Gewicht verschiedener Akkordeons im Vergleich zu Hohner Lucia IV P

von jwoetzel, 25.05.08.

  1. jwoetzel

    jwoetzel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.05.08   #1
    Hallo,
    interessiere mich für einen Gewichtsvergleich verschiedener Akkordeons
    und benötige Eure Erfahrung als Entscheidungshilfe beim Gebrauchtkauf.

    Konkret suche ich ein handlich leichtes Piano Akkordeon
    - gebraucht mit
    - 96 Bässen und
    - 3 oder 4 Chören..

    Meine ältere "Hohner Student 40" ist mir inzwischen doch zu klein - aber das Mass der Handlichkeit...

    Habe bisher zwei Instrumente zur Probe gespielt:
    - eine III-chörige Weltmeister - leicht aber nur 3 Chöre
    - eine ältere "Hohner Lucia IV P" mit der ich klanglich sehr zufrieden bin.
    Die Lucia ist wohl in metallbauweise und "die kleine Hohner Atlantic".

    (1) Kennt jemand eine Quelle mit dem Gewicht der verschiedenen älteren Hohner Modelle?

    (2) Wie verhält es sich mit dem Gewicht verschiedenener Akkordeons mit 3 und 4 Chören in Holz- bzw. Metallbauweise ?
    Vermute, daß 3-chörg leichter als 4-chörig ist - aber wie viel macht es wirklich aus?

    (3) Spricht etwas für- oder gegen die Metallbauweise ?

    (4) Gibt es Argumente für oder gegen die metallbauweise der Lucia und Atlantic?


    Für ein besseres leichtes Akkordein (wie 11kg Morino) reicht das Geld derzeit leider nicht.
    Bin auf Eure Meinungen gespannt,
    Jan.
     
  2. Wil_Riker

    Wil_Riker Helpful & Friendly Akkordeon-Mod Moderator HFU

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    Erstellt: 25.05.08   #2
    Hallo Jan,

    primär würde ich ein Akkordeon nicht nach Gewicht sondern Klang aussuchen, und der läßt sich schlecht beschreiben bzw. jeder hat diesbezüglich ja auch einen anderen Geschmack. Der Weg, verschiedene Instrumente selbst anzuspielen, erscheint mir daher der einzig vernünftige. Dabei kann man auch feststellen, ob das Instrument gewichtsmäßig angenehm ist.

    Gewichtsangaben zu Hohner-Akkordeons findet man in allen Hohner-Katalogen.

    Zur Lucia IV P wurde in anderem Zusammenhang schon einiges geschrieben, siehe Board-Suche:
    http://www.google.com/cse?cx=002265183699084710143:wg6vfevhzaq&q=lucia+iv&sa=Search&cof=FORID:1.

    Gruß,
    Wil Riker
     
  3. jwoetzel

    jwoetzel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.05.08   #3
    @Wil Riker: Danke für die Infos.

    > Gewichtsangaben zu Hohner-Akkordeons findet man in allen Hohner-Katalogen.
    (1) Woher bekommt man denn alte Hohner Kataloge zwecks technischer Daten; insbesondere für die alten Lucia, Atlantic etc. ?


    Daß es primär um den Klang eines Instruments geht ist selbstverständlich.
    Aber Handlichkeit und Gewicht sind auch Kriterien.
    In meinem Fall ist Handlichkeit+Gewicht wichtig, da es eher als "Gerät" reisen muss.

    (2) Kennt/hat jemand noch einen Gewichtsvergleich verschiedener Akkordeons, z.B. mit 96 Bässen?
     
  4. Sir_Falk

    Sir_Falk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.05.08   #4
    Ich habe gerade mal nach den Gewichten gestöbert:

    Beltuna: 96 Bass, 3-chörig: 8,4kg; 4-chörig zwischen 8,9kg (Studio IV 96 light) und 10,5 kg
    Hohner: 96 Bass, 4-chörig: 10,4 kg
    Bugari: 96 Bass, 3-chörig: 8,4 kg; 4-chörig: 9,3 - 10,2 kg

    Ich denke, daß sich andere Hersteller auch in diesen Bereichen bewegen werden.
     
  5. Wil_Riker

    Wil_Riker Helpful & Friendly Akkordeon-Mod Moderator HFU

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    Erstellt: 29.05.08   #5
    Hallo nochmal,

    entweder hat man die selbst zuhause herumliegen oder fragt z. B. bei einem Musikhändler nach...
    Mein ältester Hohner-Katalog stammt aus dem 1989, deshalb kann ich mit exakten Angaben zur Lucia IV P nicht dienen. Allerdings spielt meine Freundin genau dieses Instrument, mal sehen, vielleicht komme ich dazu, das Akkordeon demnächst mal zu wiegen...

