Hang 'em Higher

Es ist immer die Haltung die beste, in der man am einfachsten sein Spiel umsetzen kann.
Zu Metalcore (Post #12): So unterschiedlich ist die Wahrnehmung. Böse Musik will ich nicht hören.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ist alles ok! Hoch, tief, wie man gut zurechtkommt.
Das einzige was wirklich nicht geht, ist E-Gitarre im Sitzen und Fußbänkchen. So z.B.:
Anhang anzeigen 1023197

Also für mich persönlich ist das die bequemste Art im sitzen zu spielen. Das mit dem Bänkchen mag lächerlich erscheinen, ist aber absolut Rückenschonend, da man gezwungen ist gerade zu sitzen. Hab ich mir vor Jahren auf Grund genau dieses Videos so angeeignet.

Bei der üblichen Art des ablegens der Gitarre auf den rechten Oberschenkel, bekomme ich nach kurzer Zeit Rücken, da sich meine Muskulatur verkrampft.
Mag aber bei jedem individuell sein.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Das mit dem Bänkchen mag lächerlich erscheinen, ist aber absolut Rückenschonend, da man gezwungen ist gerade zu sitzen.
Als hauptberuflich klassischer Gitarrist muss ich dazu meine Anmerkungen machen:
Diese Haltung ist zwar wegen der Auflage/Kontaktpunkte mit der Klampfe eine relativ sichere, aber man sitzt dabei nur scheinbar gerade. Durch das Anheben des linken Beins wird das Becken nach hinten gedrückt, die Rückenmuskulatur dadurch einseitig belastet, um diese Fehlhaltung wieder auszugleichen. Eine Verkürzung der Adduktoren kann damit ebenfalls verbunden sein. Nicht umsonst spielen viele KlassikgitarristInnen mit an der Gitarre befestigten Stützen, die eine normale Sitzposition mit beiden Beinen auf dem Boden ermöglichen.
Einige meiner Kollegen spielen auf diese Weise sogar die E-Gitarre, da gibt es mittlerweile auch spezielle Gitarrenstützen.
Aber zurück zum „im Stehen“ spielen: ich hab den Gurt relativ hoch eingestellt, wobei mir der Winkel der Gitarre wichtig ist: so zwischen 30-45Grad (nein, nicht die Temperatur!), dann ist es für meine Greifhand sehr und für die rechte Hand auch recht commod…aber auch hier alles eine Frage der Anatomie: schön, dass wir nicht alle gleich sind….
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Was für dich nicht geht oder allgemein nicht geht?
Allgemein und überhaupt. Zwei von drei Gitarristen explodieren bei dieser Haltung innerhalb von fünf Minuten, das ist wie bei dem Drummer von Spinal Tap.
Ich find schon, dass cool aussehen dazu gehören darf und für manche muss die Gitarre halt tief, ich find das auch cooler. Es ist meistens Hobby, da darf das dazu gehören. Ich frag mich aber schon länger, ob ewiges verspanntes Gepose auf Schenkelhöhe dazu beigetragen hat, dass ich ein leichtes Gefälle Richtung rechte Schulter hab und beim radeln oft den Hals und Rücken nach rechts dreh, anstatt links über die Schulter zu schauen. Ist kein Scherz, mir ist das aufgefallen. Früher hab ich täglich so Gitarre gespielt und es fühlt sich an, als wäre meine linke Seite, wo die Gitarre hängt, fester und weniger flexibel und rechts kann ich den Kopf viel weiter drehen.
 
