Hohner XS für Erwachsene

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Marcel53
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Hallo, besten Dank für die Aufnahme ins Forum. Ich registrierte mich, weil ich einen fachmännischen Rat brauche. Das folgende Anliegen wird zwar für viele von Euch ein Gräuel sein, trotzdem: Ich bin bald 69 und überlegte mir schon vor längerem, ein Akkordeon anzuschaffen, habe es aber sein lassen, weil es mir zu wuchtig und zu schwer schien. Nun sah ich kürzlich ein YouTube-Video, in dem ein junger Typ auf einer dunkelblauen Hohner XS spielte und das tönte für meine Laien-Ohren echt gut. Das Instrument ist klein und sehr leicht, hat nicht diese verwirrende Zahl von Knöpfen und sieht auch passabel aus. Der Preis ist sinnvoll für das, was ich vorhabe, d.h. ich bekomme kein schlechtes Gewissen, wenn es dann nichts wird. Miete schliesse ich unter anderem deshalb aus, weil der mögliche Vermieter in meiner Nähe Akkordeonlehrer ist und das im klassischen Sinn, d.h. primär ausgerichtet auf Orchester und traditionelle Stücke, was mir beides nicht passt. So oder so, ich möchte keinen Unterricht. Ich will nur für mich spielen, auch mit Hilfe von YouTube, um zu sehen, was ich noch ranbringe. Realistischerweise werde ich selbst die wenigen Tasten und Knöpfe des XS kaum je ausschöpfen. Dass das Instrument aus China kommt und aus Plastik ist, stört mich nicht. Nun aber meine Fragen:

  • Es gibt ein XS nur mit Knöpfen und eines auch mit Tasten. Welches ist das Sinnvollere für einen Anfänger wie oben beschrieben?
  • Der Online Prospekt von Hohner wirbt für ein graues XS, das speziell für Erwachsene sein soll. Den Unterschied zum Blauen sehe ich aber nicht. Kennt jemand die Differenz?
  • Kann jemand (Erwachsener) etwas über Spielerfahrung mit dem Hohner XS berichten?
Vielen Dank für Eure Hilfe und Euer Verständnis, Marcel.
 
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Hallo Marcel,

willkommen im Forum!
Und - nein, es gibt keine dummen Fragen! :)

Dass das Instrument aus China kommt und aus Plastik ist, stört mich nicht.
Es gibt über China-Instrumente unterschiedlichste Meinungen.
Aber: es kommen mittlerweile auch durchaus qualitativ gute bis sehr gute Produkte aus China.
Im Falle Hohner ist es ja heute so, dass eigentlich alle Akkordeons der Einsteiger- und Mittelklasse in China produziert werden. Aber dafür hat Hohner auch enorm viel Erfahrung und eine entsprechende Qualitätskontrolle, die bei rein chinesischen Billigst-Anbietern nicht oder nur eingeschränkt vorhanden sind.


Es gibt ein XS nur mit Knöpfen und eines auch mit Tasten. Welches ist das Sinnvollere für einen Anfänger wie oben beschrieben?
Das ist eine vieldiskutierte Frage.
Ich würde es davon abhängig machen, ob Du schon Erfahrung mit Tasteninstrumenten hast - dann böte sich ein Piano-Akkordeon an.
Ansonsten hat ein Knopfgriff-Akkordeon durchaus seine Vorteile. Nur kann man das Erlernte eben nicht einfach auf "normale" Tasteninstrumente übertragen.

Realistischerweise werde ich selbst die wenigen Tasten und Knöpfe des XS kaum je ausschöpfen.
Hmm. Das würde ich jetzt nicht unbedingt so sehen:
Gehen wir doch mal von einer typischen Anfängersituation aus.
Da wird oft die Tonart C-Dur als besonders einfach angesehen, weil sie keine Vorzeichen hat.
Gleich als nächstes kommen die Tonarten F-Dur und G-Dur mit jeweils nur einem Be bzw. einem Kreuz.

Und da geht es schon los: der kleine Bass-Bereich des Hohner XS-Akkordeons beginnt beim F und geht bis zum A.
Damit hättest Du bei der Tonart F-Dur schon mal Pech, weil der wichtige Akkord B-Dur schon gerade nicht mehr dabei ist...

Deshalb nochmal: Knopf oder Piano-Tasten?
Ein Knopfakkordeon spielt seine Vorteile richtig aus, weil es viel einfacher ist, in verschiedenen, auch "komplizierten" Tonarten zu spielen als auf einem Piano-Akkordeon.
Aber gerade das XS ist durch seinen begrenzten Bass-Bereich bei weitem nicht in allen Tonarten spielbar.

