Hohner Morino IV N zu schwer?

  • Ersteller Ersteller silberauge
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  • #21
Ich glaube es gibt schon eindeutig Instrumente, die zu schwer sind .
Das ist nicht unbedingt abhängig den den Herstelldaten sondern immer eine subjektive Erfahrung und fällt natürlich besonders bei einem Instrumentenwechsel auf.
Obwohl man heute (besser ist es ...) im Sitzen spielt , ist schon das Bugsieren des Akkordeons aus dem Koffer ,
das Umschnallen , oder dann das Notensuchen oft eine Qual.
Wer schon einmal an einem tollen Harmonium gesessen hat , weiß vielleicht, wie positiv die reine Masse den Klang
eines Instruments mit Stimmzungen beeinflussen kann. Ich glaube auch es gäbe von Seiten der Hersteller und der Spieler
noch viele Wünsche an die Konstruktion eines Akkordeons , die sich aber nicht so unterbringen ließen, daß es noch
spielbar wäre...
So bleibt immer der Versuch , durch neue Materialien Gewicht zu sparen etwas im Widerspruch zu dem akustischen Ideal.
Viele modernere 120bass Cassotto und/oder Convertorinstrumente wiegen heute so um die 12-13 kg.
Das will auch erst mal bewältigt werden. Viele Musiker/innen der Akkordeonszene sind auch nicht mehr die Jüngsten,
wie lange kann man sowas bewerkstelligen, braucht man irgendwann eine leichtere Alternative , auch evt. unter Inkaufnahme der Nachteile in Bässen/Registern/Klang ?
Meine Victoria wiegt 15,5 kg , davon durch den besonderen Convertor auffällig viel Gewicht in der Bassseite.
Trotz meiner knapp1,90 Körpergröße und 100+ Körpergewicht schwer zu stemmen. Noch nehme ich das als sportliche Herrausforderung. Muß aber auch eingestehen, daß diese Masse an Material auch die Flüssigkeit des Spiels beeinträchtigt.
Dabei ist nicht nur das Gewicht ein Faktor. Die Gehäuseabmessungen sind viel größer und tiefer , man kann schlecht drumherum agieren,
schlecht die Noten/Tasten/Mitspieler sehen . Ein kleineres Akkordeon umarmt man mehr, man verschmilzt mehr . Bei einem großen hat man gefühlt einen alten Röhrenfernseher auf dem Schoss...
Entschädigt wird man durch besseren Klang , deutlich mehr Balgvolumen , mehr Bässe und Register.

Ich habe früher , bei Anfragen den Leuten immer gepredigt , sich ein möglichst großes Akkordeon zu kaufen .
Inzwischen kenne ich aber auch 72 oder 96 bässige Instrumente , die mit guter Klangqualität punkten.

Ich würde die Morino auf jeden Fall weiterspielen , die wird dann zugleich Deine Muckibude !
Vielleicht gewöhnst Du Dich an das Gewicht , dann investiere noch Geld in die Spielbarkeit , durch eine Überholung ?
Falls nicht, schau Dich nach einem Instrument um , daß Deine kleine Hohner Quetsche ersetzen könnte.
 
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  • #22
wie positiv die reine Masse den Klang
eines Instruments mit Stimmzungen beeinflussen kann
Die Masse eher nicht, vielmehr aber das Balgvolumen(beim Akkordeon). Die Klangunterschiede Zwischen Harmonium und Akkordeon entstehen in erster Linie durch die Freiheit optimale Stimmzungen und Kanzellen verwenden zu können weil man auf den Luft/Druckbedarf keine Rücksicht nehmen muß. Auch das Gehäuse ("Cassotto") läßt sich konsequenter bauen weil mehr Platz vorhanden ist. Mit Masse hat das nur insoweit etwas zu tun daß die Stimmzungen beliebig schwer sein können. Die Vorteile des Harmoniums lassen sich nicht ansatzweise auf das Akkordeon übertragen weil sie im wesentlichen auf Grösse/Volumen beruhen, kaum auf Masse.
 
  • #23
So, und jetzt wirds richtig seltsam. Im Webshop eines großen Musikalienhändlers fand ich bei den Gebrauchten
IV N 12.5kg
V N 12.2kg
jeweils mit Riemen. Schwerkraftanomalie? LKW-Waage am Kieswerk? Oder einfach nur schöngerechnete Zahlen aus alten Herstellerbroschüren?
 
