IMG Stage Line L-RAY/1000

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IMG Stage Line L-RAY/1000

Fakten

Sehr kompakt kommt es daher, in einem zeitlosen und ansprechendem Design.
Eine Einheit besteht aus einem Bassmodul, bestückt mit zwei 8 Zoll Bässen, welches auch die komplette Elektronik beinhaltet und aus vier Mittel- Hochtonmodulen mit jeweils zwei 4 Zoll Mitteltonchassis und je einem Hochtonmagnetostaten. Die beiden eingebauten Endstufen, denen ein digitaler Signalprozessor vorgeschaltet ist, stellen jeweils eine Leistung von 350W RMS zur Verfügung. Ein temperaturgesteuerter Lüfter sorgt für eine ausreichende Kühlung. Der Netzanschluss erfolgt über eine rückseitige PowerCon-Buchse in deren Nähe auch der XLR-Audioeingang mit Durchschleifmöglichkeit, zwei Neutrik Speakon-Ausgänge für die Mittelhochtoneinheiten sowie die digitalen Schnittstellen angeordnet sind.

Die stabilen und gut verarbeiteten Multiplexgehäuse sind mit Gittern und einer robusten Strukturlackierung versehen. Zum Lieferumfang gehören Lautsprecherkabel für die Verbindung der einzelnen Einheiten und die gesamte Flugmechanik sowie der obere Flugrahmen aus Vierkantstahl. Zum Anschlagen an geeignete Hängepunkte stehen vier Flugösen mit einem Durchmesser von 30 mm bereit. Dabei lässt es sich auf bis zu vier untereinander montierte Systeme erweitern.
Das System kann aber auch als Ground Stack aufgestellt und verwendet werden, in diesem Fall dient der Flugrahmen als Fuß.

Die ebenfalls mitgelieferte Software namens "Aktive Speaker Controller" erlaubt die komfortable Konfiguration des Systems per Windows-PC. Einstellbar sind unter anderem Parameter wie Level, Kompression, Limiting, Delay und EQ sowie Hoch- und Tiefpassfilter. Die Handhabung der Software ist dabei sehr einfach und selbsterklärend.

Als Schnittstellen stehen USB, RS 232 und RS 485 zur Verfügung, wobei mit der letzteren bis zu 10 L-RAY-Systeme gleichzeitig mit einem Datenbus adressierbar sind. Außerdem erlaubt RS 485 Kabellängen bis 1200m, hierzu reicht handelsübliches Mikrofonkabel mit XLR Anschlüssen. Im Auslieferungszustand ist das System softwareseitig bereits auf eine optimale Basis-Linearität hin abgestimmt und somit sofort einsatzfähig. Natürlich arbeitet das System auch "Stand alone", also ohne ständige Verbindung zu einem Rechner.


Praxis

Die Hardware zur Justage des Systems erweist sich als recht funktional, die Neigungswinkel der einzelnen Elemente untereinander lassen sich mit Hilfe einer aufgedruckten Skala in Schritten von einem Grad einstellen. Somit sind im gesamten vertikale Abstrahlwinkel von 30 bis 90 Grad zu erreichen. Ein wenig Zeit sollte man hierzu aber schon einplanen, denn mit dem mitgelieferten kleinen Winkelschlüssel gerät die Schrauberei eher zur Fummelei. Hier würde ich mir zumindest einen langen T-Schlüssel wünschen oder besser noch Ball Release Pins, welche sich ganz ohne Werkzeug betätigen lassen.

Kommen wir nun zum interessantesten Punkt, dem Klang. Als Besonderheit und im Gegensatz zu den Produkten vieler anderer Hersteller, kommen bei den Mittel- Hochtonmodulen Magnetostaten anstelle von Kompressionstreibern zum Einsatz. Diesen wird im allgemeinen ein sehr guter, detailreicher Klang nachgesagt, gelten auf der anderen Seite aber als recht empfindlich. Beim L-RAY/1000 sorgen allerdings umfangreiche elektronische Schutzmaßnahmen für den sicheren Betrieb.
Der Hörtest bestätigt die Vermutung: Absolut klirrarm und detailliert spielt das System auch bei großen Lautstärken bis in die höchsten Frequenzbereiche, so das es ein wahres Vergnügen ist diesem zu lauschen. Die Dynamikfähigkeiten sind dabei sehr überzeugend, die Tonalität in der Werks-Basis-Einstellung des DSP ist gleichzeitig äußerst angenehm. Das Bassmodul mit den beiden doch relativ kleinen 8 Zoll Bässen verblüfft trotz der kompakten Abmessungen mit einen Tiefgang und einer Pegelfestigkeit, welche man sonst nur von deutlich größeren Subwoofern kennt.
Bereits mit nur einem System pro Seite lässt sich eine beachtliche Reichweite und gute tonale Ausleuchtung eines mittelgroßen Raumes in beiden Achsen erzielen, darüber hinaus bietet sich die Option der einfachen Erweiterung mit einem zweiten L-RAY/1000.