Ein weiterer Vorteil von Knopfgriff ist, dass sie im Diskant (rechte Hand) einen viel größeren Tonumfang haben können, weil Knöpfe viel platzsparender sind. Beim XS ist der Tonumfang (h bis g'') aber bei Piano- und Knopfmodell exakt gleich.

Wenn Du also nicht vorhast, irgendwann "aufzusteigen" und das XS nur als Einstiegsinstrument siehst, sind die Knopf-Vorteile meiner Meinung nach relativ gering.
Aber hierzu kann (und wird!) es auch andere Meinungen geben.
Kompletter Neueinstieg ist ja auch die Chance, gleich "richtig" mit Knopf anzufangen...


Der Online Prospekt von Hohner wirbt für ein graues XS, das speziell für Erwachsene sein soll. Den Unterschied zum Blauen sehe ich aber nicht. Kennt jemand die Differenz?

Die Instrumente sind absolut identisch.
Da es sich aber um ein winziges Akkordeönchen handelt, gibt es das mit Kinder- und Erwachsenengeschirr.
Und genau daher stammt der Preisunterschied: Das Erwachsenengeschirr ist teurer als das Kindergeschirr:
Bei Thommen gibt es
  • Das graue XS mit Erwachsenengeschirr - Kindergeschirr müsste separat dazu bestellt werden
  • Das blaue XS mit Kindergeschirr (deshalb kostet dieses Paket weniger) - Erwachsenengeschirr müsste separat dazu bestellt werden.
Jedes andere (gescheite) Klein-Akkordeon wäre jedenfalls deutlich teurer als das XS.
Und das XS ist sicher goldig und wenn Du Dich in das XS verliebt hast - warum nicht?

Was (welche Musikrichtung) würdest Du denn gerne spielen?
Dann kann man sicher näheres dazu sagen, ob so etwas mit einem kleinen XS halbwegs vernünftig machbar wäre.

Für vergleichbares Geld gäbe es z. B. auch ein gutes gebrauchtes Hohner-Student-Akkordeon. Das ist weniger eingeschränkt, auch klein und leicht und sowas wird sogar von Profis gespielt:



Auch mal nicht ganz bierernst gemeint:


Das musste jetzt sein, weil der Schotte Brechin hier "Highland Cathedral" spielt und dieses sehr "schottische" Stück ausgerechnet von zwei Deutschen komponiert wurde. Das aber nur am Rande...

Viele Grüße
Torsten
 
maxito
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Hallo Marcel53,

ob du mit Knöpfen auf der rechten Seite anfängst oder mit Tasten ist Geschmackssache. Bei größeren Akkordeons haben Knoptastaturen einen Vorteil bezüglich Griffspanne und flexiblem Wechsel der Tonarten. Diese Vorteile sind hier jetzt nicht sonderlich wirksam, da der Tonumfang begrenzt ist, os dass man die größere Griffweite bei Knoftastaturen hier nicht wirklich ausspielen kann- ebenso hat das Knopf XS drei Reihen Knöpfe - ein "ausgewachsenes " Knopfakkordeon hat normal 5 Reihen- und somit ist der flexible Tonartwechsel ebenfalls beimn XS begrenzt.

Somit kannst du das nehmen, was dir besser behagt!

Dass das Instrument aus China kommt und aus Plastik ist, stört mich nicht.
Nun - Stand heute hat China Taiwan noch nicht annektiert.. und insofern ist das XS keine Chinaproduktion , sondern ein taiwanesisches Produkt. Gut, das sind Spitzfindigkeiten - aber der wesentliche Unterschied ist, dass das ein Akkordeon ist, das in Taiwan gefertigt wird ... und zwar nach Vorgaben von Hohner Deutschland und gebaut wird unter der Fertigung und Qualitätsüberwachung nach Hohnerschen Standards. Währens Chinesische Akkordeons in China nach chinesischen Standards gefertigt werden... Und das ist ebenfalls Stand heute noch ein himmelweiter Unterschied!

Dass das XS aus Kunststoff gefertigt wrude soll dich nicht stören- das ist absichtlich so gewählt. Denn das XS soll ein vor allem ein Instrument für Kinder sein, die damit unbekümmert sopielen können sollen... Und bei Kindern kann es dann schon mal vorkommen dass das Ding dann auch schon mal vom Sofa fällt... und das soll es dann auch weitestgehend unbeschadet überstehen können! ... Da stören filligrane Holzehäuse und fein ziselierte Verdecke nur...

