Hilfe bei Bruststimme!!

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Servus!

Ich habe bis vor ca. 8 Wochen noch nie richtig gesungen, habe jetzt aber damit angefangen und würde es gerne weiterhin trainieren.
Mir ist recht schnell aufgefallen, dass ich (wie wahrscheinlich jeder Mann^^) vor allem in den höheren Lagen meine Probleme habe. Ich bin auf Youtube dann auf ein paar Tutorials zu Dingen wie "Mix- Voice" Übungen etc. gekommen.
So weit ich es verstanden habe, ist die Mix Voice ja nix anderes als eine Mischung von Brust- und Kopfstimme, wobei die Anteile der jeweiligen Register variieren können.
Es hieß in den Videos, dass man bei Anwendung des Mixes ein Vibrieren an der Nase spüren sollte, wenn man sie gleichzeitig mit den Fingern berührt. (Stimmt das überhaupt?)
Mir ist dann jedoch aufgefallen, das ich dieses Vibrieren IMMER spüre, auch wenn ich (vermeintlich?) in der Bruststimme singe oder ganz normal Rede.
Meine Sprechstimme ist jetzt nicht monströs nasal oder so, aber man hört es schon, würde ich mal sagen.
(Ich will übrigens nicht behaupten, dass ich in der Lage wäre ordentlich in der Mischstimme zu singen^^)

Habt ihr Tips wie man dieses Nasale Elemement aus der Stimme verbannen kann?
Seitdem es mir aufgefallen ist, kann ich mir nicht mal mehr beim Sprechen zuhören ;)
 
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Hallo TheGreatCornholio

Ich lehne mich mal aus dem Fenster und versuche mich an einer Antwort.

Dieses ganze "bloß nicht nasal"-Ding macht meiner Meinung oft mehr kaputt als es nützt.
Wenn man es richtig macht, müsste man eine Vibration hinter der Nase wahrnehmen. Nasal klingt man nur, wenn man durch die Nase singt.
Man kann sich da echt was einbilden. Du brauchst die Nasenresonanz, um einen durchsetzungsfähigen Ton (ohne zu viel Atemdruck) zu erzeugen.

Ich empfehle dir hierzu folgendes Video:


Das Gefühl, was der Typ beschreibt solltest du versuchen beim Singen aufrecht zu erhalten.

Gruß
applcreepz

broeschies incoming in 3,2,1...;)
 
Oh je. Das wird der gefühlt 1000. thread zum Thema, und spätestens nach Seite 5, wenn man dir alle möglichen und teils einander widersprechenden Fachbegriffe um die Ohren gehauen hat, wirst du nur noch Bahnhof verstehen, aber garantiert nicht besser singen.
Am besten stellst du mal eine Hörprobe ein - die Befürchtung, man würde "nasal" klingen, ist tatsächlich oft nur Einbildung.
Und was die Höhe betrifft: geh es langsam an. Du singst seit 8 Wochen! Such dir Songs aus, die deinem momentanen Können entsprechen. Versuche nicht, irgendwelche Höhenrekorde aufzustellen. Töne am Limit der Range klingen immer scheiße, es sei denn, man wäre ein begandetes Talent, aber wer ist das schon. Außerdem können sie, falsch ausgeführt (was gerade bei Laien und Autodidakten, aber auch bei übertrieben Ehrgeizigen oft passiert), durchaus zu einem Stimmschaden führen. Und obendrein sind sie meistens überflüssig, denn hohe Töne allein machen noch lange keinen Sänger.
Und jetzt überlasse ich das Feld den üblichen Verdächtigen und ihrer YT-Tutorial-Flut, aber nicht ohne dir einen Rat mitzugeben: glaub nicht alles, was behauptet wird, und probiere auch nicht alles aus. Mindestens die Hälfte davon ist Bullshit ;)
 
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Und jetzt überlasse ich das Feld den üblichen Verdächtigen und ihrer YT-Tutorial-Flut, aber nicht ohne dir einen Rat mitzugeben: glaub nicht alles, was behauptet wird, und probiere auch nicht alles aus. Mindestens die Hälfte davon ist Bullshit ;)

