Hohner Imperial IV A: Hängende Tasten

von alumpi2, 10.03.12.

  1. alumpi2

    alumpi2 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.03.12   #1
    Habe ein altes Hohner Imperial IV A aus den 30gern des letzen Jahrhunderts. Ist kein Dachbodenfund habs schon über 20 Jahre und hab es früher sogar bei meiner Swingband ab und auf der Bühne eingesetzt. Bin allerdings Klavierspieler und hab wenig ahnung von den Instrumenten, hab aber
    mitgekriegt, dass so alte Teile sich hauptsächlich noch als Dekoinstrumente eignen aber dafür ist es zu schade. Allerdings finde ich , dass das Imerial im Gegensatz zu anderen
    Akkordions, die ich schon gespielt habe ( Hohner Tango meines Vaters oder unser Weltmeisterdienstakkordeon an unserer Schule ) sehr schön, voll und
    weich klingt.
    Die Bässe und der Balg ist ok, allerdings bleiben, nachdem man eine Weile gespielt hat einige Tasten hängen, wenn man Legato spielt Schlägt man sie Stakkato an funktionieren sie einwandfrei . Hab selber dann schon dran rumgefummelt und dann gings wieder aber eben nicht auf Dauer . Kann es sein, dass an Temperaturschwankungen liegt ( Holztasten ) Hat jemand eine Idee ?
     
  2. Wil_Riker

    Wil_Riker Helpful & Friendly Akkordeon-Mod Moderator HFU

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    Erstellt: 11.03.12   #2
    Hallo alumpi2,

    herzlich willkommen im Musiker-Board!

    Eine verbindliche Ferndiagnose möchte ich anhand Deiner Beschreibung nicht wagen ;). Vermutlich "hakt" etwas in der Tastatur-Mechanik, oder ein Clavishebel ist leicht verbogen und bleibt hin und wieder hängen, oder... Alles Dinge, die nicht nur bei einer 80-jährigen Rarität schon mal passieren können.

    Lies evtl. mal dort weiter: https://www.musiker-board.de/akkordeon-forum-sonst/281347-tasten-quietschen.html
     
  3. accordion

    accordion Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 12.03.12   #3
    Die Hohner Imperial wurde ehemals von Kalbe in Berlin produziert und scheint ein ganz interessantes Instrument zu sein.

    Ein ähnliches Problem mit hängenden Tasten hatte ich mit einem Hohner Student IV, das ich mir als "Ersatzteillager" anlachte. Die Holztaste läuft in einem Holzrechen. Das muss sich wohl leicht verzogen haben, weshalb die Feder unter der Taste nicht mehr genug Kraft hat, die Taste hochzudrücken.

    Da hier Holz auf Holz reibt, wäre zu hoffen, dass wenn man diese Taste genug oft betätigt, das Holz sich abpasst. Doch wer drückt eine hängende Taste genug oft?

    Ev. müsste man die Tastatur ausbauen und die Reibefläche wieder leichtgängiger machen. Bei der Student IV habe ich das nicht gemacht, da ich sowieso nur Ersatzteile brauchte.

    Bei älteren italienischen Akkordeons sah ich, dass die Berührungsfläche zwischen Holzrechen und Holztastatur mit Messing verkleidet ist. Eine solche Tastatur läuft natürlich buttweich und hochpräzise.

    Grüsse, accordion
     
  4. alumpi2

    alumpi2 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.12   #4
    Hallo ,
    erstmal vielen Dank für die Infos. Hatte auch schon das Gefühl, dass man, wenn man die Taste lang genug runterdrückt und dran rumfummelt, es besser
    wird. Denke auch, dass da eine Feder lasch ist. Tastatur ausbauen und leichtgängiger machen ist bestimmt ne gute Idee , nur wie geht das ? An den Hebeln,
    die die Luftlöcher schließen , liegt es wohl eher nicht.
    Was sind Holzrechen ?
    Das Hohner IV A ist ein "Damenakkordeon" mit wundervollen Perlmuttasten. Kein Vergleich mit dem 150 KG schweren Traktoristen- und Kolchosenakkordeon
    von Weltmeister, welches ich auch im Gebrauch habe . Haben die da Bleiplatten verbaut ?
    LG Alumpi
     
  5. Handwerk : Musik

    Handwerk : Musik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.15   #5
    Ich glaube auch, das dürfte kein Problem sein. Hängende Tasten können schnell bei einem Stimmtermin behoben werden.
     
  6. maxito

    maxito Mod Akkordeon Moderator HFU

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    Erstellt: 06.11.15   #6
    Ne Stunde oder auch zwei sollte man aber schon einkalkulieren.

    Denn wenn die Tasten hängen, weil zu viel Reibug im Spiel ist, dann muss erstmal die Tastaturachse gezogen werden... grade bei alten Instrumenten immer eine spannende Sache. Und dann muss geschaut werden, warum und wo es reibt.

    Das kann eine oxidierte Tastaturachse sein, die erneuert oder aufpoliert werden muss.
    Das kann sein, dass die Holzteile sich verzogen haben und nun reiben. Das muss dann Stück für Stück nachgearbeitet werden. Da kanns auch deutlich mehr als 2 Stunden dauern!
    Das kann sein, dass sich ein Hebel verbogen hat und nun die Klappen gegeneinander reiben beim Öffnen
    ...

    Was ich allerdings ziemlich sicher ausschließen würde, ist, das eine Feder "lahm" geworden ist. Das kommt so selten vor, dass man diesen Punkt normal einfach aus dem Suchprogramm streichen kann. Die können zwar schon mal brechen, aber dann durch das benutzen und nicht durch Lagerung.

    Richten kann man das auf alle Fälle. Nur was genau die Ursache hierfür ist, kann man nicht sagen, ohne dass man die Tastatur geöffnet hat.


    Gruß, maxito
     
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