Aber es soll auch so robust sein, dass man es überall hin mitnehmen kann.

Der Online Prospekt von Hohner wirbt für ein graues XS, das speziell für Erwachsene sein soll. Den Unterschied zum Blauen sehe ich aber nicht. Kennt jemand die Differenz?
Ich kenne jetzt die XS Modelle nicht wirklich im Detail - aber normal ist es so, dass Akkordeons die speziell für Kinder gebaut werden, auch die Handgröße von Kindern berücksichtigen. Und Kinderhände und Kinderfinger sind nun mal kleiner als Erwachsenenhände und Finger... Und drum schätze ich mal, dass beim, grauen XS für Erwachsene die Tastenbreite etwas breiter gewählt wurde, damit Erwachsenen finger besser draufpassen.

Drum - wenn dir das XS gefällt, probiers aus! Schrott ist das sicher nicht und ein Biligramsch schon gleich gar nicht! Dass man damit richitig fetzig was losmachen kann demonstriert Matthias Matzke in diversen Videos immer wieder - wie z.B. hier:
 
Arrigo
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Hallo Marcel,

ich glaube, wenn du das Instrument in einem Laden einmal in der Hand hast, wirst du es nicht mehr wollen.
Nicht wegen Qualität, Klang oder Tonumfang, sondern alleine wegen der Ergonomie.
Die Griffbretter sind nach hinten abgewinkelt, sodass links eine Kleinkinderhand die Bassknöpfe erwischt und rechts ein Kleinkind um das Griffbrett herumgreifen kann.
Für dich heißt das, du kannst (jeweils in Spielhaltung) links die Hand nicht ganz in den Gurt stecken, weil du sonst mit deinen Fingern zu weit vorne bist, und rechts spielst du mit dem Unterarm an den Rippen und dem Ellenbogen 10 cm hinter dem Rücken.
Die interessanten Erwachsenengurte halten das Instrument zwar stabil, was definitiv ein Vorteil ist, aber in einer hohen Position, sodass die Ellenbogen nicht nur weit hinten, sondern auch stark angewinkelt sind.
Die Tasten bzw. Knöpfe auf der rechten Seite sind kleiner als üblich. Dicke Finger darfst du da auch nicht haben.

Du solltest wirklich aus diesem Grund verschiedene (verschieden große) Instrumente ausprobieren.
Ob in einer so körpernahen Position 3 kg oder 5 kg an dir hängen, macht keinen Unterschied, zumal wenn sie wegen längerer Gurte gar nicht hängen, sondern auf deinem Oberschenkel aufliegen.
Dafür pendelt ein kleines und leichtes Instrument an langen Gurten leider nach links und rechts.

Wieviele Bassknöpfe du hast, spielt auch keine Rolle, weil du nie alle brauchst, sondern bei einfachen Liedern nur drei benachbarte Reihen.
Ob du jetzt insgesamt 5 Bassreihen (XS) oder 8 (48 Bässe) oder 12 (72 Bässe) hast, ist entscheidend für die Tonarten die du mit dem Instrument spielen kannst.
Z.B. die beliebte Bläser-Tonart B-Dur braucht, um alle Töne abzudecken die drei Reihen F, B und Es, von denen zwei, nämlich B und Es dem XS fehlen.

Schau dir mal das ganze Schaubild für den Stradella-Bass an, dann erkennst du wahrscheinlich das System. (Die Reihen sind im Quintabstand angeordnet.)
Diesen kleinen Ausschnitt für die XS finde ich verwirrender als das Gesamtbild, in dem sich übrigens der kleine Ausschnitt einfügen lässt.

Die meisten erwachsenen Akkordeonspieler empfinden übrigens 72 Bässe und 6-7 kg Gewicht als klein und leicht, alles darunter ist für kleine Kinder.

Probier es aber selber aus.
 
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Für dich heißt das, du kannst (jeweils in Spielhaltung) links die Hand nicht ganz in den Gurt stecken, weil du sonst mit deinen Fingern zu weit vorne bist
Wenn ich mir die Videos von Matthias Matzke anschaue, dann steckt dem seine linke Hand durchaus voll durch den Riemen durch und ich kann keine Einschränkung beim Bassspiel erkennen - Scheint also durchaus zu passen... Und das passt auch zu dem ; wie Hohner das Instrument ursprünglich beworben hat: für Kinder, Erzieher und für unterwegs. Und Hohner hat seinerzeit extra betont, dass sie auch bezüglich Ergonomie alles auf den Prüfstand gestellt haben und neu entwickelt (und angeordnet haben, so dass von Kinder bis Erwachsene alle mit dem Ding spielen können. Und die Video von Matzke scheinen das auch gut zu beweisen, dass es prolemlos geht.

und rechts spielst du mit dem Unterarm an den Rippen und dem Ellenbogen 10 cm hinter dem Rücken.
Das sehe ich bei dem Instrument erstmal nicht als Nachteil an.