Selbst bei guten YT-Videos besteht die Gefahr etwas falsch nachzumachen oder falsch zu verstehen. Man muss immer auf seinen Körper hören. Wenn sich etwas unangenehm/ schmerzhaft anfühlt - aufhören. Ansonsten: Spaß haben, Probieren, Aufnhemen, Anhören, besser machen, nicht immer an die Grenzen gehen.... usw.:)
 
Habt ihr Tips wie man dieses Nasale Elemement aus der Stimme verbannen kann?
Seitdem es mir aufgefallen ist, kann ich mir nicht mal mehr beim Sprechen zuhören ;)
Der Witz ist, dass Nasalität nichts mit der Nase an sich zu tun hat, sondern mit dem Gaumensegel. Eigentlich ist es ganz einfach. Ist das Gaumensegel zu weit offen, geht zu viel Luft durch die Nase und es klingt nasal.

Probier mal folgenden einfachen Trick, manchmal hiflt der:
- Halte die Nase mit den Fingern zu und singe ein A zum Beispiel, oder noch besser einen Vokal bei dem du tendenziell am meisten Probleme mit der Nasalität hast
- Singe diesen Vokal direkt in die Nase, du solltest eine starke Vibration an den Fingern spüren
- Während du den Ton hältst, nimm dann einfach die Finger weg. In der Regel "flippt" dann das Gaumensegel hoch und die Nasalität verschwindet

Ein anderer Trick ist es, zumindest zeitweise, mit weit aufgerissenen Augen zu sprechen. Hört sich albern an, aber dabei hebt sich bei den meisten Menschen das Gaumensegel. Nach einer Weile gewöhnt sich das Gaumensegel daran und du brauchst die Augen nicht mehr aufzureißen.

Dass die Nase in der mixed voice vibriert stimm meiner Erfahrung nach übrigens. Allerdings heißt vibrierende Nase nicht, dass auch der Klang nasal sein muss. Die vibrierende Nase bekommst du vor allem durch die Knochenleitung, Nasalität entsteht durch vibrierende Luft, die durch die Nase fließt.
 
Das ist gut, richtig und prima!
Das hört sich schonmal gut an :D

Töne am Limit der Range klingen immer scheiße,
Das freut mich wirklich SEHR zu hören.
Ich wollte jetzt, wie du ja auch empfohlen hast, erstmal meine tieferen Lagen festigen bevor ich in die höheren Register gehe.
Gilt diese "wenn es schmerzt- aufhören" Regel wirklich so strikt?

Das Gefühl, was der Typ beschreibt solltest du versuchen beim Singen aufrecht zu erhalten.
Ich werde es mir durchaus anschauen und es auch selbst probieren!
 
Oh je. Das wird der gefühlt 1000. thread zum Thema, und spätestens nach Seite 5, wenn man dir alle möglichen und teils einander widersprechenden Fachbegriffe um die Ohren gehauen hat, wirst du nur noch Bahnhof verstehen, aber garantiert nicht besser singen.

Und deshalb würde ich die dringend raten so etwas mit einem Gesangslehrer zu besprechen. Wir können dir hier hundert Tips geben, aber selbst wenn wir dich hören würden, wir würden nicht sehen, wie du atmest, wie du stützt und ob du mit der Formulierung etwas anfangen konntest. Dazu kommt, dass deine Selbstwahrnehmung anders ist, als die Außenwahrnehmung. Und Lehrer auf Youtubevideos können sich auch nicht anhören, ob du das machst, was sie gemeint haben. Es gibt Gründe, warum Menschen (wie ich zum Beispiel) einen Teil ihres Geldes damit verdienen anderen Menschen Singen beizubringen.

Gilt diese "wenn es schmerzt- aufhören" Regel wirklich so strikt?

Unbedigt, wenn es im Hals schmerzt.
 
Gilt diese "wenn es schmerzt- aufhören" Regel wirklich so strikt?

Noch strikter. Und wenn du dich daran hälst, ersparst du dir viel Leid. Es ist eines der großen Geheimnisse des guten Singens, weil es dich zu gutem Singen führt!
 
