Höhere Töne mit Bruststimme?

von danielsguitars, 27.10.10.

  1. danielsguitars

    danielsguitars Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.10   #1
    Ich will's mal nicht so lang machen. Ich bin in 'ner Pop-Punk Band (Musik wie Good Charlotte usw.) und ich versuche hohe Töne zu treffen und ich komme mit der Bruststimme bis zu H' (glaube ich. Das H, das auf der hellsten Gitarrensaite auf dem 7.ten Bund bekommt). Mit der Kopfstimme (das ist, schätz ich mal, selbstverständlich) komme ich jedoch höher. Aber in einer Kopfstimme ist nicht wirklich kraft drin und da wollte ich fragen ob es tatsächlich eine Technik oder etwas ähnliches gibt, die meinen Stimmumfang um ein paar Töne oder eine Oktave nach oben erweitert?
    Würde mich sehr über ein paar Antworten und hilfreiche Tipps freuen.
     
  2. Vali

    Vali Vocalmotz Moderator HFU

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    Erstellt: 27.10.10   #2
    Wenn du mit Kopfstimme nicht das dünne Falsett meinst, kann die Kopfstimme durchaus kräftig klingen. Ansonsten lautet das Stichwort Belting, wobei Männer meist eh von Natur aus belten. Kannst du eine Hörprobe von dir hochladen? Vielleicht mangelt es bei dir nur an Atemstütze.
     
  3. Foxx

    Foxx Pop/Rock-Gesang HFU

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    Erstellt: 28.10.10   #3
    Falls du männlich sein solltes, lass dir als erstes gesagt sein, dass ein sauberes h' in der Vollstimme schon verdammt hoch ist!

    Ab dieser Höhe ist Belting m.E. auch nicht mehr the way to go. Wenn man da die Vollstimme noch weiter hochschrauben möchte, würde ich das entweder stark klassisch ansetzen (also mit ganz "verschlanktem" Stimmeinsatz und extrem kopfig) oder aber mit sehr, sehr viel Twang ("Countrysound"). Beides erzielt aber ein deutlich anderes Ergebnis im Stimmklang. Und egal welcher Weg eingeschlagen wird: eine gute Atemanbindung ist absolut unerlässlich. In der FAQ steht etwas zur Stütze. Generell gilt aber: wenn man in diesen Bereichen autodidaktisch arbeitet, läuft man Gefahr, sich durch Technikfehler die Stimme zu beschädigen.

    Alternativ kann man auch als Mann die Randstimme so einsetzen, dass sie nicht dünn klingt und auch nicht nach Countertenor. Hör dir mal Liveauftritte von Adam Lambert an, der singt Höhen bis f'' aus und es klingt wie eine extrem hohe Vollstimme, ist aber Rand. Dieser typisch "gellende" Rocksound aus den 80ern wird so gemacht (AC/ DC). Allerdings kann ich das nicht und bin daher auch nicht geeignet zu erklären, wie es geht. :o


    Falls du weiblich bist, sollte allerdings in der Tat noch Spielraum nach oben sein. Das sollte dann vor allem eine Frage guten Stimmsitzes und auch hier wieder guter Atemanbindung sein.
     
  4. the_reaper93

    the_reaper93 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.10   #4
    Oder er meint nicht h' sondern h... Etwa in dem Bereich hab ich vor wenigen Jahren angefangen ;-)
     
  5. Foxx

    Foxx Pop/Rock-Gesang HFU

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    Erstellt: 28.10.10   #5
    @ reaper:


    Das ist definitiv h'. Wobei natürlich eine Oktavierung bei der Hörwahrnehmung vorkommen kan - hab ich jedenfalls schon häufiger erlebt, dass Männer nach unten oktavieren, ohne es zu merken.


    Wenn wirklich das h gemeint ist, dann ist es gut möglich, dass bisher nur die reine brustige Vollstimme nach oben gezogen wird, ganz ohne Kopfresonanz.


    @ danielsguitars: Wie sieht's aus, könntest du ne Hörprobe zur Verfügung stellen? Das erleichtert generell jedwede Hilfestellung. :)
     
  6. danielsguitars

    danielsguitars Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.10   #6
    Ich weiß zwar nicht wie man Audiodateien direkt hier hochlädt aber ich hab es mal über Mediafire.com gemacht. Am Anfang hab ich mal versucht den Ton, bis zu dem ich komme, zu halten und dann hab ich mal ein kleines Beispielt gesungen wie sich das jetzt in nem Lied anhören würde.
    http://www.mediafire.com/?o2ic339adxl3s87
     