Wenn man Menschen ein Akkordeon in die Hand gibt, die vorher noch nie Akkordeon gespielt haben, dann nehmen die autmatisch eine natürliche Armhaltung ein: Den Arm relativ körpernah ...und das Handgelenk es rechten Arms recht stark abgewinkelt, weil man sonst nicht an die üblichen Tastaturen kommt. Dass man als Akkordeonspieler den rechten Arm sehr stark ausstellt, ist keineswegs eine natürliche Haltung, sondern eine Spielhaltung , die das Akkordeon üblicherweise erfordert, weil man sonst nicht richtig an die Tastatur kommt. Diese Haltung muss man beim Akkordeon extra erlernen und üben - erst dann kann man auf einem normalen Akkordeon gut spielen und auch größere Sprünge etc machen, aber eine "natürliche" Haltung ist das nicht! Wobei ich sogar annehme, dass man mit dieser körpernahen Haltung genauso gut spielen kann, sofern die Tstatur eben auch entsprechend abgewinkelt ist... was sie im Normalfall halt leider nicht ist, weshalb man seinen rechten Arm auch immer etwas unnatürlich ausstellen muss..

Das ist aber bei der Hohner XS gar nicht nötig, weil s da gar nix gibt für große Sprünge-- selbst bei Tastenauführung ist die Tastenspanne relativ überschaubar.

Und somit ist die Tastatur genau so angeordnet, wie absolute Neulinge instinktiv ihren Arm halten und anordnen - und genau da ist dann beim XS auch die Tastatur. Das heißt man findet intuitiv mit der Hand in einer zunächst bequemen Armhaltung (weil recht nahe an der natürlichen Armhaltung ) zu den Tasten.

Wenn man dann später eventuell doch auf ein "größeres" Akkordeon wechseln will - klar dann muss man sich in der Haltung umgewöhnen - aber dann ist man auch schon bissl weiter und kann motorisch auch mehr bewältigen.

Die meisten erwachsenen Akkordeonspieler empfinden übrigens 72 Bässe und 6-7 kg Gewicht als klein und leicht, alles darunter ist für kleine Kinder.
.. und alles oberhalb von ca. 10 kg als unerträglich schwer und nicht zumutbar! (kann man zumindest oft lesen, wenn man sich hier im Forum bissl durch die Beiträge liest!)

Den Satz würd ich so nicht unterschreiben wollen! ... und deckt sich auch nicht mit meinen Beobachtungen von Leuten die mit Akkordeon anfangen wollen.

Selber spielt ich zwar ein größeres Instrument - aus diversen Gründen - aber insgesamt find ich das Konzept der Hohner XS sehr durchdacht und ergonomisch - ich find diese kleine Kiste klasse!
 
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Wenn ich mir die Videos von Matthias Matzke anschaue
Sogar bei Matthias Matzke ist in Ansätzen erkennbar, dass er die Hände gerne weiter vorne hätte, was eine Spielhaltung wie beim Converter ergibt, und das Handgelenk nach außen biegen muss, weil sogar er für das Instrument eher zu breit ist.
Wie geht das erst einem durchschnittlichen etwas älteren Erwachsenen mit breiterem Rumpf und ohne Taille?
Das ist dann vergleichbar mit jemandem, der im Stehen Klavier spielt.
Der Winkel passt nicht mehr.

Und im Fall von Marcel53 rate ich eher vom Hohner XS ab, weil ich seine Gründe, die dafür sprechen, für falsch halte.
- Akkordeone sind nicht alle groß und wuchtig. Es gibt sie an die jeweiligen Körpergrößen angepasst.
- Das Basssystem ist nicht kompliziert und verwirrend, sondern einfach und einheitlich, sodass mehr Bässe nur Vorteile haben und nicht schwerer zu bedienen sind.
- Mit Aufwand verbunden ist, zu lernen, beide Manuale und gleichzeitig den Balg zu bedienen, nicht eine bestimmte Musikrichtung.
Um allgemeine Übungen und Übungsstücke kommt man nicht herum.
-Kaufen, um leicht wieder verkaufen zu können, kann man genauso gut junge oder überholte Gebrauchtinstrumente jeder Größe und Preislage, weil der Wertverlust entscheidend ist und nicht ein geringer Kaufpreis, um ihn komplett abzuschreiben.
 