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wie du atmest, wie du stützt
Ja, da muss ich dir wohl zustimmen. Meine Atmung ist ziemlich schlecht glaube ich. Ich versuche quasi "in den Bauch" zu atmen, so dass sich dieser "aufbläht". Beim singen bzw Ausatmen versuche ich dann zuerst den unteren Bauch wieder reinkommen zu lassen um eine Art Spannung im Zwerchfell aufrecht zu erhalten. Jedoch gelingt mir das nur stellenweise, beim Singen spüre ich wie deutlich zu viel Luft ausströmt--> der Ton wird schwach und brüchig, ich krieg kaum Luft (muss manchmal/ oft sogar gähnen).
Ich glaube ich sollte mich zunächst mal mehr mit dem Atmen befassen, ich will nichts überstürzen und sollte mir erstmal eine gute Basis aufbauen.

Ich weiß dass das mit dem Gesangsunterricht mit den einhergehenden Analogien eine sehr komplexe Sache ist, trotzdem finde ich die ganzen Youtube Tutorials und auch die Beiträge hier im Forum zunächst einmal sehr hilfreich, da ich, als totaler Anfänger, meist nicht einmal weiß, wonach ich suchen muss.
 
Genau dann ist es aber knifflig, sich auf das Internet zu verlassen. Da steht dermaßen viel Schmuh, daß es einem die Schuhe auszieht.
Bei deinem dritten Satz hab ich schon angefangen mit dem Kopf zu schütteln. Du bist Anfänger, Begriffe wie Mixed Voice interessieren dich überhaupt nicht - und das ist gut so. Wenn dir jemand in deinem jetzigen Stadium sagt, du mußt die Registeranteile variieren, um in die Mixed Voice zu kommen, dann lach ihn aus, und zwar richtig laut und schallend. Vergiß diesen ganzen Schmarrn!!
Laß den ganzen technischen Firlefanz außen vor und mach' dich erstmal mit deinem Instrument vertraut. Sing einfach drauflos, Sachen die dir leicht fallen. Songs, die sich in Höhen bewegen, die du locker erreichen kannst. Und beachte erstmal nur zwei Dinge: 1. es muß sich gut anfühlen. Wenn etwas wehtut, sofort aufhören, du machst was falsch. Ausprobieren, Rumexperimentieren und immer drauf achten, wie es sich anfühlt. Und 2. nimm dich dabei auf. Immer. Denn nur dann hörst du, wie du eigentlich klingst. Man muß sich daran gewöhnen, weil es sehr ungewohnt ist, die eigene Stimme "von außen" zu hören, aber sich aufnehmen ist Lernfaktor Nr. 1. D.h. du hast das Gefühl und den Klang - damit kann man singen lernen. Fall nicht in die Jutjuub-Falle, wenn sie auch noch so verlockend ist...

Am besten wäre natürlich Unterricht, aber man kann auch alleine vorankommen, wenn man es richtig macht ;)
 
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Das freut mich wirklich SEHR zu hören.
Ich wollte jetzt, wie du ja auch empfohlen hast, erstmal meine tieferen Lagen festigen bevor ich in die höheren Register gehe.

Gute Idee. Erstmal eine stabile, tragfähige, sichere Mittellage trainieren, auf ihr baut sowieso alles auf. Die Höhe kannst du nach und nach aufschließen, aber laß dir bloß nicht erzählen, du müsstest diesen oder jenen Ton erreichen. Zunächst einmal musst du gar nichts, nur Songs singen, die deinem momentanen Können entsprechen. Alles andere geht, das kannst du mir glauben, in die Hose. Vor allem wird sich das niemand länger als eine Minute anhören wollen.


Gilt diese "wenn es schmerzt- aufhören" Regel wirklich so strikt?

Auf alle Fälle gilt sie für Anfänger und Laien, denn sie ist ein guter Kompass und schützt dich vor möglichen Stimmschäden.
Ich gebe zu, dass ich mich nicht immer zu 100% daran halten kann, wenn ich z.B. erkältet bin und einen gig nicht absagen kann oder dem Chor in allen Lagen vorsingen muss - aber ich bin eine erfahrene Sängerin und weiss, was ich tue und wann es genug ist. Um so weit zu kommen, muss man aber schon ein paar Jährchen singen und auch widrige Umstände gemeistert haben.
 