  • #24
So, und jetzt wirds richtig seltsam.
.. da ist halt wohl jemand in der Zeile verrutscht beim Zahlen auslesen...auf die Zahlen geb ich eh nicht viel _ für mich ist entscheidend wen ich das Instrument umgeschnallt habe wie s sich anfühlt - leicht, schwer, passend , unpassend...1,5 kg leichter aber dafür unbequem "wiegt" schwerer als etwas schwerer aber dafür super angenehm anliegend.

Das Gewicht für die IVN könnt in etwa passen... Die VN wiegt n bissl mehr. Meine hat etwas über 13,5 kg mit Riemen gewogen. Genau müsst ich jetzt erst nach schauen. Aber die war definitiv schwerer als meine VIM (obwohl die 45 Tasten hatte und Melodiebass mit 58 Einzeltönen, zweichörig...) Wobei ich so im nachhinein beide nicht wirklich super bequem fand. Da hab ich noch Instrumente in die Hände bekommen, die deutlich angenehmer am Körper anlagen und sich damit deutlich besser anfühlten.
 
  • #25
Die VN wiegt n bissl mehr. Meine hat etwas über 13,5 kg mit Riemen gewogen.
Das paßt zu meinen Wägungen.
Aber die war definitiv schwerer als meine VIM
Das wiederum nicht, wohl aber zu meinem Gefühl...
Ich hab es wissen wollen und meine beiden Morino zum Tierarzt geschleppt. Für nen Fünfer in die Kaffeekasse durfte ich sie auf die Hundewaage stellen. Ergebnis:
V N (41/5, 120) : 13,0kg
VI M (45/5, 164) : 13,8kg
Egal, denn mit neuen, ausreichend langen Riemen mit Querriemen bestätigt sich
1,5 kg leichter aber dafür unbequem "wiegt" schwerer als etwas schwerer aber dafür super angenehm anliegend.
Nur die sonstige Handhabung... kann ja schlecht einen Motorkran in den Probenraum stellen.
 
  • #26
Ich hab es wissen wollen und meine beiden Morino zum Tierarzt geschleppt. Für nen Fünfer in die Kaffeekasse durfte ich sie auf die Hundewaage stellen. Ergebnis:
V N (41/5, 120) : 13,0kg
VI M (45/5, 164) : 13,8kg
ja, kann durchaus sein ... ich hab seinerzeit meine beiden Kisten auf einer üblichen Haushaltswaage gewogen... und die hat mir meine VIM als leichter angegeben.. (Tierarztwaagen sind da sicher genauer)... kann aber auch mitunter leichte Gewichtsunterschiede gegeben haben, je nachdem welche Stimmplattensätze eingebaut wurden.Aber das ist letztlich eigentlich egal. Entscheidend ist , dass beide Instrumente in etwa gleich viel wiegen, obwohl die VIM ja deutlich mehr Stimmplatten eingebaut hat als die VN

Und die VIM ist auch deutlich leichter als die VIN ... Da könnte man jetzt auf die Idee kommen und sich fragen: ja warum um alles in der Welt hat denn damals überhaupt jemand ne VIN gekauft anstatt einer VIM wo die doch viel leichter ist?

... Nach meiner Erfahrung: Die VIN, finde ich , liegt besser am Körper als die VIM. .. Und die VIN hat einen wesentlich kräftigeren Bass als meine VIM!

...und schon sind wir wieder beim Punkt: Gewicht ist nicht immer alles! Der Klang ist in sehr vielen Fällen der wichtigere Punkt als das Gewicht.


Und um dem Thema noch ne Facette mitzugeben: die neueren Morinos der Reihe V 120 waren leichter als die N Reihe und sind hier als 5 chörige Instrumente nur minimal schwerer als die Morino IV N um die es eingangs ging. Jetzt möchte ich nicht sagen, dass die Morino IV N unsäglich schwer ist. Die liegt schon so in etwa in dem Rahmen den viele andere vergleichbare 4 chörige Instrumente auch so auf die Waage bringen. Gleichwohl lässt sich sagen, dass die Morino N Serie insgesamt an sich keine leichte Bauweise war... Auf Gewichtsoptimierung hat da zu der Zeit keiner drauf geachtet
 
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  • #27
:facepalm1:Ich hab da doch den anderenthreads schon genannten Hohner Prospekt von ungefähr 1986... daraus kann der des sinnentnehmenden Lesens Mächtige lernen
ModellTasten/ChöreBaßknöpfeGewicht (kg)
IV S41/412012,4
V S41/512013,6
IV BS43/418514,9
V BS45/518515,5
 
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