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Es gäbe da noch das diatonische Knopfakkordeon(Ziehharmonika), die sind (fast) alle klein und leicht. Ausserdem sind sie gut geeignet für Intuitivspieler(sagt man). Wenn es die Umstände zulassen und du noch nie ein Akkordeon in den Händen hattest empfehle ich einen Musikladen mit breitem Angebot zu gehen und zu probieren. Versuch macht kluch!
 
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Tatsächlich kann man intuitiv ohne Vorkenntnisse mit wenigen Tricks aus einer zwei oder dreireihigen diatonischen Harmonika harmonischere Klänge herausholen als auch einem chromatischen Instrument.
Wechselt man im richtigen Moment die Balgrichtung oder Knopfreihe ist es da vergleichsweise eher unwahrscheinlich den völlig falschen Knopf zu treffen.
Ich betreibe da immer mal wieder intuitiv eine sehr alte Steirische und habe mir jetzt für kleines eine Hohner Liliput auch mit Gleichton und nur 2 kg zugelegt.
Ansonsten würde ich zu beidem raten chromatisch und diatonisch weil beides auf Anhieb Freude macht.
 
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Um mal wieder die Kurve zum eigentlichen Thema zu bekommen (denn es geht ja nicht um die Frage "Taste oder Knopf?" sondern speziell ums XS):
Meiner Meinung nach sollte man den Anschaffungspreis besser in ein gebrauchtes 72-Bass-Akkordeon investieren - auch wenn es für einen (erwachsenen) Anfänger so aussieht, als würde man nie den Umfang des Kinderinstruments ausschöpfen, finde ein "richtiges" Akkordeon bezüglich der Ergonomie deutlich besser für solche Zwecke geeignet, und eine längere Halbwertszeit hat es ohnehin ;)...
 
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Ich möchte noch etwas anders einwerfen:
Ein Hohner XS hat bei allen Vorzügen des Gewichts dennoch einen Nachteil für erwachsene Anfänger:
Das Balgvolumen ist derart klein, dass es eine höhere Schwierigkeit darstellt, mit der wenigen zur Verfügung stehenden Luft pro Balgzug auszukommen.

Ich würde daher raten, ein XS eher als Zweitinstrument oder Funinstrument anzuschaffen für jemand, der grundsätzlich schon Akkordeon spielen kann als Erwachsener.

Zum Lernen als Erwachsener würde ich wegen der Größe und damit letztlich auch wegen der damit verbunden Ergonomie eher ein 72 oder gar 96 Bass-Instrument empfehlen.
Grund: Das Akkordeonspiel gelingt dann am entspanntesten, wenn es bei aufrechter Sitzhaltung auf dem Oberschenkel sitzt und man den Balg tatsächlich mit sowenig Kraft wie möglich bedient, ohne das Bassgehäuse anzuheben. Ist das Instrument zu klein, wird es eine irgendwann unbequeme TIEFE Position auf dem Schoß haben, zumindest bei Tasteninstrumenten.

Ob dann alle Tasten und Knöpfe gebraucht werden, würde ich nicht als erstrangiges Kriterium nehmen. Ein größeres Instrument klingt voller, schöner und hat mehr Luft. Bei richtiger Handhabung sind 6-8 kg auf dem Schoß nicht wirklich relevant. zu kleine Instrumente können einen dazu verleiten, sich selbst klein zu machen, um darauf zu spielen (zumindest bei mangelnder Erfahrung)

Also weniger auf die Ton(Tasten, Knopfzahl) schauen und mehr auf die wirkliche Passgröße und Bequemlichkeit. (Vom Klang abgesehen)

Soll es ein XS werden, dann schließe ich mich den Vorrednern an und würde eher zu Tasten raten wegen der nicht wirklich vorhandenen Vorteile von Knöpfen rechts.
Hier wieder die Ausnahme: Man spielt bereits Knopf und möchte das XS Teil ZUSÄTZLICH zum Spaß etc... Dann ist das sehr cool, dass es das auch in Knopf überhaupt gibt.

