Hilfe bei Kaufberatung

von David13, 19.01.16.

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Casio
  1. David13

    David13 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.01.16   #1
    Hallo liebe Community,

    ich brauche dringend die Hilfe des Forums. Hoffe ich bin hier im richtigen Forum.

    Ich hoffe mir bald den Traum von einem guten Instrument verwirklichen zu können.
    An alle Leute die sich die Mühe machen sich erstmal den ganzen Roman durchzulesen und mir dann noch mit Ihrer Meinung weiterzuhelfen, jetzt schon mal meinen tiefsten Dank.

    Zu meiner Person: Ich komme aus dem Westerwald, bin 23 Jahre alt und Student. In dem Foren hier hab ich gerne mitgelesen, wenngleich auch selbst nicht aktiv dran teilgenommen.

    Seit 1,5 Jahren versuche ich mir das Klavierspielen selbst bei zu bringen, in meinen Augen auch relativ erfolgreich.
    Mein Instrument ist ein Cantabile Classic dp 400 f. Ich weiß das von diesen Produkten abgeraten wird aber für den Anfang war es nicht schlecht. Spiele aktuell wenn ich daheim bin mindestens 1 Stunde täglich bei Zeit und Lust auch gerne mal 2-3.
    Ich hab vor kurzem auf einem richtig großen Steinway and Sons Flügel gespielt (Neupreis angeblich 108 T€) und bin nun Feuer und Flamme, obwohl ich fast nichts von dem was ich auf dem DigitalPiano (DP) kann auf dem Flügel umgesetzt bekommen hab.

    Jetzt hab ich für mich die Entscheidung getroffen Unterricht zu nehmen und es richtig zu lernen! (Ich bin z.B. aktuell nicht in der Lage nach Noten zu spielen.)
    Da stellt sich jetzt die Frage, was für ein Instrument in Frage kommt. Nach intensiver Recherche im Internet komme ich zu dem Schluss, das ich dafür entweder ein akustisches Klavier brauche oder aber ein teures DP.
    Ziel ist es, dass was ich auf dem neuen Instrument lerne auch ohne große Umstellung auf einem Klavier oder Flügel hinzubekommen. So das ich auch richtig für den Klavierunterricht üben könnte.

    Jetzt zu den Kandidaten:

    Digitalpianos
    Ich weiß das hier sehr viel Geschmackssache ist, aber ich dachte da an ein Kawai CA 67 oder ähnliches.
    Natürlich würde ich vor dem Kauf in Musikläden alle elektrischen Instrumente ausgiebig Probe spielen.
    Aber um einen Rahmen zu spannen was ich bereit wäre auszugeben. Wären wir preislich im Rahmen von einem Kawai CA67.
    Eigentlich sollte ein DP mein Favorit sein, weil ich sehr gerne Nachts um drei oder Abends spät noch spiele und ich das Piano gut an meine hochwertige LG - Anlage anschließen könnte.
    Das Cantabile würde in dem Fall mit in meine kleine Studentenbude nehmen, damit ich dort auch noch spielen kann.
    Aus den Oben genannten Gründen wäre ich auch bereit für ein gutes DP mehr Geld zu bezahlen als für ein akustisches Klavier, siehe unten.

    Akustische Klaviere
    Hier haben wir zwei Kandidaten zur Auswahl, die ich beide mit einer Klavierbauerin besichtigen werde.
    Vorab, bei einem akustischen Klavier würde ich das DP nicht mit zum Studienort mitnehmen, damit ich auch noch Nachts spielen kann.

