IEM mit Bluetooth-Earbuds?

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Hallo Zusammen,

ich bin gerade - nach Konzert im "Freiflug" - sprich: ich habe mich nur im PA-Schatten gehört und nicht auf den grandiosen Monitoren - mal wieder am Überlegen, mich mit einem eigenen einfachen In Ear Monitoring auszustatten. Jetzt sind ja gerade nicht ganz so schlecht getestete Earbuds auf den Markt gekommen.
Nur - wie connecten ich die Teile zu meinem Submischer (Behringer RX-1602) ? Oder zu einem Monitorkanal vom FOH? Mit einem Bluetooth transmitter?

Ciao,
Stefan
 
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Wenn ich bei Bonedo lese "Und weil die Behringer True Buds wohl nicht in erster Linie als timingkritische Bühnen-In-Ears und in ähnlichen Situationen eingesetzt werden, kann man beruhigt sein.", muss ich doch daraus schließen, dass sie für Deinen Anwendungsbereich (In-Ear-Monitoring für die Bühne bei Auftritten) wohl nicht geeignet sind, weil sie zwar keine hohen, aber für Auftritte eben doch zu hohe Latenzen haben und eher als ordentlich bzw. gut klingender Kopfhörerersatz, aber nicht fürs Monitoring gedacht sind.
 
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Genau, InEar Monitoring und Bluetooth hat ein Latenz Problem. Da tut sich zwar im Moment etwas und es gibt auch Lowlatency Bluetooth, aber da spricht man immer noch von 40-60 (!) ms.
Fürs Telephonieren und Online Meetings ist das alles ok, weil da die Übertragung noch viel länger dauert, aber für drahtlos Inear, braucht man analoge, latenzfreie Übertragung.
 
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Ok, dann kann ich die Werbung "IEM" dafür vergessen.... schade, wäre ja nett gewesen....
 
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Als Keyboarder springst Du ja nicht grade auf der Bühne rum - warum also keinen kabelgebundenen Kopfhörer? Wenn Du zu den Earbuds noch den Bluetooth-Sender rechnest, liegst Du bei ca. 100 EUR. Leg noch ein paar Tacken drauf, und Du bekommst einen phantastischen Kopfhörer dafür:
Die beiden habe ich - der 770 ist geschlossen, der 990 offen. Mir liegen Sound und das Tragegefühl des DT-990 eher für lange Sessions - der hat etwas weniger Andruck, nach einer Viertelstunde muss ich mit dem DT-770 immer eine Pause machen, weil mir der Druck zuviel wird (ich bin da vielleicht etwas überempfindlich). Macht aber nix, den 770 setze ich als Tontechniker immer nur für zwei oder drei Minuten auf, wenn ich im laufenden Mix nach etwas suche, z.B. nach dem Verursacher eines Störgeräusches o.ä. Der 990 ist ein offener Kopfhörer, der geht also nur, falls Ihr auf der Bühne nicht infernalisch laut seid.
 
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Als Keyboarder springst Du ja nicht grade auf der Bühne rum - warum also keinen kabelgebundenen Kopfhörer?
Hi -
ganz einfach - weil Kopfhörer auf Bühne (für mich) K*cke aussieht ;-) - es kam halt viel zusammen beim letzten Gig, beim nächsten nehm ich (m)einen mini-Monitor wieder mit.
20210720_083733.jpg

