Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 25.10.07   #12
    Sehr gute Idee :)

    Sorry :o Wenn ich mich bei den Kerls auskennen wuerde, koennt ich Dir's vielleicht sagen. Wobei der Stimmumfang taeuschen kann - ich meinte ewig, ich sei Alt... Hat ja Ice auch schon was dazu geschrieben.
     
  13. Gore-Illa

    Gore-Illa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.07   #13
    ich glaub ich weiß was zu verwirrung geführt hat^^
    du hast gedacht er redet vom a (klein) als tiefsten ton, dabei hat er ein A (groß) gemeint.
     
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