    1.
    Ich würde aus der Verwandtschaft ein altes Klavier von A. Bürger aus Koblenz umsonst bekommen. Kennt die Marke jemand zufällig?
    Alter ist nicht bekannt, wird sich aber im Rahmen von 50 bis 70 Jahren bewegen.
    Das Instrument wurde aber wohl schon 30 Jahre nicht mehr gestimmt und hört sich entsprechend an.
    Ein paar Hämmer fallen nur sehr langsam zurück, aber nach meinem laienhaften Blick sind Resonanzboden, Stimmwirbel etc in Ordnung. Hammerköpfe und Dämpfer sind vergraut.
    Allerdings wirkt das Klavier wirklich sehr rudimentär. Es handelt sich aber um einen Unterdämpfer
    Die Pedale funktionierten nicht mehr so gut. Das Rechte ging noch das Linke eigentlich nicht mehr.
    Ich hoffe das mit einer Grob- einer Feinstimmung und einer Überarbeitung der Mechanik (das alle Hämmer wieder gleichmäßig fallen + Pedale) das Klavier wieder spielbar wird.
    Die Optik ist mir egal (sieht nicht gut aus, viele Schrammen etc), aber technisch sollte es in einem annehmbaren Zustand sein, damit das Lernen Sinn macht.
    Hat jemand eine Idee was die Untergrenze sein könnte zum Instand setzten. Die Frage wäre für wie viel Euro eine Restauration überhaupt noch Sinn macht. Wenn es nur 300 Restwert hat brauche ich keine 500 reinstecken.

    2.
    Ich könnte auch ein altes Ibach Klavier von 1890 bekommen können. Seriennummer 12869. Preis 300€ VB, denke das es auch für 200€ zu haben ist.
    Ich weiß das es ein Oberdämpfer ist, aber es lies sich in meinen Augen gut spielen. (ist aber nur mein Gefühl kann das nicht Argumentativ beurteilen)
    http://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/ibach-klavier/404496771-74-19634
    Hier gilt grob das selbe wie für das erste Klavier. Seit 10 Jahren nicht gestimmt, hört sich dafür aber noch gut an. Der Bass ist bisschen verstimmt aber der Diskant ist noch in Ordnung. Pedale klappen noch gut. Optisch auch einige Schrammen aber um Welten schöner als Kandidat Nummer 1. Allerdings blieben bei 2 Tasten die Hammerköpfe hängen, das waren aber auch die einzigen Mängel die ich gefunden habe. Hammerköpfe sind vergraut aber hoffe das man die nicht wechseln muss oder aus Liquiditätsgründen vlt. erst ein oder zwei Jahr später. Oder wäre sowas schädlich? Bei dem Ibach hätte ich auch eher das Gefühl, dass alles was ich reinstecke auch eher einer Wertsteigerung dient, bzw das Instrument vlt in 20 Jahren auch wieder mehr Wert werden könnte. Ist der Gedanke berechtigt? Dann wäre ich auch bereit trotz Kandidat 1 einen Kaufpreis in die Hand zu nehmen. Hoffe das ich mit 600€ hinkomme bzw. max. 800€.
    Wie ist allgemein die Meinung zu Ibach? Kauft man sich bei dem Namen auch Qualität? Auch mit Blick auf das Alter?

    Akustische Flügel
    Kennt jemand die Marken Baldur, Görs & Kallmann oder August Förster?
    In meiner Nähe wird aktuell eine Sammlung von Flügeln komplett veräußert.
    http://www.pianograf.com/sammlung.php

    http://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-...ertpiano-klavier-pianoforte/413496114-74-4376
    http://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-...ertpiano-klavier-pianoforte/396751262-74-4376

    Die Preise 900€ VB wirken sehr verlockend. Optisch sind diese Instrumente wohl nicht mehr schön aber technisch laut Verkäufer in gutem Zustand, allerdings stimm-bedürftig.
    Trotzdem bin ich hier skeptisch. Wollte fragen ob jemand was zu den drei Marken sagen kann? Gibt auch noch Flügel von anderen Marken, aber diese sind dann eher Richtung 4 T €.
    Ich fände den Gedanken aber sehr charmant als erstes echtes Instrument einen kleinen Flügel zu haben, gleichwohl wissend das diese klanglich aufgrund der kurzen Saitenlänge nicht besser sind als ein Klavier.
    Am Donnerstag werde ich mir die Instrumente mal ohne Klavierbauerin angucken fahren. Hat jemand Tipps worauf ich achten muss? Resonanzboden und Stimmstock ohne Riss. Verstimmungsgrad und Spielbarkeit der Mechanik.
    Gibt es vlt. einen Trick oder Tipp wie ich den Zustand der Stimmwirbel beurteilen kann? Muss ich auf sonst noch was achten?
    Bei dem Preis könnte man auch drüber nachdenken, das ganze ohne Klavierbauerin zu kaufen, da sich das Risiko in meinen Augen in Grenzen hält. Denke für den Preis bekommt man das Instrument notfalls auch wieder weiterverkauft.
    Oder unterliege ich bei dem Gedanken einem Irrglauben?