Ciao,
Stefan
 
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In-Ear bedeutet ja erst einmal nur, dass der Hörer 'in das Ohr' eingeführt wird, und nicht wie bei herkömmlichen Kopfhörern auf oder über den Ohren liegt. Aber die Bezeichnung 'In-Ear' in Verbindung mit Bühnen- bzw. Live-Musik hat noch andere Merkmale. Die nicht für die Bühne geeignete zu hohe Latenz bei Bluetooth wurde ja schon angesprochen. Was bei den meisten Kopfhörer in der Art wie bei den Earbuds auch nicht gegeben ist, wäre die ausreichende Abschirmung gegen einen oft hohen Geräuschpegel auf der Bühne. Was nutzt der bestklingende Kopfhörer, wenn er nicht gegen den Lärm auf der Bühne anstinken kann. Daher sind gute professionelle Hörer für die Bühne i.d.R. auch maßgefertigt, aus einem individuellem Abdruck des Innenohres beim Hörgeräteakustijker erstellt, und passend für das Ohr des Musikers angefertigt. So ist ist die beste Dämpfung möglich, vergleichbar mit einem geschlossenen Kopfhörer wie dem oben erwähnten DT770, der die Ohren umschließt und so auch so viel wie möglich Außengeräusche unterdrückt.
Natürlich braucht man gerade als Keyboarder nicht zwingend ein kabelloses System, wobei ich allerdings auch keine Kopfhörer, wie die oben vorgeschlagenen auf der Bühne tragen würde.
Schau Dir doch mal die für die Bühne vorgeschlagenen In-Ear Hörer bei Thomann an. Ein guter Einstieg wären vielleicht die Shure SE215. Die Mackies wurden hier im Board mal von @Wil_Riker getestet, wenn ich mich recht erinnere.
Die kannst Du direkt an dem RX1602 anschließen, ggf. mit ner passenden Verlängerung, oder wenn Du's noch besser machen willst, mit einem kleinen Bodypack, wie z.B. dem Behringer Powerplay P2. Jetzt brauchst Du nur noch ein Monitorsignal vom FOH, wo alles drauf ist, was Du brauchst, nur nicht Deine Keys. Das mischt Du in einen Eingang des RX1602, lässt den Input aber natürlich auf Null, damit du das nicht wieder mit dem Master Out des RX1602 wieder an FOH zurück schickst. Über die Mon/FX Regler kannst Du Dir dann das Monitorsignal vom FOH im Verhältnis zu den Keys auf den Kopfhörerausgang routen. Du musst dann den Schalter 'To Phones' drücken, damit nicht die Summe, sondern das Monitorsignal am Kopfhörerausgang anliegt.
Ausprobieren kannst Du das natürlich auch mit einem unsexy DT770 ;)
 
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Das mischt Du in einen Eingang des RX1602, lässt den Input aber natürlich auf Null, damit du das nicht wieder mit dem Master Out des RX1602 wieder an FOH zurück schickst. Über die Mon/FX Regler kannst Du Dir dann das Monitorsignal vom FOH im Verhältnis zu den Keys auf den Kopfhörerausgang routen. Du musst dann den Schalter 'To Phones' drücken, damit nicht die Summe, sondern das Monitorsignal am Kopfhörerausgang anliegt.
ein wenig OT, aber viel einfacher ist es, den Weg umgekehrt zu bestreiten an dem "Mischer", nämlich den mainout für das eigene Monitoring und einen/zwei prefader Aux-out fürs FOH zu verwenden. ;-)
 
dr_rollo
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...geht natürlich technisch genauso. Aber warum soll das 'viel einfacher' sein?
 
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warum soll das 'viel einfacher' sein?
weil man dann 1. durch den prefadersend einen fixen pegel ans FOH hat, den man nicht mehr aus versehen verstellen kann und 2. man die fader des Pultes nutzen kann und nicht umständlich entweder per SOF oder an irgendwelchen miniknöppen im channelstrip herumfummeln muss.
Das ist einfach Praxiserfahrung
 
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Du hast gesehen, dass es in diesem Fall um das RX1602 geht? Keine Fader, und außerdem denke ich nicht, dass man da so häufig nachregeln muss. Bei einem Pult mit Fadern würde ich Dir natürlich recht geben, vor allem, wenn man wirklich mal häufiger nachregeln sollte.
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Hi -
ganz einfach - weil Kopfhörer auf Bühne (für mich) K*cke aussieht ;-) - es kam halt viel zusammen beim letzten Gig, beim nächsten nehm ich (m)einen mini-Monitor wieder mit.

Ciao,
Stefan
Ja, das Auge hört auch mit...
Ich schwanke noch zwischen meinem kleinen, leichten und klanglich eingeschränkten Monitor (Roland CM 30, auf einem Mikroständer platziert), dem guten, aber riesigen und sackschweren (Yamaha DXR12) und der Überlegung, es doch mal mit kabelgebundenen In-Ears zu versuchen. Sich ganz ohne Monitor auf die PA zu verlassen (und wenn man Pech mit dem Mixer hat, rein nach Gefühl zu spielen) wäre mir tatsächlich zu riskant...
 