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Fall nicht in die Jutjuub-Falle, wenn sie auch noch so verlockend ist...

Wie überall gibt es auch mit der You-Tube-Sache zwei Seiten der Medaille.
Das Problem ist nicht gute oder schlechte Videos zu finden, sondern diese voneinander zu unterscheiden. Und man bekommt keine Rückmeldung.
Man muss abwägen: entspricht die Übung dem Trainingsstand, könnte sie mir bei einem jetzigen Problem weiterhelfen, wie fühlt es sich an, wenn ich die Übung mache etc.

Solche Videos könne auch einen Impuls/ Idee in die richtige Richtung geben.
Sie sind genau wie der Gesangslehrer ein Medium, dessen Glaubwürdigkeit überprüft werden muss. (mit dem riesigen Unterschied, dass man mit dem GL kommunizieren kann)

Oberste Referenz bleibt immer das eigene Körpergefühl und der eigene Verstand.

Deshalb würde ich dir genau wie reisbrei dazu raten, dich erstmal mit deiner Stimme ganz ohne Vorbelastung bekannt zu machen - also zu experimentieren. (Auch für das Anfängerstadium gibt es Videos, die ganz einfach anfangen und ohne Fachbegriffe auskommen.
Wie das von mir Gepostete - dort stehen nur mixed voice etc. im titel, weil viele anfänger gerade danach suchen. Aber 80% der Videos würden einen Anfänger wohl erstmal in die Irre führen.)
Wenn du mal an einer Stelle "festhängst", kannst du dir neuen Input holen aber die Entwicklung der Stimme erfordert sehr viel Zeit - das sollte man wissen.
 
Was mich irritiert: Früher, in der Vor-Youtube-Zeit, wollte man doch irgendwelche Songs singen. Ganz oft sogar welche, die man selbst geschrieben hat.

Heutzutage scheinen die meisten erst mal mit Übungen anfangen zu wollen- auf die Idee wäre früher niemand gekommen.

Noch ein konkreter Tipp von mir: Als Mann hat man den Vorteil, dass der Stimmumfang ohne Mixed Voice und dem ganzen schwierigen Kram schon oft recht groß ist. Z.b. vom großen G bis zum c', also ca. 1,5 Oktaven. Damit kann man, wenn man die Songs geeignet transponiert, schon superviel singen. Z.B. fast alle Beatles-songs: Eine Quinte nach unten, und es passt (auf der Gitarre: Kapo auf den 5. Bund, fertig). Oder Songs von Queen: Die singt man einfach eine ganze Oktave tiefer, passt.

Viel Spaß beim Singen!
 
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Früher, in der Vor-Youtube-Zeit, wollte man doch irgendwelche Songs singen. Ganz oft sogar welche, die man selbst geschrieben hat.

Das waren noch Zeiten. :)

Aber ist schon tatsächlich ein bisschen skurill: Mit der Menge an allwissenden Experten steigt auch die Furcht, tot umzufallen – wenn man das Falsche isst, sich unangemessen kleidet oder einfach so ein Lied singt.
 
Bell hat Recht, oft hört man bei Anfängern die Selbsteinschätzung, sie sängen nasal, obwohl das nicht der Fall ist.

Was heißt eigentlich "nasal"? Es bedeutet, dass beim Sprechen Luft durch die Nase strömt. Es gibt Laute, die sind immer nasal, z. B. m und n, da in beiden Fällen die Luft gar nirgends anders kann, denn beim m verschließen die Lippen die Mundöffnung und beim n die Zunge.

Dann gibt es die Vokale und die sind im Deutschen und im Englischen oral, nicht nasal. Das heißt es strömt keine Luft durch die Nase, sondern nur durch die Mundhöhle. Im Französischen gibt es drei nasale Vokale - die heißen daher ja auch so. :D

Um zu prüfen, ob Du tatsächlich näselst, kannst du einfach mal ein "a" singen und halten und Dir dann die Nase zuhalten. Falls Du näselst, wird sich der Klang verändern (du klingst dann "verschnupft") und Du wirst den Druck spüren, der durch die Luft in der Nase gegen die zugehaltenen Nasenflügel drückt.