    Hier die Gewichtsangaben der 96er Akkordeons, die ich in meinen alten Katalogen gefunden habe:

    Hohner Amica III 96: 8,6 kg
    Hohner Ventura IV 96: 10,4 kg
    Hohner Ventura IV 96 "Musette": 10,4 kg
    Hohner Tango II S: 9,2 kg
    Hohner Tango IV S: 8,9 kg
    Hohner Tango IV T: 9,5 kg
    Hohner Alpina IV P: 10,7 kg
    Hohner Alpina IV 96: 10,1 kg
    Hohner Alpina IV 96 / H: 10,5 kg
    Hohner Morino IV 96: 11,0 kg
    Hohner Morino IV 96 Tremolo: 11,0 kg
    Hohner Morino IV 96 "Slavko Avsenik-Retro": 11,0 kg

    Gruß,
    Wil Riker
     
  6. jwoetzel

    jwoetzel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.05.08   #6
    Das sind doch schon mal ein paar Zahlen, die mir weiterhelfen.
    Werde in Zukunt mit Waage zum Probespielen fahren ;-)

    Danke!
     
  7. Sir_Falk

    Sir_Falk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.05.08   #7
    jwoetzel: Ich habe deine Frage nicht ordentlich gelesen, aber vielleicht kannst du mit den Gewichten trotzedm was anfangen.
    Zur Hohner Atlantic IV: Ich habe selber 20 Jahre eine gespielt und war damit sehr zufrieden. Da ich damals hauptsächlich Keyboard gespielt habe, habe ich die Atlantic geschont. Nach den 20 Jahren habe ich sie dann mal zur Überholung gebracht, aber bis auf die Tatsache, daß ein Ton gangbar gemacht werden musste fehlte sich am Instrument absolut nichts. Ich habe sie dann aber doch verkauft, da ich irgendwann festgestellt habe, daß mir die Musettestimmung sehr gut gefällt, und die hatte meine Atlantic nicht. Ich kann also eigentlich nur Gutes über dieses Akkordeon sagen. Der Klang ist im Vergleich zur Holzbauweise sicher etwas blechener. Meite Atlantik hat ein Kollege gekauft, der damit in der Blaskapelle mit spielt. Er stellte fest, daß sich die Atlantik durch ihre Lautstärke sehr gut gegen die Bläser durchsetzen kann.
    Wegen dem Gewicht eines Akkordeons: Sicher spielt es eine Rolle ob ein Instrument 10 oder 15kg wiegt. 1kg hin oder her sollte aber meiner Meinung nach die Kaufentscheidung zu Gunsten eines guten Klanges nicht beeinflussen.
     
  8. Ippenstein

    Ippenstein Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.05.08   #8
    Hm... irgendwie hab ich ein Deja Vu...

    Also Barcarole, 120 Baß, 4/5 Chöre, Holzchassis, ca. 50-55 Jahre alt, 9,5 Kilo, Kompression nach Feinjustierung der Klappen mit dem Brecheisen ( ;) ) wunderbar, schöner Klang, nur ein paar Töne wollen nach der Stimmung noch nicht ihre Stimmung halten. (wer Gründe weiß, nenne sie bitte). Aja, und die Tasten klappern, weil wohl die Filze der Klappen auch schon ein bißchen älter sind... a propos - beim Wechseln dürfte die Kompression noch ein bißchen besser werden...

    *sabberschleimmeinAkkordeontollfindusw*

    Sorry, mußte mal sein ;)
     
  9. jwoetzel

    jwoetzel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.08   #9
    Zur Vollständigkeit / fürs Archiv die weiteren Ergebnisse meiner Recherche:

    Hohner Lucia IV P: 8,7 kg
    Hohner Amica III 96: 8,5 kg
    Hohner Atlantic IV de luxe: 11 kg

    und zum Vergleich:

    Hohner Arietta I: 6,1 kg
    Hohner Student 40: 4,7 kg

    jeweils mit Riemen, ohne Koffer/Tasche.
     
  10. musixman

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    Erstellt: 13.07.08   #10
    Pigini - Wing 374
    Die Königin unter den Leichtgewichtakkordeons, kompakt, qualitativ hochwertig und mit brilliantem "PIGINI Klang". Für ein ausdauerndes und ermüdungsfreies Spiel. Entdecken Sie eine neue, stressfreie Akkordeonwelt mit 120 Bässen und nur 6,8kg Gewicht:o WING - Qualität muß nicht schwer sein. Erfühlen Sie selbst den Unterschied. Ein außerordentlich leichtes Pianoinstrument mit 37 Tasten, 120 Bässen, 4 Chören im Diskant und 5 im Bass, das nur 6,8kg wiegt. Entdecken Sie eine neue mühelose Akkordeonwelt. Besonders im Alter empfindet der Musiker das Gewicht seines Instruments oft als zunehmende Belastung denn das Instrument verändert sich nicht - wohl aber der Körper des Musikers. Hier kann ein PIGINI WING spürbare Erleichterung bedeuten, damit die Freude am Akkordeonspiel nicht verloren geht. Der Wing ist deshalb auch die richtige Wahl um mit seinem Akkordeon komfortabel auf Reisen zu gehen, in die Weinstube, zum Freizeitsee, auf die Almhütte und überall dorthin, wo man kein schweres Akkordeon mitschleppen möchte. Viele Musiker wählen deshalb einen PIGINI Wing als Zweitinstrument um mit ihrem Akkordeon größere Mobilität und einfach mehr Spaß zu haben.
     