Grüßle
 
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Marcel53
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Guten Morgen und vielen und herzlichen Dank an die Schreibenden. Ich wollte zuerst das Hohner XS unbesehen per Internet kaufen, sehe nun aber davon ab. Wie empfohlen werde ich versuchen, das Instrument zuerst anzufassen und auszuprobieren. Ferner sah ich zwei Angebote, die grob gesagt ebenfalls in Richtung des XS gehen, eines davon ist ein Hohner Starlet 40, das andere ein Student V, beides sind Occasionen. Tendenziell neige ich zum Starlet, weil mir dessen einheitliches Rot besser gefällt als das gewolkte Rot der Student. Auch hier möchte ich beide zuerst in Händen halten. Wen es interessiert, nachstehend noch die Links. Zum Begriff des Orgelbauers: Bei uns wird das Akkordeon «Handorgel» genannt.

https://www.ricardo.ch/de/a/hohner-starlet-40-ungebraucht-1158525588/

https://www.tutti.ch/de/vi/aargau/musik/instrumente/accordeon-hohner-student-v/47596880?redirected
 
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Hallo Marcel,

Ich wühle mich auch ab&an durch die Ricardo- und Tutti-Angebote. Obwohl es fast unmöglich ist, auf den Bildern zu beurteilen, welches Angebot "besser" ist, sehe ich, dass beim Starlet die Riemen neuer ausschauen als beim Student. Das kann (muss nicht!) ein Hinweis sein, dass das Starlet weniger gespielt wurde. Und je nachdem wie es gelagert und bespielt wurde, kann das einen guten Unterschied ausmachen.

So oder so, ich würde mir die guten Stücke persönlich anschauen vor einem Kauf. Du musst das Ding am besten mal auf den Knien gehabt haben, um zu wissen, ob es Dir passt - selbst wenn Du noch nicht wirklich spielen kannst, ein paar Töne drücken und genau hinhören geht alleweil. In dieser Preisklasse ist die ausführliche Checkliste von @maxito vermutlich schon etwas überkandidelt, trotzdem lohnt es sich, die wichtigsten und augenfälligsten Punkte zu beachten.

Viel Spass mit der Vorfreude und lass hören, wenn Du etwas zugelegt hast!
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Didilu
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Das Starlet Angebot wurde schon im Oktober beendet, steht oben rechts.
 
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Ja, unverkauft - ein Versuch ist's trotzdem wert, habe schon öfter noch Zeugs erhalten, wenn's nicht verkauft wurde. Ist sogar eine Vorlage für's Verhandeln mit Klick auf "Preis vorschlagen".
 
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Eine Starlett mit Freebass hatte ich mal angeschafft um den Freebass zu probieren.
Dazu kam es aber damit nicht da mir der Klang besonders auf der Diskantseite für meine Ohren zu bissig war.
Die Student dagegen erinnere ich klanglich als brauchbar aber eben zu klein.
ZB eine vergleichsweise leichte Weltmeister Serino die auf den Knien aufliegt mit ca 8kg ist wie weiter vorne schon beschrieben gefühlt bequemer als eine dafür zu kleine Student
deren ganzes Gewicht an den Schultern hängt.
Frei hängend wäre dann eine Mignon vielleicht erst wieder im Verhältniß Größe zu Gewicht bequemer.
Tatsächlich sollte man das, Größe, Gewicht, Haptik, Klang und auch Optik, zur besseren Beurteilung austesten und vergleichen.
Eine Hohner Student oder Starlet ist leichter für 250 angeschafft als wieder verkauft.
 
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Die 40- oder 48-Bass-Akkordeons sind für einen durchschnittlich großen Erwachsenen zu klein und somit unergonomisch zu spielen. Zumindest die Anschaffung von zusätzlichen ordentlichen Riemen sollte hier eingeplant werden, denn die dünnen ungefütterten Riemchen von früher taugen leider überhaupt nicht zum Spielen - auch nicht für Kinder. Ich bleibe dabei: Lieber nach einem 72er Instrument umschauen...
 
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Hallo,
ich bin hier untypisch, weil ich vor 3 Jahren im Alter von 59 Jahren nach einem Fehlstart mit 10 Jahren auf meiner Hohner Student, 40 Bässe, neu gestartet bin. Die Riemen und die Akkorde reichen noch immer...

Ich sehe mich eher als unbegabt, dafür aber mit viel Spass bei der Sache und übe/spiele fast täglich.
Allerdings hätte ich es wohl ohne die fast wöchentlichen 30 min mit meinen guten, geduldigen Lehrer nicht so lange durchgezogen..
Die Neue Akkordeonschule von Holzschuh, I und II, war eine gute Grundlage für mich.
Jetzt spiele ich gemischt weiter, was mich interessiert, und mein Lehrer korrigiert. Und das brauche ich auch....;)

Überlege gut, ob Du nicht doch etwas Zeit in die Suche nach einem passenden Lehrer investierst, der Dir die Grundlagen vermittelt und mit dem Du dann Stücke lernst, die Dich interessieren.
Mir hilft das sehr und dabei bin ich sonst eher ein Alleine-Lerner.