  • Interessant
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Bei mir hängt die Gitarre am Gurt so, dass ich optimal drauf spielen kann. Was ich so spiele ist in der Regel anspruchsvoll, da müssen Greifhand und Schlaghand (Zupfhand) einfach optimal zugreifen können ohne sich langfristig zu verkrampfen. Und so hängt die Gitarre weder unter dem Kinn noch unter der Gürtellinie.
Ich brauch keine tiefergehängte Gitarre um böse auszusehen. ;) (meine Musik ist nicht böse)

Häufig sitze ich bei Auftritten auf meinem modifizierten Barhocker. In kleineren Locations ohne Bühne bin ich dann trotzdem zu sehen. Die Fußablage ist so modifiziert, dass der Schenkel waagerecht ist, ohne mich mit dem Fuß zu verkrampfen. Damit kann ich die Gitarren (und sonstige Instrumente) schnell tauschen im Gitarrenständer neben mir. Wenn ich da jedsmal auch noch mit Gurt hantieren müsste, ginge das zu lange.
 
Bei Gitarren mit Bellycut gibt es bei mir im Stehen einen Bereich in dem ich die Gitarre nicht hängen haben will, da die Gitarre dann eher dazu neigt schräg vom Körper abzustehen und rumzuwippen, insbes. wenn ich meinen Unterarm am Korpus ablege (mache ich manchmal bei Solo-krams) Sie liegt dann quasi hauptsächlich mit dem Belly-cut am Körper. Besonders deutlich bei Gitarren mit Bellycut aber ohne Armrest/schräge. Das nervt mich. Hab etvl etwas breites Becken :rolleyes: ...

Daher hänge ich sie meist so hoch, dass der Belly-Cut sich im untersten rechten Rippenbereich (bin Rechtshänder) anschmiegt. So liegt die Gitarre ruhiger/stabiler an. Ist auch ungefähr die Höhe wie im Sitzen. Deutlich tiefer ginge auch, aber dann muss die schon sehr tief und dann kann ich nicht mehr ordentlich spielen. Auch der Winkel oder ob man den Gitarrenkorpus eher mittig vorm Körper hat oder etwas zum Anschlagsarm hin hängen hat, hat einen Einfluss. Hab damals mit Bass angefangen - Fingerstyle und da hab ich den Korpus immer eher leicht rechts vorm Körper da das Instrument ja recht lang ist - aus Gewohnheit mache ich das bei der Gitarre oft auch so...
 
Bei der Aufnahme würde ich das instrument immer ergonomisch so sinnvoll wie möglich bespielen, ich nehm meistens im Sitzen auf, und mach da dann trotzdem nen Gurt hin, der das instrument möglichst nah am körper hält. schaut doch eh ka sau zu
ich mache die aufnahmen quasi wie unter live bedingungen. was bei der aufnahme - stehend, mit der betrefflichen gitarre - nicht funktioniert, kommt auch nicht auf die aufnahme.
so war für mich die frage -> solo ändern, oder gitarre etwas anheben?
Beitrag automatisch zusammengefügt:

...... wobei mir der Winkel der Gitarre wichtig ist: so zwischen 30-45Grad ....
ja, diesen trick verwende ich auch, den hals hoch zu ziehen beim solo.....aber am 24. bund klappt das nicht mehr.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
ich mache die aufnahmen quasi wie unter live bedingungen.
stell ich mir schwierig vor beim Recording immer Publikum anzuheuern und sich selber ein Strobo und paar Ambilights ins gesicht zu ballern :ROFLMAO:
 
  • Haha
Reaktionen: 1 Benutzer
Hey,
nicht uninteressantes Thema - um solche Sachen geht es in einem eher "Gear-lastigen" Forum leider zu wenig.