  11. !Ambrosius!

    !Ambrosius! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.08   #11
  12. Musikerclaus

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    Erstellt: 13.07.08   #12
    Hallo Jan,

    in meinen Hohner-Unterlagen von 1958 steht folgendes:

    Lucia III und III P ca. 7,5 kg
    Lucia IV und IV P ca. 8.0 kg

    Gegen eine Metallbauweise ist eigentlich gar nichts zu sagen, denn das Gehäusematerial hat auf den Klang nicht viel Einfluss. Im Gegenteil zu weit verbreiteten Meinungen ist die Verwendung von Edelhölzern oder "Klangholz" nur Material- und Geldverschwendung.

    Mir hat mal ein sehr bekannter Akkordeonkonstrukteur erklärt, dass die Füllung des Akkordeons am besten aus Marmor sein müsste, weil dann die Übertragung der Stimmzungen-Schwingung an die Luft ideal ist, da sonst nichts mitschwingen kann. Allerdings wäre das wohl schon ein Gewichtsproblem (grins).

    Bevor man sich aber ein Instrument wie die Lucia zulegt, das dann in die Nähe eines Alters von 50 Jahren kommt, sollte man sich sehr genau bei einem guten Akkordeon-Reparateur informieren, was daran repariert werden muss.

    Gruß Claus
     
  13. JoLala

    JoLala Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.08   #13
    Hallo Ippenstein,
    könnte es sein, dass nur bei Stimmzungen, die tiefer gestimmt wurden, nach einer Weile der Ton wieder etwas höherläuft? Dies wäre ein durchaus bekanntes Phänomen, das in der Form allerdings nur beim Tieferstimmen auftritt. Es erklärt sich durch den beim Tieferstimmen notwendigen Abtrag des Stimmzungenmaterials (Schwächung) im Bereich des Stimmenfußes. Die Schwingung wird dadurch langsamer, der Ton entsprechend tiefer. Leider kommt es beim Abtragen mit Kratzer/Feile/Schmirgel physikalisch zu einer (minimalen) Strukturveränderung im Metallgefüge, die sich nach zwei/drei Tagen nachhärtend wieder neutralisiert; das bedeutet, der tiefer gestimmte Ton wird sich dann wieder ein klein wenig ins "Höhere" verstellen - je nach Material und Abtrag in unterschiedlicher Stärke. Für das Stimmen ist das aber nur insofern ein Problem, als man einige Tage nach dem Stimmen das Instrument nochmal nachprüfen und gegebenenfalls nochmal nachstimmen muß. Beim Höherstimmen tritt dies Problem übrigens nicht auf, weil da nur die Spitze der Zunge (Gewichtsverringerung) bearbeitet wird.

    Vielleicht hilft Dir diese Info ja.

    Gruß, JoLala
     
  14. jwoetzel

    jwoetzel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.07.08   #14
    Wegen der grossen Diskrepanzen habe ich jetzt nochmal selbst mit einer genaueren Waage nachgemessen:

    (a) 8,0 kg Hohner Lucia IIIP altes Modell (1950er)
    (b) 10,3 kg Hohner Atlantic IV de luxe (1958)

    jeweisl ohne Riemen und Koffer.
    Übrigens: die alten Lederriemen wiegen jeweils 0,2 kg je Paar.

    Ergebnisse:

    (1) Katalogangaben stimmen nicht mit den Tatsachen überein.
    (Hohner_ 0,5 kg, Pigini: ?) und das sind bestimmt keine Fertigungsschwankungen...

    (2) Es erstaunt mich, daß die Pigini Wing als das Gewichtswunder vermarktet wird
    obwohl sie doch offenbar nur unwesentlich leichter als die "uralte" Lucia ist:
    -0,1 kg zur Lucia IIIP
    -0,6 kg zur Lucia IVP

    OK, Pigini Wing hat 120 statt nur 96 Bässe.
    Darauf kann ich für den "mobilen" Einsatz aber verzichten.
     
  15. pauwau95

    pauwau95 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.08   #15
    Da kann ich dir eine hohner Tango sehr ans herz legen.
    habe sie selber gespielt. die war fast so leicht wie meine alte
    Bravo III 72.
     
  16. jwoetzel

    jwoetzel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.08   #16
    ... und (ohne Riemen, immer dieselbe Waage)
    Hohner Concerto III (34/72/III/5+2) 6,8 kg
     
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