Harp-Tuning (verbesserungen)

von smartin, 05.06.07.

  1. smartin

    smartin HCA-Gitarrenbau HCA

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    Erstellt: 05.06.07   #1
    Ich habe im Internet ein bissl was zum Thema Tuning (also Verbesserung) der Mundharmonika gefunden - allerdings in ziemlichem Fachenglisch und ich hab nicht viel verstanden.....

    Soviel allerdings:

    Es gibt wohl die Möglichkeit, mit ein Wenig Arbeit das Benden/Overblowen zu erleichtern. Dafür feilt man die ECken der Stimmzungen etwas rund, drückt die Knäle der Stimmzungen mit einer Kugel etwas enger zusammen und feilt die Ecken der Kanäle ebenfalls etwas rund an.
    Ein weiterer Punkt sind runde Wachspfropfen an der Nietstelle der Stimmzungen.

    Suchworte: "embarrassing", 'Tip Scooping', "waxing"


    Da ich Werkzeugmacher bin und mit Bends/Overblows noch meine Probleme habe könnte das ja vielleicht meine Lösung sein - kann mir jemand etwas über diese Techniken erzählen?
     
  2. speedkills

    speedkills HCA Elektrotechnik HCA

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    Erstellt: 06.06.07   #2
    ist eigentlich un ter dem begriff "embossing" bekannt. dabei drückt man mit einem kugelförmigen gegenstand den grad, der beim stanzen der stimmplatten entsteht sozusagen in nden schlitz und somit wird die harp dichter, da die toleranzen zwischen der zunge und der platte enger werden. dabei sollte man sehr vorsichtig vorgehen. wnn man zuviel drückt, wird der schlitz zu eng und die zunge blockiert.
    das sind alles aber techniken für WEIT fortgeschrittene spieler und overblowcracks. wenn du schreibst, das du noch mit bending deine probleme hast, brauchst du dir über sowas keine gedanken zu machen. (bitte nie bends und overblows durcheinanderschmeißen, das sind 2 völlig unterschiedliche techniken und liegen auch im schwierigkeitsgrad meilenweit auseinander. bending muss mit jeder harp möglich sein. overblow ist nix womit man sich am anfang unbedingt befassen muss
    und so sachen wie tipscooping und sowas ist halt echt um das beste noch besser zu machen, hierfür muss man meiner meinung nach ein sehr guterspieler sein und genau verstehen wie spieltechniken usw funktionieren und es gehört jahrelange erfahrung im einstellen von harps dazu sonst machste mehr kaputt wie gut. ich sag mal höchtens beim embossing wirst du von den guten bis sehr guten spielern in deutschlend ein paar finden die das machen, der rest is was für "freaks"
    derdaniel
     
  3. smartin

    smartin Threadersteller HCA-Gitarrenbau HCA

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    Erstellt: 06.06.07   #3
    als Werkzeugmacher hab ich mit Präzision keine Probleme :cool:


    also ich habs einfach mal an meiner Hohner Blues Harp gewagt......neu Stimmplatten kosten 12 Euro - da kann man das schonma probieren.

    hast recht....."embossing"

    Also ich hab die Stimmzungen beider Platten bis zum 6. Loch bearbeitet. Es ist wahnsinn, wie leicht Bends jetzt flutschen - ich konnte vorher 1-3. Loch benden, jetzt rutschen die ersten 6 durch ohne Probleme. Das erste hätt ich vielleicht nicht bearbeiten sollen - da fließen die bends jetzt so schnell und krass, dass ich mir schnell mal die Stimmzunge verbiege - ich muss mir da unbedingt nen vorsichtigeres Ziehen angewöhnen sonst bricht die demnächst.

    Nebenbei hab ich noch das scharfkantige Holz etwas abgerundet und die Stimmplatten einen Hauch weiter nach Hinten versetzt, damit sie nun entlich bündig mit dem Holzkörper abschließen - WESENTLICH angenehmer jetzt.....

    Ja Fazit: embossing, und tip-scooping sind ein voller Erfolg für alle, die entsprechendes Werkzeug, und Geschick besitzen.
     
  4. Flotschi

    Flotschi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.06.07   #4
    kannst du das, falls du die restlichen löcher auch noch bearbeitest mal mit ner kamera dokumentieren?
     
  5. smartin

    smartin Threadersteller HCA-Gitarrenbau HCA

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    Erstellt: 20.06.07   #5
    Naja ich kanns jetzt nur noch nachträglich machen - aber ich denke das dürfte schon gehen
     
  6. Spuki

    Spuki Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.07   #6
    Hallo Smartin, für mich ist das eine ziemliche Überraschung, daß "Embossing" und Abrunden der Ecken der Stimmzungen was bringt, hab's selbst mal probiert und es hat nichts verändert, aber mit dem biegen habe ich eh keine Probleme.
    Und Waxing bringt m.A.n. gar nichts. (Gegen kreischende Stimmzungen hilft ein Schnipsel Tesa auf die Mitte der Stimmzunge oder Nagellack)
    Das allerwichtigste aber ist der richtige Abstand des Endes der Stimmzungen von der Stimmplatte ("Lösabstand"). Das bringt richtig was und ist relativ einfach zu machen. Ich hab mir neulich ne MuHa von Harley Benton (fast geschenkt) gekauft, und nachdem ich die Lösabstände richtig eingestellt und gestimmt hatte, war sie tatsächlich zu gebrauchen! (allerdings wesentlich leiser als ne teurere).
    Oh, und mit unlackiertem Holzkorpus hat man doch nichts als Probleme, finde ich. Plastik ist besser. Niemand hört den Unterschied!

    Spuki
     
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