  7. Tinitus

    Tinitus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.10   #7
    Jau, das ist h. Also Du singst eine Oktav tiefer als das h' der Gitarre.
    Da sollte dann auf jeden Fall noch Raum nach oben sein, wenn Du Dich mal etwas naeher mit Gesangstechnik auseinandersetzt. Wie hier schon geschrieben wurde ist es vor allem wichtig die Mischstimme zu erlernen, was vereinfacht als Voll-(Brust)Stimme mit Kopfresonanz beschrieben werden kann. (Deshalb auch von manchen Kopfstimme genannt, was aber eben landlauefig auch eine Bezeichnung fuers Falsett/ die Randstimme ist. Mehr dazu findest Du im FAQ das in oliveFoxxs Signatur verlinkt ist. ) Auch sollstest Du darauf achten, den Kehlkopf zu entspannen und Dich halt auch sonst mal mit den Gesangsbasics zu beschaeftigen.
     
  8. danielsguitars

    danielsguitars Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.10   #8
    Könnt ihr mir vielleicht ganz gezielt sagen was ich lernen muss, um höher zu kommen und dass es sich noch gut aber nicht so krampfhaft anhört? Wäre nett, danke :)
     
  9. Tinitus

    Tinitus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.10   #9
    Sehr bewaehrt haben sich da bisher Eigeninitiative und die Bereitschaft, sich naeher mit dem Gebiet zu beschaeftigen auf dem man besser werden will. Auch gibt es sogenannte Gesangslehrer, die Dir auf den rechten Weg helfen, wenn Du nicht so recht weiterweisst und von den ganzen Fachbegriffen und unterschiedlichen Meinungen erschlagen wirst. ;)

    Aber im Ernst. Ziel sollte es jetzt erstmal sein Deine Mischstimme/mixed voice zu finden, Deine Resonanzraeume zu erforschen und die richtige Atmung und Einstellung Des Gesangsapparates zu finden, (auch Stuetze genannt. )
    Vielleicht schreibt Dir hier ja jemand eine konkrete Uebung auf, aber im Grunde ist das ein riesen umfangreiches Thema und Du wirst nicht umhinkommen Dich da einzuarbeiten und etwas Geduld mitzubringen, wenn Du kein Naturtalent bist.
    Da kann Dich hier uebers Forum niemand an die Hand nehmen. Detailfragen werden dann hier sicher gerne beantwortet, sofern sie nicht durch einfache Suche zu finden sind.
    Und natuerlich sind zumindest ein paar Gesangsstunden fuer den Anfang SEHR zu empfehlen, einfach um eine direkte und kompetente Rueckmeldung zu haben. Genau wie Du Dich hier um eine Oktave verhauen hast kannst Du ja auch sonst mal danebenliegen oder eine Uebung verkehrt angehen.

    Was Du fuer den Anfang mal machen koenntest ist zu versuchen ein paar Toene unter Deinem h anzufangen, dabei die Resonanz aus dem Brustkorb etwas wegzunehmen und an den Gaumen oder darueber zu projizieren (Einfach mal ausprobieren ) und langsam auf "u" nach oben zu gehen. Und dabei dann erforschen und schauen, wo der Ton resoniert und wo er hinwill. Dabei kannst Du ruhig mal ein bisschen auf "Klassik und Oper" machen, auch wenn das von Deinem angestrebten Klangideal abweicht. Das waere dann erstmal ein "runderer", dunklerer Ton. (Die Lippen auch ruhig schuerzen, auch wenn das dumm aussieht. )
    Dabei die Rippen unten weitmachen und nicht mehr Luft als noetig rausblasen. (Du kannst Dir auch ein unterdruecktes Gaehnen vorstellen, aber ohne zu verkrampen oder den Kehlkopf zu verspannen und auch die Zunge sollte sich nicht aufstellen. )
    Kompliziert? Ja ist es. Deshalb untereilt man das auch in kleine Teiluebungen und geht das Schritt fuer Schritt an. Aber das kann das Forum nicht fuer Dich leisten und zu 75% machst Du nach der Beschreibung was verkehrt. ;)
     
  10. SingSangSung

    SingSangSung Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.10   #10
    Die zweithöchste Saite der Gitarre ist auch ein h, ohne Strich. Gitarre wird oktavierend notiert.

    Mein Tipp an den TE: Erst mal viel singen. Höher als h kommt man schon allein durch viel singen, meist so bis e'. Das wäre ja schon mal was.
     
  11. Foxx

    Foxx Pop/Rock-Gesang HFU

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    Erstellt: 29.10.10   #11
    Wobei ich gerade so überlege: da das Problem "Kopfresonanz erschließen" ja immer wieder auftaucht, könnten wir vielleicht mal in Kooperation geeignete Anfängerübungen zusammentragen und in die FAQ stellen.
     
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