Viel Spass bei Deinem Start!
 
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Arrigo
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eines davon ist ein Hohner Starlet 40, das andere ein Student V
Beide Modelle sind um die 50 Jahre alt. Auch wenn sie aktuell noch spielbar sind, die Materialalterung wird sich bemerkbar machen.
Wenn da noch keine Materialien ersetzt wurden, wirst du das nach und nach machen müssen.
Den Kaufpreis kannst du also gedanklich schon einmal verdoppeln - in der Schweiz vermutlich noch mehr.
Die interessante Alternative zum Neukauf ist nicht der Kauf eines Oldtimers im Originalzustand, sondern eines maximal 30 Jahre alten Instruments oder eines älteren Instruments, das bereits überholt wurde (Wachs, Lederventile). Da sind Händler mit eigener Werkstatt die beste Anlaufstelle.
primär ausgerichtet auf Orchester und traditionelle Stücke, was mir beides nicht passt.
Aus dieser Angabe werde ich nicht schlau. Ich stelle mir die selbe Frage wie @Be-3:
Was (welche Musikrichtung) würdest Du denn gerne spielen?
Mich interessiert diese Frage, weil sich z.B. XS und Starlet neben Größe und Tonumfang auch in einem weiteren Punkt unterscheiden:
Die XS ist immer einchörig, die Starlet 40 immer zweichörig (mit nicht wenig Schwebung).
Hör dir hier einmal die Soundbeispiele "Bavarian" für ein zweichöriges Register wie bei der Starlet und "Rondo" für ein einchöriges Register wie bei der XS an, damit du verstehst, was ich meine:
https://www.thomann.de/de/weltmeister_perle_26_48_ii_3_blue.htm
Vielleicht hörst du heraus, wo der Spieler beim Soundbeispiel "Tango" das Register wechselt?
(Es ist reiner Zufall, dass ich dieses Instrument verlinkt habe. Vergleichbare andere hätten es auch getan.)
Die verlinkte Student und eigentlich alle neueren Instrumente mit wenigen Ausnahmen (z.B. XS) haben mindestens zwei Chöre und Register um beide Klangfarben (und ggf. mehr) auswählen zu können.
Zum Lernen als Erwachsener würde ich wegen der Größe und damit letztlich auch wegen der damit verbunden Ergonomie eher ein 72 oder gar 96 Bass-Instrument empfehlen.
Ich, wenn der Erwachsene größer als 1,70 m ist und keine Probleme mit dem Rücken hat, sogar 120 Bässe. Die Rückenprobleme auch nur deshalb, weil das Transportieren und v.a. das Hochheben dann ein Problem ist, nicht das spielen.
Finanziell sehe ich da auch kein Problem. Wenn ich z.B. eine überholte alte Atlantik vom Händler für 1500€ kaufe, kann ich sie mit Hinweis "vor zwei Jahren wurde das und das getauscht" nach zwei Jahren zum selben Preis weiterverkaufen, wenn es schnell gehen muss halt 100-200€ billiger.
Das ist weniger als der Wertverlust eines neuen Instruments und weniger als die Generalüberholung eines alten Instruments im Originalzustand kostet.

Der Grund warum ich einem Anfänger, gerade ohne Lehrer, eher ein zu großes als ein zu kleines Instrument empfehle, ist die Ergonomie, wie @Malineck es schon angesprochen hat.
Der Anfänger mit dem zu kleinen Instrument hängt sich das Instrument um, und wird mit stark angewinkeltem rechten Handgelenk, wie @maxito schon schreibt, und Katzenbuckel, weil die Noten so tief sind und im Irrglauben, auf die Tasten/Knöpfe sehen zu müssen, zu spielen versuchen.
Weil er damit mehr als genug gefordert ist, gleichzeitig die rechte Hand und den linken Arm zu bewegen, wird sich an der Haltung nichts ändern, es sei denn das Instrument gibt ihm jedesmal, wenn er den Rücken krümmt oder den Kopf runternimmt, einen Kinnhaken.
Beim großen Instrument achtet man am Anfang darauf, dass es weit genug links ist und das untere Eck der Tastatur zwischen den Oberschenkeln ist, und es bleibt, auch gewichtsbedingt, in dieser Position, unabhängig davon, was ich mit meinem Kopf oder Rücken mache. Dann entspannt sich auch der Winkel des Handgelenks automatisch etwas.
Das kleine, leichte an den langen Gurten bleibt bei Bewegungen des Spielers nicht zwischen den Oberschenkeln hängen, sondern wandert auf Zug nach links und auf Druck nach rechts.
Da können einem Anfänger jetzt alle möglichen Verrenkungen einfallen, um das Instrument zu stabilisieren, die alle nicht zu empfehlen sind.
(Die innovativen Gurte der XS sind da wirklich eine gute Idee, wenn auch nur für sehr leichte Instrumente.)
Die beste Lösung, wenn auch nicht 100%ig überzeugend, ist, den Rücken zu strecken, das Akkordeon mit der Rückenmuskulatur an den Schultern hochzuziehen und nicht mehr auf den Oberschenkeln abzulegen. (Die selbe Haltung hat man automatisch bei den speziellen Gurten der XS und bei den kurzen Originalgurten aller Kinderakkordeone.)
Jetzt hat man aber einen kontinuierlichen Zug nach unten an den Schultern, den man bei einem größenmäßig passenden Instrument, das fest in seiner Position bleibt, nicht hat.
Das größere Instrument spielt sich also in diesem Punkt leichter.
 