Es kann auch andersrum gehen:
Nach über 40 Jahren spielen in "fast George Harrison Haltung" (entstanden fadurch, weil es als Anfänger unmöglich ist auf ner tief hängenden Gitarre zu gteifen) hab ich meine
Gurte n gutes Stück verlängert und empfinde es als befreiend den linken Arm nicht mehr soweit hoch halten zu müssen. Außerdem hatte ich bemerkt, dass mein rechter Unterarm doch sehr von oben auf die Gitarre drückt, was Last auf diese ausübt, wodurch mein Gurt stark auf die linke Schulter und den Halsbreich drückte, was Kribbeln dort verursachte.
Durch die tiefere Haltung ist das alles leichter geworden, das Spiel insgesamt lockerer und optisch ist's auch besser.
Also: bei Anzeichen wie Kribbeln unterm Gurt, Schulter Verspannung links durch weites Hochheben der Greifhand ruhig auch mal mit tiefer hängen versuchen.
Gruß,
Bernie
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
ich mache die aufnahmen quasi wie unter live bedingungen. was bei der aufnahme - stehend, mit der betrefflichen gitarre - nicht funktioniert, kommt auch nicht auf die aufnahme.
Ist mir vielleicht etwas zu dogmatisch, aber grundsätzlich stimme ich zu.

Zum thema sitzen, knien, liegen: ich spiele zu 99% im stehen.
Ich verstehe auch nicht, was bei e-gitarristen das pro-argument fürs sitzen sein soll. meistens ist es nur gewohnheit, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
... puh, das ganze Thema sollte man IMO doch nicht zu ernst nehmen...

Klar, das was man als ergonomisch empfindet oder was eben ergonomisch ist, sollte Richtschnur dafür sein, wie man Gitarre spielt.

Was nun cool oder völlig uncool aussieht, liegt dann nur im Auge des Betrachters.
Mancher opfert da schon mal die Ergonomie der (empfundenen) Coolness. Was IMO auch ok ist. Man muss/sollte sich beim Spielen wohlfühlen. Sei es, weil wenn man die Gitarre ungünstig hält, dann nicht vernünftig greifen kann, oder weil man sich denkt, man würde andernfalls scheiße ausehen. Beides führt dazu, sich nicht wohlzufühlen.

Was mein vorheriger Post von Paul Landers angeht, ist es eher so, dass er IMO diese "Coolness-Diskussion" ziemlich kontakariert. Ihm ist es wohl völlig latte, wie das aussieht. Er spielt so, wie es ihm am bequemsten ist.
Nichtsdestotrotz, wäre diese Spielhaltung live, für mich keine Option.
Allgemein werde ich versuchen, solange es mir gesundheitlich gestattet ist, live, ohne einen Stuhl, die Bühne zu betreten.
Auch zuhause übe ich zu 95% im Stehen (mit der Gitarre in "moderater" Höhe/Tiefe), um das "Delta" zwischen Vorbereitung/Üben und Bühne gering zu halten.
Bin ich mal müde und muss sehr konzentriert/intensiv üben, habe ich dafür ein hohen Stuhl mit einer Fußraste, wo ich wählen kann, ob die Gitarre auf dem rechten oder linken Oberschenkel ruht.
Ergonomisch ist es auch, die Spielhaltung ab und an zu wechseln!
 
...hmm, was heißt "zu ernst nehmen?"
Als wir Anfang der 2000er Jahre mit der Cover Band jedes WE eher 2 als einen Gig hatten, hatte ich nen Mitgitarristen der durch die falsche (zu niedrige) Gitarrenhaltung immense Probleme hatte und erst durch einen Orthopäden darauf kam, dass er die Klampfe zu weit unten hat...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Dito, ich spiele auch mittlerweile alles im Stehen. Wenn ich das Zeug für das Recording im Stehen übe und auch später im Studio im Stehen einspiele, dann klappt's live auch besser. Weil ich zB im Studio/Probe schonmal einige Stunden spiele, bin ich auch auf leichtere Gitarren gewechselt. Aktuell spiele ich hauptsächlich SGs (weil diese hier schon Erwähnung fanden). Schön leicht und auch ergonomisch für mich am besten. Les Paul/Westerngitarre spiele ich ab und an dann im Sitzen. Aber mittlerweile wirklich selten.

