Haltung der rechten Hand beim Fingerpicking

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*El Mariachi*

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Moin,

Was ist denn die empfohlene Haltung der rechten Hand? Habe jetzt lange im Internet geschaut, aber die meisten Informationen zur Handhaltung beziehen sich auf die linke Hand. Und wenn es mal um die rechte Hand geht, dann meist auf die Klassik-Gitarre bezogen. Ich suche aber Empfehlungen bzgl. der Western-Gitarre.

- Wandert die Hand mit, wenn man mit dem Daumen unterschiedliche Bass-Saiten anschlägt? Ich mach das eher nicht, aber dabei wird der Winkel des Daumens immer spitzer, so dass der Daumen fast schon hinter die restlichen Finger gerät. Laut einigen Anleitungen soll sich der Daumen möglichst vor den anderen Fingern befinden. In manchen Videos von Pro-Spielern habe ich gesehen, dass deren Daumen meist parallel zu den Saiten gehalten wird, was dann auch für ein Mitwandern der Hand spricht.

Edit: Mitwandern der Hand ist eher ungünstig formuliert. Treffender wäre ein Mitwandern des Daumens, um diesen parallel zu den Saiten zu halten.

- Sollten die Finger der Diskant-Saiten möglichst im rechten Winkel zu den Saiten gehalten werden? Bei mir ist der Finger-Saiten-Winkel eher 45 Grad - Handgelenk also nur leicht eingeknickt.

Ich komme zwar derzeit gut mit meiner Haltung klar, aber wenn sie ungünstig ist, lerne ich lieber frühzeitig um.
 
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Haltung hängt sehr stark von dem Instrument und den eigenen anatomischen Gegebenheiten ab. Ferndiagnose ist gerade bei Steelstrings schwierig - zu viele Instrumentenformen, zu viele Spielhaltungen (da haben's die Klassiker leichter, der größte Teil spielt in der klassischen Haltung auf Instrumenten in etwa derselben Größe). Evtl. mal einen guten Spieler draufsehen lassen. Mit dem Daumen "in" die Hand schlagen typischerweise die Lautenisten, einige Folkies oder Rocker aber auch.
 
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*El Mariachi*

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Danke.
Ich denke, ich werde versuchen, den Daumen ein klein wenig paralleler zu den Saiten zu halten und den Winkel der anderen Finger so anpassen, dass diese etwas senkrechter zu den Saiten sind. Dann sollte das ganz gut passen.
Ergebnis dieser Änderung wäre vor allem, dass ich mit dem Daumen weniger mit der Kuppe und mehr mit der Seite anschlage. Dabei würde ich leider etwas "Wumms" verlieren".
Bei den anderen Fingern dafür weniger mit den Seiten (wegen dem Winkel) und mehr mit der Kuppe, was auch einen etwas klareren Klang ergeben dürfte, da ich die Fingernägel so etwas besser zur Geltung bringen kann (sind eh nicht sonderlich lang).
 
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Hast Du mal an Nagelanschlag gedacht?
 
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*El Mariachi*

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Hab die Fingernägel ein wenig wachsen lassen - so etwa 1mm über die Kuppe. Klingt so besser. Nur mit dem Ringfinger hab ich manchmal Schwierigkeiten den Fingernagel zur Geltung zu bringen. Der modifizierte Winkel dürfte da aber Abhilfe leisten.
 
Blues-Opa

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… dass ich mit dem Daumen weniger mit der Kuppe und mehr mit der Seite anschlage. Dabei würde ich leider etwas "Wumms" verlieren".
Ich schlage auch mehr mit der Seite der Daumenkuppe an als direkt mit der Kuppe. Das "wummst" :) ausreichend, wenn ich das will … der "Wumms" kommt vor allen vom Anschlag selbst, also nicht zu zaghaft angeschlagen.
 
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*El Mariachi*

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Ist wahrscheinlich Übungssache. Und spätestens, wenn man Palm Muting macht, wohl kaum anders zu bewerkstelligen. Palm Muting war eh der Grund, weswegen ich meine Handhaltung hinterfragt habe. Dort wird das aber mit dem Winkel der anderen Finger eh etwas stressig werden - zumindest war das so bei meinen ersten Versuchen.
 
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DerZauberer

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Und nochmal der Versuch: Um was für Musik geht es?

Fingerstyle Delta Blues ist anders als Bluegrass ist anders als Irish Folk ist anders als ... es gibt verdammt viel, und es gibt zu vielen "Fingerpicking-"lastigen Musikstilen auch gute Beispiele was tendenziell "besser" ist, am einfachsten ist es oft wenn man sich die im jeweiligen Stil interessanten Künstler mal selbst anschaut.
 
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*El Mariachi*

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Noch kein konkreter Stil. Mir geht es hauptsächlich darum, mir eine vernünftige Haltung anzugewöhnen, bei der mir die Finger später nicht ins Gehege kommen und die Hand auch nicht unnötig ermüdet. Negatives Beispiel wäre z.B. Daumen deutlich hinter den restlichen Fingern, wie es bei den Grundkursen von GuitarTricks bei Lisa McCormick zu sehen ist. Kann mir nicht vorstellen, dass die Haltung empfehlenswert ist.
Mir geht es also eher um prinzipielles. Eine Musik-Richtung, die mich sehr reizt, ist aber Blues.

Ich habe mir auch einige Videos von Tommy Emmanuel angeschaut. Das war schon hilfreich. Derzeit experimentiere ich ein wenig rum. Winkel mal hier ein wenig mehr an, dort etwas weniger und beobachte die Klangentwicklung und wie entspannt ich die Haltung finde. Außerdem versuche ich eine Haltung anzunehmen, bei der ich gut zum Palm Muting und zurück wechseln kann und bei der auch ein Daumenpick sich gleich gewohnt anfühlt. Das wäre momentan Daumen relativ parallel und ausgestreckt zu den Saiten und die anderen Finger etwas angewinkelt zu den Saiten. Ist recht entspannt und der Daumen gerät nicht hinter die anderen Finger. Hier ist die Hauptumstellung, den Daumen eher gerader/steifer zu halten. Bekomme so etwas weniger Druck auf die Saite. Mal schauen, wie ich damit klar komme.
 
klangschale

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ich für meinen Teil bin bei der Verwendung eines Daumenpicks gelandet. Daumen ziemlich parallel zu den Saiten, dann kann ich mit dem Ballen abdämpfen oder es sein lassen und für meinen Geschmack kann ich ganz schön Wumms geben und die Bassbegleitung auch bei Bedarf perkussiv gestalten
 
SlowGin

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Grundsätzlich sollte der Daumen vor den anderen Fingern sein. Bei mir ist der Daumennagel meist etwas länger und der Daumen steht auch eher parallel zu den Saiten.

Ein Daumenpick verwende ich auch oft. Wenn die anderen Finger möglichst rechtwinklig zu den Saiten stehen, dann hast Du keine "Schleifgeräusche", die sich ansonsten schnell einstellen, wenn der Nagel schräg über die Saiten rutscht. Außerdem macht das schnell fiese Kerben und kaputte Fingernägel. ;-)
 

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