    Zu welcher Variante würdet ihr mir in meiner Situation empfehlen? Glaubt ihr das es möglich ist auf einem Kawai Ca 67 (beispielsweise) genauso gut Klavier zu lernen wie auf einem akustischen Instrument?
    Wie würdet ihr die einzelnen Optionen alleine und in Relation zu den anderen Varianten beurteilen
    Tendiere aktuell vom Bauchgefühl fast zum Ibach falls der im preislichem Rahmen bleiben sollte oder doch tatsächlich zum Kawai Ca 67.

    Vielen vielen Dank

    Freundlichste Grüße

    David
     
  2. DonMias

    DonMias Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.01.16   #2
    Es gibt sicher viele, die deutlich mehr Ahnung von Klavieren haben als ich (was keine Kunst ist), aber da von denen bisher keiner geantwortet hat:

    Hast Du die Folgekosten beim akustischen Instrument wie Transport und regelmäßige Wartung im Blick?

    Ob die von Dir genannten akustischen Klaviere was taugen, kann eigentlich nur ein Fachmann (oder in Deinem Fall wohl eher die Fachfrau) beurteilen. Wenn's dumm läuft, musst Du in ein "Schnäppchen" noch mal ein vielfaches an Ausarbeitungskosten reinstecken.

    Wenn es nicht unbedingt ein akustisches Klavier sein muss (die in einer Wohnung auch wirklich verdammt laut sind) bist Du meiner Meinung nach im Preisbereich eines Kawai CA 67 mit einem Digi besser bedient als mit einem akustischen Instrument. Bei den Digis solltest Du Dir dann aber nach Möglichkeit auch noch die anderen Markenhersteller ansehen und vor allen Dingen anspielen: Yamaha, Roland, Korg, Casio.
     
  3. David13

    David13 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.01.16   #3
    Vielen Dank für die Antwort.

    Ja, Folgekosten hab ich im Blick. Transport würde ich fast mit paar Kumpels und einem Sprinter selbst versuchen wollen, oder ist das gar keine Option?
    Regelmäßiges stimmen lassen ist auch klar.

    Ich frage mich nur wie lange so ein Instrument von 1890 (Ibach) dann trotz regelmäßiger Wartung noch hält. Wie gesagt bis jetzt hab ich keine Riss oder ähnliches gefunden.
    Spielst du selbst auf einem Digitalpiano? Wichtig wäre mir das ich trotz regelmäßigen übens auf dem Digi mich auch spontan an ein fremdes akustisches Klavier setzen könnte und relativ "qualitätsverlustfrei" was aufs Parkett bringen könnte, aber da hab ich leider null Erfahrung.
     
  4. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 20.01.16   #4
    Ein Klavier hält nicht ewig und hat seine Lebenszenit nach 80 bis 100 Jahren meist längst überschritten. Man kann so ein Instrument auch restaurieren lassen, aber das geht dann kostenmäßig in die Richtung eines neues Ḱlavieres. Wer ein 100 Jahre altes Klavier verschenkt, will sich in der Regel einfach die Entsorgungskosten sparen.

    Ausnahmen gibt es natürlich immer, aber ich würde eher in den 70er und 80er Baujahren suchen, mit Unterstützung eines Klavierbauers. So etwas http://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/hohner-klavier/410782136-74-4841 oder so etwas http://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-...le-mit-hocker,-nichtraucher/408994904-74-5318 könnte mit etwas Glück durchaus brauchbar sein, aber man muß es einschätzen können. Besser als Dein Cantabile ist es in jedem Fall. :D

    Glaube ich eher nicht. Der Wert, den das Instrument hat, ist dann ein rein ideeller Wert: nämlich der Spaß, den Du mit dem Instrument hast. :)

    Wenn man ein Klavier ebenerdig transportieren kann, kann man es evtl. selbst machen (mit Rollbrett). Wenn man es über Treppen und Stockwerke transportieren will, würde ich mir vorher schon einen Termin beim Orthopäden reservieren (Bandscheiben). :D Unfälle passieren auch manchmal, auf engen Treppen oder so. Der Spezialist ist versichert.