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In-Ear bedeutet ja erst einmal nur, dass der Hörer 'in das Ohr' eingeführt wird, und nicht wie bei herkömmlichen Kopfhörern auf oder über den Ohren liegt. Aber die Bezeichnung 'In-Ear' in Verbindung mit Bühnen- bzw. Live-Musik hat noch andere Merkmale. Die nicht für die Bühne geeignete zu hohe Latenz bei Bluetooth wurde ja schon angesprochen. Was bei den meisten Kopfhörer in der Art wie bei den Earbuds auch nicht gegeben ist, wäre die ausreichende Abschirmung gegen einen oft hohen Geräuschpegel auf der Bühne. Was nutzt der bestklingende Kopfhörer, wenn er nicht gegen den Lärm auf der Bühne anstinken kann. Daher sind gute professionelle Hörer für die Bühne i.d.R. auch maßgefertigt, aus einem individuellem Abdruck des Innenohres beim Hörgeräteakustijker erstellt, und passend für das Ohr des Musikers angefertigt. So ist ist die beste Dämpfung möglich, vergleichbar mit einem geschlossenen Kopfhörer wie dem oben erwähnten DT770, der die Ohren umschließt und so auch so viel wie möglich Außengeräusche unterdrückt.
Natürlich braucht man gerade als Keyboarder nicht zwingend ein kabelloses System, wobei ich allerdings auch keine Kopfhörer, wie die oben vorgeschlagenen auf der Bühne tragen würde.
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Die kannst Du direkt an dem RX1602 anschließen, ggf. mit ner passenden Verlängerung, oder wenn Du's noch besser machen willst, mit einem kleinen Bodypack, wie z.B. dem Behringer Powerplay P2. Jetzt brauchst Du nur noch ein Monitorsignal vom FOH, wo alles drauf ist, was Du brauchst, nur nicht Deine Keys. Das mischt Du in einen Eingang des RX1602, lässt den Input aber natürlich auf Null, damit du das nicht wieder mit dem Master Out des RX1602 wieder an FOH zurück schickst. Über die Mon/FX Regler kannst Du Dir dann das Monitorsignal vom FOH im Verhältnis zu den Keys auf den Kopfhörerausgang routen. Du musst dann den Schalter 'To Phones' drücken, damit nicht die Summe, sondern das Monitorsignal am Kopfhörerausgang anliegt.
Ausprobieren kannst Du das natürlich auch mit einem unsexy DT770 ;)

Das ist alles wahr und - mir bekannt. Trotzdem Danke.

Ich habe nur dieser Tage zufällig den Behringer-Test gehört und die Noise Cancelling funktion wie auch das Kabellose fand ich bei dem Preis spannend. Kabelkram habe ich schon genug am Start....

Der letzte Gig war sehr lustig, ein Open Air organisiert von einem Jam-Session-Organisator aus der Gegend. Wir hatten 5-6 Stückleins zu spielen, "super Anlage mit erfahrenem FOH Mann" war die vorab Aussage. Wie wir kamen stand ein schönes, gut klingendes Frontholz, ein Digitalmischpult und - ein netter aber leicht überforderter Aushilfs-Techniker hinter dem Digitalpult, der eigentlich in der letzten Band spielen sollte (ihr Auftritt wurde aus Zeitverzögerungsgründen bevor wir anfingen abgesagt - dementsprechend seine Motivation...)- sprich: ich höre den PA-Schatten, da die insgesamt 2 Monitore alles bloss nicht Keys draufhatten. Ein FOH-Monitorsignal? :) graue Theorie danach überhaupt zu fragen.....

Somit - mit diesen beiden Infos wird Dir/Euch wahrscheinlich klar, das es einfacher ist meinen pseudo-Fender-Brüllwürfel (30x30x30cm) ins Auto zu legen um für solche (seltenen) Fälle gerüstet zu sein - ich wollte/sollte ja vor allem mein Spiel hören.

Ciao,
Stefan
 
dr_rollo
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...wobei es natürlich auch nicht immer einfach ist, ein Monitorsignal vom FOH zu bekommen. Beim Gig letzten Freitag hätte ich das vergessen können. Riesen Aufwand, Technik ohne Ende, aber nicht in der Lage, das zu bedienen, und natürlich auch kein annäherned akzeptabler Monitormix auf den Wedges. Passiert leider immer wieder. Nur völlig autark ist schwer. Da hilft dann nur der eigens mitgebrachte Aktivmonitor, den man an seinen Submixer anschließt, damit man wenigstens sich selber hört. In-Ear ist da allerdings witzlos, weil man dann ja nur sich hört.

EDITH: Da hat sich meine Antwort gerade mit Deiner überschnitten, passt aber, wo wir sehen, wie's dann doch in der Praxis häufig aussieht ;)
 
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Aber geh, das ist doch ganz klar, dass das jetzt so ist. Den technikern fehlt es derzeit einfach an Praxis. Da sind viele Abläufe einfach eingerostet über die Monate des Nichtstuns. (ende des "Ausrede verlass mich nicht" Modus)
 

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