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Malineck
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Genau, man darf „Anfängerinstrument“ (das eigentlich nur günstig sein sollte erstmal, wenn überhaupt limitiert) nicht mit Kinderinstrument verwechseln. Letzteres hat ja NUR deshalb weniger Töne, damit ein Kind es überhaupt tragen kann.
Ähnlich wie bei Streichinstrumenten und Gitarren in 1/2 , 3/4 Größe, damit ein Kind es handhaben kann. Ein Erwachsener startet ja auch nicht mit ner Kindergitarre
Aus ergonomischen Gründen.

dann gibts noch Reise- oder Spaßinstrumente. Diese sind aber wie schon gesagt für Fortgeschrittene als Zusatzinstrument, für spezielle Auftritte, fürs Lagerfeuer etc.
Lernen und Spielalltag besser mit einem Kasten, der zur Körpergröße passt.
 
M
Marcel53
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Danke für die vielen Infos. Noch einige zusätzliche Worte: Ich bin absoluter Laie, kann weder Noten lesen, noch spielte ich je ein Instrument und wie chris2.0 schätze ich mich als unbegabt ein. Nicht mal zum gewünschten Musikstil kann ich viel sagen. Nur eines weiss ich: Nicht das, was ich bei meiner Tochter in der Musikschule gehört habe (Geige, Blockflöte). Ich empfand diese klassischen Stücke immer als äusserst langweilig. Da blieben mir zahlreiche junge Strassenmusiker – auch mit Akkordeon – in viel besserer Erinnerung.

Im Forum las ich irgendwo, dass die meisten ihr Instrument früher oder später wieder aufgeben. Sollte das auch bei mir zutreffen, wäre es im Rückblick wenig sinnvoll gewesen, grosse Ausgaben zu tätigen. Sollte ich demgegenüber dranbleiben, kann ich später guten Gewissens mit dem günstigen Akkordeon in ein Geschäft gehen und etwas Richtiges kaufen. Der Verlust hält sich so oder so in Grenzen.

Ich kann eure Überlegungen zur Akkordeonwahl nachvollziehen und denke, dass sie sicher richtig sind. Aber subjektiv sieht es anders aus: Der blosse Anblick der vielen Knöpfe motiviert mich nicht so und ein voluminöses Instrument möchte ich aus demselben Grund auch nicht. Ziemlich sicher nehme ich die offenbar gestimmte Student V. Ich hörte mir auf YouTube (ich weiss, ich weiss) einige Klangproben von ihr und weiteren, auch teuren Akkordeons an und am Schluss musste ich sagen, die tönen alle +- etwa gleich. Wie gesagt, ich bin erstens kein Kenner und zweitens wird jeder Ohrenarzt bestätigen, dass der Hörsinn im Alter nicht mehr so ist wie in früheren Zeiten. Und das wird nie mehr besser.

Ich habe mir nun die Akkordeon-Schule von Haas bestellt, die anfangs auf ein Instrument mit 48 Bässen ausgerichtet ist. Das passt zur Student V. Sollte ich das Buch schaffen und regelmässig üben, - auch unter dem Gesichtspunkt des Gehirntrainings - dann werde ich mir ein «richtiges» Akkordeon zutun. Selbst Unterricht schliesse ich nicht aus, falls ich aus Freude an der Sache dranbleibe.

Zum Schluss nochmals ganz vielen Dank für eure wirklich hochinteressanten Ausführungen, die doch dazu führten, dass ich von der XS abkam.
 
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