Improvisieren mit Links und Rechts??

von Bardox, 01.08.04.

  1. Bardox

    Bardox Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.08.04   #1
    Hi Leute!
    Also ich wollte euch fragen: Wenn ihr Improvisiert, wie macht ihr das? Spielt ihr zuerst irgendwelche akkorde mit der linken Hand un dann kommt die rechte Hand einfach mit irgendeiner Melodie dazu oder macht ihr das genau andersherum?? Also das ihr zuerst eine Melodie spielt und dann Akkorde mit der Linken dazu spielt.
    Oder spielt ihr nur irgendeine Melodie ohne Begleitung? Also meiner Meinung nach hört sich das dann immer so "leer" an.
    Achja könnt ihr mir dann vielleicht noch einpaar Tipps geben, was man als Keyboarder in einer Metal Band spielen kann? Leider wiess ich jetzt nicht wie unsere Richtung heisst aber es ist schon etwas härter :rock:

    Vielen dank schon mal für eure Hilfe!!
     
  2. Rudess

    Rudess Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.04   #2
    Hallo Bardox !

    Schön, mal ´nen Keyboarder aus einer anderen Metal(?)band zu treffen

    Improvisieren...

    setzt (je nach dem,was man will) musiktheoretisches Wissen voraus. Zwar kann man auch so vor sich hinklimpern, aber wirklich reizvoll ist es, neues auszuprobieren.
    Ich will mal ein paar Sachen in den Raumwerfen: Akkordfunktionen, weitergehende Beziehungen zwischen Akkorden (z.B. Gegenklänge), Modulationen...
    Tipp: Keine Akkorde in der linken Hand spielen, sondern den entsprechenden Basston (am besten eine Oktave greifen, hört sich voller an) zu dem Akkord. Unter die Melodie dann die weiteren Akkordtöne setzen (->Akkordumkehrungen).

    Ich persönlich improvisiere gern über Boogie- und Blues-Schemas, macht zwar Spaß, ist aber für die Band z.B. absolut nicht zu gebrauchen. Hierzu sollte man in den Tonarten sicher sein: Improvisieren über die Falsche Skala hört sich nicht so prickelnd an.

    Keyboard in der Band...

    sollte sich nicht mit der Gitarre ins Gehege kommen. Grundsätzlich das Keyboard eine Oktave über der Gitarre spielen (bei Klangteppich-Geschichten), nicht auf der selben Höhe, sonst gibt´s Soundmatsch. Außedem dichte Akkorde (Terzabstände, z.B. FDur: F-A-C) vermeiden und Quint- Sext- oder Sept-Intervalle wählen. Zwei Töne können auch völlig ausreichend sein.
    Besser nicht zwei verschiedene Melodien übereinander: Einer Begleitung, einer Lead, passt. Bei ´nem Gitarrensolo, also nicht zu viel mit dem Klavier herumklimpern.
    Schick: Unisonoparts. Gitarre und Keys spielen hier (beispielsweise in einem Solo) den gleichen Lauf, optional auch zweistimmig z.B. mit einer Terz als Intervall.

    Eine der wichtigsten Sachen ist, sich anzuhören, was Keyboader anderer Bands spielen. Empfehlung: Dream Theater: Metropolis Pt.2. Ich weiß nicht, ob Du die kennst, hört sich zunächst etwas "gefrickelt" an. Is´ aber ein Muss für jeden Metalkeyboarder.

    Am Wichtigsten ist und bleibt die Übung. Blöder Spruch, stimmt aber leider. Also: Auf gehts und nicht unter kriegen lassen ! :great:

     
  3. J.K

    J.K HCA Synth/Midi/Soundgestaltung HCA

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    Erstellt: 04.08.04   #3
    Ein Keyboarder kann in einer Metal Band alles spielen, was ihm gefällt und sich gut mit dem Bandsound verträgt. Das Keyboard sollte ein gleichberechtigtes Instrument sein.
    Beliebt sind z.B. Unisono Parts mit der Lead GItarre oder ein Soloduell.
    Es ist alles erlaubt was gut klingt :)
     
  4. iron_net

    iron_net Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.04   #4
    Also zuerst solltest Du mal wissen, worüber Du improvisieren willst (besorg Dir mal eine ordentliche Definition von "Improvisation" in der Musik). Dann solltest Du zu dem Akkordschema passende Akkordvoicings kennen und die theoretische Struktur (Funktionen der Akkorde und tonale Zentren). Dazu solltest Du Dir dann die Skalen überlegen, die Du benutzen willst (Arpeggien? Pentatonik? Volle (7-tönige) Tonleitern?). Und dann kanns losgehen :D
     
  5. dnalor

    dnalor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.09.04   #5
    Beliebt sind z.B. Unisono Parts mit der Lead GItarre

    das hat aber mit Impro nix zu tun...

    Ich bin zwar nicht so im metal-Bereich unterwegs, aber im allgemeinen legst du links ne art harmonie hin, mit oder ohne Grundton (Jazz meist ohne, wenn ein basser dabei ist, sonst oft mit). Mit der linken kannst Du dann auch bissel rhythmus machen (Akkord wiederholt anschlagen oder als einzeltöne auflösen). Hier einfach auch mal hören, was Deine Lieblingsbands da so machen.

    Rechts dann i.d.R. melodisch. Anfangs besser langsame Melodien probieren, später kannst Du auch schnellere Licks probieren.

    Hören und klauen hilft ungeheuer! Probier doch z.B. mal eine kurze Passage aus nem STück was du kennst und magst, und veränder das ein bissel. Viel rumspielen, auch wenns anfangs nich so dolle klingt.
     
  6. Paranoid

    Paranoid Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.09.04   #6
    Ich spiele in der linken Hand immer nur die Grundtöne, Akkorde klingen da zu tief und grummelig. Beim Keyboard vielleicht anders, beim Klavier nicht.

    Mit der rechten dann Halt Akkorde + Melodie.

    Kein gesteigertes Problem, wenn man alle Umkehrungen auch von etwas ausgefalleneren Akkorden beherrscht.
     
  7. Blinded

    Blinded Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.09.04   #7
    Gute Frage...

    ich hab grad einfach mal bisschen rumprobiert...
    nach ca. 1 Minute hatte ich was was irgendwie ne Melodie ergab, hab dann einfach mit der rechten Hand die 2 Grundtöne wiederholt, und mit der linken Hand spiel ich dann einfach irgendwelche 0815 Akkorde um das zu begleiten.

    Erwartet kein Meisterwerk, es ist eine 5-Minuten arbeit....

    http://www.blinded.info/misc/inspiration.mp3

    Blinded
     
  8. dnalor

    dnalor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.09.04   #8
    Klingt ja schon fast wie Keith Jarrett! Weiter so :great:

    Ich spiele in der linken Hand immer nur die Grundtöne, Akkorde klingen da zu tief und grummelig.

    Grummelig und mulmig klingt es, wenn man kleine Intervalle (Terz) zu tief unten spielt. Beim Jazz spielt man mit links eigentlich sehr oft Akkorde, geht dabei aber mit dem tiefsten Ton maximal bis f oder e. Den Grundton brauchst du nicht, wenn ein Basser dabei ist, oder wenn du dich daran gewöhnt hast, die Akkorde ohne Basston zu spielen.
    Manchmal reicht auch links ne Quinte oder Septime (Bud Powell macht das oft statt vollem Akkord).

    Wenn Du improvisieren lernen willst, dann vereinfache die linke hand erstmal so weit wie es geht, damit du dich auf rechts konzentrieren kannst. Später kannste dann allemal links mehr dazu nehmen.
     
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