Interessant ist was @Der gute Fee geschrieben hat, mit der Fehlstellung. Mir ist auch aufgefallen, dass ich tatsächlich mittlerweile doch schon gelegentliche Probleme mit meinem Bewegungsapparat habe. Und eigentlich fast immer einseitig von oder an der gleichen Seite. Ob das daher kommt oder vom Alter muss ich noch ergründen. Aber ja, mehr Sport oder gezieltere Übungen für den Rücken wäre schon ganz gut.

BoT: Ich spiele meine Gitarren in etwa Beckenhöhe. Die RR minimal tiefer, die Ibanez etwas höher. Meine Gurte haben eine fixe Länge, sprich es lässt sich nix umstellen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Als hauptberuflich klassischer Gitarrist muss ich dazu meine Anmerkungen machen:
Diese Haltung ist zwar wegen der Auflage/Kontaktpunkte mit der Klampfe eine relativ sichere, aber man sitzt dabei nur scheinbar gerade. Durch das Anheben des linken Beins wird das Becken nach hinten gedrückt, die Rückenmuskulatur dadurch einseitig belastet, um diese Fehlhaltung wieder auszugleichen. Eine Verkürzung der Adduktoren kann damit ebenfalls verbunden sein. Nicht umsonst spielen viele KlassikgitarristInnen mit an der Gitarre befestigten Stützen, die eine normale Sitzposition mit beiden Beinen auf dem Boden ermöglichen.
Einige meiner Kollegen spielen auf diese Weise sogar die E-Gitarre, da gibt es mittlerweile auch spezielle Gitarrenstützen.
Aber zurück zum „im Stehen“ spielen: ich hab den Gurt relativ hoch eingestellt, wobei mir der Winkel der Gitarre wichtig ist: so zwischen 30-45Grad (nein, nicht die Temperatur!), dann ist es für meine Greifhand sehr und für die rechte Hand auch recht commod…aber auch hier alles eine Frage der Anatomie: schön, dass wir nicht alle gleich sind….
Mein alter Gitarrenlehrer hat dafür eine Stütze entwickelt, die sehr gut funktioniert.
Leider weilt er nicht mehr unter uns. War ein sehr feiner Mensch, toller Gitarrist und hervorragender Pädagoge.....

Beitrag automatisch zusammengefügt:

Mein alter Gitarrenlehrer hat dafür eine Stütze entwickelt, die sehr gut funktioniert.
Leider weilt er nicht mehr unter uns. War ein sehr feiner Mensch, toller Gitarrist und hervorragender Pädagoge.....

 
  • Interessant
Reaktionen: 1 Benutzer
nach einigen versuchen, mußte ich in den sauren apfel beißen und habe die sehr tief hängende gitarre 3cm höher umgehängt....den gurt also etwas verkürzt. obwohl es nur 3 cm sind, hat das schon geholfen.
Hab leider zur Zeit ein ähnliches Problem. In meiner "Wohlfühltiefe" komm ich bei meiner Les Paul sehr schlecht an die hohen Bünde ran. Ein paar Zentimeter höher geht es besser, ist aber irgendwie :igitt: ... Also drei Möglichkeiten: 1. Die hohen Bünde weglassen (ist aber bei Songs in A scheiße), 2. die Gitarre tatsächlich höher machen, 3. ...


Hab mich noch nicht ganz entschieden, tendiere aber zu der unvernünftigsten Lösung. :tongue:
 
  • Haha
Reaktionen: 1 Benutzer
Eine neue Gitarre ist niemals eine unvernünftige Lösung, sondern dient dem Zweck. :whistle:
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Und eine neue Gitarre ist immer die vorletzte. Forum kann:zu:
 
  • Haha
Reaktionen: 1 Benutzer
Bevor das Forum dann geschlossen wird, weil die allumfassende Frage nun beantwortet ist, darf ich noch schnell jemanden grüßen?
 
  • Haha
Reaktionen: 2 Benutzer
Und was is mit diesem Tonholz?
 

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben