Hydrogen Drumer: Pattern/Song: "Knistern" und Aussetzer beim Abspielen (Linux)

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Hallo,

seit einigen Tagen experimentiere ich ein wenig mit dem Hydrogen Drumer für Linux herum. Die eigentliche Bedienung des Programms bereitet mir keine Probleme. Das Programm macht, was es soll, die Sounds und die Möglichkeiten sie zu bearbeiten finde ich recht gelungen und vielfältig. Nur eine Sache macht mir etwas Ärger...

Beim Abspielen eines Patterns oder eines Songs (egal ob selbst erstellt oder ein vorhandenes Demo) kommt es immer wieder zu einem "Knistern" und zu kurzen Aussetzern. Das passiert innerhalb eines Patterns oder Songs absolut unberechenbar, mal hier, mal da.

Das Knistern erinnert an eine Übersteuerung wenn der Pegel zu hoch wird. Alles, was ich bis jetzt endeckt habe ist aber im grünen Bereich. Runter regeln bringt keine Veränderung.

Die Aussetzer sind sehr kurz. So immer mal wieder ein kurzer "Hickser" im niedrigen ms Bereich in dem gar nichts mehr zu hören ist.

So ist das natürlich für eine Aufnahme nicht zu gebrauchen.

Ich verwende das Ganze mit einem Laptop (Acer Aspire 7730) mit folgenden Daten:

- Intel P7450 (2x2,13 GHz, 1066 MHz FSB, 3 MB L2Cache)
- 4 GB RAM
- Realtek Soundchip (k.A. welcher)
- Linux

Linux und das Programm laufen über eine externe USB-Festplatte. Könnte es daran liegen ?

Über Tipps, Ideen und Anregungen für die Ursache würde ich mich sehr freuen :)

Gruß
 
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Novik
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Hallo,

Ich kenne mich mit linux zwar nicht so gut aus, aber Knackser und Hickser können an verschiedenen Dingen liegen. Zum einen ist natürlich die Kombination von Linux, Hydrogen und den Samples über eine USB Festplatte alles andere als optimal. Ich nehme an auf der internen Platte ist Windows?. Hydrogen ist übrigens auch auf Windows erhältlich. Alternativ kannst du darüber nachdenken, dir ein Dual Boot System auf dem Laptop einzurichten. Linux/Windows.

Ein weiteres Problem kann sein, dass Linux (zumindest bei Linux Mint/Ubuntu) speedstepping aktiviert ist. Das heißt, wenn der Rechner nicht viel zu tun hat, schaltet der Prozessor einen Gang runter. Auf meinem Netbook mit Linux Mint switched der Prozessor ziemlich oft zwischen 800Mhz und 1,6 Ghz hin und her.
Auch sämtliche Stromsparmechanismen sind für Audio hinderlich. USB Power management und der gleichen. Auch solltest du sämtliche Stromsparmechanismen im Bios des Laptop abstellen. Oder Arbeitest du viel auf Akkubetrieb?

Ein weiterer Punkt ist der Audiopuffer des Audiosystems(wahrscheinlich Jack Audio?). Da bin ich bein Linux aber überfragt, wie das eingestellt wird. Bei zu niedrigen Puffern reißt der Audiostream ab. Allerdings kann ich mir das bei Hydrogen nicht vorstellen. Ist ja lediglich ne Sampleschleuder.
 
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Hallo Novik,

vielen Dank für Deine Antwort :).

die USB Platte ist momentan nur eine Notlösung. Ursprünglich war geplant für Linux eine eigene, interne Platte zu verwenden. Netterweise ist mir meine zweite interne aber vor kurzem kaputt gegangen. Von einem Bekannten bekomme ich in einigen Wochen einen Ersatz, der dann ausschließlich für Linux bestimmt sein wird. Von zwei Systemen auf einer Platte halte ich nicht so viel (reine Gefühlssache).

Ja, auf der internen ist Windows 7 installiert. Im Moment habe ich ein Dual Boot System. Ich möchte eigentlich alles was Recording betrifft unter Linux machen. Habe da praktisch schon ein komplettes Studio mit drin. Windows läuft bei mir eigentlich nur noch zum ab und zu was zocken. Die Spiele, die ich bevorzugt spiele laufen halt nur unter Windows. Sonst hätte ich das schon vor langer Zeit verbannt...

Das mit dem Speedstepping ist mir vollkommen neu. Hört sich aber plausibel an. Werde ich später mal genau nachschauen. Die Stromsparmechanismen habe ich noch nicht betrachtet. Da ärget mich gerade, daß ich auf das offensichtliche nicht komme. Unter Windows habe ich es angepasst. Das das auch unter Linux geht - ähmm, nun ja. Denken ist Glückssache und Glück hat man nicht jeden Tag... :p Bios ist angepasst. na immerhin :D.

Ja, das läuft mit Jack Audio. Da habe ich aber auch noch nichts angepasst bzw. mal nachgeschaut. Bis jetzt habe ich mich nur mit Hydrogen etwas genauer beschäftigt. Werde ich ebenfalls später noch genauer unter die lupe nehmen. Obwohl - das mit dem niedrigen Puffer kann sein. Ich meine ich habe den sehr niedrig eingestellt, als ich dieses Rackarak (oder so ähnlich) ausprobiert habe, um die latenz beim Gitarrensignal zu veringern. Da bin ich mir aber nicht mehr sicher (könnte auch beim ausprobieren von Guitar Rig unter Windows gewesen sein - ah mein Hirn... :rolleyes:).

Alles in Allem: danke für dir Tipps. Da ist einiges dabei, bei dem ich mal ansetzen kann :great:

Gruß von einem absoluten Softwarerecordingneuling :)
 
Novik
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Mit welchem Linux arbeitest du denn?
Bei Linux gibt es eigentlich nur einen erstzunehmenden Vertreter von Recordingsoftware. Und das ist Adour/Mixbus. Mixbus ist eine modifizierte Bezahlversion von Adour

Aber interessant, das du Linux als Recordingplattform nutzen möchtest. :D
 
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das nennt sich "Ubuntu Studio". da war bei der installation alles dabei, was man zum aufnehmen braucht. darüber "liegt" dann etwas, das sich "Xfce" nennt. Adour habe ich schon mal gehört, kann aber nicht wirklich etwas damit anfangen. das Ubuntu Studio hat mir ein bekannter aus der IT branche empfohlen, eben hinsichtlich der kompletten, schon vorhandenen ausstattung. laut seinen worten ist das extra für audio oder bild-/videobearbeitung konzipiert worden.

ob ich alles unter Linux mache wird sich noch zeigen. im moment sicher eigentlich nur Hydrogen, da mir da die bedienung besser gefällt, als bei meinem hardware drumcomputer. die sounds sind nicht schlechter, die bedienung aber übersichtlicher und leichter. das muß jetzt auch nicht unbedingt Linux sein. finde es halt sehr "sympatisch", daß man da alles als freeware bekommt. für gitarre und bass muß ich noch rumprobieren. bis jetzt hat es mich nicht überzeugt. tendiere eher dahin dafür weiterhin mein GT Pro zu verwenden.

hängt jetzt auch ein wenig davon ab, ob ich für meinen recorder das bekomme, was ich will. der steht hier gerade im flohmarkt zum verkauf. allerdings habe ich das gefühl, das keiner den von mir verlangten preis bezahlen will. runter gehen will ich aber nicht, da ich ihn auch nicht "verschenken" will.

aktuell, stand heute 14:55 Uhr sieht es so aus:

- drums mit Hydrogen
- gitarre und bass weiterhin über mein GT Pro
- aufnehmen und mischen über meinen externen recorder (Yamaha AW 2400)

sollte sich noch ein käufer finden, war geplant auch das aufnehmen über den rechner laufen zu lassen. aber wie gesagt rechne ich nicht wirklich damit. ist halt trotz aller qualitäten, die das AW 2400 zweifelsohne bietet einfach nicht mehr aktuell. dazu ist es eben auch vergleichsweise teuer. für 900€ gibt es inzwischen halt auch neue alternativen, die auch nicht schlechter klingen als das AW. die motorfader sind aber immer noch ziemlich cool... :D

gruß
 
Novik
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Ich habe mir mal erlaubt ein "(Linux)" in den Titel rein zu editieren.