Fazit:

Mich hat das L-RAY/1000 überzeugt und ich muss meine bisherige Meinung zu Stage-Line Produkten revidieren, Monacor International ist auf dem richtigen Weg. Das System ist eine professionelle, klanglich sehr hochwertige und zugleich kompakte Lösung für verschiedenste Einsatzzwecke, bei denen optimale und gleichmäßige Raumausleuchtung bei geringem Aufwand gefordert ist. Der gute und runde Klang mit bester Sprachverständlichkeit machen es unter anderem zur ersten Wahl bei Kabarett und Comedy Veranstaltungen. Auch Festinstallationen in Clubs und Diskotheken sind durchaus denkbar sowie der Einsatz im kleinen bis mittleren mobilen Bühneneinsatz. Das hervorragende Preis- Leistungsverhältnis macht die Entscheidung pro L-RAY/1000 nun wirklich nicht schwer.


Technische Daten:

System: Kompakt-Line-Array
Tieftöner: 2 x 20cm (8")
Mitteltöner: 8 x 10cm (4")
Hochtöner: 4 x Magnetostat
Nennleistung: 700W RMS (350W + 350W)
Frequenzbereich: 50-25000Hz
Mittl. Schalldruck (1W/1m): 98dB
Max. Nennschalldruck: 121dB
Abstrahlwinkel: Hor. 120°, vert. 30°-90° var.
Rauschabstand: 80dB
Klirrfaktor: < 0,1%
Stromversorgung: 230V&#732;/50Hz/1400VA
Abmessungen Array: 495x850x610mm
Gewicht: 51kg
Schnittstelle zur DSP-Programmierung:
USB, RS-232, RS-485 IN & OUT,


www.monacor.de
 
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Dazu hätte ich jetzt noch die ein oder andere Frage:

a) Gibts das nur in der gezeigten Konfiguration oder kann man das auch mit mehr Elementen bauen?

b) Sind die 121dB peak oder RMS?

c) Ist da wirklich PowerCon dran oder der auf dem Produktfoto gezeigte Kaltgeräteanschluß?

d) Wieviel PAX gehen damit _ungefähr_ bei gemäßigtem Cover-Rock?
 
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Moin Sebastian :)

zu a): Der Rahmen trägt bis zu vier Einheiten, also 16 x Mittel- Hochton und 4 x Bässe.

zu b): 121 dB RMS

zu c): definitiv Powercon

zu d): Ich mache mit dem Teil VA bis ~ 400 Personen, meist groundgestacked mit Subunterstützung.
 

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Das mit den Subs ist ein interessanter Punkt.
Was stellst du da noch drunter? Und ohne zusätzliche Sub-Unterstützung gehts gar nicht? Oder nur bei bestimmten wirklich harten/lauten Sachen nicht?
 
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Subs: pro Einheit zwei RCF 8001.

Das Teil spielt auch ohne Subunterstützung schon gut und in HiFi Qualität,
wäre auch was für's Wohnzimmer, leider spielt da meine bessere Hälfte
nicht mit :D

Aber wenn es untenrum richtig laut kicken soll ist Subunterstützung ein muss.
 
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c) Ist da wirklich PowerCon dran oder der auf dem Produktfoto gezeigte Kaltgeräteanschluß?

Als das System ursprünglich auf den Markt kam, waren Kaltgeräteanschlüsse vorgesehen. Nach einer Vorstellung im Pa-Forum wurden die jedoch dermaßen zerrissen, sodass der Hersteller (der intensiv in dem besagtem Thread mitwirkte) nachbesserte. Ob das nur auf die Beiträge im PA-Forum zurück zuführen ist ... :nix:
Leider finde ich den Thread ums Ver***** nicht :(
 
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Jou, besonders lesenswert sind dort mal wieder die Mutmaßungen der "Klang Gestalter"
und "Operatoren" auf den ersten Seiten, und das ohne das L-Ray gehört zu haben. :weird:
Wie machen die das ? :gruebel:

Ich bring' das Ding mal mit zum PA-Treffen.....

BTW: Ich finde es übrigens sehr bemerkenswert und löblich, das der Hersteller sich zur
Optimierung seiner Produkte an der Meinung der Anwender orientiert, das macht nicht jeder......
 
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