    Ansonsten ist es heute durchaus üblich, auf guten digitalen Instrumenten mit Hammermechanik zu lernen. Da ist die Technik heute schon sehr weit fortgeschritten.
    Trotzdem macht ein akustisches Instrument mehr Spaß. Vieeeeeeeel mehr Spaß! :juhuu:

    Viele Grüße,
    McCoy
     
  5. Piano-Gregor

    Piano-Gregor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.01.16   #5
    Bei den gebrauchten und älteren Klavieren bzw Flügeln würde ich empfehlen, auf jeden Fall die Klavierbauerin drüber schauen zu lassen. Ferndiagnosen sind schwer bis unmöglich. Wenn man zusätzlich zur Stimmung die Mechanik warten lassen will, dann sollte man mindestens 600 Euro dafür im Hinterkopf haben, bei Flügeln deutlich mehr. Denn wenn du als Laie feststellst, dass z.B. einige Hämmer nur langsamer zurück fallen, dann ist da mehr Handlungsbedarf. Man kann natürlich das alles ignorieren und nur diese Hämmer eben kurz reparieren, aber es empfiehlt sich, das gleich alles richtig machen zu lassen. Ansonsten hast du die Klavierbauerin nämlich ständig bei dir zu Gast.
     
  6. Historie

    Historie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.16   #6
    A. Bürger, Konstanz, ehemaliger Prokurist von C. Mand, eröffnete 1921 eine Pianohandlung und Reparaturwerkstatt. Sein Pianohaus wurde im Sept. 1944 total ausgebombt und hat an gleicher Stelle 1949 seine Geschäftsräume wieder eröffnet. Hat er selbst Klaviere hergestellt? Die Seriennummer könnte darüber Auskunft geben.
    MfG Historie
     
  7. David13

    David13 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.16   #7
    Hallo,

    vielen Dank schon mal für die Antworten bis hierhin.

    Ich war heute die Flügel Probespielen aus der kompletten Sammlung.
    Es war der Hammer ein Steinway neben Blüthner neben Bechstein.
    Mein Kandidat war der Görs und Kallmann. Er spielte sich echt gut war aber ziemlich dreckig. Der Besitzer bot mir an den Flügel neu zu besaiten und die Mechanik zu überprüfen und dazu alles sauber zu machen.
    Preis für alles wäre dann 1500. Stimmung inklusive wobei das ja vor Ort sowieso nochmal gemacht werden müsste. Alternativ auch für 700 und dann aber ganz ohne Überarbeitung. Optisch würden die Schrammen sowieso bleiben. Könnte ich zwar auch machen lassen würde aber wohl den Rahmen sprengen. Naja jedenfalls bin ich jetzt echt am grübeln. Hätte schon was einen Flügel als erstes Instrument. War auch sehr erstaunt was für einen tollen Klang der Flügel trotz der Größe hatte 150cm. Am kommenden Dienstag guck ich mir erstmal die zwei Klaviere an und dann werde ich vielleicht nochmal mit der Klavierbauerin hinfahren bzw drüber reden.

    Darüber hinaus war ich auch in einem Musikhaus und hab mal ein Yamaha Clp 535 und 545 gespielt. Beides schöne Instrumente. Ich glaube wenn bei den drei akustischen Varianten keine im preislichen Rahmen dabei ist, werde ich vlt doch eher auf das Digitalpiano zurückgreifen. Sind die preislichen Unterschiede von CLP 535 zu 545 bzw ca 17 zu ca 67 gerechtfertigt? Müsste dann noch bisschen sparen statt mir direkt ein 535 oder Ca 17 zu gönnen.
     
  8. David13

    David13 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.02.16   #8
    Also es ist leider doch keiner der akustischen Kandidaten geworden.
    Werde jetzt auf Digitalpiano umschwenken. Alles weitere dazu im entsprechenden Thread.

    Danke für die Antworten.
     
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