Falls Dein Ton aber so klingt wie vorher, singst Du auch nicht nasal.


Der Witz ist, dass Nasalität nichts mit der Nase an sich zu tun hat, sondern mit dem Gaumensegel.

Das ist so nun aber auch etwas unglücklich formuliert. Selbstverständlich hat Nasalität was mit der Nase zu tun. ;) Das Gaumensegel ist halt das Stellventil.
 
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Heutzutage scheinen die meisten erst mal mit Übungen anfangen zu wollen- auf die Idee wäre früher niemand gekommen.
Was ich ganz, ganz, ganz schlimm an dieser Entwicklung finde, das Ausprobieren/Experimentieren bleibt vollständig auf der Strecke. Keiner probiert heute mehr einfach rum, alle wollen ein fertiges Rezept, das sie dann 1:1 runterbeten. So funktioniert aber weder Lernen noch Musik. Nein, früher war nicht alles besser - im Gegenteil, früher waren viele Dinge richtig kacke. Aber das Internet hat aus den jüngeren Generationen stumpfsinnige Konsumenten gemacht, die keinen Bock mehr haben (und auch gar nicht mehr dazu in der Lage sind), selbst zu denken und das Netz eben nicht als vorgekaute Realität, sondern als Werkzeug zu benutzen. Ich merke das ständig im Unterricht. Wenn ich will, daß der Schüer auch mal beim Üben was variiert, muß ich ihm diese Variationen direkt mitgeben, sonst kommt er nicht im Traum auf die Idee, auch mal was nur nen Ticken anders zu machen. Wir züchten quasi Generationen von perfekten Soldaten, super im Befehle befolgen, Eigeninitiative gleich 0.

Rumgemotze beendet :engel:
 
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Na ja .... ganz so schlimm ist es, glaube ich, nun auch wieder nicht ;) Sonst gäbe es nicht so verdammt viele junge, talentierte Musiker und Songschreiber da draußen im Youtube-Universum.... ich habe auch jede Menge wahnsinnig guter junger Sänger/innen gehört.... allerdings glaube ich nicht, dass die mit isolierten Blök-, Quietsch- und sonstigen "Übungen" singen gelernt haben.
 
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Es ist doch garnicht so schwer nach zu vollziehen mit den ganzen Youtube-Tutorials. Junge (oder auch alte) Menschen hören irgendwo ihr Vorblid (meist eine bearbeitete Studio oder auch "Live"-Aufnahme) und finden das ganz toll. Versuchen den Song nachzusingen - schade, klingt schrecklich. Dann denkt man: "Es muss doch irgendeinen Zaubertrick geben, diese Note zu erreichen". "Früher" in der Steinzeit hat man sich ein Buch gekauft oder jemanden gefragt, der sich auskennt.
Das ist aber viel zu langwierig und anstrengend und da kommt das Internet ins Spiel. Da stehen haufenweise interessante Dinge aber auch unendlich viel Müll drin.
Auch vor You-Tube hat man sich schon Gedanken über "Technik" gemacht. Ich erinnere mich an eine Unterhaltung aus der Pre-Youtube-Zeit:

"Wie kann der Sänger XY so hoch singen und es klingt trotzdem fett?" Antwort: "Die singen nicht mit dem Hals sondern mit dem Zwerchfell". (Wusste garnicht, dass man mit dem Zwerchfell singen kann:gruebel:)

Klar geht es in erster Linie darum Musik zu machen. Wenn man aber gerade die Musik, die man gut findet nicht machen kann, weil die Stimme noch nicht reicht,sucht man nach einem Weg das zu ändern. Finde ich nachvollziehbar.
Oder man gibt sich mit dem zufrieden, was man hat.
Das hält meist aber nur so lang an, bis man den Lieblingssong mal wieder im Radio hört;).

Der Irrglaube besteht darin, es gäbe einen Zaubertrick auf Youtube, man muss ihn nur finden. Es ist (für die meisten) ein langer steiniger Weg.
 
Abgesehen davon sollte man NIE eine Studioaufnahme zum Gesangsvorbild nehmen. Die sind extrem bearbeitet, in natura klingt kein Sänger so.
 

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