Bin eigentlich auch reiner Linuxxer, nur Musi mach ich unter Windoof ;)

Würde mich freuen, wenn Du Deine Erfahrungen hier teilen würdest. Wenn das unter Linux gut läuft könnte ich mir wahrscheinlich ein ganzes OS sparen :)

Grüße
Nerezza
 
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danke Nerezza :)

ich werde gerne weiter berichten, wie es so läuft. aber bitte nicht ungeduldig sein. ich stehe noch ganz am anfang. sei es Linux oder reines softwarerecording. bis jetzt habe ich nur analog oder eben mit solchen workstations wie das Yamaha gearbeitet. später werde ich erst mal die ganzen tipps von Novik durchgehen.

bis jetzt kann ich sagen, daß mir der Hydrogen Drumer sehr gut gefällt. steht meinem boss dr 880 soundmäßig in nichts nach. zwar liefert es im moment nicht ganz die anzahl an sounds wie das boss, dafür kann man aber jeden einzelnen sound in alle möglichen richtungen verbiegen. die programmierung läuft einfacher da übersichtlicher als beim boss. das große "display" in form eines computermonitors ist nicht zu unterschätzen ;). vergleich zu einem anderen softwaredrumer habe ich leider nicht, da noch nie damit beschäftigt.

bis jetzt bin ich recht begeistert, was das aufnehmen unter Linux betrifft. alles da, alles drin. sequencer, mixer, effekte, router...

ich kann später mal auflisten, welche programme für die audiobearbeitung installiert sind. das ist ne ganze latte. wie gesagt stehe ich noch ganz am anfang. muß mich erst ein wenig umstellen. bis jetzt hatte ich halt immmer eine eigene kiste für eine funktion vor mir stehen. so nur am computer ist schon ein wenig anders. die grundlegende bedienung unterscheidet sich nicht mal so stark von reinem hardware equipment. nur kommen jetzt halt die ganzen computerspezifischen problemchen dazu (siehe z.b. den thread hier). und da hapert es dann bei mir...

gruß
 
Novik
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Du kannst übrigens noch weitere Kits auf der Hydrogen Seite runterladen. Und ich glaube man kann auch eigene Samples einbinden
 
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so weit bin ich noch gar nicht :D.

aber habe ich schon vermutet. eines nach dem anderen. jetzt erst mal das knistern und die aussetzer unter kontrolle bringen, dann nochmal mit der gitarrensoftware rumprobieren, dann das routing verstehen und zum schluß mal ne probeaufnahme starten... :)

im moment schaffe ich es nicht mal Linux zu starten. andauernd kommt irgendwas dazwischen... :p

ein grund mehr endlich hier zu verschwinden... ;)

gruß

---------- Post hinzugefügt um 23:08:33 ---------- Letzter Beitrag war um 21:13:37 ----------

ha Novik, Du bist mein held :D

Du hattest recht. das war alles total auf energiesparmodus eingestellt. nachdem ich es auf permanent volle leistung umgestellt habe, gab es kein knistern und keine hickser mehr. sehr geil :great:

vielen dank nochmals für den tipp :)

habe gerde auch bemerkt woher mir Adour bekannt vorkommt - das ist installiert. nun ja - schwamm drüber... :rolleyes:

hiermal eine liste mit den programmen, die bei diesem Linux "paket" schon dabei waren und deren funktionen soweit ich sie verstanden habe:

- Ardour: ja, ja, ja...
- Calfjackhost: multieffekt (filter, delay, chorus, comp.,...)
- Echomixer: ?
- Envy24control: ?
- Gfado-mixer: firewire audio interface (oder war es Ffado ? so viel zum thema handschrift...)
- Guitarrix: gitarrenampsimulator
- HDSPConf: ?
- HDSPMixer: ?
- Hexeter: synthesizer
- Hydrogen Drumsequenzer: drumcomputer
- Jack Rack: router
- Jamin: EQ, Compressor, "Mastering Interface"
- lv2rack: ups - funktion vergessen zu notieren. war auch irgendwas mit effekten, wenn ich mich nicht irre
- vu-bridge: pegelanzeige
- MuseScore: noteneditor
- Patchage: router
- Phasex: MIDI software synthesizer
- Pure Data: ?
- QjackCtl: automatischer router
- Qsynth: ?
- Qtractor: sequenzer
- Rakerrack: gitarrenampsimulator plus multieffekt (vergleichbar zu guitar rig)
- Rmedigicontrol: ?
- Sooper Looper: looper
- Specimen: ?
- Virtual MIDI Keyboard: klaviertastatur
- Yoshimi: ?
- sorry, kann ich nicht mehr entziffern (Zynjackn oder so ähnlich - peinlich, peinlich... :p): funktion unbekannt

ich finde das schon sehr beachtlich. der erste eindruck ist sehr gut. das ist alles mit dabei und nach der linuxinstallation sofort verfügbar. boah - ich werde monate brauchen da voll durchzublicken... :D

gruß
 

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