Hohner HC06, empfehlenswert? Alternativen?

von barracuda, 26.10.06.

  1. barracuda

    barracuda Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.06   #1
    Hallo zusammen,

    ich will mir eine Konzertgitarre zulegen und hätte dazu gerne einige Meinungen bezüglich der Hohner HC06. Bislang hatte ich nur eine Westerngitarre und war permanent frustriert, ich hatte null Spaß am Spielen, zumal ich recht breite Fingerkuppen in Kombination mit nicht allzu langen Fingern habe und mit dem Griffbrett nicht die Bohne klarkam.

    Als ich vor einigen Tagen bei Conrad Elektronik war, stand dort dann besagte Hohner rum und ich hab sie mir einfach mal gegriffen und darauf rumgeklimpert. Was so extrem viel Spaß gemacht hat und vor sich allem so gut griff, dass ich richtig Blut geleckt habe und sie am liebsten gleich mitgenommen hätte, nur hatte ich keine 100€ dabei (und zudem will ich dann doch lieber den Fachhandel mit meinen Penunzen beglücken.)

    Ich habe dann noch dieses Post hier entdeckt und fühlte mich darin bestärkt, dass die Hohner zumindest eine "okaye" Gitarre ist. Da die HC06 im Versand bereits für 70€ zu haben ist, habe ich hier einige Händler abtelefoniert, weil ich hoffte, sie irgendwo zumindest für 80 oder 90€ zu bekommen (Versand ist mir bei einem Instrument nicht so geheuer, außerdem will ich schnell loslegen).

    Jedenfalls haben mir sämtliche Händler, die ich sprach, von der Hohner abgeraten, Tenor ungefähr folgender: Hohner sei von Hause aus eben kein Gitarrenbauer und könnte das insofern auch nicht besonders gut: Die Verarbeitung sei miserabel, Holz (Fichte) und Lacke absolute Billigprodukte, der Klang vergleichsweise schlecht. Was mich dann doch nochmal verunsichert hat, weil das wirklich unisono von allen kam. Stattdessen wurden mir in dieser Preisklasse z.B. empfohlen: Hermosa, Kirkland oder auch eine Marke namens "Sixty-Six" (?), zu der ich aber im Netz null Infos gefunden habe.

    Mir ist schon bewusst, dass man beim Gitarrenkauf stark danach gehen soll, welche Gitarre einem subjektiv gefällt, aber dennoch würden mich ein paar Meinungen interessieren, welche der genannten Gitarren (oder auch andere) empfehlenswert
    sind und von welchen man besser die Finger lässt. Noch wichtiger als ein guter Klang ist mir wie gesagt eine gute Bespielbarkeit, um Spaß daran zu haben. Ich will zunächst autodidaktisch arbeiten, aber schon recht intensiv und täglich am Ball bleiben.

    Also, über Ratschläge würde ich mich freuen!
     
  2. schmied

    schmied Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.06   #2
    Tja, da wirst du erstmal zu hören bekommen, dass so eine Gitarre

    - in der Herstellung Kosten verursacht
    - Materialkosten und Versandkosten
    - Mitarbeiterkosten
    - variable Kosten .. blah blah

    Und was sind da schon 100 Euro? im Prinzip nichts.

    Dann hast du dir ja Meinungen von Gitarren"fachhändler" angehört,

    die erstens aus der Sicht des Händlers und zweitens aus der Sicht des
    Gitarristen sprechen.

    Als Händler:
    Kauf dir nicht so was billiges. Denk doch auch mal an mich. Ich muss von dem Geld leben,
    meine Familie versorgen... hier, kauf die hier. Ja, kostet 500 Euro, aber dafür ist es erste Sahne.

    Als Gitarrist:
    Sei erstmal zu sagen, dass Gitarristen allesamt ein gestörtes Ego haben. Billigprodukte?
    Wie hieß doch gleich der suspekte Imitathersteller?
    Niemals, mit so etwas wird man nicht glücklich. Niemals. Nein. Es steht nur noch
    nicht im Grundgesetz.

    ... tja, und nun? Stehst wieder am Anfang.

    Du sagst, du hast sie bei conrad, einem Elektro-fachhandel angeschaut. Also eine akustische
    Gitarre mit mechaniken, die per Hand, also manuell, gesetzt werden hast du dir in einem
    Elektrohandel angeschaut.

    Ist das die einzige Gitarre, die du getestet hast?

    Fakt ist auf jeden Fall erstmal: Die Gitarre ist scheiße.

    Aber hey... Wenn man Scheiße vorher nie gesehen hat, wie soll man es raus bekommen?

    Da du selbst sagt, du willst täglich am Ball bleiben, ist es doch eigentlich klar, dass du dir
    keine Gitarre "für den Anfang" kaufen solltest. Fürs mal eben Probieren wie sie im Kamin brennt,
    kannst du auch noch weiter runter gehen im Budget.

    Als erstes würde ich dir raten weitere Gitarren zu testen. Ohne jegliche Vergleichsmöglichkeiten
    kaufst du die Katze im Sack. ... Ich weiß, wovon ich rede ;p

    100 Euro bist du bereit auszugeben. Bist du auch bereit deine Bereitschaft bzgl.
    Ausgaben zu erweitern? Wenn ja, umso besser.

    Die sonst. nominierten Hersteller wirst du sicherlich kennen. All jene bieten auch bis 200 Euro
    brauchbare Sachen an.

    ...


    Nun ja, dir kann aber auch alles andere egal sein. Du gehst nicht testen, Pfeifst auf die Meinungen
    der Gitarrenhändler.. diese Schweine, die dir eh nur das Geld nehmen wollen und kaufst sie dir.

    Denn, wenn sie dir gefallen hat. Das heißt soundtechnisch und dir die Bespielbarkeit sehr
    angenehm ist, dann nimm sie. Was du dann allerdings auch weiterhin nicht tun solltest:
    neue Gitarren antesten gehen. Deine alte wird dir dann nicht mehr gefallen.

    Aber die Phänomen triffst du auch in den höheren und auch ganz bestimmt in den ganz hohen
    Klassen. Eine schöne Takamine für irgendwas um die 800 Euro gekauft und zack, es gibt ja noch viel schönere ...

    Ich hoffe du bist verwirrter als vorher, also äh... nicht.

    Gruß ;p

    Und bevor jemand fragt: ja, mir ist langweilig.
     
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